Johannes 12,25?

10 Antworten

Also ich verstehe es so:

Wer sein Leben liebt und hat und vor sich sieht, der steht außerhalb von Leben und ist wie tot.

Wer nicht auf sein Leben schaut, bei dem ist es wahrscheinlicher, dass er keines hat, sondern es ist.

Das hat nichts mit der Freude am Leben zu tun. Die du natürlich haben darfst und haben sollst.

Diese Bibelstelle geht vielmehr auf eine Extremsituation ein. In den Versen vorher beschreibt Jesus, dass er sterben wird und welcher Nutzen daraus entsteht. Wenn ein einzelnes Weizenkorn nicht unter die Erde kommt und "stirbt" (sein Dasein als Same beendet), dann hat dieses Weizenkorn keinen großen Wert. Wenn es aber unter der Erde aufgeht und ein neuer Weizen entsteht, hat er seinen Wert vervielfacht. Wenn Jesus einfach nur sterben würde, wäre lediglich ein vollkommener Mensch gestorben. Durch den Tod im Vertrauen auf Gott und in voller Treue, gibt er allen Menschen eine Zukunftshoffnung. Leben über den Tod hinaus.

Um jetzt wieder auf deine Bibelstelle zu kommen: Wenn man in eine Situation kommt, wo man zwischen der Treue zu Gott und seinem Leben entscheiden muss, wird geraten, lieber das Leben zu verlieren. In diesem Fall besteht die Hoffnung für den Verstorbenen, wieder zu leben. Wer sich in so einer Situation für sein Leben und gegen die Treue zu Gott entscheidet, verliert diese Hoffnung.

Woher ich das weiß:Recherche

Das bedeutet, dass wenn man "mit allen Mitteln" am Leben bleiben will (Transplantationen etc), wird man es verlieren und nicht zu Jesu "Freunden" gehören (Joh.15,14; Röm.8,13.23).

Woher ich das weiß:Recherche

das geringgeachtete leben ist das absolut reine materialistische leben.

Manchmal kommt es vor, dass ein gottgläubiger Mensch durch Verfolgung in Lebensgefahr gerät. Sollte er sich in dann den Forderungen seiner Verfolger beugen, um einem vorzeitigen Tod zu entgehen?

Manch einer meint, er könnte durch Nachgeben sein Leben verlängern. Aber dem ist nicht so. Das sagte Jesus mit den Worten in Deiner Frage.

Derjenige, der wegen seiner Treue zu Gott stirbt, kann sicher sein, von ihm mit der Aussicht auf ewiges Leben auferweckt zu werden. Der Mensch dagegen, der Kompromisse schliesst, mag zwar sein Leben um einige wenige Jahre verlängern, aber durch sein Nachgeben gefährdet er die Aussicht auf ewiges Leben.

Wer so handelt, dass er sein gutes Verhältnis zu Gott zerstört, tauscht die Aussicht auf ewiges Leben gegen einige wenige kurze Jahre in dieser Welt ein.

Nur Gott kann ewiges Leben geben.

LG ...

Das sind tolle Worte. Worte! Wie sieht Treue zu Gott aus? Indem ich diesen Satz in meinem Geist bewahre? Oder muss sich mein Geist wie Treue "verhalten"? Ist mein Ansinnen nicht eher darauf gerichtet, mit meinem ICH eine Illusion der Treue zu schaffen. Ist das ICH per se nicht schon untreu (es erschafft eine Trennung: Ich - Du, bzw. Gott) und wie kann es dann treu sein? Wenn das ICH, das EGO stirbt, bleibt da ein Geist übrig, der nicht selbst bezogen handeln kann? Ja. Könnte dieser selbstlose Geist Treue zu Gott sein? Ich denke ja. Ist die Aussicht und damit die Hoffnung auf ewiges Leben ein Ansinnen des EGOs? Ich denke ,ja. Kann Treue zu Gott mit dem ICH, dem EGO wahrhaftig sein? Nein! Verstehst du?

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@Goldlaub

Mach es nicht so kompliziert. Untersuch einfach das Beispiel, das Zeugen Jehovas unter dem Hitler-Regime gaben. Sie wurden z. T. hingerichtet, weil sie sich weigerten, ihrem Glauben abzuschwören.

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@OhNobody

Ja, das ist korrekt. Und ich verstehe deinen Einwand sehr gut. Aber auch Juden (die ja wohl keine Zeugen Jehovas waren) wurden hngerichtet. Auch Dissidenten, Katholiken, und und und ... Vor kurzem wurde "Ungläubige" vom IS hngerichtet. Überall auf der Welt werden Andersgläubige hingerichtet. Nicht alle sind Zeugen Jehovas! Zeugen Jehovas sind also nicht ein außerwähltes Gläubigervölkchen, was dies betrifft. Sie haben einen Glauben, wie jeder andere Glaube auch zusammengesetzt ist. Jeder Glaube hat einen eigenen, differenzierten Inhalt, an dem der jeweilige Gläubige die einzige Wahrheit vermutet, "glaubt". Und ja, sogar die Nazischergen hatten einen Glauben, dem sie vereidigt waren. Bitte, nicht ableugnen! Den Glauben kann man also ins Gehirn, ins Denken hinein verfestigen. Denn die Tätigkeit des Gehirns während des Glaubens ist bei allen Menschen gleich. Die "Tätigkeit" besteht aus Vorstellungen, Vorurteilen, Ideen, Abbildern, Utopien und gut vernetztem konditioniertem "Wissen" innerhalb des Denkens. Das mag kompliziert klingen, ist aber ganz einfach: Glaube ist eine Denktätigkeit.

