In früheren Zeiten hatte Klaviere noch weniger Tasten, zu Mozarts Zeit gab es nur Instrumente mit 5 Oktaven Tonumfang. Im Laufe der Zeit wurde der Tonumfang beim Klavier immer mehr erweitert, heute ist man üblicherweise bei 7 1/4 Oktaven. Es gibt auch einen Flügel mit 8 Oktaven (Bösendorfer 290, Imperial), der hat noch im Tieftonbereich Tasten bis zum Subkontra C.

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Begehrt oder populär in Europa kann man keine historische Stimmung nennen. Historische - ungleischwebende - Stimmungen gibt es zahlreiche, welche man verwenden sollte oder kann hängt von der Musik ab, die man spielen zu beabsichtigt bzw. von den Tonarten in denen diese stehen.

Eine historische Stimmung die gerne verwendet wird und in der man eigentlich alle Tonarten verwenden kann wäre die nach Valotti. Daneben gibt es zahlreiche andere, Stimmungen nach Kirnberger, Werkmeister, Young, Schlick, Neydhardt, die mitteltönige Stimmung und und und...

Als Klaviertechniker solltest Du eigentlich über Stimmungen Entsprechendes gelernt haben. Wenn Du das Thema googelst, dann solltest Du auch genügend Informationen darüber finden.

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Das ist schwierig! Du müsstest Dir vorerst von einem Fachmann - der Klavierstimmer sollte einer sein - erklären und vorführen lassen, was "richtig" oder "falsch" ist. Dir sollte vorgeführt werden, was "Schwebungen" sind, und bei welchen Intervallen keine Schwebungen zu hören sein sollten, und bei welchen Intervallen Schwebungen sein müssen - soferne das Instrument auch gleichstufig temperiert gestimmt worden ist, was bei einem modernen Klavier die Norm sein sollte.

Klavierstimmen ist eine ziemlich komplizierte Angelegenheit und kann nicht so ohne weiteres in wenigen Sätzen erklärt werden.

Eine grobe Möglichkeit wäre, die Töne des Klaviers mit elektronisch erzeugten Klaviertönen zu vergleichen, oder mit einem (guten) elektronischen Stimmgerät.

Am besten wäre es, Du lässt Dir das alles einmal von Deinem Klavierstimmer erklären.

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Ein Yamaha ist grundsätzlich ein gutes Instrument. Wenn es keinen Schaden durch Mottenbefall oder klimatische Einflüsse (Trockenheit) erlitten hat, so solltest Du etwa € 1.500.-- bis € 2.000.-- von Privat dafür bekommen können. Endgültiges kann aber nur ein Fachmann sagen, nachdem er das Klavier begutachtet hat!

Lass es vorher stimmen und servicieren, das kostet weniger als die Differenz, wenn Du das Klavier als völlig verstimmt oder ordentlich gestimmt (mit Rechnung vom Klavierstimmer) anbietest.

Dieses Instrument ist jedenfalls besser als ein billiges chinesisches Neuinstrument. Das preisgünstigste neue Yamaha Pianino kostet mehr als € 3.500.--

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Sinnvoller als Schmieren - egal mit welchem Mittel - wäre das gründliche Reinigen. Eventuell noch trockene (!) Kernseife, Graphit, Federweiss oder Teflonpulver. "Schmierfett" in einem Klavier, da stellt es mir als Fachmann die Haare auf!

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Wie auch auf anderen Gebieten sind Naturmaterialien nach wie vor unübertroffen. Elfenbein als Tastenbelag ist für das Spielgefühl das optimale Material. Der Finger hat darauf den richtigen Grip, man rutscht nicht, man klebt nicht. Elfenbein - es hat feine Poren - kann Feuchtigkeit aufnehmen (man schwitzt an den Fingern beim Spielen), es greift sich immer trocken an, im Gegensatz zu Plastik. Das ist ein ähnlicher Effekt wie bei Wolle bei Bekleidung. Man könnte auch Knochen nehmen, dieser ist jedoch weicher, nutzt sich also schneller ab und sieht nicht so "schön" aus. Die Industrie versucht noch immer Elfenbeinersatz herzustellen, zum Teil ist das auch schon gelungen und es gibt mittlerweile hochwertige Kunststoffe, die dem Elfenbein schon sehr nahe kommen.

