Ist es eine gute Idee mit Anfang 30 nochmal in einer WG zu leben?

4 Antworten

Das Alter spielt keine Rolle. Klar kannst du auch mit 30 in einer WG leben. Die Frage ist nur, ob du das willst. Ich selber bin froh, daß ich mir eine eigene Wohnung leisten kann, für die ich allein die Verantwortung habe und wo ich mich zurückziehen kann.

Wenn du das Gefühl hast dass es dir Spaß machen würde dann tu' es. Ich habe auch bis Mitte 30 in einer WG gewohnt und mache es im Prinzip noch immer. Voraussetzung ist, dass du und deine Mitbewohner ungefähr die selben Vorstellungen von diesem Zusammenleben haben. In einer WG zu leben kann durchaus zu einer neuen Lebenseinstellung führen. Speziell dann wenn man lange allein gelebt hat. Die Macken schleifen sich wieder ab, man muss auf die anderen eingehen, durchaus auch Kompromisse annehmen. Als Singel gerät man in Gefahr zum Eigenbrödler zu werden. In einer WG hingegen könnte man ein anderes Sozialverhalten erfahren (und auch erlernen). Gesellschaftlich ist eine WG im Hinblick auf überhöhte Mieten, Wohnungsmangel und soziale Vereinsamung eine ungemein sinnvolle Sache.

Seht zu, dass jeder seinen abgeschlossenen Lebensbereich hat und einfach mal die Tür hinter sich zumachen kann ohne deswegen in einer Besenkammer eingesperrt zu sein. Wenn die WG nicht aus finanziellen Gründen eingegangen wird kann man sich so vielleicht eine Wohnung leisten von der man alleine nur träumen könnte.

Es könnte für dich ein interessantes Experiment werden und wenn du die richtigen Leute findest auch noch eine tolle Erfahrung.

Warum denn auch nicht!

Es gibt Leute, die gründen noch als Rentner eine WG.

Wenn Du für Dich denkst, daß Du Dich auch den Zwängen, die damit verbunden sind, unterwerfen kannst - mach's doch! Ob man das macht, sollte bei keiner einzigen Lebensentscheidung maßgeblich sein!

Ich habe übrigens eine Wohnung, in der aus unterschiedlichen Gründen die Menschen zu einer WG zusammenkommen. Und da sind nicht nur 20jährige bei.

Mit Freund während des Studiums zusammenziehen?

Hey,

mein Freund hat im Sommer ein Jahr lang am anderen Ende der Welt gelebt (Work and Travel), ich habe in dieser Zeit angefangen zu studieren, dafür bin ich auch in ein anderes Bundesland gezogen. Mein Freund möchte sich gerne auch an meiner Uni anschreiben und wir überlegen ob wir zusammen ziehen sollten.

Ich bin mit meiner WG nicht hundertprozentig zufrieden, es geht aber es gibt nun mal ziemlich oft Stress, überdurchschnittlich viel eigentlich. (Wie bei Freunden, die einfach nicht permanent ohne Ablaufsdatum aufeinander hocken können, sondern ein konkretes Ende brauchen, sind von den Eigenschaften auf Dauer nicht so die gute Zusammensetzung. Bei uns wechseln die Mitbewohner auch ziemlich häufig oder es sind immer mal wieder ein paar langfristige Gäste da, da wir alle einen Freund oder eine Freundin im Ausland haben und viele auch oft ins Ausland gehen.)

Das Zusammenziehen betrachten wir jetzt vor allem aus praktischen Gründen als eine Überlegung wert, da unser Studienplatz zum Wintersemester sehr überlaufen ist von vielen neuen Studenten, die auf WG-Suche sind. Eine gemeinsame Wohnung scheint uns wahrscheinlicher zu finden, als zwei neue WGs zu finden außerdem könnte er während der Suche erst einmal in meiner WG in meinem Zimmer wohnen (wäre kein Problem für meine Mitbewohner) und ich könnte mich auch von dieser WG lösen.

Bevor wir uns wegen seines Auslandjahres nicht mehr sehen konnten, haben wir auch schon sehr viel Zeit verbracht. Wir haben uns beide während unseres Nebenjobs in einer Diskothek verliebt. Die ungewöhnlichen Arbeitszeiten haben dann oft dafür gesorgt, dass wir jedes Wochenende und auch oft unter der Woche beim Anderen gewohnt haben.

Vielleicht habt ihr ja etwas ähnliches (mit-)erlebt und könnt mir davon zu- oder abraten, würde mich freuen! Danke im Voraus!

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Unabhängig von Eltern?

Hilfe, meine Eltern wollen über mein ganzes Leben entscheiden! Ich bin w., Anfang 20, studiere und war 1 Jahr im Ausland. Als Studentin habe ich 3 Jahre allein gewohnt, jedoch finanziert von den Eltern, da ich kein Bafög bekomme. Ich hab mich in der Zeit, in der ich allein gelebt habe sehr entwickelt und bin selbstständiger geworden, meine Eltern jedoch wollen immer noch über alles bestimmen, was ich tue. Sie wollen mir vorschreiben, wie ich mein Studium zu machen habe, wann und wo ich mich danach bewerben soll, wo ich wohnen soll und und und. Wenn ich ihnen sage, was ich eigentlich will, dann wollen sie es mir ausreden oder hören gar nicht erst drauf. Ihnen ist es nur wichtig, dass ich nach dem Studium gleich viel Geld verdiene. Geld ist ihnen allgemein wichtiger, als alles andere. Für sie besteht glückliches Leben darin viel Geld zu verdienen, um sich damit Kleidung, Schmuck, Luxus zu kaufen. Ich möchte nach dem Studium erstmal eine Familie gründen, da ich mich gerade in dem richtigen Alter fühle und mit meiner Beziehung zufrieden bin. Mein Freund unterstützt mich voll und ganz, arbeitet gut und würde alles tun, damit es uns gut geht. Meine Eltern meinen, es würde mit Ende 20, Anfang 30 erst okay sein Kinder zu bekommen. Wenn ich ihnen erkläre, dass ich unabhängig von ihnen leben will, bekomme ich nur sowas zu hören wie: "Wir haben dir alles gegeben und nun zeigst du uns, dass du uns nicht einmal liebst.". Dann bekomme ich jedes Mal ein schlechtes Gewissen eingeredet. Ich will aber nicht, dass meine Eltern mir vorschreiben, wie ich zu leben habe, will aber auch nicht, dass sie beleidigt sind, wenn ich was anderes will, als sie. Wie soll ich ihnen nur erklären, dass ich über mein eigenes Leben selbst entscheiden will, ohne dass sie dann gleich beleidigt sind?

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