Ist es falsch an die gefallen deutschen Soldaten im 2. Weltkrieg zu denken und zu Ehren?

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15 Antworten

Ich war auch Soldat im 2. Weltkrieg. An der Front in der Ukraine und in der Normandie, wo ich in Gefangenschaft kam.

Was dir dein Opa erzählt hat ist 100% richtig. Es war praktisch nicht möglich, sich dem Einberufungsbefehl zu widersetzen. Auch gerade junge Soldaten, die der Propaganda geglaubt hatten, erkannten den Wahnsinn. Ein Widerstand gegen den Wahnsinn war aber unmöglich.  

An der Front liegen dir Soldaten gegenüber, die genau so manipuliert sind wie du. Wenn du dich weigerst, auf sie zu schießen, wirst du selbst wegen Befehlsverweigerung erschossen. Du hattest an der Front nur die Wahl, auf dein Gegenüber zu schießen um zu überleben.

Ich habe nach dem Krieg mit ehemaligen Gegnern, Engländern und Amerikanern gesprochen und die Frage gestellt: Warum haben wir aufeinander geschossen? Es kam immer die gleiche Antwort: Weil wir mussten.  

 

Vielen Dank für deine Antwort und ich finde es immer interessant die Erlebnisse von den Leuten die in dieser Zeit gelebt haben zu hören. Ich habe immer gerne mit meinen Opa über seine Erlebnisse geredet, leider kann ich das nicht mehr, mein Opa ist letzten Monat gestorben 😔

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Stimmt, aber die Soldaten der Wehrmacht haben ja auch, besonders in der Ukraine, die Zivilisten ausgeplündert. Im Winter bedeutet das für Leute ohne Holz zum Heizen und ohne Essensvorräte den sicheren Tot...

Das war ein Kriegsverbrechen, auch wenn die Soldaten "mussten"...

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@Inasmuchas001

Wer hat dir das erzählt? Wo ich war, in der Gegend von Charkow, gab es fast kein Wald. Aber das war im Sommer. Die Bauern stachen aus dem Kuhmist eckige Fladen, die zu Kegel aufgetürmt waren durch die der Wind zog und sie trocknete. Es war das Brennmaterial für den Winter.

Die Bauern hatten genügend Lebensmittel aber kein Bargeld. Es wurde getauscht. Beispiel: Eine Nähnadel für ein Ei.

Das war im Sommer 1943. Im Winter danach waren schon die Russen dort und wir zurückgeschlagen über den Dnjeper.

 

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@liesl1303

Das mag sein, aber die deutschen Truppen im 2. Weltkrieg waren mit ihren Kriegsverbrechnen extrem.

Das lag daran, dass die Deutschen sich für "Herrenmenschen" und z.b. die Polen und Ukrainer für "Untermenschen" hielten. Sie wollten langfristig alle "Untermenschen" versklaven und ermorden. Die Deutschen glaubten nicht, dass ein Ukrainer oder Pole ein Recht auf Leben hat wie ein Deutscher.

Deshalb haben die Deutschen im 2. Weltkrieg das damals geltende Kriegsvölkerrecht grundsätzlich nicht eingehalten.

Die haben Millionen von Menschen ermordet.

Das ist nicht "business as usual" oder "Wo gehobelt wird, dort fallen Späne".

Es war wirklich wirklich extrem.

Schade, dass die Deutschen von heute das nicht wissen. Das sollte man eigentlich im GEschichtsunterricht in der Schule lernen, und kein Deutscher sollte so billige Verharmlosung betreiben wie du, liesl.

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@wolfgangniem11

Gerade Charkow war besonders schlimm. Dann muss ich dir ja nichts erzählen, dann weisst du bescheid über die Kriegsverbrechen der Wehrmacht, weil du selber dabei warst...

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@Inasmuchas001

DIE Deutschen von heute wissen das.

Und "man" lernt auch über die Verbrechen der Wehrmacht an der Ostfront in der Schule. An "meiner" Schule jedenfalls.

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@Inasmuchas001

1. Ich war nicht in Charkow, sondern südlich davon am Donez.

2. Wo die Weisheiten herkommen, die der heutige gelehrt werden ist mir ein Rätzel.

3. Ich habe die Ukraine erlebt. Dazu ein Auszug aus Briefen an meine Eltern, die meine Mutter sauber gebündelt aufgehoben hat. Aber vielleicht glaubst das auch nicht.

Nachdem wir in unseren Zelten, es war noch ein Stück weit hinter der Front, im Match versanken, wurden wir mit je 2 Mann in den einzelnen Katen einquartiert. 

