Kamera für Sport- bzw. Fußballfotos?

8 Antworten

Scharfe Bilder von Sportler wirst du für 250 Euro nicht ansatzweise machen können.

Du kannst dennoch schöne Bilder machen.

Wichtig ist eine kurze Verschlusszeit von 1/250 - 1/2000 Sekunden - je nach Motiv und Brennweite.
Um das wenige Licht der kurzen Verschlusszeit auszugleichen bräuchte man lichtstarke Objektive (die bei deinem Budget nicht drin sind, und zudem wegen der geringen Schärfentiefe benötigen die dann wieder einen sehr guten Autofokus).
Oder einen hohen ISO-Wert.
Um bei hohen ISO-Werten noch scharfe Fotos zu machen, braucht man einen möglichst großen Sensor - den bekommt man aber nicht für 250 Euro.

Das Geld reicht nicht einmal für eine Bridekamera/Digitalkamera mit einem 1" Sensor und lichtstarkem Objektiv. Also sowas wie eine FZ1000 oder RX100 Mark I..
Und selbst bei diesen ist nur in wenigen Fällen ein richtig scharfes Foto zu erwarten sein, denn das Rauschverhalten ist auch bei diesen Kameras nicht so super, bei ISO 800 darf man keine scharfen Details mehr erwarten.
Da musst du schon mal auf dem Gebrauchtmarkt gucken oder schlicht noch etwas sparen.

Hallo

bei Neukauf wäre die Lumix FZ200 die erste Wahl (300€) und danach die Lumix FZ82 (275€) und dann ist für 250€ noch die Olympus Stylus Sp100EE mit Red Dot Visier intersannt, ist zwar für Birder gemacht aber beim Fussball gibt es auch Schwalben und schräge Vögel

Bei Tageslichteinsatz an "kleinen" Plätzen wo man noch am Spielfeldrand stehen und vor allem die Aufnahmeposition leicht ändern kann würde ich zu einer Lumix FZ50 oder Fuji XS1 raten die FZ50 kann man um 50-100€ gebraucht kaufen originale Lumix Akkus kosten um 30€. Bei der Fuji wird man noch mindestens 200-250€ anlegen müssen die Akkus kosten um 45€. Akkus sind Verschleissteile und altern wobei die Panasonic Akkus bisher im Spitzenfeld bei Langzeitstabilität sind da gibt es bei Fuji auch wegen der unzuverlässigen Ladeanzeige mehr Probleme.

Die FZ50 und Fuji XS1 haben einen "echten" Drehzoom und sind auch noch "manuel" focusierbar. Drehzooms haben den Vorteil das man damit schnell und präzisse denn Bildausschnitt ändern kann und es auch nicht Strom frisst. Die Motorzooms sind langsamer und fressen Strom dabei.

Die FZ50 hat nur 12 Bilder Burstpufferrate da muss man im Serienbildmodus etwas haushalten die XS1 hat auch zu wenig Bustpuffer für Fussballfotografie abseits von eindeutigen Torsituationen aber die Bildrate ist deutlich besser als bei der FZ50 aber mit 2 Sekunden ist der Burstpuffer zu "kurz". Wenn man eine Spielentwicklung oder Spielzüge dokumentieren und Analysen machen will braucht man eine Videokamera oder einen guten Videohybriden.

Beide Kameras haben im High Speed Modus nur Bildrückschau bzw wenn der Burstpuffer voll ist Blackout auf denn Monitoren man muss eben denn Finger rechtzeitg vom Auslöser nehmen oder im Low Speed Modus bleiben. Die Kameras haben ja Füllstandsbalken bzw Bildzähler um an der Blackoutgrenze zu bleiben. Bei Einsatz in Hallen und Abends mit Stadionlicht hat man bei Nitrodampflampen Probleme mit dem Autofocus und Weissabgleich. Da muss man dann manuel focusieren das geht bei der Fuji wegen dem besseren EVF einfacher.

Beide Kameras haben Vor- und Nachteile die Fuji ist neuer, schneller, hat mehr Telereichweite und hat denn flexibleren Sensor. Ist bis heute bei vielen Profis im Bereich der Fotoreportage als Backupkamera dabei oder auch Hauptkamera für Telezoomsujets. Bei der Bildqualität gibt es Unterschiede aber ich wüsste jetzt nicht welche definitiv besser wäre. Die Fuji Sensoren haben wegen dem EXR Sensor Nachteile bei Rasengrün aber das spielt nur bei Stadien aus hohen Standorten eine Bildwichtige Rolle dafür hat der Sensor im Dynamikrange Modus und auch im High ISO Modus mit halbierter Megapixelzahl trotz 2/3" Grösse fast die Leistung der damaligen Nikon CX 1" Klasse. Beide Kameras waren mal die Kampfansage der Prosumer an Einsteiger DSLR der Ära. Wen man "fstärken der Kameras ausnutzt kann man damit DSLR "ersetzen", zumindest die Canon DSLR. Beide Kameras habe gute Telezooms die auch freistellen mit Bokeh hinbekommen und haben bei Endbrennweite im Tele so um 1200LP/BH@ISO100 im Zentrum und 1100LP/BH am Rand. Das ist der Auflösungswert einer Canon 1300D mit 18MP Sensor hinter dem EFS 55-250 Kit Zoom oder einem der Suppenzooms wie dem Tamron 18-270.

