Ist das Thomasevangelium mit der Logienquelle gleichzusetzen?

8 Antworten

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Als das Thomasevangelium entdeckt wurde, gingen manche Wissenschaftler tatsächlich davon aus, es könne mit der hypothetischen Logienquelle identisch sein. Heute nimmt man aber in der Regel ein späteres Abfassungsdatum an. Auch enthält das Thomasevangelium gnostisch anmutende Textstellen, die sich nicht in den Evangelien nach Matthäus und Lukas wiederfinden. Damals existierte aber noch keine mächtige Kirche, die den Evangelisten vorschreiben konnte, was sie in ihren Büchern schreiben durften, und was nicht. Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass das Thomasevangelium den Evangelisten Matthäus und Lukas als Quelle diente.

Das Johannesevangelium ist ein rätselhaftes Buch: es enthält eine sehr weit entwickelte Theologie, die sich deutlich von den drei älteren Evangelien unterscheidet. Niemand weiß mit Sicherheit, wer das Johannesevangelium wirklich geschrieben hat, und woher die Autoren ihre Informationen bezogen. Der Text selbst legt nahe, dass es sich um mehrere Autoren handelt, die ihr Evangelium nach den Worten und Erinnerungen eines namentlich nicht genannten Apostels verfassten. Dieser Apostel (im Buch selbst nur als "Jünger, den Jesus liebte" bezeichnet) wird in der Kirchentradition als Johannes identifiziert. Aber auch das ist bestenfalls Spekulation. Fest steht nur: die Autoren haben gänzlich andere Quellen genutzt als "Markus", "Matthäus" und "Lukas". Ob es sich dabei wirklich um einen Zeugen der Ereignisse um Jesus handelte, wissen wir nicht. Es kann aber zumindest nicht ausgeschlossen werden.

Gerade diese Behauptung, dass das Evangelium die Erinnerungen eines Weggefährten Jesu enthält, haben ihm wohl seinen Platz in der Bibel gesichert. Da war man in der Kirche auch gern bereit, über die zahlreichen Widersprüche zu den Synoptikern hinwegzusehen.

Was meinst du mit Engel und Apokalypse? Beziehst du dich damit auf die Johannesoffenbarung? Vorsicht: dieser Johannes ist mit ziemlicher Sicherheit nicht der selbe, der das Evangelium verfasst hat!
Zum einen identifiziert sich der Autor nicht als Apostel oder Evangelienschreiber. Zum anderen verwendet er eine deutlich andere Ausdrucksweise und Theologie. Und zum anderen schreibt er in fehlerhaftem Griechisch - während das Johannesevangelium und die drei Johannesbriefe eine tadellose Sprache aufweisen.

Man kann also feststellen: das Johannesevangelium und die drei Johannesbriefe haben mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit den selben Autor. Das merkt man selbst im Deutschen, denn die Wortwahl ist in all diesen Werken auffällig ähnlich. Die Offenbarung unterscheidet sich erheblich von allen übrigen NT-Dokumenten und geht somit wahrscheinlich auf einen anderen Johannes zurück. Der Name war damals beliebt und offenbar recht weit verbreitet.

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Sehr hilfreich, danke dir. Ich dachte die Offenbarung wäre Teil des Johannesevangeliums

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Nein, die Offenbarung ist ein separates Werk und stellt das letzte Buch des Neuen Testamentes und der gesamten Bibel dar :)

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@Indecisive

Auch das stimmt nicht. Die Bücher der Bibel sind nicht chronologisch angeordnet.

Die wirklich letzten Bücher waren:

Das Johannesevangelium und die drei Johannesbriefe, wobei die Reihenfolge hier nicht berücksichtigt ist.

Die Offenbarung wurde noch davor geschrieben.

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Mit "letztes Buch" meinte ich, dass es am Schluss steht. Dass die Bibel nicht streng chronologisch aufgebaut ist, weiß ich. Das Markusevangelium ist ja laut Wissenschaft auch älter als das von Matthäus, trotzdem steht es hinter ihm.

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>Wie glaubwürdig sind die Evangelien?