Brief vom 5.6.43..........der Bauer spricht ganz gut deutsch. Er war im 1.Weltkrieg 3 Jahre in Essen in Gefangenschaft. Seine Frau bringt uns morgens, mittags und abends 1/2 liter frische Milch von der Kuh.........

Dazu hat sie niemand gezwungen. Es war freiwillig.

Pfingsten. Sein Sohn mit Familie ist gekommen. Wir sitzen mitten drin. Alle Kuchen stehen auf dem Tisch und die Wodkaflasche macht die Runde. Es ist Trinkfestigkeit gefragt............

Gerade in der Ukraine habe ich die freundlichsten Menschen getroffen.     

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@wolfgangniem11

Kriegsgerichtbarkeitserlass vom 13.5.1941: Damit wird praktisch jeder Schutz für die Zivilbevölkerung, wie er im Völkerrecht vorgesehen ist, aufgehoben, weil Verbrechen an der Zivilbevölkerung durch die Soldaten nicht mehr strafbar sind, bzw. nicht mehr verfolgt werden.

Insbesondere enthält der Erlass sehr weitgehende Möglichkeiten, praktisch jeden Zivilisten jederzeit zu töten. Auch Vergewaltigungen gegen Zivilisten werden de facto nicht mehr verfolgt.

Man schätzt, dass 10 Millionen Frauen in der Sowjetunion von deutschen Soldaten vergewaltigt wurden, 50'000 wurden zur Prostitution für Soldaten gezwungen.

Die Anzahl getöteter Zivilisten sind mehrere Millionen, siehe dazu auch "Hungerplan", der beinhaltete, die gesamte Wehrmacht durch Plünderungen zu ernähren.

Warum dir das alles nicht bewusst ist, ist mir rätselhaft. Ich nehme, du willst das einfach nicht wissen und leugnest es einfach, um an deiner idyllischen Sicht von deiner Beteiligung am 2. Weltkrieg festzuhalten...

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@earnest

Ah, du bist Lehrer? Ist "deine" Schule die Schule, an der du unterrichtest?

Lies dir die Antworten hier mal durch. Aus diesen Antworten schliesse ich, dass die Deutschen das in ihren Schulen nicht lernen.

Ich nehme an, das ist Absicht.

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@Inasmuchas001

Von wo hast du diese Weisheiten?

Ich war in verschiedenen Städten in der Ukraine. Nirgends habe ich ein Bordell gesehen. Und an der Front? Lächerlich!!!

So lange ich bei der Wehrmacht war, das war bis August 1944 als ich in Gefangenschaft ging, war Vergewaltigung strafbar. 

Hast du da was verwechselt? Die Zahl der von russischen Soldaten vergewaltigten deutschen Frauen dürfte da in etwa stimmen. Meine Trauzeugin war eine davon.

Ich habe nirgends Menschen hungern sehen. Im Gegenteil. Sie boten uns als Beispiel Butter an, die in Weißkohl Blättern ein gewickelt war, weil es kaum Papier gab. Zeitungen waren gefragt um Zigaretten zu drehen. Kartoffeln gab reichlich und Wodka wurde daraus gebrannt. Der floss in Strömen.

Vielleicht verwechselst du auch hier etwas. Google mal unter Holodomor. Unter Stalin sind Millionen Ukrainer verhungert. Deshalb wurden wir wohl so freundlich begrüßt.

Wir hatten mehr Hiwis (Hilfswillige) als wir brauchen konnten. Sie waren unbewaffnet und wurden beim Tross eingesetzt. Sie waren arme Kerle. Nach Kriegsende konnten sie nicht zurück in ihre Heimat. Russland hätte sie aufgehängt.

Das ist erlebte Geschichte und keine Geschichtsklitterei.

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@wolfgangniem11

Du willst mir wirklich sagen, dass du vom Kriegsgerichtsbarkeitserlass vom 13.5.1941 noch nie gehört hast?

Dann informiere dich. Ihm folgte dann ein paar Wochen später der sogenannte "Kommissarsbefehl" vom 6.6.1941, ich hoffe wenigstens davon hast du schon gehört.

