Ist wirklich jeder Mensch egoistisch?

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Liebe/r Ludwig20,

Deine Frage befindet sich in einem Grenzbereich zwischen Diskussionsfrage und Ratsuche.

Gerade bei Fragestellungen mit einem hohen Anteil an Diskussionspotential ist es umso wichtiger, die Ratsuche deutlich in den Mittelpunkt zu stellen. Bitte achte in Zukunft darauf.

Herzliche Grüsse

Amelie vom gutefrage.net-Support

19 Antworten

In dieser Aussage wird ein tatsächlich in der Motivation/dem Streben vorhandener Umstand überzogen. Zu den inneren Bedingungen des Handelns gehört, auf etwas zu zielen, das sich subjektiv in irgendeiner Weise als „gut“ darstellt. Wer sich für etwas entscheidet, will etwas selbst für gut Gehaltenes (etwas Gutes, Angenehmes, Lust, Freude, das im Vergleich Bessere).

Daraus ist aber nicht eine zutreffende Folgerung, alles sei gleich zu beurteilen und zwischen allen Motiven (Beweggründen), Entscheidungen und Handlungen bestünden keinerlei grundsätzlichen Unterschiede von Belang.

Die Aussage tritt – kennzeichnend ist das eingebaute „nur“ und der Ausdruck „jede scheinbar selbstlose Tat“ - mit der Geste des Entlarvens auf. Was möglicherweise als „edel“ und „höheres“ Motivs eingeschätzt wird, soll als auch nicht besser als anderes gelten.

Was mit dem Begriff „Natur“ gemeint ist, kann unterschiedlich sein. Der Mensch ist einerseits Naturwesen, andererseits hat er das Wesen/eine natürliche Veranlagung ein kulturelles Wesen zu sein. Eine Tendenz zur Selbsterhaltung und grundlegende einfache Bedürfnisse können als naturbedingt verständen werden, aber das bloße Existieren allein ist nicht einziges Ziel. Es gibt vielfältige Bedürfnisse, Wünschen und Interessen. Die Maslowsche Bedürfnispyramide zeigt etwas von dieser Vielfalt und dem Hinzukommen von weiteren Bedürfnissen oberhalb der Stufe elementarer Grundbedürfnisse auf, bis hin zur Entfaltung von Anlagen und Vervollkommnung.

Personen können etwas 1. um seiner selbst willen, 2. um seiner Folgen willen, 3. sowohl um seiner selbst als auch um seiner Folgen willen anstreben.

Bei einer ausschließlichen Darstellung der Menschen als Egoisten mangelt es an wichtigen Unterscheidungen, die andere Gesichtspunkte beachten und nicht nur auf einen Begriffsgegensatz Egoist - Altruist fixiert sind. Eine Schwäche der Aussage ist ein impliziter Begriff des Egoismus. Indem etwas als Egoismus dargestellt wird, soll das Vorliegen von Altruismus (als Gegenbegriff gedacht) widerlegt werden. Meines Erachtens ist es verfehlt, Egoismus und Altruismus als sich ausschließende Begriffe zu verwenden oder altruistisches und moralisches Handeln gleichzusetzen.

Die Theorie, nach der Menschen bei alle Handlungen die eigene Befriedigung anstreben und daher ihre eigentlichen Beweggründe immer egoistisch sind, heißt psychologischer Egoismus. Bei Handlungen, die altruistisch zu sein scheinen, wird von ihm stets die Unterstelllung eines „eigentlich“/„in Wahrheit“/„in Wirklichkeit“ letztlich ausschlaggebenden egoistischen Beweggrundes als Erklärung vorgenommen.

Die (anfechtbare) logische Herleitung des psychologischen Egoismus verwendet ungefähr folgendes Muster:

1) Alle wollen nur das, was sie wollen.

2) Alle wollen nur das, was ihren Interessen entspricht.

3) Alle wollen immer nur die Befriedigung ihrer Interessen.

4) Alle wollen immer nur ihre Befriedigung.

Am Anfang steht eine Tautologie. Die Ableitung zwischen Satz 1 und Satz 2 enthält eine Lücke. Es gibt unterschiedliche Arten der Bestrebungen des Willens.

Willensbestrebungen können auf bestimmte Gegenstände ausgerichtet sein oder sich auf die Befriedigung von Willensbestrebungen beziehen. Die Willensrichtung ist dabei anders. Wer Interesse an etwas Essbaren hat, kann z. B. eine Speise für sich wünschen. Bei einem auf die Befriedigung eines Hungergefühls zielenden Wollen ist aber nicht das (dem Wunsch zugrundeliegende) Hungergefühl Gegenstand des Wunsches. Ein großer Teil der Wünsche sind sachbezogen und unmittelbar auf den Gegenstand gerichtet. Auch zwischen Satz 3 und Satz 4 gibt es eine Lücke. In Satz 3 bedeutet Befriedigung die Erfüllung des Wunsches. In Satz 4 bedeutet Befriedigung ein von der Erfüllung des Wunsches ausgelöstes Gefühlserlebnis eines Subjekts. Interessen und Wünsche können sich aber auch auf etwas richten, das für die wünschenden Subjekte gar nicht erlebbar ist (z. B. Sachverhalte in der Zukunft, die außerhalb der eigenen Lebenszeit liegen).

