Lohnt sich ein Außenfilter bei 200l?

6 Antworten

Hallo,

grundsätzlich lohnt sich ein Außenfilter immer, da er gegenüber einem Innenfilter ganz entscheidende Vorteile besitzt:

  • er hat vor allen Dingen ein deutlich!! größeres Filtervolumen, dadurch können sich viel mehr Bakterien ansiedeln, das ist höchst positiv für die Wasserqualität
  • er muss viel seltener gereinigt werden, dadurch gehen nicht ständig die Bakterien verloren - das ist höchst positiv für die Wasserqualität
  • er nimmt keinen Platz im AQ ein
  • er kann - je nach Ausgangslage, Verlangen oder Problematik mit sehr unterschiedlichen Filtermedien bestückt werden - du ahnst es sicher schon, das ist sehr positiv für die Wasserqualität
  • er ist viel einfacher zu reinigen als ein Innenfilter

Ja, er braucht etwas mehr Strom als ein Innenfilter - aber es gibt mittlerweile durchaus wahre Stromsparer.

Und einer Gefahr des Auslaufens des AQ über den Außenfilter kann man mit einem winzigen Trick sehr gut entgegenwirken.

Gutes Gelingen

Daniela

3

Danke, für die hilfreiche Antwort :). Da würde ich nur noch einmal ergänzend fragen, ist denn eine Außenpumpe laut? Meine jetzige brummt, nämlich, verstärkt durch den Holzschrank ganz schön laut. Davon würde ich beim Außenfilter gern absehen können. Ich habe leider noch nie einen Praxisvergleich gesehen.

0
64
@White333

Ich habe ganz viele verschiedene Außenfilter in diversen Größen laufen - alle im Wohnbereich. Nicht ein einziger ist zu hören .... manche brauchen allerdings, wenn neu, einige Tage, bis die absolute Laufruhe erreicht ist. Das bedingen manchmal noch Lufteinschlüsse und manchmal muss sich am Flügelrad der Pumpe erst eine schöne "schmierige" Bakterienschicht bilden ...

3
3
@dsupper

Vvielen Dank, das hört sich auf jeden Fall Viel versprechend an. Gibt es denn bestimmte Außenfilter, die du empfehlen könntest?

Grüße :)

0
64
@White333

Ich habe Außenfilter von Tetra, von Sera, von Hagen, von Eheim, von No-Name, einen Astro - alle laufen gleich gut, gleich leise, brauchen wenig Strom (das ist mir immer auch sehr wichtig bei meinen vielen Aquarien) .... bei den Markenfiltern ist die Beschaffung manchmal notwendiger Ersatzteile viel einfacher als bei Exoten oder No-Name-Filtern. Und einen Außenfilter wegschmeißen zu müssen, weil man eine Pumpenkopfdichtung für wenige Euro nicht bekommt, ist schon sehr sehr ärgerlich.

Eheim ist gut und teuer, Tetra und Sera sind gut, aber sehr bezahlbar ....

3
38
dadurch können sich viel mehr Bakterien ansiedeln

Ein Aquarium hat immer genau so viele nitrifizierende Bakterien, wie es braucht. Es gibt exakt so viele davon, wie das Nahrungsangebot es ermöglicht. Mehr Filter heißt nicht mehr Bakterien. Allerdings ermöglicht ein größerer Filter einen stärkeren Besatz, weil er den Raum bietet, den die dann nötigen zusätzlichen Bakterien brauchen.

Ein biologischer Vorteil der Außenfilter ist, dass man sie nie gründlich sauber machen muss. Ihre Durchströmquerschnitte sind so groß, dass man sie wirklich nur grob durchspülen muss, ohne befürchten zu müssen, dass die Schwämme sich durch Dreckreste immer schneller zusetzen. Bei kleinen, sehr schnell durchströmten Innenfiltern, vor allem solchen mit feinporigen Schwämmen, ist das ein Problem, hier hilft nur gründlich ausspülen, auch wenn dadurch die Bakterien verloren gehen (oder häufiger ein neuer Schwamm, der aber zunächst auch steril ist).

0
64
@eieiei2

Da grundsätzlich in jedem AQ viel zu viel gefüttert wird und auch der Besatz meist viel zu heftig ist, ist es schon überaus sinnvoll einen großvolumigen Filter zu nutzen. mehr Filterfläche bietet auch mehr Besiedlungsfläche.

Würde ein AQ immer genau so viele Bakterien haben wie es benötigt, dann gäbe es ja überhaupt niemals Probleme mit Ammonium/Ammoniak und Nitrit. Dann könnte man auch einen kleinen Filter kaufen - wäre ja völlig egal.