Dass die Deutschen vor hatten, 30 Millionen Bewohner der Sowjetunion verhungern zu lassen, wissen wir aus Besprechungen vor Beginn der Invasion in der UdSSR, siehe dazu "Backe-Plan", das Protokoll der Sitzung der Staatssekretäre von 2.5.1941, die wirtschaftspolitischen Richtlinien der Gruppe Landwirtschaft vom 23.5.1941, Görings Äusserung zum italienischen Aussenminister Caleazzo Ciano vom November 1941:

"In diesem Jahr werden in Russland zwischen 20 und 30 Millionen Menschen verhungern. Und vielleicht ist das gut so, denn gewisse Völker müssen dezimiert werden.“

De facto sind ca. 5,7 Millionen Zivilisten in der Sowjetunion direkt durch die Deutschen ermordet worden, 1 Million Zivilisten starb wegen der Blockade von Leningrad und 5,3 Millionen Zivilisten starben wegen Hunger, Bomben, Kälte, Flucht, Krankheiten.

Da sind jetzt die Millionen von völkerrechtswiderig ermordeten Kriegsgefangenen nicht mitgezählt, ebensowenig die Zivilisten, die von deinen lieben Deutschen zur Zwangsarbeit verschleppt wurden.

1710 Städte und 70'000 Dörfer in der UdSSR wurden von den Deutschen ganz oder teilweise zerstört.

Da kannst du noch lange erzählen, dass es für dich ein Pfadfinder-Ausflug war, der Kontext war ein anderer...

Womit man wieder einmal sieht, dass Empathie vielleicht nicht gerade deine Stärke ist...

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@wolfgangniem11

Ursula Schele: Vergewaltigung und Zwangsprostitution im Krieg: .... denn sie wissen, was sie tun

S. 9

"Folgerichtig muss von etwa 10 Millionen Vergewaltigungen deutscher Männer alleine auf russischem Boden ausgegangen werden."

http://www.gegenwind.info/175/sonderheft_wehrmacht.pdf

Die Anzahl der durch Angehörige der Roten Armee vergewaltigten Frauen in Deutschland wird auf ca. 2 Millionen geschätzt...

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@wolfgangniem11

Nirgends habe ich ein Bordell gesehen. Und an der Front? Lächerlich!!!

Das mag sein, dass du persönlich kein Bordell gesehen hast, nichtsdestotrotz ist die Existenz dieser Wehrmachts-Bordelle belegt .

Es mag auch sein, dass du nicht wahrgenommen hast, dass die Leute hungern, nichtsdestotrotz sind Millionen Menschen wegen des Überfalls und den Kriegsverbrechen deiner Armee in der Sowjetunion verhungert.

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@wolfgangniem11

wurden wir mit je 2 Mann in den einzelnen Katen einquartiert.

Und das war freiwillig? d.h. wer Platz hatte und ein Zimmer vermieten wollte, ging zur Wehrmacht, liess sich auf eine Liste setzen, und man teilte ihm Soldaten zu, die natürlich Miete zahlten.

Oder zahlten sie vielleicht keine Miete?

Oder war es vielleicht nicht ganz freiwillig?

Oder machten die Leute einfach gute Mine zum bösen Spiel, weil ihr die Waffen hattet und sie nicht?

Schon alleine diese Beschreibung zeigt mir, dass du damals blind durch die Welt gestolpert bist, so eingenommen von deinen Deutschen, dass du gar nicht sehen konntest, was wirklich los war.

Insofern wundert es mich auch nicht, dass du von den Kriegsverbrechen nichts mitbekommen hast...

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@Inasmuchas001

Letzter Kommentar. Ich bin nicht blind durch die Gegend gestolpert. Wie du es wohl tust.

Ich war in den USA und England in Gefangenschaft. Wir wurden wie ihre eigenen Soldaten ernährt und für die Arbeit entlohnt. Ich kam mit einem prall gefüllten Rucksack nach Munsterlager ins Entlassungslager. Dort trafen wir auf deutsche Soldaten in abgerissenen Uniformen. Sie hatten rein gar nichts. Wie sie behandelt worden waren und wie viele Tote es in den Lagern gegeben hat, habe ich nicht nur von denen, sondern auch von anderen zurückgekommenen Schulkameraden gehört. 

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@wolfgangniem11

Wir wurden wie ihre eigenen Soldaten ernährt und für die Arbeit entlohnt.

Siehst du, deine Wehrmacht hat sich ihren Kriegsgefangenen gegenüber anders verhalten.

Sie hat Kriegsgefangene planmässig in grosser Anzahl verhungern lassen, zu harter Zwangsarbeit (ohne Bezahlung) herangezogen - der Plan bestand in "Vernichtung durch Arbeit", und auch in grosser Anzahl einfach erschossen oder anderweitig um's Leben gebracht.

So haben die Deutschen mindestens 3 Millionen alleine Sowjetischer Kriegsgefangene getötet.

Ich weiss, drei, das klingt nicht nach viel.

Aber stelle dir einmal plastisch vor, was 1000 Kriegsgefangene in einem Lager sind, und multipliziere das mit 3000....