Die Voraussetzung ist eine Formulierung bzw. Definition, die schon ausschließt, es könne anders sein. Unter Handeln wird etwas verstanden, das auf Nutzen/Interesse abzielt, also den größtmöglichen Nutzen anstrebt (Handlungstheorie des rationalen Egoismus), und unter Nutzen/Interesse dann etwas, das in Eigennutz/selbstsüchtigen Interessen besteht. Damit wird die vom psychologischen Egoismus aufgestellte Behauptung aber zu einer, die nicht aufgrund von Erfahrung (empirisch) bestätigt oder widerlegt werden kann. Die Aussage holt nur analytisch heraus, was vorher schon hineingesteckt wurde, erbringt also keinen echten Nachweis.

Albrecht 26.10.2012, 04:43

Begleiterscheinungen der Befriedigung/Zufriedenheit/Freude sind nicht die allein entscheidenden Beweggründe „nichtegoistischen“ Handelns. Es gibt eine auf eine Sache zielende Absicht der Handlungen. Etwas kann um einer Sache selbst willen getan. Eine möglicherweise vorhandene Tatsache der Wirksamkeit eines weiteren Motivs (z. B. Freude daran zu haben, anderen eine Freude zu bereiten oder für Gerechtigkeit einzutreten) beseitigt nicht die Eigenschaft, sittliches Handeln mit einem Sollen zu sein. Wer anderen hilft, hilft nicht unbedingt, automatisch und zwingend bloß, um seine Helferrolle zu genießen, die möglicherweise Anerkennung verschafft.

Egoismus ist eine Ich-Bezogenheit (das lateinische Wort ego heißt „ich"). Eigenliebe in dem Sinn, sich selbst zu lieben und für sich zu sorgen, kann eine gute Grundlage sein, auch andere Menschen lieben zu können und sich um ihr Wohlergehen zu kümmern. Eigene Interessen wahrzunehmen und einen Nutzen für sich selbst anzustreben, ist nichts an sich Verwerfliches, sondern zunächst einmal ein berechtigtes Ziel. In manchen Situationen kann ein Sorgen für das eigene Wohl als Selbstbehauptung für das eigene Überleben und Wohlergehen notwendig sein.

Beim Wort „Egoismus“ sollten unterschiedliche Bedeutungen auseinandergehalten werden. Schädlich ist ein bloß gieriger und tendenziell schrankenloser Egoismus. Rücksichtslos ist eine Eigennützigkeit und Selbstsucht, die Vorteile mit ausschließlichem Blick auf einen eigenen Nutzen auf Kosten anderer verfolgt und Interessen anderer grundsätzlich niemals als gleichermaßen berechtigt anerkennen mag. Dies läuft darauf hinaus, für sich selbst etwas zu fordern und versuchen durchzusetzen, was man anderen nicht ebenfalls zugesteht. Ein solcher Egoismus verletzt die Goldene Regel („Was du nicht willst, daß man dir tu, das füg auch keinem andern zu.") und ethische Prinzipien wie den von Immanuel Kant als Kriterium aufgestellten kategorischen Imperativ („Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.").

Beachtenswert ist, zwischen scheinbar Gutem und wahrhaft Gutem zu unterscheiden. Wird etwas Wertvolles zustande gebracht/verwirklicht? Unterliegt jemand blickverengenden Einflüssen und verfehlt selbst gewünschte Ziele? Ein wohlverstandenes Eigeninteresse kann durchaus zu einer Zusammenarbeit mit anderen führen, in der beide Seiten gewinnen. Die Menschennatur enthält dafür durchaus Möglichkeiten. Eine solche Einstellung ist auch kein völliger Gegensatz zu einem Altruismus (die einfache Gegenüberstellung von Egoismus und Altruismus als sich ausschließende Alternativen ist hinderlich). Es ist also möglich, eine Verbindung von wohlverstandenem Eigeninteresse und anderen Interessen/einem Allgemeininteresse anzustreben, bei dem das Interesse letztlich zusammenkommt und sich ein Gewinn für mehrere (in einem optimalen Fall für alle) Seiten ergibt.

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Eine gewisse Portion Egoismus gehört für mich zum Leben, sonst wird es schnell ein "Ausnutzen".

Egoismus sorgt dafür, dass ich meine eigene Grenze wahren kann - und trotz aller Hilfsbereitschaft - das Stoppschild hoch halten kann, weil ein Zusammenbruch keinem hilft.

Im Grunde sind auch Tiere egoistisch. Ich brauch nur in meinen Garten zu schauen. Da sehe ich, wie sich die Vögel ums Futter streiten. Wer das meiste abbekommt, kommt gut über die kälter werdende Jahreszeit.

Ja, wir handeln egoistisch, aber Egoismus ist nicht zwangsläufig etwas Negatives. Der Begriff wird zwar oft benutzt, um negative Eigenschaften zu beschreiben, kann aber auch ganz wertneutral verwendet werden. Wenn das in den eigenen Ohren eher doof klingt, kann man es auch Selbstliebe nennen.

Um das mal zu veranschaulichen: Ich arbeite z.B. ehrenamtlich in einem Jugendtreff. Das macht mir viel Spaß, ich habe das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun und das verleiht meinem Leben auch Sinnhaftigkeit, ich bekomme ein positives Selbstbild (als "guter" Mensch), ich erfahre positive Rückmeldung von anderen und werde anerkannt für meine Arbeit, ich erfahre sehr viel Zuneigung von den Kinder und Jugendlichen, mit denen ich arbeite, und ich werte meinen Lebenslauf auf. Das sind alles Dinge, die für mich gut sind. Ich würde in meiner Freizeit z.B. nicht auf der Baustelle arbeiten, weil es mir keinen Spaß machen würde, mir die Sinnhaftigkeit und der menschliche Kontakt fehlen würden und ich dafür wohl keine besondere Anerkennung kriegen würde- lediglich der Wunsch nach Geld könnte mich dazu bringen. Also sind die Dinge, die ich tue, schon egoistisch motiviert... das heißt aber nicht selbstsüchtig, sondern selbstliebe-voll/ sich selbst etwas Gutes tuend. Davon können auch andere profitieren.

