Da gehst Du am besten in ein Fachgeschäft und lasst Dich beraten. Auch gebraucht kostet ein vernünftiger Flügel in spielbereitem Zustand etliche Tausend €. Service sollte einmal jährlich mindestens gemacht werden, das dauert etwa 1,5 Stunden und kostet die Arbeitszeit eines qualifizierten Facharbeiters plus Anfahrt. Alle paar Jahre fallen - je nach Intensität des Spielens - Mehrarbeiten an. Das gilt für ein gutes Instrument in gepflegtem Zustand. Saiten halten oft das ganze Leben eines Klaviers.

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Dann übst Du falsch! Da müsste Dir Dein Lehrer weiterhelfen, dazu ist er da!

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Da hilft am besten: Ein/e (gute/r) Lehrer/in!

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Alles hat Vor- und Nachteile! Vorteile von Agraffen sind, dass die Saiten exakt geführt werden. Nachteile sind, dass die Agraffen aus Messing sind, welches ein relativ weiches Material ist. Die Saiten können sich daher in die Agraffen einschneiden, was Probleme mit der Stimmbarkeit verursacht. Es gibt allerdings auch Agraffen mit Stahlkern, die diesen Nachteil ausgleichen sollen. Ein weiterer Nachteil der Agraffen ist, dass sie wenig Masse haben. Masse bewirkt, dass sie "Ruhe" ins System bringt. Vor allem im Diskant, wo die Hämmer die Saiten nahe der vorderen Saitenbegrenzung anschlagen, Agraffen relativ viel Energie der Saite vernichten, da sie massearm sind. Ein schwerer Kapodaster, wie ihn Bösendorfer verwendet, oder der Gussrahmen - der Teil der die Saitenbegrenzung verursacht heisst Silie - vernichtet weniger Anschlagsenergie. Ein Vorteil von Kapodaster oder Silie kann auch sein, dass man die Saitenchöre exakt auf die Hämmer ausrichten kann, falls die Teilung der Hämmer nicht optimal ist, bei Agraffen kann man das nicht. Allerdings heisst das, einen Fehler (in der Teilung der Hämmer) durch einen Fehler (das nicht ganz gerade Ausrichten des Saitenchores auf dem Kapodaster oder der Silie) auszugleichen. (In der Praxis kommt es allerdings oft vor, dass man einen Fehler durch einen anderen Fehler ausgleichen muss. (In der Fachsprache heisst das auch: Vermitteln)

Vor allem ältere Bechsteine sind oft sehr schwer zu stimmen, da sich die Saiten schon stark in die Agraffen eingerieben haben, und dadurch gerne dort "hängenbleiben", was einen Klavierstimmer zur Verzweiflung bringen kann. Das hängt aber nicht nur mit den Agraffen zusammen, sondern auch mit Rost an den Saiten und der konvexen Filzauflage, über die die Saite gleiten muss.

Neue Bechsteine haben sich von der alten Konstruktion (ohne klingender Vorder- und Hinterlänge - Duplex Skala - mit Agraffen bis zum höchsten Ton) - leider - verabschiedet, deshalb gibt es den typischen Bechstein-Klang - hell, klar, aber nie aggressiv - leider bei neuen Instrumenten nicht mehr.

Heute gibt es leider nur mehr zwei grundlegend verschiedene Konstruktionsprinzipien, das von Steinway, das viele andere kopieren (vor allem Yamaha und Kawai, aber auch Fazioli) und Bösendorfer. Steingräber versucht noch eigene Wege, Förster auch. Die meisten anderen noch existierenden Klavierfabriken in Europa kämpfen ums Überleben und haben wenig Ressourcen für Experimente, chinesische versuchen Steinway zu kopieren.

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Hmmm, checke einmal ab, ob das Klavier in Ordnung ist. Es kommt immer wieder vor, dass Klaviere "verschenkt" werden, weil sie Sperrmüll sind und der Besitzer sich die Kosten für den Abtransport sparen will. Kontaktiere einen Fachmann (Klavierstimmer, Klaviertechniker) bzw. erkundige Dich in einem Klaviergeschäft, bevor Du Dich in Unkosten stürzt, Klaviertransporte sind teuer und /oder mühsam!

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Ich würde sagen, das ist eine - relativ sehr einfache - Improvisation auf einer Harfe. So etwas kann man bald einmal, wenn man ein bisschen Ahnung von Harmonielehre hat. Nebenbei: Ein sehr schöner und interessanter Beitrag über Physik!

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Der gute Tipp den ich da geben würde: Klavier lernen, und zwar mit einem (guten) Lehrer!

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Bass-Gitarristen sind im Allgemeinen überhaupt sträflich unterbewertet. Sie stehen immer eher im Hintergrund, jedoch sind sie ein wesentlicher Teil des harmonischen und rhythmischen (zusammen mit dem Schlagzeuger) Grundgerüstes. Vergleichbar mit den Wurzeln einer Pflanze: Man sieht sie nicht, aber ohne würde die Pflanze nicht leben können.