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@Inasmuchas001

Ich war nicht dabei. Ich war schon in Gefangenschaft als DIE DEUTSCHEN so etwas gemacht haben sollen. Also fühle ich mit  DIE DEUTSCHEN nicht angesprochen.

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@wolfgangniem11

Du irrst dich.

Die Ermordung sowjetischer Kriegsgefangener, das Verhungernlassen der Zivilbevölkerung, die Millionenfachen Morden passierten u.a. genau zu der Zeit, wo du angibst, in der Ukraine gewesen zu sein: 1943.

Du schreibst so viele falsche Aussagen, dass ich mich langsam frage, ob du nicht auch absichtlich lügst...

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Natürlich sollte man ihrer gedenken, denn auch sie waren Väter, Söhne und Brüder, zum größten Teil Opfer ihrer eigenen Führung und starben einen sinnlosen Tod.

Doch wofür sollte man sie ehren? Dafür, dass sie andere Länder mit Krieg überzogen haben, fremde Völker versklavt und schlimmsten Verbrechen den Weg gebahnt und sich auch an ihnen beteiligt haben? Soll man sie ehren, weil sie mit ihrem Opfer die Tage eines Verbrecherregimes verlängert oder dieses ermöglicht haben?

Ein Onkel von mir fiel am 2. Mai 1945 mit 17 Jahren als Teil des "letzten Aufgebots". Er war kein heroischer Kämpfer und wollte auch keiner sein. Er war ein Junge, der einfach wieder nach Hause wollte. In seinem letzten Brief schrieb er, wie sehr er sich gefreut hatte, während des Ausgangs in einem Café ein Stück Kuchen bekommen zu haben ... ein Junge eben.

Meine Großmutter hat seiner bis zu ihrem Ende gedacht, jeden Tag. Auf die absurde Idee, ihn für seinen Tod zu ehren, wäre sie nie gekommen.

Danke für deine Antwort und mein herzliches Beileid wegen deinen Onkel 

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Nein, es ist nicht falsch an Verstorbene eines Krieges zu gedenken.

In erster Linie sind wahrscheinlich 95 - 98% der Gefallenen Opfer. Wer Soldat ist, ist dazu verpflichtet Befehle zu befolgen. Sonst wird er selbst zu einem “Opfer“. Sei es das er damals im KZ gelandet wäre oder als Verweigerer ggf. direkt umgebracht von seinen Vorgesetzten.

Unabhängig ob sie für die Ideologie waren oder nicht es wird sicherlich auch welche geben, die spätestens im Krieg den Unsinn erkannt haben. Doch was tust du, sowie deine Handlungen nicht mehr nur dich sondern auch Andere betreffen? Was wenn du sagst “ich will niemanden umbringen.“ Dafür aber deine Familie und Freunde in Gefahr geraten oder ihre Zukunft beeinträchtigt wird?

Ein Beispiel Soldat X wollte nicht für die Nazis kämpfen. Jedoch hat er einen noch nicht wehrpflichtigen Bruder Y der gerne Arzt werden wollte. Doch sowie X für den Makel sorgt, wird es auf die Familie geschrieben. Y würde nicht an die Uni können.

Vielen wurde aus abstrusen Gründen eine Zukunft verwehrt, da sie nicht den richtigen Glauben, das richtige Geschlecht, Aussehen oder sonstige Dinge hatten bzw. Entsprachen, obwohl sie vielleicht sogar einen Unterschied gemacht hätten.

Was war mit den verteufelten Grenzsoldaten in der DDR? Sie hatten den Befehl flüchtige DDR Bürger zu erschießen, obwohl deren einziger Makel der war nicht in der DDR leben zu wollen oder gar Familie auf der anderen Seite hatten. Von denen wollten die wenigsten jemanden Erschießen. Sie haben es getan, da sonst sie entweder erschossen würden und der Makel auch die Familie ins Visier der Stasi gebracht hätten. Noch heute ist unbekannt, wie viele Kinder zwangsadoptiert wurden.

Im Krieg kämpfen die wenigsten Menschen für einen Glauben. Sie kämpfen viel eher um das was sie Lieben zu Schützen. Sie gehen nicht hin um X Menschen zu ermorden. Sie wollen verteidigen.

Weiterhin ... wenn Hitler eines konnte so ist es reden. Er war nicht dumm und nutzte seine Fähigkeiten. Andere erkannten dieses Potential und verwendeten es. Bis zu den uns bekannten Propaganda Ausläufen der NS.

