Ist unsere Gesellschaft tolerant genug?

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Im Grunde ja. Mehr geht aber immer, jedoch keine Toleranz gegenüber Bewegungen, die hinter das, was wir haben, zurück wollen (Gewaltenteilung, Freizügigkeit, säkulare Gesellschaft etc.)

Und Wirtschaftsflüchtlingen

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Hallo!

Ich habe dazu eine eigene Ansicht: Von Toleranz wird zwar sehr gern gesprochen, die wenigsten aber leben sie im Alltag. Wer ständig Worte wie "Toleranz" oder gar "Ganzheitlichkeit" benutzt, der gehört in der Regel zu denen, die sie im wahren Leben am meisten mit Füßen treten.

Wer nicht einem aus meiner Sicht gefühlt seit etwa der Jahrtausendwende immer enger gewordenen Netzraster des "Normendenkens" voll entspricht, bekommt das von der Gesellschaft immer zu spüren - es sei denn, er ist unter Leuten, die tolerant sind und keinen Unterschied machen. Aber die reden dann nicht davon, die machen's einfach.

Außerdem geht es gerade dort, wo man von sozialen und christlichen Werten predigt oder gar ein "Sankt" im Namen vorkommt, betont unchristlich und unsozial zu.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Man hat in all den Jahren einiges erlebt.

-Ist unsere Gesellschaft tolerant genug? Oder könnte es ruhig noch etwas mehr sein?

Mehr Toleranz wäre definitiv wünschenswert. Allerdings nicht gegenüber reaktionären, totalitären und archaischen Ideologien wie bspw. Religionen. Deren Einfluss sollte mit allen Mitteln bekämpft werden.

„Weniger bekannt ist das Paradoxon der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“

-Karl Popper

Ich finde teilweise zu viel Toleranz. Ich bin selbst in der Flüchtlingshilfe tätig, aber teilweise ist es schon krass. Ganz ehrlich kann ich den Rechtsru k in der Gesellschaft nachvollziehen. Nicht gutheißen, aber nachvollziehen

Ja, das ist die Herausforderung: Rechtsruck meinetwegen, aber keinen weiteren Abstriche an den Grundrechten. Artikel 16a ist ok wie er jetzt ist (nur als Beispiel). Mehr wollen die meisten bei uns nicht, das muss akzeptiert werden. Ich sehe das nicht als Widerspruch zu meiner Antwort - es geht noch mehr, aber es gibt Stellen, wo es schon zu viel sein könnte. Wir lernen ja gerade neu...

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Was ist für dich Toleranz?

Toleranz heißt allgemein und auch für mich, dass man etwas akzeptiert und eben in seiner Existenz toleriert.

Ich toleriere die Meinung anderer, was nicht heißt dass ich sie gut finde, vertrete, annehme oder mich nicht dagegen engagieren kann oder werde.

DE ist für mich mittlerweile,, übertolerant " geworden.

Toleranz gegenüber Minderheiten oder Ausländern zb heißt für mich nicht, dass ich mich dem bunt oder Multi-Kulti Wahn hingebe. Im Sinne von: Wir sind tolerant und jeder sollte hier seiner Kultur entsprechend leben können wie er es eill, notfalls passen wir uns an"

Das wiederspricht meiner Logik und meiner Meinung dazu

Oder der Hype und die,, Anerkennungs-Hysterie oder gesellschaftlich zwanghafte Einbringung " der ominösen 12345 Geschlechter, Sexualitäten, Identitäten etc pp

Irgendwo ist das Wort Toleranz in meinen Augen in einen Wahn umgeschlagen. Ich toleriere wenn sich jemand als Homopolyxyz-Sexuell ansieht, daraus sehe ich aber keinen Grund da krampfhaft eine gesellschaftliche Rolle und alle müssen es toll finden Ideologie draus zu machen

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