Kann man exkommuniziert werden, wenn...

10 Antworten

Es hätte zwar eine gewisse Logik, daß man zumindest in reformierten Gemeinden zum Abendmahl gehen dürfte (als Katholik), weil die ja nicht behaupten, daß das der reale Leib Christi sei.

Aber so ist es nicht. Die Kirche erlaubt es nicht, um keine Mißverständnisse betreffend des Eucharistieverständnisses aufkommen zu lassen. Auch wenn vielen Protestanten diese Frage heute ziemlich wurscht ist.

Exkommuniziert wurde man aber sicher noch nie dafür. Im deutschen Sprachraum wird bei Laien sicher nichts passieren; es dürfte selbst die Ausnahme sein, daß ein Priester, der das mitbekommt, einen Gläubigen überhaupt nur darauf hinweist, daß das eigentlich nicht geht.

Ich persönlich empfehle es nicht, wenn Du an die Realpräsenz in der kath. Eucharistie glaubst.

nein kannst du nicht. Nur umgekehrt ist es verboten. Denn in der evangelischen Kirche wird die Feier rein symbolisch durchgeführt. Das Brot hat und der Wein haben nur die Bedeutung des Leibes und des Blutes Christi. Und das wäre einfach so, als ob du ein Stück Brot ißt oder ein Glas Wein trinkst.
In der katholischen Kirche hingegen werden die Hostien und der Wein wirklich gewandelt. Das darf nur einer empfangen, der getauft wurde und die Erstkommunion hatte.

DH - durch und durch korrekt

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Bischof Feige schrieb in einem Zeitungsartikel: " Entgegen der evangelischerseits – aber auch erst seit 1973 – praktizierten „eucharistischen Gastfreundschaft“ oder „offenen Kommunion“ gilt für Katholiken und Orthodoxe nach wie vor der schon seit neutestamentlicher Zeit durchgängig beachtete Grundsatz: Kirchen- und Eucharistiegemeinschaft sind voneinander abhängig und bedingen sich gegenseitig. Bis auf wenige Ausnahmen in einzelnen Notfällen kann an der Kommunion – auch wenn dies heutzutage von manchen als schmerzlich empfunden wird – nur teilnehmen, wer denselben Glauben teilt und voll dazugehört. Sie stellt den höchsten Ausdruck der Einheit dar und erneuert diese immer wieder. In ihr geht es also nicht nur um einen sehr persönlichen Kontakt mit Christus, sondern um das Geheimnis der Kirche schlechthin. Durch den Empfang seines Leibes werden wir selbst noch intensiver, was wir sind: sein Leib. Aufgrund dieser Zusammenhänge haben auch nur in der apostolischen Amtsfolge stehende Bischöfe und Priester die Vollmacht, Eucharistiefeiern zu leiten. Insgesamt sind die seit dem 16. Jahrhundert als kirchentrennend angesehenen konfessionellen Differenzen im Eucharistieverständnis und in der jeweiligen Praxis durch den ökumenischen Dialog sowie einige Reformen wesentlich entschärft worden. Die noch ungelösten katholisch-evangelischen Hauptprobleme betreffen vor allem das Kirchenverständnis. Ihnen gilt es sich redlich und engagiert zu stellen." Dies und noch mehr steht unter: http://www.tag-des-herrn.de/artikel/3194.php

Eine Teilnahme am evangelischen Abendmahl zieht zwar keine Exkommunikation nach sich, feiert aber letztlich eine Einheit, die LEIDER noch nicht besteht.

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