Ich glaube, dass Selbstlosigkeit unmöglich ist oder vielleicht nur einem Erleuchteten gelingt, denn ich kann mich ja gar nicht von dem Menschen lösen, der ich bin. Und auch wenn ich unliebsame Aufgaben tue, habe ich dafür ja immer irgendeine Motivation (es sei denn natürlich, ich werde gezwungen). Also würde ich z.B. mitten in der Nacht bei klirrender Kälte Obdachlosen Tee ausschenken, obwohl ich mich in der Nähe dieser Menschen eigentlich unwohl fühle, dann ist Spaß wohl weniger mein Motiv, aber doch eindeutig mein Wunsch danach, ein guter Mensch zu sein, und möglicherweise eben auch Anerkennung. Wir haben solche Bedürfnisse nun mal und ich finde, wir haben auch ein Recht auf diese Bedürfnisse.Wenn ich mir Anerkennung wünsche und die in einem Ehrenamt bekommen kann, das auch anderen Menschen hilft- was ist dann schlecht daran, mir meine Bedürfnisse zu erfüllen?

Albatroesser 25.10.2012, 15:10

ach, was ich dazu noch sagen wollte: Ich finde es ganz gut, wenn man sich das immer vor Augen hält, denn sonst kann man leicht Höhenflüge kriegen. Ich könnte ja auch mit stolzgeschwellter Brust durch die Straßen stolzieren und rufen "Ich bin ein guter Mensch und ihr nicht!" Wenn ich mir aber bewusst bin, dass auch ich egoistisch motiviert bin und dass Selbstlosigkeit ein unerreichbares Ideal ist, dann kann ich mich und andere Menschen viel wertschätzender behandeln.

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Moin,

ist irgendwie ein bisschen extrem, ist was wahres dran, aber ich würde es nicht so darstellen. Jeder Mensch ist instinktiv darauf programmiert, sein eigenes Überleben zu sichern - dazu gehört sich soviel Nahrung, Macht und anderes wie möglich zu sichern.

Man könnte so also sagen, dass nach diesem menschlichen Überlebensinstinkt wir alle im Grunde Egoisten sind - sogar Kinder bekamen wir egtl. nur, um unsere Versorgung zu sichern.

Aber gerade, dass wir als Menschen Freundschaften schließen und spenden, um ein gutes Gefühl zu haben, ist menschlich. Wenn jemand Geld nach Afrika spendet, macht er das nicht im Bewusstsein, ein gutes Befühl zu bekommen. Er könnte das Geld auch für ein Eis mit drei Kugeln und Sahne ausgeben, dann hätte er wahrscheinlich auch ein gutes Gefühl.

mfg Nauticus ... und jetzt hab ich Hunger auf Eis....

Klar, da hast du recht, fast alle Menschen handeln in der Form egoistisch. Außnahmen sind fast nicht vorhanden. Es gibt eben sehr viele Dinge die einem Menschen Vorteile verschaffen und deshalb kommen viele nicht darauf dass es auch etwas mit Egoismus zu tun hat wenn man eine Vermeintlich uneigennützige Handlung ausführt.

Theddy99 25.10.2012, 18:57

Ach ja, ich kann es dir einfach erklären. Jede Handlung hat Vor- und Nachteile, und wenn die Vorteile überwiegen, Qualitativ und/oder Quantitativ dann führt man die Handlung aus, ansonsten nicht. Das Qualitative bedeutet dabei die Gewichtung der Vor- und Nachteile, und dabei wirken eben die Dinge die einen selbst betreffen besonders stark.

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Ja, das stimmt. Es gibt keine Ausnahmen (außer eventuell Jesus, falls es ihn gibt).

Die Schwierigkeit der Beantwortung fängt schon bei der Definition von Natur an. Will man den Menschen auf animalische Reflexe reduzieren oder will man so tief blicken, die Natur des Geistes zu betrachten. Auch im Taoismus gibt es eine besondere Sicht der Natur der Dinge und des Menschen.

Die Psychologie weiss aber spätestens seit den 70ern das Egoismus nicht der zentrale und letzte Antrieb des Menschen ist: Abraham Maslow (Mitbegründer der Humanistischen und Transpersonalen Psychologie) entwickelte das Konzept der Bedürfnispyramide (Bild s.u.) mit "Transzendez" an der Spitze. Wenn ein Mensch seine Grundbedürfnisse gedeckt hat und sich weiterentwickelt, entstehen Motivationen und Taten, die ausserhalb der Ego-Bedürfnisse stehen.

Die Bedürfnispyramide muss aber nicht in einer festen zeitlichen Reihenfolge gedeutet werden. Wenn wir mit unserem Wesenskern verbunden und frei von Angst und Not sind ist es ganz natürlich selbstlos zu handeln. Wer ganz von den unteren Stufen vereinnahmt wird, wird diese Frage anders beantworten.

