Nein, das wird gar nicht gerne gesehen! Du musst hier zeigen, dass Du quasi „nach Vorschrift“ bereits sehr gut spielen kannst. Eigenmächtigkeiten darfst Du Dir erst erlauben, wenn Du die Uni abgeschlossen hast - und auch dann nur, wenn Dein Publikum dies dann goutiert!

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Ein Klavier verstimmt sich, wenn sich die Saiten noch dehnen, das gilt für neue bzw. neu besaitete Instrumente. Natürlich kann sich ein Klavier auch verstimmen, wenn mit sehr starkem Anschlag gespielt wird, im Allgemeinen haben Kinder einen viel weniger starken Anschlag als Profi-Pianisten. Liszt, Rachmaninov, Prokoffiev, Ravel etc., hier wird oft extrem „gedroschen“. Sonst reagiert ein Klavier auf Temperaturschwankungen (Metalle) und Luftfeuchtigkeitsschwankungen (Holz). Auf erstere relativ schnell, auf zweitere eher verzögert, lackiertes Holz langsamer als unlackiertes. Hängt auch von der Qualität des Holzes ab. Schichtverleimtes reagiert kaum mehr.

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Die lichte Höhe, also quasi der Luftraum zwischen Boden und Klaviatur liegt meist zwischen 60 und 65 cm, bei dem Konzertflügel, vor dem ich gerade sitze, exakt bei 627 mm. Entscheidend beim Spielen ist eher die Höhe der Pedale vom Boden (ca. 60 mm) bzw. der Abstand der Pedale von der Unterkante des Kaviaturbodens. Unterschiede kann es auch durch die Art der Rollen, die verwendet werden geben.

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Buchtipp für Anfänger: Oliver Fehn, Harmonielehre für Dummies

Buchtipp für solche, die mehr wissen wollen: Frank Sikora, Neue Jazz Harmonielehre

Letzteres ist meiner Ansicht nach das beste und umfassendste Buch zu diesem spannenden Thema.

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Wo Du eine Seriennummer (opus-Nummer) beim Klavier eventuell findest, wurde ja schon beschrieben.

Meinen Unterlagen zu Folge wurde die Fa. Ernst Pippig 1909 gegründet, 1920 wurde sie von einem gewissen Rudolf Nielsen übernommen. Du kannt also annehmen, dass Dein Klavier zwischen 1909 und 1920 gebaut wurde. Opus-Nummern finde ich für diese Firma keine, es ist also möglich, dass diese keine vergeben hat. Möglicherweise hat die Fa. Pippig nicht selber gebaut, sondern nur ein Schild mit dem Namen in ein zugekauftes Fremdfabrikat hineingeschraubt. Kam früher öfters vor.

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Ohje! Das hört sich nicht gut an und sieht nicht gut aus. Die "gerissenen" Bändchen könnten ein Mäuseschaden sein, da hat eine Maus möglicherweise - meist unter den Tasten - ihr Nest gebaut und alles mögliche angefressen und für den Nestbau verwendet. Das Foto zeigt auch viel Schmutz (Spinnweben), das Klavier dürfte jahrelang irgendwo unbenutzt schlecht gelagert gestanden sein. Ich tippe auf einen Totalschaden.

Aber sicher kann das nur ein Klaviertechniker / -stimmer beurteilen, der das Klavier dazu begutachten muss. Sollte noch etwas zu retten sein, so würde es sicher teuer, teurer als ein preisgünstiges neues Instrument.

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So wie das klingt, brauchst Du einen Lehrerwechsel. Nach so langer Zeit ist das auch völlig normal. Auch auf einer Musikuni wechseln die Studenten nach etliche Jahren oft zu einem anderen Lehrer. Lehrer sind unterschiedlich und ein neuer Lehrer kann einem auch etwas anderes, neues beibringen.

Ein guter Lehrer ist überhaupt das Wichtigste für einen optimalen Lernerfolg!

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Naja, ich versuche jetzt einmal darauf zu antworten, warum Apple-Produkte so teuer sind, und zwar am Beispiel i-Phone: Beim i-Phone wird Datenschutz groß geschrieben, das heisst, dass Du in den Einstellungen festlegen kannst, welche Daten Du geschützt haben möchtest, die das Handy dann nicht weitergibt. Bei einem viel billigeren Huawei Smartphone kannst Du das nicht. Das bedeutet, Huawei sammelt deine Daten, was Du nicht verhindern kannst, und verdient mit dem Weiterverkauf das Geld, was Apple durch den Verkauf des Gerätes verdient.