Dem Volk wurde in einer Zeit der Not eine Besserung versprochen. Und traurig aber wahr Hitler schaffte es als er an der Macht war den Menschen wertvolles Geld und Arbeit zu geben, nach der großen Inflation.

Auch heute versuchen es bestimmte Parteien noch den Menschen nach dem Munde zu reden. Erst im Nachhinein mag man erkennen, dass was sie erzählen sich zwar gut und richtig anhört aber großer Käse ist.

Wenn heute jemand kommt und sagt: Die Ausländer (Flüchtlinge) sind schuld für die Arbeitslosigkeit, würden nicht wenige Ja sagen. Genauso möchte man schimpfen, wenn eine Dreiköpfige junge Familie keine Wohnung findet, da diese entweder a zu teuer sind oder man mit allem kommen darf außer Kleinkindern. Im gleichen Zeitraum aber X Wohnräume für Asylanten erschaffen werden. Woraufhin in den Medien kommt wie eben diese die Räume zerstören. Der Unterschied ist das die Familie wohl für sich den gleichen Platz sucht zum Leben auf den 10 - 20 Asylanten leben sollen, die nicht einmal arbeiten durften, unabhängig ob sie es wollten und in der Wohnung mehr oder weniger eingesperrt wurden. Schließlich sind die erst mal weg von der Straße.

Auch heute werden Missstände und Ärger verwendet um Menschen aufzuwiegeln, damit diese für Sie stimmen.

Die AfD hat viel Zuspruch erhalten. Auf den ersten Blick würde auch ich in einigen Punkten zustimmen. Doch da sie ebenso Punkte hat, die ggf. Nicht so prominent besprochen werden, die komplett gegen meine Überzeugung gehen würde ich Sie nicht wählen.

Zurück zum 2. Weltkrieg und der Trauer um gefallene Soldaten. Die NSDAP wurde nicht mit dem Wahlspruch gewählt: Wir wollen einen Krieg führen!

Weit weg davon, schließlich gab es erst davor einen Krieg der genügend Schaden verursachte.

Es wurde ein Sündenbock gesucht und gefunden, der keiner war. Durch Hitler ging es den Deutschen verglichen zu zuvor gut. Die oftmals reichen jüdischen Kaufleute wurden zu Persona non Grata, bloßgestellt und später in KZs abgeschoben und sogar ermordet.

Im gewissen Sinne gab es durch die Propaganda eine Gehirnwäsche. Man glaubte das Richtige zu tun. Den Soldaten wurde sicher nicht gesagt wir fallen in Russland ein da es Spaß macht Menschen zu ermorden. Ihnen wurde ein für sie positiver Grund gegeben an denen sie glaubten.

Nicht selten wird es so dargestellt worden sein, dass man selbst sein Land verteidige oder sich nur zurück hole was einmal dem Land gehört habe.

Ich bin dafür, dass die oberste Führungsebenen bestraft werden, die tatsächlich diese Kriege verantworten. Aber desto weiter runter man geht bis zu den Soldaten die bei dem Kampf nichts anders wollten als ihr Land und ihre Familie zu verteidigen, kann man nichts verteufeln. Sie sollten genauso geehrt werden, wie alle anderen Opfer auch.

Wie schnell man bei solchen Fragen zu Asylanten und AfD abdriften kann... :D

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@TitusPullo

Geht Dir wohl gegen den Strich, dass es da eher gegen die AfD geht und nicht gegen Asylbewerber.

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Danke für deine Antwort hat mir sehr geholfen:)

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Aus deiner Antwort, MichiruKaio, spricht grosses Unwissen.

Ich weiss nicht, ob das Absicht ist (= du lügst dir die Vergangenheit zurecht) oder einfach Ignoranz. 

Beides ist schlimm...

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Dein Opa hat vielleicht subjektiv, aus seiner Froschperspektive, für "Familie und Vaterland" gekämpft.

Aber bei "Vaterland" besteht schon das Problem:

Dieses "vaterland" hat nämlich den Krieg ohne Anlass begonnen, indem es eine ganze Reihe anderer Länder überfallen, erobert und geplündert hat, das damals gültige Kriegsvölkerrecht nicht eingehalten hat, die Zivlibevölkerung misshandelt, versklavt, deportiert und tw. sogar systematisch ermordet hat...

Also wenn dein Opa für sein Vaterland gekämpft hat, dann war er auf dem falschen Dampfer...

Was allerdings stimmt ist, dass man es sich nicht aussuchen konnte, ob man Soldat wurde oder nicht, Männer wurden einfach dazu gezwungen, und viele hatten darauf keine Lust, alleine schon wegen des persönlichen Risikos und der rein körperlichen Unannehmlichkeiten, die das mit sich bringen kann.

