Kann man sich aus einer Krankheit herauswillen?

8 Antworten

Vielleicht funktioniert das, wenn man weiß wie, aber das ist nicht bekannt. Bekannt ist nur, dass die Psyche Krankheiten beeinflussen kann.

Die Psyche kann Krankheitsverläufe stark beeinflussen aber bei manchen Krankheiten helfen keine positiven Gedanken. Aber man kann einiges hinauszögern.

Mit Willenskraft oder positiven Gedanken oder Optimismus geht das kaum.
Und trotzdem kann man was tun.

Es ist doch z.B. im Tennis-Sport bekannt, dass man allein durch häufiges Zuschauen bei Tennisturnieren der ganz großen Könnern das eigene Spiel verbessert. Das machen viele Sportler.
Wodurch geschieht das? Nicht durch Denken oder Wollen.
Es geschieht durch Vorstellung, Mitvollziehen, das in das Körperbewusstsein dringt.

Beispiel:
Einer legt sich auf den Boden. Ein anderer versucht ihn an den Händen aufzuziehen.
Der auf dem Boden liegt, muss ganz passiv bleiben, also darf überhaupt nicht mithelfen. Wenn er sich nun nur vorstellt, er sei so schwer wie ein nasser Sandsack,
ist es äußerst schwer ihn hochzuziehen. Stellt er sich aber vor, der andere zieht ihn gleich mit einem Schwung hoch. Dann kann ihn dieser weitaus leichter auf die Füße bringen.
Das sind so Spielchen, die ich von meinen Enkelkindern gelernt habe.
Was macht hier den Unterschied aus? Der Muskeltonus des auf dem Boden Liegenden. Der ändert sich aufgrund der gefühlsmäßigen Vorstellung.

Ich hab das natürlich auch bei mir selber angewendet. Zum Beispiel am Morgen beim Aufstehen. Wenn ich ohne diesen Trick aufstehe, bin ich ein wenig wackelig auf den Beinen. Doch ein paar Sekunden der gefühlten Erinnerung an früher, als ich mit einem Schwung aus den Federn kam, mobilisieren die Muskeln, und es gelingt mir wieder. Es gelingt mir nicht, wenn mein Mann irgendetwas zu mir sagt. Das schaltet mein Denken ein. Es geht nur mit Konzentration auf die Erinnerung an das frühere Körpergefühl.

Wenn man also krank ist und bestimmte Dinge nicht mehr tun kann, dann kann die gefühlte Vorstellung dieser Tätigkeiten helfen, die Heilkraft des Körpers in Gang zu bringen.
Das kann man natürlich durch Affirmationen unterstützen, indem man öfters am Tag sich sagt: "Mit jedem Tag geht es mir besser und immer besser." Das hat der Apotheker Émile Coué herausgefunden. Läuft unter Autosuggestion.
Natürlich darf man das nicht selber unterlaufen, indem man dem Freund oder Freundin alle Symptome und Beschwerden ausführlich schildert.
Ich hab gehört, dass ein Arzt in seinem Wartezimmer ein Schild hängen hat, mit Aufschrift: Die verehrten Patienten werden gebeten, ihre Symptome nicht unter-einander auszutauschen. :-)

Also keine eiserne Willenskraft! Fantasie, intensives Vorstellungsvermögen, das sich dem Körper bis in die Muskeln und Knochen hinein mitteilt. Und Ausdauer.


zetra  23.08.2025, 14:53

Sehr interessant.

Nachdem ich in meinem Leben durchaus viel geschafft habe, was mit Disziplin, Durchhaltevermögen und Willenskraft zu tun hat - sportliche und berufliche Erfolge - kann ich aus eigener leidvoller Erfahrung sagen, Krankheiten wie Krebs kann niemand nur mit purer Willenskraft überwinden. Und wer das erzählt oder glaubt, der tut mir leid. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, wo irgendwas funktioniert was bei anderen nicht geht - aber großteils ist das nicht der Fall.

nein, kann man nicht. Optimismus hilft zwar bei der Genesung, aber alleine nur daran zu glauben, dass schon alles wider gut wird, hilft absolut nichts.