Klaviersaiten?

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4 Antworten

Die Frage ist schwer zu beantworten, wenn man das Klavier nicht genau begutachtet hat.

Es hängt stark davon ab, wieviele Nebenarbeiten beim Neubesaiten notwendig sind. Diese könnten sein: Reparatur von Resonanzbodenrissen, Reparatur vom Stimmstock, Druckmachen (Anpassen des Steges). Ohne diese Nebenarbeiten - wenn sie notwendig sind - macht eine Neubesaitung keinen oder nur wenig Sinn.

Wenn nach dem Stimmen die Saiten wieder bald viel (!) zu tief sind, dann hat der Klavierstimmer schlecht gearbeitet oder er ist ohnedies ein Pfuscher, weil er erkennen hätte müssen, dass die Stimmwirbel nicht mehr richtig halten und daher ausgetauscht werden müssen bzw. der Stmmstock kaputt ist.

Die Kosten für einen Neubesaitung kann Dir nur ein Klavierbauer sagen, nachdem er das Instrument gründlich begutachtet hat. Mit großer Sicherheit muss es in die Werkstatt transportiert werden. Grob gesprochen musst Du mit Kosten von mindestens € 2.000.-- aufwärts rechnen.  (Hin- und Rücktransport, Material (mindestens die Saiten und die Stimmwirbel), Arbeitszeit für das Aufziehen der neuen Saiten, mehrfaches Hochstimmen). Ist das Instrument schon einmal in der Werkstatt, dann empfiehlt es sich, auch die Mechanik wieder auf Vordermann zu bringen. So können Kosten von mehreren Tausend € entstehen.

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Kommentar von nyssaraatko
31.07.2016, 13:41

Vielen Dank für die schnelle und sehr hilfreiche Antwort!!!:)

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Das scheint ein Rahmen- bzw. ein Stimmstockproblem zu sein. Die Stahlsaiten sind nicht dehnbar. Ein Auistausch würde nichts bringen. Wenn es ein KLavier aus dem vorletzten Jahrhundert oder älter ist, darf es aus statischen Gründen nicht auf den heutigen Kammerton gestimmt werden. Die erhöhte Tonnenlast würde die Stimmwirbel aus der Lagerung im Stimmstock ziehen (bei Holzrahmen). Die einzige Abhilfe scheint die Hinnahme eines tieferen Kammertons zu sein.

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Kommentar von Bluemilk
31.07.2016, 12:14

Da stimmt einiges nicht: Stahlsaiten dehnen sich natürlich. Stimmwirbel werden nie "aus dem Stimmstock gezogen". Jedes Instrument mit Gussrahmen kann - nach einer Neubesaitung - auch auf den heutigen Kammerton (440) gestimmt werden, Ende des 19. Jhdts. war 435 üblich, so groß ist der Unterschied in der Zugkraft da nicht! Bei Klavieren ohne Gussrahmen - Alter ca. 150 Jahre - sieht es etwas anders aus, damals hatte man aber auch andere Saiten!

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Die Seiten würde ich behalten, dafür aber mal von einem Klavierbauer  die stimmwirbel und den Stimmstock prüfen lassen

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Kommentar von nyssaraatko
08.08.2016, 12:11

vielen Dank!!!:)

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Also dass der flügel die stimmung nicht hält hat wahrscheinlich nichts mit den saiten zu tuen. Alte saite zeigen sich eher an einem schrillen klang.
Das mit der stimmhaltung liegt an dem stimmstock also das holz dass vorne unter dem gussrahmen liegt und in dem die nägel sticken.
Also muss entweder ein neuer stimmstocj rein (2000€) oder es reichen evtl. Einfach dickere nägel aus.

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Kommentar von nyssaraatko
31.07.2016, 19:48

Super danke!!:) Nur ist das Klavier kein Flügel😅

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Kommentar von Pfeifenorgel
09.08.2016, 02:47

Das macht so weit ich weiß nicht viel aus. Die Nägel werden ja "festgehalten" wenn die Wirbel wieder reinkommen

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