evangelisch Abendmahl? ............

5 Antworten

Lieber Fragesteller! Leider schreibst Du nicht, in welchem Zusammenhang diese Frage gemeint ist! Generell darf man in der EKD immer am Abendmahl teilnehmen, wenn man getauft ist! In manchen Gemeinden sagt der Pfarrer sogar: "Jeder ist ist eingeladen"! Wenn Du regelmäßig in eine Gemeinde gehst, solltest Du mit dem Pfarrer darübersprechen! Anders, als in der kath. Kirche, wo Erwachsene noch gefirmt werden, gibt es in der ev. Kirche normalerweise keine Konfirmation für Erwachsene! Aber wenn z.B. ein Katholik evangelisch wird, und er will Pate werden, muss er möglicherweise etwas "Unterricht nehmen" ! Abendmahl ist völlig "frei"!

Hi Messenger 94.

Eigentlich "darf" man es nicht. Das Abendmahl hat einen besonderen Zweck. Wie bei Evangelisto richtig geschrieben, kann man das in Korinther 11 gut nachlesen. Es geht darum symbolisch "den Tod des Herrn zu verkündigen" bis er wiederkommt. Das ist so, als würdest du mit einem Freund darüber sprechen, das Jesus für ihn gestorben ist und ihm darlegst, was das für ihn bedeutet. Das ist denkbar für jemanden, der die Bedeutung davon erfasst hat und für sein Leben als grundsätzlich bedeutsam angenommen hat. Christen sind dazu angehalten, darüber zu berichten, welche Hoffnung sie haben und entschiedene Christen wollen das auch unbedingt. Und Christus, dem sie durch seinen Tod mit Blutvergießen ALLES verdanken und dem sie auch gehören wird mit dem Abendmahl für sein freiwilliges Opfer gedacht.

Das Abendmahl hat jedoch keine "magische Kraft", die ihm innewohnt. Die Frage bleibt jedenfalls bei mir offen, weshalb du eigentlich von den Symbolen nehmen möchtest. Wenn du es ohne Grund tust, dann wird es dir wohl nicht schaden. Aber es ist dann komplett sinnfrei.

Letztlich kann ich mich Evangelistos Rat "ihn kennenzulernen" nur anschließen. Christ zu sein ist in dieser Welt nicht unbedingt das Einfachste. Es ist ein konsequenter Lebensweg. Man ist bei vielen nicht der Beliebteste. Aber es befreit auch. Die entschiedenen Christen, die einander Wein und Brot reichen, sagen auch im selben Moment, dass sie NICHT perfekt sind und dass sie ALLE täglich der Vergebung bedürfen, die nur durch Jesus möglich wurde. Aber von Gott als Kind angenommen zu sein und ihm Nahe zu sein ist das Größte und entschädigt für alles mehr als genug.

weitere Infos in diesem Beitrag:

http://www.gutefrage.net/frage/kann-man-eigentlich-von-atheist-zum-christen-werden#answer25432513

Wenn du dich mit dem Gedanken trägst, dich noch einmal konfirmieren zu lassen, dann lass mich noch nebenbei aus meiner Lebenserfahrung berichten. Der Konfirmandenunterricht des Pastors der Kirchengemeinde in die ich als Baby ohne mein Zutun hineingetauft wurde, hat es geschafft, mich ein Jahr lang zu unterweisen in Dingen, die vielleicht gerade mal peripher etwas mit Christentum zu tun hatten. Am Ende gab es eine Menge Geldgeschenke aber Dank dieses inhaltslosen Dünnpfiffs von Konfirmandenunterricht auch nicht eine wegweisende neue Erkenntnis. Was "Glauben" bedeutet, dass hätte ich nicht einmal beantworten können aber das Glaubensbekenntnis auswendig aufsagen konnte ich, ohne das ich mich jemals mit den Inhalten desselben auseinandersetzen musste. Ich hatte Sehnsucht nach Gott und er hat mich eine evangelische Kirchengemeinde kennenlernen lassen, in der nur Menschen Mitglied und getauft sind, die auch wirklich Gott glauben wollen. Da kann bestimmt nicht jeder das Glaubensbekenntnis auswendig aufsagen, aber die Inhalte des Glaubensbekenntnisses kennt da jeder und weiß um deren Bedeutung für das Leben. Was ist letzten Endes wohl besser? Für mich ist die Antwort klar.

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Grundsätzlich gilt, dass man zum Abendmahl zugelassen ist, wenn man getauft ist. (Nur die Französische Reformierte Kirche hat diese Reihenfolge umgekehrt und entschieden, dass man auch ungetauft zum Abendmahl gehen kann.)In einer Evangelischen Kirche (in Deutschland) gehört die Konfirmation zur Taufe. Mit der Konfirmation nimmst du deine eigene Taufe an, du bejahst sie. Also muss man grundsätzlich sagen, dass die Konfirmation der Teilnahme am Abendmahl voraufgeht.

Daran solltest du dich halten. Ich kenne sehr viele junge Leute, die gesagt haben, sie wollten ihren ersten Abendmahlsgang erst dann machen, wenn sie wirklich konfirmiert sind. Das sei etwas Besonderes, das wollten sie nicht dem Zufall oder einer sich plötzlich bietenden Gelegenheit überlassen. Es sei besser, man habe auch an dieser Stelle eine gewisse Ordnung in seinem Leben. Man sollte das Sakrament des Altars ernstnehmen und nicht "verschleudern" (Bonhoeffer).

Nun gibt es aber sicher Ausnahmen im Leben, Aber über deren Wichtigkeit solltest du entscheiden. Wenn du ohnehin bald konfirmiert wirst, könnte eine vorzeitige Teilnahme am Abendmahl bei der Konfirmation einer Freundin angebracht sein.

Wenn du zu einer ev. Freikirche gehörst, und dein Ja zur Taufe auf andere Weise als bei einer Konfirmation bekundet hast, bist du herzlich eingeladen. Wenn du ein gläubiger katholischer oder orthodoxer Christ bist, bist du ebenfalls herzlich bei den Evangelischen willkommen .

Wichtig ist, dass du deine Taufe selber bejahst und Christus als deinen Herrn angenommen hast. Von Halbheiten möchte ich dir, in deinem eigenen Interesse, abraten.

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