„Die Evangelien müssen heute als Produkt frühchristlicher Legendenbildung gelten“ (Burton L. Mack, emeritierter Professor für neutestamentliche Bibelwissenschaft).

MIT dieser Ansicht steht der zitierte Professor nicht allein da. Es gibt eine ganze Reihe von Gelehrten, die die Evangelien — die Bibelberichte von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes über das Leben und Wirken Jesu — mit einem großen Fragezeichen versehen haben.

Warum behaupten manche, es handle sich dabei um Legenden? Sollte man etwas auf diese Meinung geben und die Evangelien mit Skepsis betrachten? Untersuchen wir den Sachverhalt etwas genauer.

Die Glaubwürdigkeit angezweifelt

In den ersten 17 Jahrhunderten unserer Zeitrechnung wurde die Glaubwürdigkeit der Evangelien nie ernsthaft angezweifelt. Vor allem aber seit dem 19. Jahrhundert ist von etlichen Gelehrten behauptet worden, die Evangelien seien nicht auf göttliche Eingebung zurückzuführen, sondern von Menschen ausgedacht worden.

Man hat auch bestritten, dass die Evangelisten ihre Informationen über Jesus aus erster Hand hatten, und ihnen die Fähigkeit abgesprochen, zuverlässige Geschichte geschrieben zu haben.

Weil sich die ersten drei Evangelien — auch „synoptische Evangelien“ genannt (nach dem griechischen Wort für „gleiche Sicht“) — in Aufbau und Inhalt sehr ähneln, hat man zudem geschlussfolgert, die Evangelisten hätten ausgiebig voneinander abgeschrieben. Und die Wunder Jesu sowie seine Auferstehung, wie in den Evangelien beschrieben, sind rundweg geleugnet worden. Manche haben sogar in Abrede gestellt, dass Jesus überhaupt je gelebt hat!

Diese Kritiker sind auch davon ausgegangen, Markus müsse als Erster ein Evangelium verfasst haben, weil bei ihm so gut wie keine Inhalte zu finden seien, die nicht auch Matthäus und Lukas verwendet hätten.

Diese beiden wiederum sollen für ihre Evangelien bei Markus abgeschrieben sowie ergänzend auf eine sogenannte Logien- oder Redequelle (abgekürzt mit „Q“) zurückgegriffen haben.

Wie der Bibelgelehrte A. F. J. Klijn bemerkt, wurden die Evangelisten durch diese populäre Hypothese „zu bloßen Sammlern einzelner Geschichten degradiert“. Stimmte diese „Zweiquellentheorie“, müsste man ihnen ja Diebstahl geistigen Eigentums und Legendenbildung vorwerfen. Der Glaube an den göttlichen Ursprung der Bibel ist dadurch jedenfalls untergraben worden (2. Timotheus 3:16).

Waren die Evangelisten Plagiatoren?

Ist denn die Ähnlichkeit der synoptischen Evangelien zwangsläufig ein Beleg dafür, dass die Verfasser einfach voneinander abgeschrieben haben? Nein. Warum nicht?

Zum einen hatte Jesus seinen Jüngern versprochen, der heilige Geist werde sie „an alle Dinge erinnern“, die er ihnen gesagt hatte (Johannes 14:26). Da leuchtet es ein, wenn so manches, was die Evangelisten aufschrieben, Erinnerungen an die gleichen Ereignisse waren.

Es ist durchaus nicht auszuschließen, dass ein Bibelschreiber die Texte eines anderen nachlas oder darauf verwies, aber das lässt eher auf sorgfältiges Nachforschen schließen als auf geistigen Diebstahl (2. Petrus 3:15).

Zum anderen gilt zu berücksichtigen, wie das Anchor Bible Dictionary erklärt, dass es damals „üblich war, Überlieferungen mündlich weiterzugeben, und sich damit leicht erklären ließe, weshalb man die denkwürdigen Reden Jesu praktisch im gleichen Wortlaut aufgezeichnet findet“.

Lukas erklärte, er habe mit vielen Augenzeugen gesprochen und sei „allen Dingen von Anbeginn genau nachgegangen“ (Lukas 1:1-4). Hört sich das nach geistigem Diebstahl oder Legendenbildung an? Ganz im Gegenteil!

