Kommasetzung - ja oder nein?

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Hinter Gelegenheit ein Komma.

Hallo liebe Jenny, Dankeschön für den Stern. Rehlein freut sich,. L.G.

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Durch die Rechtschreibreform, in der man bemüht war, die Zahl der schulischen Kommafehler zu senken, ist die Kommasetzung durch eine Reihe von Sonderregelungen jetzt komplizierter geworden, als sie z.B. gerade im Fall von Infinitivgruppen zuvor gewesen war, als es hieß, dass jeder erweiterte Infinitiv durch ein Komma zu trennen sei.

Die Behauptung, die Anzahl der Kommafehler in den Schulen sei nun geringer als vor der Reform, ist wahrscheinlich als "geringere Zahl von entdeckten Kommafehlern" zu interpretieren, was auf die jetzige Unsicherheit der korrigierenden Lehrpersonen zurückzuführen sein dürfte.

Jetzt erfährt man z.B. zu deiner Frage in Regel 117:

"Infinitivgruppen werden durch Komma abgetrennt, wenn sie

  • 2.) von einem Substantiv abhängen

    • Mein Vorschlag, ins Kino zu gehen, wurde verworfen.
    • Er gab uns den Rat, erst einmal in Ruhe zu überlegen."

http://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/komma#K114Regel 117:

Komma hinter Gelegenheit, weil die folgende Infinitivgruppe vom Substantiv "Gelegenheit" abhängt. (K 117,2 Duden). 117 sagt, dass auch ein Komma erforderlich ist, wenn die Infinitivgruppe mit "als", "anstatt", "außer, "ohne", "statt" oder "um" eingeleitet wird (K117,1. Ferner dann, wenn die Gruppe durch ein hinweisendes Wort angekündigt wird (K117,3) Beim "einfachen Infinitiv mit "zu" kann man das Komma weglassen, wenn keine Missverständnisse entstehen können. (Dies, falls du keinen Duden hast)

Also der Punkt fehlt. Ein Komma nach Gelegenheit solltest du schon setzen, ich bin mir nicht sicher, ob das Pflicht ist, aber auf jeden Fall kann man es machen, und hört sich auch besser an.

wenn du schreiben würdest "[..] Gelegenheit, um einen [...]" , dann ja.

so wie es da steht, geht beides

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