Trotzdem finde ich nicht, dass man jetzt Wehrmachtssoldaten ehren soll, weil sie Wehrmachtssoldaten waren, da die Wehrmacht eine verbrecherische Organisation war, die grundsätzlich das gültige Völkerrecht nicht eingehalten hat und zahlreichen unschuldigen Menschen das Leben genommen hat...

Du musst bedenken, dass die Regierung nicht das Vaterland ist, außerdem war die wehrmacht eine Armee wie jede andere zu der Zeit und Kriegsverbrechen hat jedes Land begangen. Und das mit dem Ehren, da habe ich mich falsch ausgedrückt. Danke trotzdem für deine Antwort:)

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@MaxShock1

Du irrst dich.

Die Wehrmacht war nicht eine Armee wie jede andere.

Zuerst hat sie ohne Notwendigkeit Nachbarländer überfallen.

Vor allem hat die Wehrmacht sich grundsätzlich nicht an das damals geltende Kriegsvölkerrecht gehalten. Das ganze System war ein verbrecherisches System, und die Wehrmacht war ein bewaffneter Arm dieses verbrecherischen Systems. Die Wehrmacht hat ja die Politik des Regimes umgesetzt, sofern eine Armee vonnöten war.

z.B. hat Deutschland einen Vertrag geschlossen, dass es ganz sicher keinen Krieg beginnen will, wenn nur das Sudetenland an Deutschland "angeschlossen" wird. Ein paar Monate später hat Deutschland einen Krieg begonnen, indem die Wehrmacht Polen überfallen hat.

Dann hat die Wehrmacht noch mehrere neutrale Länder überfallen und erobert (Dänemark, Norwegen, Benelux).

Deutschland hatte einen Nichtangriffspakt mit der UdSSR, von derselben Regierung geschlossen, trotzdem überfiel die Wehrmacht die Sowjetunion.

In der Sowjetunion war die Wehrmacht nicht ausgerüstet, ihre Soldaten zu ernähren. Das wusste sie, bevor der Krieg begann. Also wurde die Zivilbevölkerung ausgeplündert und dem Hungertod preisgegeben, damit die braven deutschen Soldaten essen konnten.

Kriegsgefangene der Roten Armee wurden nicht ernährt und auch massenhaft ermordet.

Nein, wenn du der Meinung bist, dass die Wehrmacht nicht schlimmer war als jede andere Armee der Welt, dann täuscht du dich.

Schade, dass dein Opa dich so tatsachenwidrig indoktriniert.

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@Inasmuchas001

Manchmal habe ich das Gefuehl, dass viele die hier so einen Bloedsinn verbreiten,tatasaechlich glauben was sie schreiben.Es geht Ihnen einfach nicht in den Kopf, das fast alle damaligen Volksgenossen, nach einer kurzen  Zeit  der Skepsis vollkommen pro Hitler waren.Das beste Beispiel sind doch die olympischen Spiele damals in Berlin. In nur 3 Jahren war es den nazis gelungen, die Jugend derart zu formen und zu begeistern, das sie das Aeusserste an Leistung zu geben bereit war und es tatsaechlich schafften, die Spiele fuer Deutschland haushoch zu gewinnen.Dieser Wille zum Kampf und Sieg setzte sich danach fort, in der Wehrmacht,    bestehend aus den Truppenteilen des Heeres, der Luftwaffe und der Marine,mit allen Ihnen angeschlossenen Hilfsorganen,und den SS Verfuegungstruppen, der spaetern Waffen SS.Dieses ewige Geschwaetz von den boesen Deutschen, die die armen Polen ueberfallen haben,kann ich nicht mehr hoeren, denn keiner fragt danach was Hitler den Polen alles angeboten hat,um diesen Krieg zu vermeiden.Alles nur um eine Verbindung nach Ostpreussen zu erhalten, nachdem die Allierten, dieses Stueck Deutschlands vom Reich getrennt hatten,damit Polen eine Verbindung zur Ostsee bekam.

Tareq A.

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@Yankors

Gute Antwort. Ergänzung:

Ich war 12, als in Berlin die olympischen Spiele stattfanden. Fernsehen gab es noch nicht. Aber Kino. Dort wurde in einem Film ausführlich über die Spiele berichtet.

In dem Film wurde gezeigt, wie der "Führer" ins Stadion einzog. Die ganze Welt jubelte ihm zu. Mit 12 lässt du dich von so etwas begeistern und fragst nicht, ob das wirklich so war.

Diese alten Filme gibt es noch.