Nach einem gründlichen Studium seiner Schriften kam der Archäologe William Ramsay zu dem Schluss: „Lukas ist ein Historiker ersten Ranges: Nicht nur, dass seine Tatsachenberichte verbürgt sind, er besaß auch ein echtes Gespür für Geschichtsschreibung . . . Dieser Autor muss zu den ganz großen Historikern gerechnet werden.“

Im Übrigen lässt das Zeugnis früher Kirchenväter wie das des Theologen Origenes aus dem 3. Jahrhundert darauf schließen, dass der Apostel Matthäus der Erste war, der ein Evangelium verfasste.

Origenes schrieb: „Zuerst wurde das Evangelium nach Matthäus, dem früheren Zöllner und späteren Apostel Jesu Christi, für die Gläubigen aus dem Judentum in hebräischer Sprache geschrieben.“ Als Apostel und Augenzeuge hatte es Matthäus wohl kaum nötig, bei Markus — der kein Augenzeuge war — abzuschreiben!

Worauf stützt sich denn die Behauptung, Matthäus und Lukas hätten von Markus und einer angeblichen Quelle „Q“ abgeschrieben?

Wurde das Markusevangelium als Erstes verfasst?

Für die Theorie, das Markusevangelium sei als Erstes verfasst und von Matthäus und Lukas als Quelle genutzt worden, „gibt es keinen hieb- und stichfesten Einzelbeweis“, räumt das Anchor Bible Dictionary ein.

Trotzdem wird sie von vielen Gelehrten vertreten mit dem Argument, das Markusevangelium enthalte so gut wie nichts, was nicht auch bei Matthäus und Lukas zu finden sei.

So schrieb zum Beispiel Johannes Kuhn, ein Bibelgelehrter des 19. Jahrhunderts und Verfechter dieser Theorie, man müsse sich ja sonst „denken, Markus habe die beiden Rollen des Matthäus- und Lukas-Evangeliums in kleine Theile zerschnitten, diese in einem Topfe untereinander gemengt, und aus dieser Mischung sein Evangelium hervorgehen lassen“.

Dass das Markusevangelium vergleichsweise wenige Informationen enthält, die nicht auch bei den anderen zu finden sind, kann eigentlich kaum überraschen, denn es ist das kürzeste der vier Evangelien. Aber das ist noch lange kein Beleg dafür, dass es als Erstes verfasst worden sein muss.

Davon abgesehen trifft die Behauptung, bei Markus kämen keine eigenständigen Informationen vor, auch gar nicht zu. Über 180 Passagen und faszinierende Details aus diesem packenden, lebendigen Bericht über Jesu Wirken sind bei Matthäus und Lukas nicht zu finden! Das Markusevangelium ist durchaus eine einzigartige Schilderung des Lebens Jesu (dazu auch der Kasten auf Seite 13).

Und die Quelle „Q“?

Was hat es mit der Quelle „Q“ auf sich, aus der Matthäus und Lukas angeblich geschöpft haben? Der Religionsprofessor J. M. Robinson erklärte: „ ‚Q‘ ist zweifelsohne der wichtigste christliche Text, den wir haben.“

Über diese Aussage kann man sich nur wundern, wenn man bedenkt, dass heute nirgendwo eine Quelle „Q“ existiert und niemand beweisen kann, dass sie überhaupt je existiert hat — und das, obwohl Gelehrte behaupten, davon müssten mehrere Exemplare in Umlauf gewesen sein. Nebenbei bemerkt findet sich auch bei den Kirchenvätern kein einziges Zitat daraus.

Die Vermutung, es habe eine Quelle „Q“ gegeben, stützt sich auf die Hypothese, das Markusevangelium sei als Erstes verfasst worden. Worauf läuft das denn hinaus, wenn nicht auf den Versuch, eine unbewiesene Annahme mit einer anderen unbewiesenen Annahme zu begründen?

Bei solchen Theorien ist man gut beraten, an den Bibelspruch zu denken: „Nur ein gedankenloser Mensch glaubt jedes Wort! Der Vernünftige prüft alles“ (Sprüche 14:15Hoffnung für alle).