Da der Begriff Transzendez oft schwer zu fassen ist, kannst du bei Interesse hier reinlesen: http://www.gutefrage.net/frage/beispiele-transzendez-maslow-beduerfnispyramide

sventheman 25.10.2012, 12:10

Schreibfehler - es heisst Transzendenz

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Theddy99 25.10.2012, 18:43

Da sieht man es ja, die ganzen Stationen sind darauf aus die eigenen Triebe durchzusetzen. Grundbedürfnisse klären sich ja von selbst, Sicherheit bedeutet EIGENE Sicherheit, damit sousagen alles beim Alten bleibt und die Bedürfnisse weiterhin befriedigt werden und die anderen Bedürfnisse dienen der sozialen Stellung und damit (wie bei Tieren) der Vermehrung. Die Selbstverwirklichung dient ebenfalls einem eigenen Vorteil, wie der Name schon sagt und die Transzendenz ist erstens nichts bewiesenes und zweitens, wenn es sie gibt, dann ist sie eher eine passive Erfahrung die man während seines Lebens gemacht hat.

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sventheman 25.10.2012, 19:29
@Theddy99

Transzendenz ist in Bezug auf das Ego definiert, als das was über das Ego hinausgeht. Zu behaupten es gehe bei Transzendenz um Ego-Bedürfnisse ist geradezu paradox.

Zudem ist Transzendenz ein Konzept. Eine Definition ist eine Beschreibung - nichts Beweisbares. Beschrieben wird das Streben nach etwas Höherem, auch nach Befriedigung von Bedürfnissen anderer ohne die Berücksichtigung der eigenen Bedürfnisse.

Maslow definierte die Stufe der Transzendenz aufgrund von Beobachtung (auch das in Bezug auf Beweisbarkeit/Empirik). Menschen deren Bedürfnisse versorgt waren und die sich selbst zur Genüge ausgedrückt und verwirklicht hatten, entwickelten in späteren Lebensalter Bedürfnisse nach Spirituelität, Weisheit, Werten, Einsatz für das gesellschaftliche Wohl etc. - das Gesamte wurde wichtiger und das Ego durfte zurücktreten.

Ich hatte mir schon gedacht, dass der Begriff Transzendenz Schwierigkeiten bereiten wird. Ich habe deswegen mal eben einen kurzen Text von Maslow eingescannt: http://pdfcast.org/pdf/maslow-bedeutungen-von-transzendenz

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Da ist auf jeden Fall was dran aber ..........naja...schauen wir uns mal den Fall Mutter Theresa an!!!!

Sie hat sich selbstlos eingesetzt um Menschen was Gutes zu tun.....um etwas positiv zu bewegen.....sie hat so manches geopfert......sie wird sicher das Gefühl gehabt haben etwas Gutes und Richtiges gemacht zu haben.....es wird sie zufrieden gemacht haben anderen Menschen ein Lächeln zu schenken......was da größer war.....das egoistische Glücksgefühl oder die Opfer die sie gebracht hat.....das weiß nur sie selbst.

Fakt ist jedenfalls, dass es Menschen gibt die im Leben auf NEHMEN aus sind und keine Energie darin verschwenden zu GEBEN!!!!

Anders herum gibt es Menschen die nur GEBEN aber nicht in der Lage sind zu NEHMEN!!! Sie können schlecht damit Leben, dass andere Menschen keine Mühen scheuen um ihnen eine Freude zu machen!!!! Sie GEBEN aber NEHMEN nichts!!!! Und WENN sie NEHMEN dann nur damit der Schenkende glücklich ist......da müssen sie aber über einen groooooßen Schatten springen!!!!

Theddy99 25.10.2012, 18:53

Das ist ein Heutiges Problem. Dadurch dass man durch das GEBEN auch etwas erhält (Ansehen etc.) kann man nur schwer unterscheiden ob eine Person die Tat nur macht um zu NEHMEN oder es auch machen würde wenn sie nichts dafür kriegen würde.

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Erstmal ja...

... und es ist auch eine wichtige "Durchgangsstation". Das Vermeiden und Leugnen egoistischer Impulse hindert an Wachstum und Entwicklung, an Individualisierung.

Die nächste Stufe ist Bewusstwerdung. Da beginnt das Hinterfragen der Motive, der Motivation meines Denkens und Handelns, die sich hauptsächlich mit Schmerzvermeidung und Lustgewinn zusammenfassen lässt.

Bin ich durch die Phase der Bewusstwerdung, der Selbsterkenntnis hindurch, beginnt ein Denken und Handeln aus dem Herzen, was aber durchaus von Außen besehen als Egoismus gewertet werden kann.

Angel84 25.10.2012, 23:44

Ergänzung:

JEDER Mensch ist egoistisch und jeder befindet sich in einem anderem Stadium des Egoismus. Daran ist absolut nichts falsch, nicht schlechter oder besser. Der Haken liegt nur in der einseitigen Sichtweise des Begriffes selbst.

Wenn ich frage: Ist jeder Mensch aggressiv? Dann muss ich antworten: Ja! Jeder!

Denn alleine der Akt des Kauens ist ein aggressiver und keiner käme auf die Idee, dies als schlecht oder böse zu bewerten.

Wie nun jemand Aggression lebt, liegt an seiner Reife, ebenso wie Egoismus je nach Reife gelebt wird und sich irgendwann im Feuer des Herzens auflöst.

