Kratziger Sound beim Abspielen von Platten, je näher die Nadel sich der Mitte nähert!?

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6 Antworten

Hallo alle beieinander!

Wollte Frage beantworten, aber das intelligente System hier hat was anderes machen wollen, als ich das will. Nun aber meine Antwort:

Schon in der bildlichen Darstellung ist zu sehen, dass Du mit dieser Maschine Deine Platten auf Dauer zerstörst!!! Der S-förmige Arm soll eigentlich garantieren, dass das Abtastsystem an jeder Stelle der Platte tangential zur Rille steht. Der Drehpunkt des Armes liegt zu hoch weshalb die Abtastnadel bei kleinem Radius enorme Seitenkräfte auszuhalten hat. Wegen der kleinen Auflagefläche ist der Auflagedruck (Seitendruck der nach außen zeigenden Rillenkante-Skating) bis zu einem Vielfachen größer als normal. Da läßt sich auch nichts mehr sauber einstellen! Ich würde bei diesem Gerät von einer Schallplattenrillenglättungsmaschine sprechen. Leider in der Praxis häufiger bei Nachbauten zu finden. Die "Kopierer" halten die gebogenen Tonarme für Design und haben den Sinn der Sache nicht durchdrungen! LEIDER!

Das mp3-Verfahren ist ein Datenreduktionsverfahren und lässt alles weg, was nicht gebraucht wird. So auch das Rauschen. Bei Verwendung eines guten Prozessors im Gerät, bzw. in Deinem Computer werden auch Verzerrungen bis zu einem bestimmten Anteil rausgerechnet. Am PC merkst Du also erst was, wenn die Platte richtig kaputt ist!

Würde empfehlen: "Gerät und Geld zurück, den Platten zuliebe!" Leg lieber ein paar Euronen drauf, und kauf Dir ein geprüftes Gerät. Fachhändler helfen Dir da gern.

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Kommentar von ehochicks
15.05.2016, 13:53

Danke für die Antwort! :) Mit mp3 meinte ich aber nicht digitalisierte Plattenaufnahmen, sondern von CD oder Download. Damit wollte ich nur sagen, dass mein Soundsystem und Interface funktionieren.

Wenn ich eine Platte digitalisiere, ist der Sound genauso schlecht, als wenn ich die Platte direkt abspiele.

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Hallo ehochicks,

bevor du die Maschine wieder zurückschickst, kannst du bitte noch folgendes prüfen:

  • Steht dein Plattenspieler wirklich in der Waage? Dies wäre mit einer LEICHTEN Wasserwage sowohl über die Breite als auch die Länge oder besser mit einer Dosenlibelle zu erforschen. Kippt der Plattenspieler in irgendeine Richtung sind die Einstellungen nicht korrekt vorzunehmen. Leg was unter die Standfüße, bis der PS wirklich waagerecht steht.
  •  Hast Du die Auflagekraft des Tonabnehmers WIRKLICH nach den Vorgaben des Herstellers Ortofon korrekt eingestellt (Zuerst Nullbalance - Tonarm in der Schwebe -, dann "Nullen", dann Auflagekraft einstellen).
  • Überprüfe mit einer verläßlichen Einstellschablone (z. B. Schön - Schablone ), ob dein(e) Tonabnehmer  annähernd geometrisch korrekt positioniert sind (Stichwort "Überhang"). Vielleicht läßt das Concorde gar keine korrekte Einstellung an diesem Arm zu; dann wäre die Verwendung eines anderen Tonabnehmers  IM HEADSHELL, das ja eine gewisse Varianz durch Vor- oder Zurückschieben und leichtes Verdrehen des TA's zulässt, zu überlegen.
  • Liegt der auf die Schallplatte aufgelegte Tonarm wirklich (annähernd) parrallell zur Plattenoberfläche (mit Geodreick zu überprüfen). Wenn Tonarm vorn zu hoch = sch...., zu tief: was zwischen Tonabnehmer und Headsell tun (Plastikfolie o. ä.), bis Parrallelität erreicht wird.
  • Wenn alIen genannten Einstellungen stimmen, kann mann das Antiskating einstellen -  am besten mit Hilfe einer Testschallplatte. "Leerrillen" führen zu falschen Ergnissen, viel besser sind Sinussignale, die rechts und links mit gleicher Ampltude in aufsteigender Folge geschnitten wurden und über die kanalspezifisch ggf.auftretenden Verzerrungen eine Mittlung
    erlauben.