0
38
@dsupper

Was ich damit meinte ist, dass ein größerer Filter keine Bakterien auf Reserve bilden kann, die sofort einspringen können, wenn jemand die Futterdose im Wasser versenkt. Bei gleichbleibendem Besatz und gleichmäßiger Fütterung bildet sich ein Gleichgewicht zwischen dem Nährstoffeintrag und der Bakterienzahl. Nur bei Überbesatz spielt die größere Siedlungsfläche eines großen Filters eine entscheidende Rolle.

0
64
@eieiei2

genau das wollte ich damit sagen: dass auch ein Filter durchaus passend zum Aquarium ausgewählt werden muss - sonst kann das mit der ausreichenden Menge der nitrifizierenden Bakterien nicht wirklich funktionieren.

0

Die Juwel Filter sind eigentlich nicht schlecht. Für Innenfilterverhältnisse haben sie viel Filtervolumen und auch einen ausreichenden Durchströmquerschnitt. Und man hat verschiedene Möglichkeiten, sie zu bestücken. Neben dem Platzbedarf und dem festen Einbau (keine Wunschecke wählbar und nicht einfach zu ersetzen) haben sie eigentlich nur den Nachteil, dass sie zum brummen neigen.

Wenn mit diesen Filtern die Filterleistung nicht ausreicht, muss man zunächst mal prüfen, ob es vielleicht überdurchschnittlich viel Dreck im Aquarium gibt. Das kommt vor allem dann vor, wenn eine ungünstige Art der Einrichtung, die einem biologischen Gleichgewicht nicht dienlich ist, mit Überbesatz und/oder deutlich zu viel Futter zusammentrifft.

Wenn das als Fehlerursache weitgehend ausgeschlossen ist, muss man sich ansehen, wie der Filter bestückt ist und welche bereiche zuerst verstopft sind. Damit kann man ein bisschen experimentieren, um die Anordnung bedarfsgerecht anzupassen.

Juwel möchte, dass die feine Filterwatte als erste Filterstufe eingesetzt wird. Das hat zumindest theoretisch den Vorteil, dass die von den Reinigungsbakterien besiedelten Schwämme nicht mit grobem Schmutz verstopfen. In der Praxis ist dieser Vorteil gering, weil ein gut laufender Filter diesen Schmutz nicht nur auffängt, sondern auch zu einem guten Teil zersetzt. Und die Kolonien der Reinigungsbakterien selbst können einen Schwamm schon ganz gut ausfüllen, nur weil keine Schwebestoffe rein kommen, bleibt ein Schwamm nicht für immer durchgängig. Die feine Filterwatte als erste Filterstufe hat von der praktischen Seite gesehen einen gravierenden Nachteil, sie ist sehr schnell verstopft. Juwel hat hier zwar mitgedacht und sie im von oben nach unten durchströmten Filter gut zugänglich ganz oben platziert, aber man muss halt trotzdem häufig dran und sie austauschen.

Filterwatte als mechanische Feinfilterstufe ist eigentlich auch nicht nötig. Sie hat hauptsächlich dann einen Vorteil, wenn der Filter noch neu ist oder frisch gereinigt wurde. Dann sind die Schwämme zu durchlässig. Die Schwämme gehen aber bald teilweise zu und die verengten Poren sind als Feinfilter sehr brauchbar.

Hallo White333,

die Antwort von Daniela ist völlig korrekt, bei der Größe (Durchlauf) solltest Du darauf achten, dass das Beckenvolumen 2-3 mal in der Stunde, nicht wie von einem User angegeben am Tag, durchlaufen wird"

Das heißt für ein 200 Literbecken einen Außenfilter mit 500-700 L/h, dann hast Du eine Standzeit von mehreren Wochen, vielleicht sogar Monaten! Wenn der Durchsatz am Anfang zu stark ist, kann man die Leistung problemlos auf der Druckseite drosseln und wenn sich der Filter "zusetzt", kann man die Drosselung weiter öffnen!

Kleiner Tipp von mir, wenn Du über den Ansaugkorb eine unten geschlossene Filterpatrone, oder ein Stück Filtermatte steckst, verlängert sich die Standzeit noch einmal erheblich, denn dann brauchst Du dazwischen immer nur den "Vorfilter" reinigen und die Bakterien im Filter bleiben komplett erhalten!