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Man kann schon verstehen, dass viele nicht den Mut hatten, die Ausführung von Befehlen der Nazis zu verweigern. Aber ein Grund, sie deshalb zu ehren, ist es nicht. Ehren sollte man eher die, die diesen Mut hatten.

Die Frage ist was der Befehl ist und vor allem welche Folgen er hat. Der Soldat der nicht die Gaskammer bedient hat, wäre sehr wahrscheinlich selbst im schlechtesten Falle sogar mit seiner Familie in eben dieser gelandet. Wärst du tatsächlich so selbstlos dein eigenes Leben und das deiner Familie zu Opfern für komplett Fremde? Ich möchte mich selbst als einen guten Menschen sehen. Doch um ehrlich zu sein, wenn es darum geht meine Familie und Freunde, Fremde oder mich selbst zu schützen würde doch in erster Linie die Priorität bei der eigenen Familie und Freunde liegen. Es hört sich finster an, doch es ist eine Tatsache. Um meine Familie zu schützen würde ich alles mögliche versuchen und im schlechtesten Falle heißt dies zu Zeiten der NSDAP oder DDR auch den Mund zu halten und das zu tun was von einem erwartet wird.

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@MichiruKaio

Nein, Michiru Kaio, das wurde von Historikern ausgiebig untersucht und widerlegt:

Jemand, der einen Mordbefehl verweigert hat, wurde nicht selber erschossen oder so...

Es passierte nichts...

Das ist einfach eine Schutzbehauptung, mit der sich viele Deutsche nach dem Krieg aus der Verantwortung zu stehlen versuchten, besonders die, die Dreck am Stecken hatten...

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Danke für die vielen Antworten, doch wie schon gesagt, habe ich ANFANGS oft Pauschalisiert, aber nach dem ich mich mit den Fakten auseinander gesetzt habe war ich der Meinung, dass man an die Soldaten Gedenken sollte, doch ich wollte hier nur nachfragen ob es nicht doch verwerflich ist.

Ich bin mir sicher man darf das.

Vielleicht dürftest du nur speziell auf die, die es vor Angst getan haben machen und nicht von Plural "alle" sprechen

Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag.

Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen.

Nein.

Allerdings sollte man besser aller Toten aller Kriege gedenken - und genau dafür haben wir den Volkstrauertag.

Danke für deine Antwort:)

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Das ist eigentlich auch noch ein guter Trick: Man wirft einfach alle zusammen, dann kann man für die Kriegsverbrecher gleich auch mittrauern...

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@Inasmuchas001

Mal wieder DEINE typische Masche, Accountowner? DEIN typischer Trick?

An dieser Antwort war ja nun wirklich nichts auszusetzen.

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"Man soll nicht an die gefallenen deutschen Soldaten des 2. Weltkriegs denken??"

Ich weiß nicht, wo du das überall gelesen hast. Aber es ist so pauschal gesagt, auf jeden Fall falsch!

Viele Soldaten waren keine Nazis und hatten überhaupt keine Alternative zum Soldatenleben. Es sei denn sie hätten als Kriegsdienstverweigerer ein Leben im Konzentrationslager oder in einer anderen Strafeinheit vorgezogen.

Dazu hat aber vielen der Mut gefehlt. - Frage dich einmal selbst, ob du selbst diesen Mut gehabt hättest?

Ich habe anfangs von sowas nichts gewusst und mir wurde gesagt, dass alle böse waren, doch als ich mich mehr über die Geschichten befasst habe und auch meine Großeltern gefragt habe, wurde mir klar, dass dies falsch ist. Den Mut hätte ich nur gehabt wenn viele sich mit mir gegen die Regierung gestellt hätten, doch es war sicher schwer Anhänger zu finden 

Danke übrigens für deine Antwort :)

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Du glaubst doch nicht im Ernst, dass jeder Soldat ein überzeugter Nazi war.

Im Volkssturm wurden die Alten und Kinder verheizt. Waren das auch alles Nazis bei dir?

Die meiszen waren auch nur Opfer...

Anfangs wurde mir immer erzählt, dass alle deutschen Soldaten nazis waren, doch als ich mich mehr mit den Geschichten und Fakten auseinander gesetzt habe und auch meine Verwandten gefragt habe, wurde mir irgendwie klar, dass dies nicht sein, konnte deswegen suche ich hier um rat

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@MaxShock1

Die Jungs hatten damals die Wahl. Wehrmacht od Erschiessen/Lager. Macht sie das zu Nazis???