Sonst sind Apple-Produkte allgemein auch hochwwertig und halten länger als die Konkurrenz. Wobei es un der Windows-Welt auch teure und billige Rechner gibt, und Du für einen hochwertigen Windows-Rechner auch mehr Geld zahlen musst.

Und natürlich zahlst Du für das Design natürlich auch.

Mittlerweile ist das Windows System auch gut, es gab Zeiten, da hattest Du mit Windows nur Ärger, Systmabstürze etc., damals lief das Apple-System schon weitgehend problemlos.

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Um eine Begleitung zu einer Melodie zu erstellen braucht man Kenntnisse der Harmonielehre. Kann man - muss man - lernen. Buch für Anfänger: Oliver Fehn, Harmonielehre für Dummies.

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Tipp: Vieles von Bach klingt schon sehr jazzig, bzw. reizt ungemein zum "verjazzen", z.B. der Choral "Wacht auf, ruft uns die Stimme", BWV 645.

In diesem Zusammenhang kannst Du Dir die Interpretationen des Jacques Loussier Trios ("Play Bach") anhören, z.B. gib auf Youtube ein: Jacques Loussier, Burghausen.

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Also: Es gibt die Familie der Streichinstrumente. Sieht man von historischen Formen von Streichinstrumenten einmal ab, so gibt es:

die Geige, auch Violine genannt

die Bratsche, auch Viola genannt

das Cello

den Kontrabass

Die Geige ist das höchste (kleinste), der Kontrabass das tiefste (größte) Streichinstrument.

Das am meisten solistisch gebrauchte Streichinstrument ist die Geige, allerdings gibt es viel zu viele Geiger auf der Welt, die Berufschancen für Geiger sind schlecht.

Die Bratsche ist ein immer noch unterschätztes Instrument, es gibt unter Musikern jede Menge "Bratscher-Witze", die sind ähnlich wie die "Ostfriesen-" oder "Burgenländer-Witze". Der beste Bratscher-Witz ist der: "Dass die Bratsche größer sei als die Geige beruht auf einer optischen Täuschung: Die Köpfe der Bratscher sind kleiner!" Gemein! Die Bratsche ist ein sehr schönes Instrument. Die Geige kann nerven, die Bratsche nervt selten, zumal sie, je nach Platzierung klanglich eher der Geige oder eher dem Cello angenähert werden kann. Die Bratsche ist ein Geheimtipp, sie kann im Ensemble und auch solistisch gespielt werden und die beruflichen Chancen für Bratscher sind besser als die der Geiger.

Das Cello ist eines der schönsten Instrumente überhaupt, klanglich ist es der menschlichen Stimme sehr nahe, es kann im Ensembla und auch solistisch eingesetzt werden! Außerdem ist die Körperhaltung beim Cello sehr angenehm, im Gegensatz zur Geige und der Bratsche. Geiger und Bratscher leiden häufig unter Problemen der Halswirbelsäule, wegen der unmöglichen Körperhaltung, die man beim Spielen einnehmen muss.

Kontrabass kann in seltenen Fällen auch solistisch eingesetzt werden, sonst bildet er die Basis, das Fundament jeder Musik. Bassisten müssen im Ensemble beinhart den Takt halten können, sonst schmeissen sie das ganze Ensemble bzw. Orchester. Ein Nachteil ist, dass Kontrabassisten ein sehr großes - manchmal Hasenstall genanntes - Trumm mit sich schleppen müssen und auf Reisen im Flugzeug extra dafür bezahlen müssen. Oft ist es so, dass Kontrabässe - so wie Klaviere - vor Ort bereitgehalten werden, sodass die Musiker selten auf ihrem eigenen Instrument spielen können, sondern auf einem, das sie nicht kennen.

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Eine gerissene Saite (mit "ai") ist kein Problem. Üblicherweise zeigt Dir der Lehrer/ die Lehrerein, wie man eine neue Saite aufzieht. Ist man blutiger Anfänger, so macht dies der Lehrer.

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Stimmt Dein Hygrometer wirklich? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass (billige) Hygrometer sehr oft völlig falsch anzeigen!

Über 70% wäre schon etwas viel. Ideal wären 50 - 60 %, unter 40% wäre schon etwas zu trocken, unter 30% wäre es viel zu trocken. Bei uns in Mitteleuropa ist eher die Gefahr, dass es während der Heizperiode zu trocken wird, als dass es wirklich einmal zu feucht wäre!

Wo steht das Klavier? In einem Kellerraum, in einem nicht unterkellerten Raum im Erdgeschoß? Sind die Wände feucht? Lebst Du direkt an einem See, an einem Fluss?