Die Evangelien: authentisch und glaubwürdig

Solche reinen Mutmaßungen und unbewiesenen Behauptungen von Bibelkritikern haben viele Menschen davon abgehalten, sich genauer mit den Evangelien zu beschäftigen.

An diesen glaubwürdigen Berichten über Jesu Leben und Wirken sowie seinen Tod und seine Auferstehung wird deutlich, dass die Urchristen all das nicht für Legenden hielten. Dafür, dass es sich wirklich so abgespielt hatte, gab es Hunderte von Augenzeugen.

Jenen ersten Christen, die sich verfolgen ließen, ja sogar ihr Leben riskierten, war völlig klar, wie sinnlos die Nachfolge Jesu gewesen wäre, hätte es sich bei seinem Wirken und seiner Auferstehung um reine Fiktion gehandelt (1. Korinther 15:3-8, 17, 19; 2. Timotheus 2:2).

Zu der Kontroverse um die ominöse, verschollene Quelle „Q“ und die Hypothese, das Markusevangelium sei als Erstes geschrieben worden, erklärte der Theologieprofessor G. W. Buchanan: „Setzt man sich beim Studium der Bibel zu sehr mit Hypothesen zu ihrer Entstehung auseinander, kommt leicht der eigentliche Text zu kurz.

Das passt zu dem Rat des Apostels Paulus an seinen Freund Timotheus, keinen „unwahren Geschichten und Geschlechtsregistern Aufmerksamkeit zu schenken, die zu nichts führen, sondern eher Fragen zur Nachforschung hervorrufen, als etwas von Gott darzureichen, was mit Glauben in Verbindung ist“ (1. Timotheus 1:4).

Die Evangelien sind glaubwürdig. Sie enthalten verbürgte Berichte von Augenzeugen. Sie stützen sich auf gründliche Nachforschungen. Sie vermitteln ein detailreiches, faszinierendes Bild vom Leben Jesu Christi.

Deshalb können wir wie damals Timotheus nur davon profitieren, wenn wir den Rat des Paulus beherzigen: „Bleibe bei den Dingen, die du gelernt hast und zu glauben überzeugt worden bist.“ Wir haben wirklich allen Grund zu glauben, dass „die ganze Schrift . . . von Gott inspiriert“ ist — die vier Evangelien nicht ausgenommen! (2. Timotheus 3:14-17).

[Kasten auf Seite 13]

Ohne das Markusevangelium wüssten wir nicht, . . .

dass Jesus mit Zorn in die Runde schaute, tief betrübt wegen der Gefühllosigkeit ihres Herzens (Markus 3:5)

dass Jesus den Brüdern Johannes und Jakobus den Beinamen Boanerges gab (Markus 3:17)

dass die Frau mit dem Blutfluss ihr ganzes Vermögen verbraucht hatte (Markus 5:26)

dass Herodias gegen Johannes den Täufer einen Groll hegte und dass Herodes Johannes fürchtete und ihn verwahrte (Markus 6:19, 20)

dass Jesus seinen Jüngern sagte, sie sollten ein wenig ausruhen (Markus 6:31)

dass sich die Pharisäer die Hände bis zum Ellbogen wuschen (Markus 7:2-4)

dass Jesus die Kinder in seine Arme schloss (Markus 10:16)

dass Jesus für den jungen Vorsteher Liebe empfand (Markus 10:21)

dass Petrus, Jakobus, Johannes und Andreas Jesus befragten, als sie mit ihm allein waren (Markus 13:3)

dass ein junger Mann sein leinenes Kleid zurückließ (Markus 14:51, 52)

Darüber hinaus sind zwei Wunder und ein Gleichnis Jesu nur im Markusevangelium zu finden (Markus 4:26-29; 7:32-37; 8:22-26).

Das Markusevangelium enthält noch viele weitere bedeutsame Einzelheiten, die in den anderen Evangelien fehlen. Nimmt man sich die Zeit, bewusst über ihre volle Bedeutung nachzudenken, wird man dieses Evangelium sicher noch viel mehr schätzen lernen.<

(Quelle: „Wachtturm“ 08, 1.10., S. 14)

Liebe Grüsse ...