    
- TelefonHeinzens Auskünfte sind mir, sorry, zu pauschal, zumal er allein auf die (ja, wichtige) Bedeutung der Tonarmgeometrie abhebt. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass jeder halbwegs vernünftig konstruierte Arm mit Headshell und Langlöchern eine halbwegs korrekte geometrischeParametrierung eines gewöhnlichenTonabnehmers mit Half - Inch - Standard erlauben mag. JEDER (annähernd) korrekt konstruierte konvertionelle Drehtonarm führt den Abtaster nur an zwei geometrischen Punkten wirklich tangential zur Plattenrille, anderorts ergeben sich Abweichungen und resultierende Verzerrungen. Will sagen: Es gibt ein Optimum der Einstellung, aber kein Absolutum. Mag sein, dass das Concorde mit seiner fixen Position in diesen Arm problematisch ist, daneben gibt es aber andere beachtenswerte Einstellungen, die es wert sind, sie auszuprobieren.

LG,

Peter 

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Kommentar von ehochicks
16.05.2016, 21:29

Hey, ersteinmal Danke für die Tipps!

Ich habe nocheinmal alles kontrolliert und überprüft, was in meiner Macht steht, also was Waage, Gewicht und Anti-Skate angeht. Ich bin zwar kein Mann vom Fach, aber ich glaube dass keine dieser Einstellungen momentan verantwortlich für das Kratzen ist.

Ich habe das Problem ebenfalls, wenn ich den Originaltonabnehmer des Plattenspielers verwende und ich denke mir jetzt einfach, dass der Ottonormalverbraucher ja auch nicht super präzise seinen Plattenspieler einstellt, zudem dieser auch nicht das Präzisionswerkzeug dafür besitzt, noch Ahnung von Sinussignalen mit gleichen Amplituden hat. Jedoch erreichen diese ja auch einen guten Sound.

Ich denke der Plattenspieler hat einfach eine miese Qualität und werde mal schauen, was sich da jetzt machen lässt, im Bezug zur Garantie.

Trotzdem nocheinmal vielen Dank für den Rat ! :)

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Ich würde einmal annehmen, dass dieses Gerät Mist ist. Bei dem Preis kann es auch nichts gescheites sein. Ein Plattenspieler ist ein Gerät, dessen Qualität neben der Konstruktion in der hohen Genauigkeit und Güte seiner Bauteile begründet ist. Und das kostet eben. Außerdem macht mich der S-förmige Tonarm stutzig: Ein ordentlicher Plattenspieler hat einen geraden Tonarm. Bist Du an einem hochwertigen Plattenspieler interessiert, der einen guten Klang produziert, dann schau Dir die Modelle von Thorens und Pro-Ject an. Da gibts auch vergleichsweise günstige Einsteigermodelle.

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Kommentar von ehochicks
14.05.2016, 21:46

Ja, ich habe mir das schon fast Gedacht, aber Danke für die bestätigende Antwort! :)

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Ich kann mir vorstellen, dass dieses Teil, welches die Platte trägt ( kenne den Begriff dafür nicht), unausgewogen ist. Dass die Unwucht  derartig (gering) ist, dass sie sich erst gegen Schluss bemerkbar macht. Das würde aber möglicherweise bedeuten, dass die Platte auch leidet.

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Das Ding sieht zwar aus wie ein Technics 1210 ist aber ein mieser Fake.

Ich möchte nicht großkotzig sein, aber das ist billiger Ramsch. Die Meßwerte sind einigermaßen Ok, sagen aber über die Praxis (bes. den Klang) nicht so viel aus.

Meistens sind die Tonarme nicht sehr ausgereift. Das Gewicht des Plattentellers spricht schon eine klare Sprache.

Du kannst höchstens hoffen, daß der Tonabnehmer (nicht die Nadel) einen weg hat und ihn an einem anderen Plattenspieler testen. Aber das ist nicht sehr wahrscheinlich. Falls du einen Phonovorverstärker benutzt, kannst du den auch mal überprüfen.

Such mal im Netz nach Erfahrungen anderer Nutzer. Mehr fällt mir nicht ein.

Viel Glück !

:-)

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der Riemanantrieb scheint recht schwach, wie schon der Kommentator schrieb.

Das Nadelsystem ist wohl von Audio Technica & eigentlich ok.

Evtl. ein auch minderwertiger RIAA Phono-Vorverstärker sowie entsprechende Unwuchten oder Gleichlaufschwankungen.

Besser sind natürlich Direktantriebe

Die Stanton T 60 Plattenspieler mit dem 500er System sind ganz ok oder der T 62 Nachfolger

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