Die Luftfeuchtigkeit fällt mit der Raumtemperatur. Eine Erhöhung der Raumtemperatur bringt ein Fallen der Luftfeuchtigkeit und umgekehrt. Für extreme Fälle gibt es Entfeuchter. Allerdings sind die meist nur in Neubaten oder nach einmem Wasserschaden für eine gewisse Zeit nötig.

Für problematsche Fälle kann man ein Klimareguliergerät im Klavier einbauen lassen, ein sogenanntes Piano-Life-Saver-System, auch Dampp-Chaser genannt. Bei uns ist das meist sinnvoll bei zu trockener Heizungsluft.

Ich tippe einmal auf ein falsch anzeigendes Hygrometer!

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Hmmm...., wenn Du ein Gewerbe anmelden möchtest und Dir nicht einmal einen Steuerberater leisten kannst, dann solltest Du Dein Vorhaben noch einmal gründlich überdenken. Auch am Beginn eines Kleinunternehmens braucht man ein gewisses Startkapital. Trotzdem: Bei den meisten Steuerberatern sind Erstauskünfte kostenlos, und auch die Finanzämter geben kostenlose Auskünfte!

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Deine Frage wirft Fragen danach auf, was Du eigentlich meinst:

"Klavier" ist die Bezeichnung für ein (nicht elektronisches, also akustisches) Tasteninstrument, bei dem die Töne durch mit sogenannten Hämmern angeschlagenen Saiten erzeugt wird. Vom Klavier gibt es heute zwei Bauarten: Den Flügel (Saiten wagrecht angeordnet) und das Pianino (auch Piano genannt), Saiten senkrecht angeordnet, das dazu gedacht ist, es an die Wand zu stellen. (Englisch: Grand Piano für Flügel, Upright Piano für das Pianino)

Weiters gibt es seit etlichen Jahren zahlreiche Bauarten von Keyboards (Tasteninstrumente), bei denen die Töne elektronisch erzeugt werden. Sogenannte E-Pianos sind Keyboards, die vornehmlich dazu gedacht sind als platzsparende (und billige) Alternativen zu echten Klavieren zu dienen. Das Hauptaugenmerk dabei liegt auf einen möglichst authentischen Klavierklang.

Viele Keyboards versuchen auch andere Instrumente zu imitieren. Es gibt sie in sehr vielen Preis- und auch Qualitätsklassen.

Der Unterschied zwischen einem echten Klavierklang und einem auf einem elektronischen Keyboard erzeugten ist am besten mit einem Vergleich zu charakterisieren: Echte Blumen und künstliche Blumen. Auch bei künstlichen Blumen gibt es welche, deren Nichtechtheit erst auf den zweiten Blick zu erkennen ist. Es bleiben aber künstliche Blumen.

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Tja!

Erstens einmal: Perfekt spielen kann Niemand! Perfektion ist ein Zustand, dem man sich annähern kann, den man aber niemals erreicht!

Zweitens: Möchtest Du überhaupt Klavier spielen können?

Drittens: Wenn Du Klavierspielen möchtest: Hast Du bisher mit einem Lehrer gelernt oder hast Du versucht, es Dir selber beizubringen? Je nachdem, wechsle den Lehrer oder nimm Dir einen! Wenn Du eigentlich gar nicht gerne Klavier spielst, dann hör auf!

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Bevor man den Gusseisernen Rahmen herausschraubt sollte man die Saiten abspannen und die Stimmwirbel herausdrehen. Dabei die entspannten Saiten entfernen, dann sollte sich der Rahmen entfernen lassen!

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Im Niedrigpreis-Sektor sind Yamaha und Kawai die beste Wahl. Im mittleren Bereich wären auch deutsche Marken eine Alternative. Hier gibt es dann oft schönere Gehäuse als bei den Massenproduzenten aus Japan. Förster, Sauter beispielsweise. Schimmel und Grotrian Steinweg haben chinesische Eigentümer, produzieren aber einen Teil ihrer Instrumente noch in Deutschland. Hoffmann gehört zu Bechstein, wird in Tschechien gebaut. Petrof ist auch tschechisch. Seiler hat koreanische Eigentümer.

Im Hochpreissektor ist Steingräber ein Geheimtipp und eine bessere Wahl als Steinway.

Hände weg von "Made in China", hier passt vor allem die Langzeit-Qualität noch überhaupt nicht. Vorsicht auch bei Instrumenten, in denen "Made in Germany" drinnensteht, die aber "Made in China" sind: Hier wird geschummelt, dass sich die Balken biegen! Die Markennamen wechseln hier häufig!

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