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Ist der Schreiber des Bibelbuches „Offenbarung“ derselbe Johannes, der das Evangelium und die Briefe in den christl.-griech. Schriften schrieb?

>Wer war dieser Johannes, der im ersten Kapitel als Schreiber der Offenbarung genannt wird? Es wird gesagt, daß er sowohl ein Sklave Jesu Christi als auch ein Bruder und Teilhaber an der Drangsal war und daß er auf der Insel Patmos in Verbannung lebte.

Er war seinen ersten Lesern offensichtlich gut bekannt, weshalb eine weitere Identifizierung nicht nötig war. Es muß sich um den Apostel Johannes handeln.

Diese Schlußfolgerung wird von den meisten frühchristlichen Historikern gestützt.

Papias, der in der ersten Hälfte des zweiten Jahrhunderts schrieb, war der Meinung, das Buch sei apostolischen Ursprungs.

Justin der Märtyrer, der im zweiten Jahrhundert lebte, schrieb in seinem Dialog mit dem Juden Tryphon (LXXXI): „Ferner hat einer, der bei uns war, Johannes hieß und zu den Aposteln Christi gehörte, in einer Offenbarung prophezeit.“

Irenäus sagt ausdrücklich, daß der Apostel Johannes der Schreiber war, auch Klemens von Alexandria und Tertullian (spätes zweites und frühes drittes Jahrhundert) bestätigen das.

Origenes, ein hervorragender Bibelgelehrter des dritten Jahrhunderts, schrieb: „Johannes endlich, der an der Brust Jesu gelegen, hinterließ e i n Evangelium . . . Er schrieb die Apokalypse.

Was erklärt den unterschiedlichen Stil der Offenbarung, verglichen mit den anderen Schriften des Johannes?

Die Tatsache, daß in den anderen Schriften des Johannes so viel Nachdruck auf Liebe gelegt wird, bedeutet nicht, daß Johannes die eindrucksvolle, dynamische Offenbarung nicht geschrieben haben könnte.

Er und sein Bruder Jakobus waren einmal so empört über die Leute in einem Dorf der Samariter, daß sie Feuer vom Himmel herabrufen wollten. Darum erhielten sie auch den Beinamen „Boanerges“, das heißt „Donnersöhne“ (Mar. 3:17; Luk. 9:54).

Die Verschiedenheit im Stil sollte keine Schwierigkeiten bereiten, wenn man bedenkt, daß der Inhalt der Offenbarung ein ganz anderer ist. Was Johannes in diesen Visionen sah, war einmalig, so etwas hatte er noch nie gesehen.<

(Quelle: „Inspiriert“-Buch, S. 263, 264)

—————

Zum „Thomas-Evangelium“:

Dieses „Evangelium“ gehört zu den Apokryphen und gilt NICHT als von Gott inspiriert, weil es Geschichten enthält, die dem übrigen Bibelkanon widersprechen und auch Geschichten, die nirgendwo bestätigt werden.

So soll Jesus als kleines Kind Vögel aus Ton verfertigt und sie lebendig gemacht haben.

Ausserdem soll Jesus gesagt haben, er werde Maria männlich machen, damit sie in das Königreich der Himmel eingehen könne.

Im Kindheitsevangelium nach Thomas wird Jesus als ein bösartiger Junge dargestellt, der mit voller Absicht den Tod eines anderen Kindes bewirkte.

Liebe Grüsse ...

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Wieso verstehen manche nicht das Jesus Gott ist?

Thomas spricht ihn als Gott an(er hat ihn nicht korrigiert):

Johannes 20
28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 29 Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt. Glückselig sind, die nicht gesehen und doch geglaubt haben!

Damit ist Jesus gemeint:

Johannes 1,1 und 1,14: 
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. - Und das Wort ward Fleisch(Jesus) und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. 

Jesus selbst sagt, er ist Gottes Sohn:

Lukas 22
70 Da sprachen sie alle:    Bist du denn Gottes Sohn? Er aber sprach zu ihnen:    Ihr sagt es, denn ich bin's.

GOTT der VATER selbst spricht Jesus als Sohn an:

Matthäus 17
5 Als er noch so redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach:    Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören! 