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Ganz eindeutig ist das auf dem Bild nicht zu erkennen. Bouzuki wäre ein griechisches Instrument, diese hat jedoch einen längeren Hals. Eine türkische Saz (Langhalslaute) hat ebenfalls einen längeren Hals, und bei dieser sind die Bünde anders angeordnet. Am ehesten könnte es noch eine Abart einer Kurzhalslaute (Oud oder Ud) sein, von der es verschiedenste Bauarten (und Stimmungen) gibt.

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Ich würde auf jeden Fall sagen ja! Denn Maschinen sind "Umwandler", sie wandeln z.B. Kräfte um. Der Hebel zum Beispiel. Und sehr viele Musikinstrumente haben Hebel in verschiedenen Formen. (Der Hebel ist in der Physik eine "einfache Maschine".) Ich sage so: Musikinstrumente sind Anwendungsbeispiele für Maschinen.

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Diese Firma war meinen Unterlagen nach von 1886 bis 1897 als Klavierhändler in Berlin unter der Adresse Kochstraße 26 nachweisbar. Es gab damals zahlreiche Klavierhändler, die "No-Name Produkte" eingekauft und unter ihrem Namen verkauft haben.

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In der Praxis sieht das so aus, dass es, wie schon richtig hier bemerkt, mit € 1.-- im Betriebsvermögen verbleibt, so lange es nicht "ausgeschieden" wird. "Ausgeschieden" werden kann es als "defekt", oder "verkauft". Im Falle eines Verkaufes mit Rechnung muss der Verkaufserlös versteuert werden.

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Grundsätzlich werden zur Zeit Klaviertechniker und -stimmer überall verzweifelt gesucht. Nur können sich viele kleinere Betriebe die Lehrlingsausbildung nicht leisten. Frage bei den Klavierfabriken an: Bechstein, Förster, Steingräber, Schimmel, Grotrian-Steinweg, Sauter, Blüthner, Seiler... Und bei der Berufsschule in Ludwigsburg: https://www.ows-lb.de/index.php?id=132

In Österreich sucht Bösendorfer ebenfalls Lehrlinge.

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In früheren Zeiten hatte Klaviere noch weniger Tasten, zu Mozarts Zeit gab es nur Instrumente mit 5 Oktaven Tonumfang. Im Laufe der Zeit wurde der Tonumfang beim Klavier immer mehr erweitert, heute ist man üblicherweise bei 7 1/4 Oktaven. Es gibt auch einen Flügel mit 8 Oktaven (Bösendorfer 290, Imperial), der hat noch im Tieftonbereich Tasten bis zum Subkontra C.

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Begehrt oder populär in Europa kann man keine historische Stimmung nennen. Historische - ungleischwebende - Stimmungen gibt es zahlreiche, welche man verwenden sollte oder kann hängt von der Musik ab, die man spielen zu beabsichtigt bzw. von den Tonarten in denen diese stehen.

Eine historische Stimmung die gerne verwendet wird und in der man eigentlich alle Tonarten verwenden kann wäre die nach Valotti. Daneben gibt es zahlreiche andere, Stimmungen nach Kirnberger, Werkmeister, Young, Schlick, Neydhardt, die mitteltönige Stimmung und und und...

Als Klaviertechniker solltest Du eigentlich über Stimmungen Entsprechendes gelernt haben. Wenn Du das Thema googelst, dann solltest Du auch genügend Informationen darüber finden.

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Das ist schwierig! Du müsstest Dir vorerst von einem Fachmann - der Klavierstimmer sollte einer sein - erklären und vorführen lassen, was "richtig" oder "falsch" ist. Dir sollte vorgeführt werden, was "Schwebungen" sind, und bei welchen Intervallen keine Schwebungen zu hören sein sollten, und bei welchen Intervallen Schwebungen sein müssen - soferne das Instrument auch gleichstufig temperiert gestimmt worden ist, was bei einem modernen Klavier die Norm sein sollte.

Klavierstimmen ist eine ziemlich komplizierte Angelegenheit und kann nicht so ohne weiteres in wenigen Sätzen erklärt werden.

Eine grobe Möglichkeit wäre, die Töne des Klaviers mit elektronisch erzeugten Klaviertönen zu vergleichen, oder mit einem (guten) elektronischen Stimmgerät.

Am besten wäre es, Du lässt Dir das alles einmal von Deinem Klavierstimmer erklären.

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Ein Yamaha ist grundsätzlich ein gutes Instrument. Wenn es keinen Schaden durch Mottenbefall oder klimatische Einflüsse (Trockenheit) erlitten hat, so solltest Du etwa € 1.500.-- bis € 2.000.-- von Privat dafür bekommen können. Endgültiges kann aber nur ein Fachmann sagen, nachdem er das Klavier begutachtet hat!

Lass es vorher stimmen und servicieren, das kostet weniger als die Differenz, wenn Du das Klavier als völlig verstimmt oder ordentlich gestimmt (mit Rechnung vom Klavierstimmer) anbietest.

Dieses Instrument ist jedenfalls besser als ein billiges chinesisches Neuinstrument. Das preisgünstigste neue Yamaha Pianino kostet mehr als € 3.500.--

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Sinnvoller als Schmieren - egal mit welchem Mittel - wäre das gründliche Reinigen. Eventuell noch trockene (!) Kernseife, Graphit, Federweiss oder Teflonpulver. "Schmierfett" in einem Klavier, da stellt es mir als Fachmann die Haare auf!

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