Der Lumix CCD Sensor hat seine Stärken beim Rauschen (in RAW) und differenzierter Farbwiedergabe speziel im Pastellbereich. Bei JPEG Out of Cam hat die Fuji die bessere Bildqualität und "analoge" Farbprofile mit analogem Look. Klar die XS1 ist die bessere Kamera und kann FHD Video (wenn auch qualitativ grenzwertig) aber der "Job" geht auch mit der FZ50 für weniger Investition. Der andere Punkt ist die XS1 ist "viel" Kamera und braucht Know How bzw denn willen manuel zu Zoomen. Die FZ50 für Einsteiger leichter handhabbar und auch bequemer/kleiner/leichter. Bei der Bildqualität sind die Kameras nah beeinander die Lumix braucht aber schon RAW wo bei der Fuji noch JPEG reicht.

Es gibt aber noch andere Kameras zb eine Lumix FZ62, FZ72, FZ150, Sony HX1V, Fuji S 6500, Fuji HS10, Fuji HS20, Fuji HS30, Fuji HS50, Nikon P100, Nikon P7800 oder man kann mit etwas Geschick auch eine Pentax K20 oder KR mit DA18-55WR und DA50-200WR Doppelzoomkit (unbedingt WR mit Quickstep) zu dem Budget ergattern.

Zu "meiner" Jugend-Zeit haben Fussballclubs noch Materialkostenpauschalen bezahlt und Bildhonorar bei Puplikationen. Da der DFB automatisch die Bildrechte an allem Fussball auf Verbands-Sportplätzen durchsetzen will und jede Menge Hobbyblogger abmahnt soll der DFB auch die dafür nötige Technik anschaffen/bezahlen.

Das kannst du mit jeder Kamera erreichen, die eine kurze Verschlusszeit 1/500 Sekunde oder kürzer ermöglicht.

Die Schwierigkeit wird die Entfernung vom Motiv (Größe des Akteurs auf dem Bild) sein. Um hier formatfüllende Aufnahmen zu bekommen benötigst du recht lange / große Brennweiten und die sind, mit entsprechend guter Lichtstärke, teuer.

Du solltest dir die Lumix Kameras von Panasonic anschauen, sind Bridgkameras mit festverbautem Objektiv. Solange du genügend Licht hast verwerden akzeptable Bilder erstellt. Aufgrund des recht kleinen Bildsensors nimmt das Rauschen bei weniger Licht (hohe ISO Werte) deutlich zu.

Eventuell auch entsprechend eine gebrauchte kaufen z.B Lumix DMC-FZ300 oder besser.

Bei dem genannten Budget ist keine Systemkamera (DSLR / DSLM) machbar, da kostet jedes halbwegs brauchbare Objektiv deutlich mehr.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Seit 1980 mit Spiegelreflex unterwegs, seit 2001 DSLR

Wie bereits erwähnt können das sehr viele Kameras. Da wäre vielleicht mal eine Beratung im Geschäft sinnvoll, dann kannst Du die auch mal in die Hand nehmen.

Hast Du es schon mal mit dem Handy probiert? Ich habe das Samsung Gakaxy S8 und da ist es ebenfalls möglich tolle Fotos zum machen. Man kann da z.B. ganz leicht tolle Fotos von einem Video raus ziehen.
Mache ich öfters wenn ich meine Kamera nicht dabei habe. Super Bilder, für einen Normalverbraucher.

Ich habe die Sony a 6000. Die kostet allerdings wesentlich mehr. Glaub so 600€ hab ich bezahlt. Ist aber für ihre Möglichkeiten noch relativ günstig. Da kann man halt auch super Bilder machen ohne das man sich groß mit der Fotographie auskennt, da es sehr viele Hilfseinstellungen gibt wo die Kamera viel selbst macht.
Aber da hat das Objektiv zum zoomen schon um die 200€ gekostet was eigentlich noch zu den sehr günstigen zählt.
Gut, aber das kommt eh nicht in Frage für Dich!

Für 250€ kannst jetzt natürlich keine Wunder erwarten, aber geh mal in ein Geschäft. Teuer muß nicht immer das beste sein und die haben halt doch mehr Auswahl auch von günstigeren Marken.
Dann kannst Du evtl auch nen Vergleich machen ob Dein Handy sogar bessere Bilder macht als eine Kamera für 250€.