Warum wurde Jesus überhaupt gekreuzigt? Weil er behauptete Gottes Sohn zu sein und sich somit Gott gleich machte, er und der Vater sind eins:

Johannes 5
17 Jesus aber antwortete ihnen:    Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke. 18 Darum nun suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat aufhob, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte und sich so selbst Gott gleich machte. 
Johannes 10:30
Ich und der Vater sind eins.

Jesus sagte, er sei vor Abraham schon da gewesen. Wie kann das sein? Wenn er doch nur ein Mensch ist? Weil er GEIST war und zu Fleisch wurde. Er ist das WORT GOTTES, er ist der SOHN GOTTES, er ist GOTT, der mensch wurde(Johannes 1,1) :

Johannes 8:
56 Abraham, euer Vater, jubelte, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich. 57 Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen? 58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich. 

Wie konnte Jesus uns über das Himmelreich erzählen? Gleichnisse stellen und so weiter?:

Jesus war schon da, ehe die Welt überhaupt erschaffen wurde. Er lebte im Himmelreich mit seinem Vater und den Engeln. Er ist GOTTES SOHN, er ist GOTT.

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Wo in der Bibel sagt Gott von Sich Selbst, dass Er ein dreieiniger Gott ist, und wo wird es Ihm nur zugeschrieben?

Abgesehen von diesen Bibelstellen:

 1. Johannes 5, 7: "Denn drei sind es, die Zeugnis ablegen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins; und drei sind es, die Zeugnis ablegen auf der Erde: der Geist und das Wasser und das Blut, und die drei stimmen überein."

Heute ist zweifelsfrei bewiesen, dass der Vers in 1. Johannes 5, 7 im Mittelalter von der Katholischen Kirche hinzugefügt wurde.

Matthäus 28, 19: "Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes"

Diese dreigliedrige Formel steht nur an dieser Stelle im Neuen Testament. IN DEN URTEXTEN DES 1. JAHRHUNDERTS DÜRFTE SIE JEDOCH NOCH NICHT AUFSCHEINEN, da sie bis zum Konzil von Nicäa nur beschränkt verbreitet war (wie z.B. aus den vor-nicäanischen Schriften des Eusebius von Cäsarea hervorgeht).

Weil dieser Sachverhalt aber erst in neuerer Zeit ans Licht kam, hat man vorerst in der Jerusalemer Bibel von 1965, die in einem Rom nahe stehenden Verlag herauskam (HERDER – Imprimatur - Freiburg im Breisgau, den 24.August 1965, Der General Vikar: Dr. Föhr): Einführungen und Anmerkungen zu Matth. 28,16-20: „Die Trinitarische Taufformel hat sich in der frühen Kirche aus der einfachen Formel „auf den Namen Jesu“ entwickelt.“

http://dreieinigkeitslehre.de/matthaus-28-19-taufet-sie-im-namen-des-vaters-und-des-sohnes-und-des-heiligen-geistes/

Der Islam lehnt die Trinität eindeutig ab: "O Volk der Schrift, übertreibt nicht in eurem Glauben und saget von Allah nichts als die Wahrheit. Der Messias, Jesus, Sohn der Maria, war nur ein Gesandter Allahs und eine frohe Botschaft von Ihm, die Er niedersandte zu Maria, und eine Gnade von Ihm. Glaubet also an Allah und Seine Gesandten, und saget nicht: «Drei.» Lasset ab – ist besser für euch. Allah ist nur ein Einziger Gott. Fern ist es von Seiner Heiligkeit, dass Er einen Sohn haben sollte. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist; und Allah genügt als Beschützer." Sure 4,171 f

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Ein persönliches Verhältnis zu Jesus- trotz Ablehnung der Trinitätslehre?

Guten Abend.

Diese Frage richtet sich vordergründig an Gläubige Menschen, welche Jesus als den Sohn Gottes betrachten (nicht Gott selbst).