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@turnmami

Das ist doch einfach wirres Zeug.Es zeigt einmal mehr das die, die diese Zeit nicht selbst erlebt haben, ein nur von der Nachkriegspropaganda und derUmerziehung     (Reeducation)gepraegtes Weltbild haben.Wenn jemand hier von der Wahl zwischen Wehrmacht und Erschiessung/Lager spricht,dann ist das schlichtweg  nicht richtig.Einerseits gab es eine allgemeine Wehrpflicht, wie zu dieser Zeit in fast allen europaeischen Staaten, die Verweigerung diese Pflicht war verboten, auch Gewissens Gruende wurden weder akzeptiert noch toleriert.Deshalb wurde diese Leute aber nicht sofort deswegen erschossen.Nur ganz hartnaeckigen Verweigerern drohte Strafe.Der Dienst als Soldat mit der Waffe in der Hand, galt, nach den damaligen Masstaeben und der politischen Weltanschauung, als ehernhafte Pflicht im Dienst des Vaterlandes.Ich verstehe zwar genau, das die Nachkriegsgenerationen, diese sogenannte Ehrenpflicht alsVolksverdummmung abtun, sie koennen und sollen auch gar nicht,sich in eine derartige Situation hinein versetzen.Trotzdem sollten wir alle versuchen sich in die Hirne unserer Grossvaeter und Vaeter hineinzuversetzen, warum mit ihrer Hilfe und ihrem Jubel alles soweit gekommen ist.An einem Krieg wie dem 2. Welkrieg  waren Alle  gleichermassen beteiligt und schuld.Kriegsverbrechen wurden von allen Beteiligten begangen, auf die eine oder andere Weise, je nach Volkszugehoerigkeit , Erziehung und Gesinnung, mehr oder weniger bestialisch. Nach  dem 30 Jaehrigen Krieg im westfaelischen Krieg, hatten die Beteiligten eine Sternstunde, als sie  einen Frieden fuer alle und ein komplette Vergebung aller in dieser Zeit ausgefuehrten Schandtaten verkuendeten..Das wurde 1945 versaeumt, es herrschte nur Hass und Rachejustiz, schuldig waren nur die Verlierer und so wurde auch gerade dadurch in den von uns befreiten Gebieten, eine Rachejustiz losgetreten, die ihresgleichen sucht, bei der man keinen UNterschied machte, zwischen wirklich Schuldigen und einfachen unpolitischen deutschen Mensch,Es wurde alles was deutsch war ueber einen Kamm geschoren, Frauen, Kinder alte Menschen und Kranke bzw. Verwundete, sowie das gesammte Pflegepersonal erbarmungslos qualvoll ermordet.Dabei denke ich an die CSR, da ich diese Treibjagden auf DEutsche persoenlich erlebt habe.

Tareq A.

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@MaxShock1

Nicht mal alle SS Mitglieder waren Nazis, bzw. in der NSDAP .Sie waren allerdings Hitlers Praetorianer, die die NS Ideologie in sich aufgenommen hatten und daran glaubten.Auch darueber gibt es ein gutes Buch ,mit dem Titel:"Die guten Glaubens waren" Hier schreiben so viele, die alles nur vom HoerenSagen kennen, oder sichdurch die Nachkriegsliteratur ihr Weltbild geschaffen haben.Ich habe diese fuer alle so furchtbare Zeit , wenn auch als Kind miterlebt,und kann heutesagen die Reeducation hat tatsaechlich funktioniert.Die Deutschen sind die Boesen,die groessten Menschehschlaechter Polen Tschechen und Jugoslawen sind die Guten.

Tareq A.

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Nein!

Auf keinen Fall! Das waren auch nur Menschen, die verdammt tapfer die Grenzen des machbaren ausgereizt haben und von einem Wahnsinnigen in den Tod getrieben wurden!

Kleiner Nachtrag.

Wer meint, man sollte die gefallenen Soldaten nicht ehren, der sollte alljährlich in die Normandie gehen. Dort werden an den Gräbern die Gefallenen geehrt, ohne Rücksicht auf ihre Nationalität.

Laut der Gesellschaft schon. Es ist ausserdem zu 100% Falsch dein Land zu moegen und etwas an Leuten die nicht Deutsch sind zu kritisieren! 

Ok Danke für deine Antwort:)

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Was dein Opa dir erklärte, war für die mehrzahl deutschen Wehrmachtspersonal wahr. Sie sollen für ihre Tapferkeit und Treue erinnert und geehrt. 

Für die Treue zu Adolf Hitler?

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@liesl1303

Wenn ich DIESE Begriffe im Zusammenhang mit Nazi-Deutschland höre, überkommt mich Übelkeit.

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