Prinzipiell liegt das Problem eher in der Bedienung als in der Kamera. Die Programmautomatik riecht ja nicht das du sportfotos machen möchtest weswegen die schnellen Bewegungen entsprechend verwischen. Stell deine Kamera in den modus S - das ist die Verschluss Priorität. Jetzt kannst du deine Verschlusszeit auf eine 1/1000s oder schneller stellen und die Bilder die du knipst sind allesamt knackscharf und unverwackelt.
Das
Um dir jetzt eine Kamera fürs fussballfeld empfehlen zu können geh ich mal auf eine weitere wichtige Anforderung ein: Brennweite... Da es vermutlich nicht gern gesehen ist wenn du mitten im Spiel aufs Feld rennst um deine Fotos zu machen empfehle ich dir eine Bridge Kamera. Die deckt eine Brennweite ab mit der du ohne Probleme auch einzelne Spieler auf der anderen Seite des felds fotografieren kannst, bietet die manuellen sowie halbautomatischen modi die du benötigst um die richtigen Einstellungen zu treffen. Das objektiv ist zwar nicht wechselbaren aber bei den meisten bridge Kameras sind recht gute objektive verbaut.

https://www.amazon.de/gp/aw/d/B01NARXQ2E

Die Lumix FZ82 kostet zwar knapp 30€ mehr als du veranschlagt hast, bietet aber meiner Einschätzung nach das beste Preis/Leistungs Verhältnis und ist praktisch ideal für deine Ansprüche.

Woher ich das weiß:Hobby – Hobbyfotograf

bei vielen Kameras gibt es auch die Einstellung "Sport" also für schnelle Bewegungsabläufe.

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@Biberchen

Jo hat meine auch und wenn man Pech hat landet man bei 1/250, was bei weitem nicht reicht. Deswegen wird jeder, der ein bisschen Ahnung hat solche Programme auch nicht nutzen, sondern alles selbst einstellen.

Für Bilder mit schneller Bewegung muss der Sensor groß sein und ISO hochgestellt werden, außer in der prallen Sonne...wobei man da auch nicht mehr auf den Auslöser drücken sollte. 1/1000 ist wahrscheinlich noch etwas zu wenig. Es wird zwar oberflächlich scharf wirken, aber richtig scharf wird es nicht sein.

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Bei kurzer Belichtung werden die Fotos aber eben nicht zwangsweise scharf.
Es gibt lediglich keine Bewegungsunschärfe und weniger Verwacklung.
Wenn das soooo einfach wäre, dann müsste man sich doch die Frage stellen, warum die Kamera eigentlich nicht von sich aus auf so eine kurze Verschlusszeit stellt!? Es gäbe doch bessere Bilder...

Die kurze Verschlusszeit bringt aber hohe ISO Werte mit sich, wodurch das Bildrauschen steigt und die Unschärfe zunimmt.
Und ein 1/2,3 Zoll Sensor hat nicht gerade ein günstiges Rauschverhalten. Schon bei ISO 800 produziert der Pixelbrei und keine Schärfe
https://www.dkamera.de/media/testberichte/panasonic/lumix-dc-fz82/6_beispielaufnahmen/bilder/1_jpg/21.jpg

Allerdings gäbe ich dir recht, dass dürfe mit das Beste sein was der FS mit seinem Budget erreichen kann.

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gut das knackscharf bezog sich selbstverständlich nur auf die Bewegungsunschärfe. natürlich sollte auch der Fokus sitzen. was die Verschlusszeit angeht so mache ich mir da im Sommer eher weniger sorgen. solange nicht spätabends oder nachts gespielt wird hält sich der ISO noch in grenzen.

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@Krabat693

Momentan habe ich halt noch die Nikon Coolpix A900, aber da kommt es diesen Modus S oder Sport irgendwie nicht

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Hallo

nun ja bei Tageslicht hat man Lichtwerte zwischen 10 (dunkler Wolkenhimmel/Regenstimmung oder Dämmerungsnähe) bis 15 (Pralles Zenithsonnenlicht ohne Schattenwurf). Beim in Europa "üblichen" Lichtwert 13 kann man bei ISO100 mit Blende 5.6 und 1/250 Verschlusszeit fotografieren. 1/250 reicht für einen "Bewegungsfreeze" von Menschen bei schnellen Kicks sind evtl. die Fussspitzen "unscharf" oder bei Kopfbällen ist der ankommende Ball "unscharf". Bei 1/500 ist das auch meist scharf wir haben damit platzende Ballons scharf genug bekommen heisst 1/1000 ist fürs fotografieren von Menschen nicht nötig dass braucht man wenn man Sportgeräte wie Golfschläger, Tennisschläger, Florette, Baseball Bats "freezen" will/muss oder für Radsportarten. Im Prinzip kann man bei Fussball mit 1/125 bis 1/180 zurecht kommen bei engen Bildausschnitten und hohen Relativgeschwindigkeiten wird man über 1/250 brauchen.