Die Bibel nennt einige wenige Situationen, in denen gläubige Menschen mit Jesus, nachdem er wieder im Himmel war (!), gesprochen haben — manchmal taten sie das auch mit Engeln (Apostelgeschichte 9:4, 5, 10-16; 10:3, 4; Offenbarung 10:8, 9; 22:20). Die Initiative (!) zu dieser Kommunikation ging jedes Mal vom Himmel aus. Diese Menschen haben zu den Wesen im Himmel aber nicht gebetet. Gebetet haben treue Männer und Frauen ausschließlich zu Gott (Philipper 4:6). (Quellenangabe: bei Bedarf)

  • Matthäus 4:10 > Da sprach Jesus zu ihm: „Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.

  • Kolosser 3:17 > Und was immer ihr tut in Wort oder in Werk, tut alles im Namen des Herrn Jesus, indem ihr Gott, dem Vater, d u r c h ihn dankt.

Meine Frage: wenn aber eine Kommunikation zwischen Jesus und Gläubigen stattfand, müssten sie ein inniges Verhältnis zu Jesus gehabt haben.

Paulus soll mit Jesus ebenso kommuniziert h a b e n, wie einige seiner anderen Jünger.

Es geht mir hier also nicht ums 'anbeten' sondern um ein persönliches Verhältnis zu Christi (kommunikativ)- wobei die Frage aufkäme ob das eine ohne das andere möglich ist.

Paulus, Jakobus und Johannes, hatten generell ein inniges Verhältnis zu Jesus.

Welche Rolle spielt diese vermeintliche Tatsache (Kommunikation nach der Abwesenheit Jesu) für euch?

Was ist eure biblische Begründung, bezüglich einem persönlichen Verhältnis zu Jesus Christus (kommunikativ) mit Einbeziehung dieser vermeintlichen Tatsache? Habt ihr überhaupt ein persönliches Verhältnis zu Jesus?

(Ja/Nein/Warum?)

Danke vorab.

Liebe Grüße

xxPHILOSOPHINxx

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Hallo, ich bin 25 Jahre alt und in einem Christlichen Elternhaus aufgewachsen (Meine Eltern sind bibeltreue Christen und gehen in eine "Frei Christliche Gemeinde") Von Kindesbeinen an, kam ich mit dem Christlichen Glauben in Kontakt. Ich erfuhr das wir Sünder sind und von Gott getrennt sind, doch dieser liebende Gott hat in Jesus Gestalt angenommen (Ist Mensch geworden), kam auf diese Erde, lehrte, starb letzendlich für unsere Schuld am Kreuz und ist am dritten Tage auferstanden. Wenn wir diesen Opfertod annehmen und Jesus um Vergebung bitten werden wir gerettet und kommen nach diesem irdischen Leben zu Gott ins Himmelreich, falls nicht kommen wir in die Hölle, dort werden wir endlose Qualen erleiden und haben keine Chance diesen Ort je wieder zu verlassen. ich wurde älter und hinterfragte das ganze immer mehr. Wie kann ein liebender gerechter Gott soetwas wie eine ewige Hölle zulassen? ich fing an mich mit anderen Lehren (Buddhismus...) und mit Spiritualität zu beschäftigen weil ich tief in mir wusste (und immernoch weiß) das es eine höhrere Macht (Gott?) gibt. Die Frage ist nur ob die Bibel von dieser Macht berichtet oder von einer anderen, gibt es überhaupt eine andere? Sie sehen schon, sehr viele Fragen. Eines Tages erreichten mich Eckhart Tolles Bücher (Habe "Jetzt" Die Kraft der Gegenwart gelesen und bin gerade dabei "Eine neue Erde" zu lesen), schon beim Lesen spürte ich tiefen Frieden und wusste dass ich hier einen Schatz in den Händen halte, er hat mir sehr geholfen das Leben, mich selbst und Gott (Jesus) besser zu verstehen. Auch wie Tolle die Aussagen von Jesus interpretiert macht für mich Sinn, doch gleichzeitig stellten sich mir tausend neue Fragen: Wie denkt Tolle über den Tod? Über die Hölle und den Himmel? Über den Opfertod Jesu und wie interpretiert er folgende Bibelstellen:

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"Wer an ihn (Jesus) glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.�? – Johannes 3,18 (Tolle sagt nie das man an Jesus glauben muss)

“Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.�? (Jesus in Matthäus Kapitel 25, Vers 46) (Was für eine ewige Strafe?? Die Hölle?)

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