Einen Vorteil haben Kunststoffe: Sie verschmutzen nicht so leicht und schnell wie Elfenbein.

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Saiten richtig aufziehen will gelernt sein. Lass Dir das von Deinem Lehrer bzw. im Geschäft, wo Du die Gitarre gekauft hast, zeigen. Anderenfalls wirst Du noch länger Probleme haben.

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Naja, der Begriff "klassische Musik" ist etwas schwammig. Man könnte unter "klassisch" in diesem Zusammenhang auch etwas verstehen wie "etabliert", "außer Streit stehend", also etwas, was allgemein anerkannt ist und auch allgemein bekannt ist. Der Begriff "klassisch" wird ja auch für andere Dinge verwendet, z.B. auch bei der Bekleidung: Das "klassische" T-Shirt ist halt ein ganz normales T-Shirt, "klassisch" geschnitten. Es gibt die "Klassiker" an Urlaubsdestinationen, es gibt "klassische" Romane und so weiter und so fort...

Bei der Musik gibt es allerdings noch einen speziellen Begriff mit "Klassik", nämlich die "Wiener Klassik", darunter versteht man die Komponisten Haydn, Mozart und Beethoven. Und es gibt die Musik der sogenannten "Vorklassik", darunter versteht man z. B. die Musik der Söhne von J. Seb. Bach und deren Zeitgenossen.

Im allgemeinen Sinn von klassischer Musik versteht man heute Musik von Monteverdi über Bach, den Vorklassikern, den Wiener Klassikern, der Romantik, bis hin zu Wagner, Debussy, Mahler... In fünfzig oder hundert Jahren wird wahrscheinlich auch die Musik der Beatles als "klassische Musik" gelten.

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Bei allem was man lernen soll oder möchte ist das Wichtigste ein guter Lehrer bzw. eine gute Lehrerin. Etwas sehr Wichtiges, was einem der Lehrer zeigen sollte, ist, wie man richtig und effektiv übt. Dabei werden die meisten Fehler gemacht. (20 Minuten ab Tag richtig üben ist viel besser als 6 Stunden falsch üben!)

Gute Lehrer beherrschen nicht nur ihr Instrument, sondern haben auch eine fundierte pädagogische Ausbildung. Frage Deine Lehrerein, ob sie eine solche hat. (Lehrer an richtigen Musikschulen müssen heute eine solche haben.)

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Reparatur wird wohl keine notwendig sein. Nebengeräusche sind allerdings lästig und oft nur schwer bzw. zeitraubend zu lokalisieren. Dein erster Ansprechpartner bei so einem Problem sollte Dein Klavierstimmer - ich hoffe Du hast einen - oder das Geschäft, wo Du das Klavier gekauft hast sein.

Häufig liegt das Problem am Gehäuse, vor allem bei billigen neuen Instrumenten. Eventuell liegt es am Klaviaturdeckel, der im offenem Zustand am Oberrahmen anliegt. Klemme hier z.B. ein zusammengefaltetes Tuch dazwischen, vielleicht ist das Geräusch dann verschwunden. Ebenso liegt der Oberdeckel manchmal nicht ordentlich am Oberrahmen auf. Klemme hier ebenfalls ein Tuch dazwischen. Manchmal ist auch ein Gegenstand hinter das Klavier gefallen und berührt den Resonanzboden.

Dein Klavierstimmer sollte Erfahrung im Aufspüren von Nebengeräuschen haben.