Auch wenn Menschen scheinbar gleich alt sind, ist ihre Seelenreife unterschiedlich und so darf doch jeder die Erfahrungen machen, die grade für ihn dran sind...

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Ja - das ist wohl so - aber die Ausprägung des Egoismus ist seh unterschiedlich.

Es ist egoistisch, dass man lebt, weil man die Welt dadurch verschmutzt und die Natur verbraucht.

Es ist aber auch egoistisch, sein Leben zu beenden, da man dabei die Menschen in der Umgebung seelische Schmerzen bereitet.

Wenn man am Ende seines Lebens zurückblickt, sollte man glücklich und zufrieden die ewige Ruhe beginnen können.

Das könnte man als egoismus bezeichnen. Aber das ist nun mal das einzig wichtige.

So habe ich auch mal gedacht. Man kann diesen Eindruck leicht bekommen da es heutzutage leider sehr viele egoistische Menschen gibt. Allerdings sind selbst heutzutage nicht alle Menschen so.

Würdet ihr sagen Gandhi war egoistisch als er sich verhaften ließ? War Jesus egoistisch als er sich ans Kreuz schlagen ließ? War Sokrates egoistisch als er den Giftbecher trank?

Suboptimierer 25.10.2012, 19:28

Jetzt mal im Ernst. Ich habe mal gehört, dass Sokrates nur die Erfindung Platons gewesen sein soll. Habe ich mir da einen Bären aufbinden lassen?

Bei Jesus weiß man es zwar auch nicht, aber die Frage habe ich für mich schon beantwortet, soll hier also nicht im Mittelpunkt stehen.

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Ja, nur die Ausprägung ist unterschiedlich stark Ausgeprägt und das ist Naturbedingt.

BluePapillion 25.10.2012, 14:53

Man unterscheidet zwischen gesundem Egoismus und egoistischem Verhalten in der Wissenschaft, erst bei einem moralischen Fehlverhalten oder Straftatbestand, vorher wird der Begriff Egoist, für beides als Synonym verwendet.

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Ich würde auch sagen das nicht jeder mensch egoistisch ist aber ein großer teil.. leider...

Ja, das ist naturbedingt. Denn wir erhoffen von einer Leistung eine Gegenleistung. Oder wir helfen, um uns gut zu fühlen oder Anerkennung zu bekommen.

Der Mensch ist egoistisch, aber so ein Egoismus ist mir lieber als der offensichtliche ;o)

Das stimmt und ist Naturbedingt. Alle anderen die das nicht wahr haben wollen, heucheln sich selbst was vor.

Nordfriesin 25.10.2012, 16:51

Blödsinn....doch nicht alle Taten eines Menschen sind auf Egoismus aufgebaut!!!! Schwachsinn ist das!!!!

Nur ein kleines Beispiel:

Als ich bei uns im Hausflur mal eine völlig verängstigte Amsel entdeckt habe die immer wieder Panisch gegen die Fensterscheibe flog.....hatte ich sofort das Bedürfnis ihr zu helfen...sie zu befreien....habe instinktiv beide Fenster geöffnet damit sie ins Freie fliegen kann!!!!

In dem Moment war ICH SELBST das allerletzte woran ich gedacht habe.....der einzige Gedanke in meinem Kopf war: "Wie kann ich diesem verstörtem Tier helfen!?"

Als der Vogel frei war.....da habe ich mich für den Vogel gefreut, habe ihm hinterher geschaut und mich gefragt wie erleichtert er sein musste, dass er frei war und keine Angst mehr haben musste aaaaber ich hätte mich genauso gefreut wenn mein Nachbar das Fenster vor mir geöffnet hätte!!!! Hauptsache ist doch nur die Befreiung des Vogels gewesen!!!

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Theddy99 25.10.2012, 18:49
@Nordfriesin

Du musst den Begriff des Egoismus etwas weiter fassen. Es ist nicht nur dass man jede Handlung ausschließlich macht um selber einen Vorteil zu haben, dazu gehört auch (das ist dann aber nicht so schlimm) dass man etwas nur macht wenn man selber keinen Nachteil davon hat. Bei deimem Beispiel kann es zwar nicht egoistisch gewesen sein, ich kann das nicht beweisen, aber es kann auch einfach nur gewesen sein damit du ein gutes Gefühl hattest und selbst keinen Nachteil. Wenn es so gewesen wäre dass du auf dem Weg zur arbeit warst und gefeuert werden würdest wenn du Zeit damit verbracht hättest dem Vogel zu helfen und dadurch zu spät kommst, hättest du wohl anders gehandelt.

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Nordfriesin 25.10.2012, 20:45
@Theddy99

Nein....dann hätte ich meinen Arbeitgeber angelogen.......mir einen "wichtigeren" Grund einfallen lassen....einen für den ich nicht gefeuert werden würde!!!! Den Vogel hätte ich trotzdem befreit und wenn es länger gedauert hätte....dafür gesorgt dass es jemand macht der mehr Zeit hat als ich....der Rentner unter mir....zum Beispiel!!!! Aber ich hätte den Vogel NIEMALS einfach so krepieren lassen!!!!

Klar wägt man immer erstmal ab ob man sein Leben riskiert oder in Gefahr bringt....aber mal ehrlich.....es gibt immer wieder ECHTE Helden unter unseren Mitmenschen die ihr Leben riskieren für andere!!!!! Überleg mal welch große Gefahr sich Menschen aussetzen die anderen in der U-Bahnstation helfen die von anderen angegriffen werden.....da gab es sogar Todesfälle!!!!!!!!!!!!!