Zum Thema meiner Antwort oben: Was bleibt bei uns, den Menschen übrig, wenn man Worte und vorgefasste (Glaubens-) Meinungen im Denken weglässt. Gläubige haben immer gehörige Angst, der Teufel würde sie verführen, wenn sie ihre Intelligenz benutzen sollen. Ich bin nicht so sehr von deiner Ansicht weg, dass "Treue zu Gott" eine weise und einsichtsvolle Hingabe erfordert. Aber Hingabe hat nichts mit Glaube zu tun! Hingabe braucht keinen Hintergrund einer Glaubensgemeinschaft und einen von diesem System durchkonditionierten Geist. Das würde ja der Hingabe vollkommen Widersprechen. Denn was Gläubige hiermit tun ist eine Hingabe an den Glauben, nicht an Gott. Was meinst du dazu?

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@Goldlaub

Zeugen Jehovas waren die EINZIGE Glaubensgemeinschaft, der man Haftverschonung anbot, wenn sie sich von ihrem Glauben lossagen würden.

Schau hier:

https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-4218

>Um den Willen der Bibelforscher zu brechen, machte die SS ihnen das meist vergebliche Angebot, aus dem KZ entlassen zu werden, sobald sie eine Erklaerung unterschrieben, mit der sie ihrem Glauben abschwoeren und Glaubensbrueder denunzieren wuerden. Der sozusagen "freiwillige" Verbleib im KZ ist eine weitere Singularitaet.<

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@OhNobody

Ja, das ist wohl so. Du kennst vielleicht nur die Tragik dieser Glaubensgemeinschaft bzw. interessierst dich nur dafür; kennst du auch die anderen? Sag, was ist außergewöhnlich an einer? Die Welt ist voll damit! Es ist bekannt, dass schon seit langer Zeit Gläubige jeder Art verfolgt wurden/werden. Jede Gemeinschaft wähnt sich deshalb als was Besonderes.

Das 3. Reich ist Vergangenheit. Heute werden Glaubensgemeinschaften akzeptiert, wenn sie nicht gegen Grundwerte verstoßen. Warum ist dir das Beispiel aus dieser Zeit wichtig?

Ich weiß auch nicht genau, was du mit dem Einbringen der Singularität meinst.

Bedenke: kein Mensch kann Gott, sofern es ihn gibt, leugnen! Man kann nur den eines Glaubenssystems leugnen, dem man Treue halten will. Doch ist Gott in irgendeinem System, und gibt es sich noch so heilig, angehörig? Gott gehört niemandem, also ist er - wiederum sofern es ihn gibt - unabhängig von jeglichem Glaubenssystem! Ist das unlogisch?

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@Goldlaub

Du hast die eigentliche Frage aus dem Gesichtsfeld verloren.

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@OhNobody

Vielleicht. ich schrieb weiter oben schon eine definive Antwort darauf.

Auf deine Argumentation bezogen schrieb die hier für dich. Wie ich das verstehe, vertrittst du die Meinung, Die Aussicht auf ein ewiges Leben ist größer, wenn man Gott achtet, wenn man Gott treu ist. Allerdings erst nach dem Tod. Du weißt sicher, dass die alten Wikinger den Glaube hatten, nur wer mit dem Schwert in der Hand (also im Kampf) stirbt, kommt ins Wallhalle, dem Sitz der Götter. Auch die glaubten an eine Ende der Welt und dass nur die Ruhmreichsten dort in ihrem Himmel sein dürfen. Siehst du keine Parallelen? Sie bezogen ihren Glauben auch aus alten Überlieferungen. Es gibt derer etliche ähnliche Legenden aus der ganzen Welt! Sollten die heutigen Gläubigen immer noch das selbe, nur mit anderen Namen (Wörtern) glauben? Offensichtlich ist es so. Nur - Himmel, Wallhalla, Ewige Jagdgründe - jeder glaubt das, wozu er konditioniert wird.

Erkennst du, dass dieser Glaube immer derselbe ist? Er ist austauschbar. Sogar das, was die Antwort der Frage betrifft Wer sein Leben liebt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben.

Auf welchen Glauben trifft das NICHT zu?

Hast du schon ernsthaft darüber nachgedacht, dass damit auch der Glaube gemeint sein kann, den man ja liebt. Jeder Gläubige liebt ihn. Und ist dir bewusst, dass ohne Glaube an ein ewiges Leben auch der egoistische Wunsch daran gar nicht mehr existiert? Er existiert nur im Wunsch, und ein Wunsch ist Denken und Denken ist vom Menschen gefüllt (Inhalt). Warum muss das immer im Glauben erwähnt werden, dass Aussicht auf ewiges Leben besteht? Glaubt der Mensch ohne Verlockung (was ist eine Verheißung anderes?) nicht? Offensichtlich. Also ist der Glaube auf das EGO bezogen, Geiz ist geil, ich will haben, muss nur glauben ... ?

Der Begriff Selbstlos bezeichnet genau das nicht. Ohne Selbst heißt auch ohne EGO und wenn ich Gott treu bin, dann auch ohne Belohnung, oder?

Um dem Glauben treu zu sein darf ich dieses EGO/SELBST/ICH nicht aufgeben, denn darin ist ja mein Wunsch nach Ewigkeit. Also achte ich in diesem Fall meine Aussicht auf Ewigkeit solange ich denken kann. Und denken kann ich nur, solange ich lebe. Und ergo ist der Wunsch nach Ewigkeit Bestandteil meines Lebens. Und diese Aussicht findet große Beachtung. Was achte ich da gering? Verstehst du das?

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