Norina

38

Ich hatte das mit einem Vorfilter ausprobiert. Der war wöchentlich dicht, der Außenfilter hat eifnach zu viel Durchsatz für so einen kleinen Schwamm. Im Endeffekt hatte ich allein mit dem Außenfilter so viel Arbeit, dass die längere Standzeit des Außenfilters ad absurdum geführt war. Ob der jetzt 3 oder 4 Monate läuft, spielt keine große Rolle, es sind nur ungefähr 3-4 Reinigungen im Jahr und diese Reinigungen bestehen nur aus abklemmen, auf machen, kurz durchspülen, Bodensatz ausleeren, Dichtung abwischen, wieder zusammen bauen und wieder anschließen. Und vielleicht 1x im Jahr mit der ganz langen Schlauchbürste die Schläuche reinigen. Einmal weniger Außenfilter reinigen steht meiner Meinung nach nicht in einem günstigen Verhältnis zu 52x den Vorfilter reinigen.

0
44
@eieiei2

Hast Du schon einmal versucht, den Durchsatz zu reduzieren?

Bei mir hält der "Vorfilter" ca. 4 Wochen und es ist wirklich keine große Arbeit, die beiden Filterklötze abzuziehen und zu reinigen! Zwei deshalb, weil ich in die Ansaugleitung ein T-Stück mit einem Bogen eingesetzt habe und dadurch wahrscheinlich auch die Zeit verdopple!

Ich verwende auch keinen Schwamm, sondern ein Stück von einer 10cm dicken Filtermatte!

0
38
@Norina1603

Ein voll aufgedrehter 2224er Eheim am 190 Liter Becken ist meiner Meinung nach nicht so viel Durchsatz, dass ich da was drosseln wollte. Der Eheim Vorfilter, der im Prinzip aus 2 Aquaball-Körben mit Rohranschluss besteht, war ständig zu.

Besser als einen Vorfilterschwamm finde ich solche Filterguards aus feinem Edelstahlnetz https://www.garnelen-tom.de/zwerggarnelen-shop/Filter-Guard-13-mm-12-16-Netz-extra-fein-lang . Die verstopfen fast nie und verhindern, dass der Filter größere Sachen oder Garnelen einsaugt. Wenn nur das Qualitätsproblem nicht wäre. Sie fallen früher oder später auseinander und müssen wieder geklebt werden und sie halten nur gerade so auf 12mm Rohren, ist halt nur Chinaware.

0
44
@eieiei2

Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, vielleicht könnte man das Sieb aber schon im Vorfeld so präparieren, dass es auch dauerhaft hält!

Übrigens mein Kommentar bezog sich auf diese Aussage von Dir:

Der war wöchentlich dicht, der Außenfilter hat eifnach zu viel Durchsatz für so einen kleinen Schwamm.

wobei dieser Filter sowieso nicht gerade überdimensioniert ist für 190 Liter ;-)

1
38
@Norina1603
Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, vielleicht könnte man das Sieb aber schon im Vorfeld so präparieren, dass es auch dauerhaft hält!

Wenn man mal weiß, dass die Dinger ab und auseinander fallen, kann man direkt nachbessern, das ist richtig.

wobei dieser Filter sowieso nicht gerade überdimensioniert ist für 190 Liter ;-)

Für strömungsliebende Fische und Dreckschleudern wäre das Becken mit diesem Filter tatsächlich ungeeignet.

1

2. Aquarium Filter teilweise über eine Zeitschaltuhr regeln?

Guten Morgen,

ich betreibe derzeit ein Juwel Vision 450 mit einem EHEIM Professional (1250 l/h) Außenfilter und dem von JUWEL verklebten Innenfilter (1500 l/h). Fischbesatz: 8 Skalare, Antennenwelse, Panzerwelse und Neons.

Um mir etwas Stromkosten und auch das Brummen zu ersparen kam mir die Idee, dass ich den Innenfilter mit einer Zeitschaltuhr, jeden Tag von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr einschalte.

In diversen Foren habe ich ich gelesen, dass dies nicht möglich ist, da die Bakterien im Filter nach kurzer Zeit abgestorben sind.

Die Frage ist nun, kann ich die Ab-/Anschaltung trotzdem durchführen, da der EHEIM Außenfilter im Dauerbetrieb ist? Nebenbei noch die Frage, sind zwei Aussprudelsteine mit einer EHEIM Luftpumpe schlecht, da man CO2 aus dem Wasser treibt und die Einströmung von Sauerstoff über ein hochgesetztes Filtereinströmungsrohr reicht?

Vielen Dank im Voraus!!

Viele Grüße

Patrick Krause

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?