Solche Menschen gibt es!!!!!!!!! Und die handeln ganz sicher nicht um sich danach besser zu fühlen.....die handeln so weil sie

z.B.das Kind vor dem Verbrennen oder Ersticken retten wollen und darum in ein brennendes Haus gehen...... nicht damit sie sich besser fühlen!!!!!

So einer weiß doch nichtmal ob er da heil wieder raus kommt!!!!!!!!!!!

Guck Dir die Leute vom 11.Sept. an......die Feuerwehrmänner.....die eigentlich nicht mal im Dienst waren......dann aber dabei waren und in den Trümmern umgekommen sind......haben die das auch aus egoistischen Gründen gemacht??

Hier wurde gefragt ob ALLE Handlungen von uns Menschen egoistisch sind und ich sage ganz klar NEIN!!!! Sehr viele....aber nicht alle!!!

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scopie 25.10.2012, 21:25
@Nordfriesin

Komm mal runter. Es ist eine relativ schwere Erkenntnis, aber es ist nunmal so.

Durch eine Rettung erhältst du ein gutes Gefühl und fühlst dich in deinem Verhalten bestätigt - das ist ja nicht mal schlimm. Das Wort "Egoismus" ist einfach nur zu negativ belegt, da man es oft direkt mit Menschen verbindet, die skrupellos und gemein handeln. Dabei steht hinter diesem Begriff etwas viel Komplexeres, das weit über pure Rücksichtslosigkeit hinausgeht.

Der Erhalt der eigenen Art, "Mutterinstinkte", auch das ist natürlich und hilft einem selbst, wenn auch nicht immer alles gleich zu erkennen ist.

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Nordfriesin 25.10.2012, 22:17
@scopie

Ich komme nicht runter weil ich schon unten bin!!! Versuche nur meine Sicht deutlich zu machen....dabei bin ich entspannt ;-)

Durch eine Rettung erhalte ich ein gutes Gefühl......aber da ich ja nicht einmal weiß ob ich es überlebe wenn ich in das brennende Haus renne ...........werde ich für dieses Gefühl ja wohl kaum mein Leben riskieren!!!!

Bleiben wir bei dem Beispiel des 11.Sept. Du meinst also, dass all die Feuerwehrmänner die ihr Leben riskiert haben und zum größten Teil auch ihr Leben verloren haben.....es getan haben weil sie danach ein gutes Gefühl gehabt hätten WENN sie es denn überlebt hätten????!!!!!! In dem Moment denkt doch keiner an das Gefühl NACHHER!!!! da sieht man Elend und man hilft......weil man in der Lage dazu ist!!

Das ist kein Egoismus! Das ist Nächstenliebe!!!

Für mich ist Egoismus nicht zwangsläufig negativ belegt!

Ich bin berufstätige, alleinerziehende Mama. Wenn ich nicht ab und zu auch mal egoistisch sein würde dann hätte ich gar kein Kraft um alles unter einen Hut zu kriegen! Mein Egoismus gewährleistet die Voraussetzung für mich eine gute Mama zu sein!!!

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sventheman 25.10.2012, 22:21
@scopie

Hier wird eine Art des Psychologisierens betrieben, wie sie oft von jungen Semestern der Psychologie betrieben wird. Man kann sich so ziemlich alles auf niedere Stufen, Konzepte und Motivationen zurechtbiegen (der alte Freud hat das vortrefflich vorgemacht. Es allein von der Handlung nicht auf die Motivation zu schliessen.

Beispiel ein Mensch isst sehr wenig oder sehr viel. Vordergründig kann man deuten: er hat viel oder wenig Hunger. Es kann aber eine ganz andere Motivation dahinter stehen (jemanden aus Missgunst etwas wegessen, zugunsten eines anderen verzichten, ein Erfahrungsexperiment, vieleicht sogar eine philosophische Lehre etc.)

Ich empfehle jedem, mal einen kurzen Blick auf meinen verlinkten Text von Maslow zu werfen (Falls denn jemand die Psychologie für hilfreich hält in dieser Frage)

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scopie 26.10.2012, 02:25
@Nordfriesin

Ist gut. Bevor das hier ausartet und ich von noch mehr Ausrufezeichen erschlagen werde, würde ich einfach sagen, dass wir nicht auf einen Nenner kommen und es dabei belassen.

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kann mir gut vorstellen das das natur bedingt ist...

Das denke ich auch.

Z.b. Spendet man geld den kindern in Afrika, weil man sich dann besser fühlt und denkt man hat die welt ein stück besser gemacht.

Ludwig20 25.10.2012, 10:23

Also ist man trotz guten Taten, doch im Endeffekt egoistisch. Es bedeutet ja nicht, dass es zwingend schlecht ist, Egoismus hat sicher seinen natürlichen Grund, damit wir überleben konnten.

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Kaen008 25.10.2012, 10:27
@Ludwig20

So sehe ich das auch. Egoismus ist nur ein so negativ behaftetes Wort

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kiniro 25.10.2012, 10:58

Selbstbetrug nenne ich so etwas.

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Kaen008 25.10.2012, 16:55
@kiniro

Naja selbstbetrug ist es nur wenn man sich einredet das man es aus anderen Motiven macht. Und selbst dann ist es ja nicht schlimm wenn man sich das einredet. Hauptsache ist doch man macht etwas gutes.