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Über einen gewissen Johann Valeske, Berlin, finde ich in meinen Unterlagen nur den Hinweis, dass die Fa. um 1925 herum nachweisbar ist.

Willst Du mehr über diese Fa. erfahren, kannst Du es am Gewerbeamt in Berlin versuchen, vielleicht haben die etwas in ihren Archiven.

Möglicherweise war es auch nur ein Händler. Im Inneren des Klaviers kannst Du vielleicht noch Hinweise finden. Auch kann eine eventuelle Aufschrift auf der Mechanik weitere Hinweise bringen. (Firmennamen wie: Renner, Langer, Schwander, Lexow...)

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Also: Die Repetition hat nichts mit dem Klang zu tun. Die Repetition (Wiederholung) ist die Fähigkeit, den gleichen Ton möglichst rasch hintereinander anschlagen zu können. Sie hängt ab von der Konstruktion der Mechanik und den Reibungsverhältnissen der sich bewegenden Teile. Höhere Reibung, etwa durch Verschmutzung oder Oxydation der Pilote und Tastenstifte, oder auch durch schleppende Achsen (bei höherer Luftfeuchtigkeit) führt zu einer schlechteren Repetition.

Der Klang ändert sich wesentlich durch den Zustand der Hammerfilze. Viel und vor allem mit starkem Anschlag spielen macht die Hammerfilze und damit den Klang härter. Auch die Luftfeuchtigkeit hat einen Einfluss auf die Hammerfilze: Hammerfilz ist aus Wolle und Wolle hat die Eigenschaft, Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben zu können. Höhere Luftfeuchtigkeit führt zu einem weicheren, im Extremfall dumpfen Klang, niedrige LF zu einem härteren Klang.

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Im Inneren! Oft steht der Hersteller am Resonanzboden, gelegentlich auch am Gussrahmen. Dazu den Oberdeckel aufklappen, Oberrahmen entfernen, Unterrahmen entfernen. (Geht ganz leicht, wenn Du genau schaust!) Fallweise steht der Hersteller auch hinter der Mechanik am Resonanzboden. Die Mechanik herausnehmen ist zwar auch nicht schwer, aber hier musst Du schon genau schauen, damit Du sie wieder richtig hineinbringst. Eventuell hilft hier eine Taschenlampe, mit der man besser hinter die Mechanik schauen kann.

Zu allen Zeiten wurden auch "No-name" Produkte gebaut, in die nur ein Händler dann seinen Namen, meist in den Tastendeckel geschraubt hat, oder auch nicht. Solche No-name Klaviere können fallweise von einem Fachmann einem bestimmten Hersteller zugeordnet werden.

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Das nennt man nicht bundrein, kann auch am Sattel liegen. Im besten Fall ist nur die Saite (sau)schlecht. Saiten sollten ohnedies regelmäßig gewechselt werden. Profis wechseln die Saiten z.B. bei Tonaufnahmen nach wenigen Stunden!

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Nebengeräusche sind allgemein oft sehr schwer zu lokalisieren, da es unzählige Ursachen dafür gibt. Wenns am Sattel liegen sollte, dann probiere einmal, ein kleines Stück Papier zwischen Sattelkerbe und Saite zu geben (Saite dazu natürlich entsprechend entspannen).

Sonst schau, ob nicht ein Saitenende im Bereich der Mechanik der Übeltäter ist, oder doch an der Mechanik irgendetwas locker ist.

Du kannst auch versuchen, die entsprechnde Saite einmal höher oder tiefer zu stimmen. ist das Geräusch dann weg, dann liegt es an irgendeinem Teil der Gitarre, der die gleiche Eigenfrequenz hat. (Würde ich allerdings nach Deiner Beschreibung einmal nicht annehmen.)

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Tipp: Harmonielehre lernen. Für Einsteiger gut geeignet: "Oliver Fehn, Harmonielehre für Dummies." Gibt es auch als e-Book.

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