Kritik am Determinismus (Freier Wille)?

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4 Antworten

Der physikalische oder wissenschaftliche Deterrminismus wurde bereits offiziell in den 1980er Jahren begraben. In der modernen Physik gibt es auch kein Kausalitätsprinzip mehr. Da wird die Kausalität als eine Schein- bzw. Näherungslösung in der Nähe des thermodynamischen Gleichgewichtes gesehen.

Unabhängig von jeglichen wissenschaftlichen Erkenntnissen kann aber der ontologische Determinismus existieren, da er weder belegbar noch widerlegbar ist.

Wenn der ontologische Determinismus wahr wäre, müsste schon im Urknall festgelegt gewesen sein, dass du heute diese Frage stellst...und das halte ich für eher absurd. Bisher konnte mir auch niemand beantworten, in welcher Form denn im Urknall diese gesamten Informationen über die weitere Entwicklung der Welt gespeichert gewesen sein soll.

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Kommentar von lolaa629
29.11.2016, 17:46

Vielen Danke für die vielen Ideen!

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Kommentar von DarkSepia
29.11.2016, 22:00

Bisher konnte mir auch niemand beantworten, in welcher Form denn im Urknall diese gesamten Informationen über die weitere Entwicklung der Welt gespeichert gewesen sein soll.

Natürlich in Form ganz banaler kausaler Information.

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Die Quantenphysik hat aufgedeckt, dass 

  • es auf Quantenebene keinen strengen Determinus gibt: Der sog. Kollaps der Wellenfunktion lässt ständig ganze Mengen von Möglichkeiten kollabieren (zu einem Faktum, welches genau eine dieser Möglichkeiten realisiert, alle anderen verwirft und ersetzt durch neue Möglichkeiten, die sich aufgrund des neuen Faktums ergeben).
  • Welche der i.A. unendlich vielen Möglichkeiten als einzige nicht verworfen wird, bestimmt absoluter Zufall - das allerdings im Rahmen durch die Natur genau definierter, uns meist unbekannter Wahrscheinlichkeiten.
  • Das Regieren dieser Wahrscheinlichkeiten hat zur Folge, dass auf zunehmend makroskopischen Skalen alles Geschehen zunehmend deterministisch anmutet.

Konsequenz aus all dem: Nichts, was passiert, passiert mit absoluter Gewissheit - nur die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es passieren wird, kann beliebig nahe an 1 sein (wird aber nie genau 1 sein).

Mit anderen Worten: Es gibt keinen absoluten Determinismus.

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Der Körper beeinflusst den Willen. Triebe wie auch Essen und Trinken sind vorrangig.

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Kommentar von lolaa629
29.11.2016, 17:32

Vielen Danke! Aber könntest du das einmal ausformulieren, damit ich es ganz nachvollziehen kann? Das wäre lieb.

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Kommentar von Rendric
29.11.2016, 17:33

Ich glaube, ich war gerade falsch.

Als Argument, dass es einen freien Willen geben könnte, sehe ich die Fantasie. Ich kann mir alles vorstellen, was ich will. Es ist unwahrscheinlich, dass solche Gedanken begrenzt oder vorgegeben sind, weil sie sehr absurd sein können.

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Kommentar von BottmSky
29.11.2016, 17:35

sie sind aber begrenzt undzwar musst du diese sache schonmal gesehen haben. z.B eine farbe die du noch nie gesehen hast kannst du dir nicht vorstellen.

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Kommentar von BottmSky
29.11.2016, 17:41

Rendric, natürlich findest du deine Fantasie frei, weil du nur das kennst was du fantasieren kannst.

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Argument gegen den freien Willen:

Es gibt in der Psychologie kategorisierbare Verhaltensmuster. Sowas kann es nicht geben wenn es einen freien Willen gäbe, denn dann wäre jede Reaktion unterschiedlich zur Reaktion einer anderen Person und damit nicht-deterministisch.

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Kommentar von lolaa629
29.11.2016, 17:47

Danke!!

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