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Nordfriesin 25.10.2012, 16:58

Wenn jemand spendet........z.B den Bau einer neuen Schule um Kindern eine Chance zu geben und um einfach das zu teilen was er/sie hat.....und glücklich zu sein, dass andere auch gut davon haben.......

.......dann ist das sicher ein gutes Gefühl aber jawohl ein anderer Egoismus als wenn er/sie Chef einer Produktionsfirma ist......500 Angestellte kündigt die eh schon zum Mindestlohn arbeiten ....um dann neue 400 Leute einzustellen die UNTERM MIndestlohn bezahlt werden.........um selber ein paar 6 oder sogar 7Stellige Zahlen im Jahr mehr auf dem Konto zu haben!!!!

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Kaen008 25.10.2012, 17:05
@Nordfriesin

Du hast recht es ist ein anderer Egoismus. Aber nicht desto trotz macht man beides nur aus Egoistischen Gründen. Beide wollen das es ihnen selbst besser geht, dazu wählen sie einfach nur andere Methoden.

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Nordfriesin 26.10.2012, 08:11
@Kaen008

Naja...nicht nur Methoden!

Das eine beruht auf Habgier!

Das andere auf Nächstenliebe.....bei der man sich gut fühlt!

Das sind schon zwei seeeeeehr abweichende Formen von Egoismus!

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Kaen008 26.10.2012, 09:47
@Nordfriesin

Falsch. Es geht nicht um die anderen das ist ja der Egoismus. Es geht nur um einen selbst, es geht nur darum das man sich selbst besser fühlt. Das man selbst besser ist als die anderen z.b. wenn man spendet dann ist man ein besser Mensch als die anderen die nicht spenden man hebt sich ab. Es geht nicht um die leute die das geld kriegen, es geht darum das man sich selbst gutfühlt.

Genauso ist es beim zweiten, es geht nicht darum das die anderen arbeitslos werden, das ist eigentlich komplett nebensächlich, es geht darum das man selbst besser ist als die anderen.

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Das ist eine weithergeholte Behauptung , i c h verneine sie mit Nachdruck ! :-(

Ludwig20 25.10.2012, 10:15

Ich hoffe wirklich es ist nicht so^^

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Kaen008 25.10.2012, 10:22

Nenne ein Beispiel dafür wann ein Mensch nicht egoistisch handelt.

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ursula39 25.10.2012, 11:39
@Kaen008

Mütter - Krankenschwestern - Freunde - ehrenamtliche Hilfskräfte ....

Doch wieso m u s s ich mich rechtfertigen ? :-)

Nuur weil D e i n Weltbild eine gehörige Schieflage hat ? :-//

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BluePapillion 25.10.2012, 15:05
@ursula39

Die Schieflage hast Du in deinem Weltbild.

Mütter (Fürsorglich) sind Egoistisch darauf bedacht dass ihr Baby vor allen anderen gefüttert wird.

Krankenschwestern sind dazu angehalten, hilfe zu leisten, das ist Ihr Beruf, erfüllen Sie diesen nicht pflichtgemäß, gibts ne Kündigung und kein Gehalt.

Freunde, werden sich so lange gegenseitig helfen, bis Sie in einer Entscheidungssituation um das eigene oder das Leben von Familienangehörigen kommen.

Ehrenamtliche Tätigkeiten, umfasst was, das Füttern von unselbständigen Tieren und Kleinkindern? wenn Du deine Miete nicht mehr bezahlen kannst, ist es Essig mit Ehrenamtlichkeit in Ehren, dann nur noch Pflegedienst gegen Entlohnung, eine Auszeichnung ist für gutsituierte gelangweilte Schowbiz Damen schon Belohnung genug, wohlweislich verschweigend das ihre großzügige Spende, Steuerabzugsfähig ist.

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Nordfriesin 25.10.2012, 16:19
@BluePapillion

Glaub mir.....wer einen sozialen Beruf gelernt hat und ausübt ....macht es sicher nicht weil sie damit reich werden!!!! Da gibt es weniger stressige Berufe um ein gleiches Gehalt zu bekommen!!!!!!!!

Klar arbeitet jeder Normalsterbliche um zu überleben......aber es gäbe weitaus ertragsreichere Berufe als z.B Krankenschwester!!!! Wer diesen Beruf aus freien Stücken gewählt hat.....wird andere Gründe gehabt haben als Egoismus/Geld!!!!!

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Suboptimierer 25.10.2012, 17:22
@Nordfriesin

Ein komplett unegoistischer Mensch dürfte dennoch keinen Job ausführen, und wenn er noch so schlecht bezahlt wäre. Natürlich wollen Menschen in sozialen Berufen auch selbst satt werden von ihrem sauer verdienten Geld. Dass sie gleichzeitig anderen etwas Gutes tun spielt bei dieser Betrachtung keine Rolle.

Einen komplett unegoistischer Mensch könnte ich mir höchstens als Behinderten oder Komapatienten vorstellen. Die Behinderung muss so stark sein, dass die Person selbst aufgrund von Hunger selbst nie auf die Idee kommen könnte, dass sie satt würde, wenn sie sich selbst den Löffel in den Mund steckt.

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sventheman 25.10.2012, 17:43
@Suboptimierer

Einen komplett unegoistischer Mensch könnte ich mir höchstens als Behinderten oder Komapatienten vorstellen.

Da gibt es andere Ansichten - manchmal wird das Ego als Behinderung betrachtet, das transzendiert und überwunden wird (das Ego will egoistischerweise meist weiterexistieren - hier besteht die Schwierigkeit).