Der "Trick" ist man geht auf Blendenautomatik, begrenzt die Auto-ISO auf 400 und legt die manuele Verschlusszeit aufs Drehrad (meist Daumenrad). Man kann dann einfach je nach Sitation am Rad "drehen" bei langsamen Bewegungen dreht man auf 1/60 und hat mehr Bildqualität und bei schnellen Situationen dreht man auf 1/500 und "opfert" Bildqualität. Wobei wenn es um Sportreportage in Netzmedien geht also um typische Auflösungen bis FHD/2MP man ja nur minimale Bildqualitätsansprüche hat und zur Not fotografiert man ab ISO1600 eben Monochrom. Bei Fotoreportage wird Bildqualität von Knipsern überbewertet ein Aufmacherfoto bei der Bildzeitung hat nicht mal VGA Auflösung als Basis "nötig" mehr Bildqualität will die Bildzeitung aus Kostengründen nicht umsetzen und die Bildqualität reicht für die Ansprüche der Sponsoren und Werbeindustrie völlig. Beim "Dorffussball" will man meist mehr Bildqualität im Druck oder Online weil die Werbepartner/Sponsoren ja selten Topmarken sind die man auf den ersten Blick erkennt die wollen das man die Schriften auf Trikots oder Banner im Hintergrund lesen kann. Deswegen ist bei Dorfussball eine Kamera mit kleinem Sensor im Vorteil weil man dort automatisch mehr Schärfentiefe hat und Bannerwerbung im Hintergund erkennbar/lesbar bleibt.

Wo wir aber auch bei dem Knackpunkt der meisten 1/2,3" Superzoombridges/Travelzooms sind, deren Telezooms meist 5.6 oder gar nur 6.9 maximale Blendenöffnung im Telebereich haben. Sobald man nicht bei Schönwetter fotografiert muss man die ISO hochdrehen und Bildqualität "opfern" oder die Verschlusszeit runterdrehen und Bewegungsunschärfe inkauf nehmen. Zu analogen Zeiten war das nicht anderst da hiess es dann denn "richtigen" Film einlegen für Sportfotografie hat man mindestens einen 400er genommen bei Sportreportage in SW gerne auch einen 1600er und bei Hallensport hat man denn auch teilweise bis 6400 gepusht. Über die "Bildqualität" eines auf 6400 gepushten Tri Max würde man heute lachen aber damals gab es nix anderes und die Bildqualität war auch egal solange es ein Bild gab.

Und es gab jede Menge Tri-Max@6400 Sportfotos in Zeitungen und auch Magazinen speziel im Hockey und Basketballbereich wo man als Solofotograf mit EF35-350USM arbeiten musste.

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@IXXIac

Hallo

um das abzuklären,,, natürlich gab es keinen Kodak "Tri-Max". Das TriMax war der "Slang" für einen auf 3200 um 3 Lichtwerte gepushten TMax400 (ISO 6400 war der QuattroMax, ISO 1600 der DoubleMax und 12800 war der OktoMax). Man hat um sicher zu gehen neben der "Buchführung" in der Fotografenkladde noch auf der Filmdose für jeden Pushwert einen Kratzer in das "Gelbe Feld" beim MAX Schriftzug gemacht also "zählten" die im Fotolabor die Striche vor dem Max bzw im Dunkeln "tastete" man die Anzahl der Kratzer ab wie Blindenschrift. Da ich einen Job bei der Agfa hatte kam ich früh und vor allem "günstig" an Afga Vario XL ran. Der war deutlich "besser" als gepushte Tri-X 400 oder der Royal-X aber nicht so gut wie der Illford XP oder der später kommende Kodak TMax. Der Tmax400 kam um 1985, der Tmax3200 erst Mitte der 90er. Nicht zu vergessen Kodak hatte ab Mitte der 90er mit dem T400CN bzw später BW400CN eine Alternative zu XL und XP.

Und viele Agenturen und Tageszeitungen haben ab denn 90ern auf Chromogene SW Filme mit Maskierung gesetzt das vereinfachte denn Workflow (entwickeln und scannen im Nasszustand also direkt hinter dem Entwickler) sparte Zeit und Geld. Bei Tagesaktuellem ist Zeit wichtiger als Bildqualität (First in gets served). In denn 90ern haben fast alle Tageszeitungen auf "Direct to Print" Verfahren umgestellt da gabs sogar eine fette Nische für die Polaroids Sofortdiafilme.

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