Eine Hilfe für dein Vorstellungsvermögen ist der Vergleich mit der Atmung - die funktioniert von selbst. Spirituelle Traditionen aus aller Welt kultivieren Einweihungspfade und Techniken, die ein komplettes Leben von selbst/aus dem Selbst möglich machen. Diese Menschen gehen nach aussen hin einem Beruf nach oder sind nur noch spirituelle Lehrer.

Soviel nur zum schwarz-weiss-Sehen. Aber eigentlich ging es in der Frage nicht um eine Kompletteinteilung, sondern die Frage war, ob es Beides gibt.

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Suboptimierer 25.10.2012, 18:13
@sventheman

Die Frage war sehr wohl nach schwarz oder weiß:

Ich habe vor kurzem gelesen, egal was wir machen, alles basiert auf Egoismus [...] Stimmt das und ist das naturbedingt, oder gibt es Ausnahmen?

Um diese Frage zu beantworten, muss man versuchen, sich einen komplett unegoistischen Menschen vorzustellen.

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Nordfriesin 25.10.2012, 20:54
@Suboptimierer

Hier wurde aber nicht danach gefragt ob ein Mensch komplett UNEGOISTISCH sein kann!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Es wurde gefragt ob JEDE und ALLE Handlungen von Menschen egoistisch sind!!!!!!

Dann sag mir mal was mit den Feuerwehrmännern und freiwilligen Helfern ist die bei Katastrophen wie dem 11.Sept helfen und ihr eigenes Leben für andere völlig selbstlos Riskieren!!!!!!!!!!

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Nordfriesin 25.10.2012, 20:57
@Suboptimierer

Quatsch!!!!! Wieso denn komplett unegoistisch??? Danach wurde doch nicht gefragt!!!

Es wurde gefragt ob ALLES auf Egoismus basiert............. dann muss ich mir eher die Frage stellen ob es auch anders geht....also, dass nur EIN TEIL der Handlungen auf Egoismus basiert......

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Suboptimierer 26.10.2012, 00:26
@Nordfriesin

Hier wurde aber nicht danach gefragt ob ein Mensch komplett UNEGOISTISCH sein kann!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Es wurde gefragt ob JEDE und ALLE Handlungen von Menschen egoistisch sind!!!!!!

Ehrlich, ich habe den Unterschied nicht verstanden. Wenn ich einen komplett unegoistischen Menschen finden würde, dann könnte ich sagen, dass jede und alle Handlungen von Menschen nicht egoistisch sein können.

Wenn ich ihn nicht finde, dann kann es natürlich trotzdem sein, dass es Menschen gibt, deren jede Handlung egoistisch ist oder auch nicht. In dem Fall müsste man weiter schauen. Dann sucht man eine Handlung, die nicht egoistisch ist. Da aber bei jeder Handlung dem eigenen Willen genüge getan wird, stößt man immer wieder auf das hier mehrfach angesprochene Problem, dass die besten Taten das eigene Glücksempfinden steigern. Von schlechten Taten verspricht man sich zumindest einen Vorteil oder eine Genugtuung. Von alltäglichen Taten wie Zähneputzen verspricht man sich bessere, haltbarere Zähne, vom Aufstehen verspricht man sich die Teilhabe am Leben.

Wenn man also nach einer unegoistischen Tat sucht, muss man dort suchen, wo der Verstand sowenig Willkür einsetzt wie möglich. So bin ich auf das Behinderten-Beispiel gekommen.

Ob für dich der Feuerwehrmann das Paradebeispiel ist oder für mich der Behinderte spielt aber keine Rolle, denn ein einziges Beispiel reicht, um zu zeigen, dass nicht alle Handlungen von Menschen egoistisch sein müssen.

Ich gebe zu, das Koma-Beispiel war nicht ideal, weil der Mensch überhaupt nicht agiert. Auch dachte ich zuerst an Irre oder and Reflen, aber diejenigen handeln nicht. Handeln bedeutet aus meiner Sicht, eine Aktion bewusst durchzuführen.

Naja, so ganz zufrieden bin ich damit auch nicht.

Wirft sich einer vor einem Zug, um jemanden anderes zu retten, was würde derjenige im Bruchteil einer Sekunde denken?: "Schitt, ich bin jetzt der einzige, der die Person retten kann. Schnell, ich kann mich noch davorwerfen..."!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Nordfriesin 26.10.2012, 08:06
@Suboptimierer

Genau das ist es was ich meinte!!!! Du bist lernfähig ;-)

Es gibt Handlungen die einfach passieren weil die Situation es nicht zulassen würden lange darüber nachzudenken welche Vorteile man hätte.....man macht es einfach auch auf die Gefahr hin dass man den Tag nicht überlebt. Das ist weit entfernt von Egoismus!

So wie eine Erzieherin die Anfang des Jahres....einem Kind in irgend so einem Loch im Wald hinterher gesprungen war ohne zu wissen was da unten ist und ob sie da lebend hinaus kommen würde.....sie hat einfach mit einem Sprung ins Ungewisse reagiert....da kann mir keiner erzählen, dass diese Frau in wenigen Sekunden überlegt hat welche Vorteile sie daraus hätte.

ich denke Du hast meinen Punkt aber verstanden....ich Deinen auch aber es gibt ja auch nicht nur gerade aus.....man kann auch mal um die Ecken gucken :-D

Dafür ist diese Seite ja auch da.

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