Ist Christenfeindlichkeit Rassismus?

6 Antworten

Nein, Christenfeindlichkeit ist kein Rassismus.

Grund: Das Christentum ist keine Rasse. Das gilt auch für andere Glaubensrichtungen und Religionen.

Dazu würde ich unterscheiden, ob jemand das Christentum (= meist das Handeln der großen Kirchen gemeint) oder Christen (= eine Gruppe von Menschen ganz persönlich) meint. Häufig haben Menschen, die mit dem Christentum Probleme haben, nur etwas gegen Fehler der Kirchen und reden dann über Kreuzzüge, Hexenverfolgung, Inquisition, Ablasshandel bis hinzu Missbrauchsfällen. All das ist natürlich fürchterlich, hat aber mit einem biblischen Christsein gar nichts zu tun, denn die Bibel verbietet solche Dinge!

Das ist überhaut der Punkt: Viele, die "Christsein" hassen, kennen die Bibel gar nicht oder haben sie nicht verstanden (dass z. B. das Gesetz des Mose nicht für Christen gilt usw.). Sie zitieren maximal Bibelverse aus dem Kontext, die sie völlig falsch auslegen. Wer sich mal wirklich mit der Bibel beschäftigt, wird feststellen, dass es keinen Grund gibt, Christen zu hassen (außer man ist wirklich vom Satan getrieben).

Denn in Galater 5,22 steht z. B., wie sich Christen verhalten sollen:

  • "Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung."

Wer sich so verhält, ist bestimmt ein Segen für die Menschen und die Umwelt. Warum sollte man den Anspruch, sich so verhalten zu wollen, "hassen"?

Hi Chris! Ich bin Atheist, glaube aber zu 100% an christliche Werte(entspricht auch meinem inneren Kompass). Leider sehe ich Christen in aller Welt, die das nicht tun und sich auch nicht dementsprechend verhalten, sich aber vollbrüstig als Christen bezeichnen. Das ist ein Problem für alle Christen, denn die äußere Wahrnehmung zentriert sich eben auf diese (Ausnahme-)Fälle. Ein Abtreibungsgegner, der einen Arzt erschießt und dafür von anderen Evangelikalen gefeiert wird, führt nun mal das Gebot der Nächstenliebe ad absurdum. Von den Fällen in der Kirche ganz zu schweigen. Christen gegen Schwule, gegen Wiederheirat, gegen Frauen(ich war mal Katholikin). Das entspricht nicht den eigenen Geboten der Kirche, das ist borniertes Festhalten an den Lieblingszeilen in einem alten Buch. Als Kind hatte ich übrigens Alpträume von manchen Geschichten im AT. Wenn Christen so wären, wie sie laut eigener Lehre sein sollten, gäbe es sicher nicht so viel Kritik am Christentum, stattdessen hat man aber den Eindruck eines bigotten und heuchlerischen Vereins. Was Hass angeht, darin bin ich nicht gut, ich weiss gar nicht, ob ich Hass schon mal empfunden habe(kann mich nicht erinnern) aber zweifelhaft darf man die christlichen Werte - oder besser die Christen- schon finden wenn sie das zwar lauthals kolportieren, aber sich nicht wirklich daran halten. Wie erwähnt, das sind sicher Ausnahmen, aber die prägen nun mal das Bild der öffentlichen Wahrnehmung. Grüße!

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@IwieAnders

Stimmt, du hast Recht: Man sieht (einige oder sogar viele?) Christen in der Welt, die sich nicht so verhalten, wie es die Bibel für Christen vorgibt. Leider...

Gerade die großen Kirchen haben durchaus "Dreck am Stecken".

Deshalb sollte man auf Jesus Christus schauen (als gutes Vorbild) und nicht auf Christen. Und Christen sollten versuchen, sie wie Jesus zu verhalten und wie es in Bibelstellen wie Galater 5,22 (vgl. in meiner Antwort) steht.

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@chrisbyrd

Hi noch mal! Ich bin zwar nicht sicher, ob es ihn gab aber Jesus war(zumindest laut Überlieferung) eine richtig coole Socke, das stimmt absolut! Eine Art 'Vorbild-Hippie', dem ich auch hinterherlaufen wäre, gerade in dieser damaligen Welt mit ihren eher rachsüchtigen und missgünstigen Göttern. Da war Jesus mit seiner 'Peace-Philosophie' ein echtes Highlight, kein Wunder, dass er die Menschen anzog wie das Licht die Motten. Jesus als Vorbild zu haben, würde der ganten Welt guttun. Noch schöner wäre es(für mich), wenn die Menschen so etwas gar nicht nötig hätten, weil es einfach logisch ist, dass Kooperation besser funktioniert als Konfrontation. Schade, dass wir da vielleicht nie hinkommen...Liebe Grüße, bleib, wie du bist, wir brauchen alle 'netten Kerle', derer wir habhaft werden können 😉

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@IwieAnders

Ich bin fest davon überzeugt, dass es Jesus gibt und dass Er durchaus eine "richtig coole Socke" (im positivsten Sinne der Wortbedeutung) ist... ;-)

Stimmt: Jesus hat den Menschen die frohe Botschaft (das Evangelium) der Liebe, Gnade, Barmherzigkeit und Vergebung Gottes gebracht. Dazu hat Er von Friedfertigkeit, Sanftmut, Respekt und Demut gesprochen.

Du hast Recht: Es wäre schön, wenn Menschen keine Vorbilder brauchen, sondern sich von sich aus positiv verhalten würden. Aber leider gibt es viel Neid, Habgier, Hass, Streit, Mobbing, Krieg usw. Der Mensch scheint es nicht zu schaffen, diese Dinge zu überwinden. Leider...

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@chrisbyrd

Hey Chris, da sind glücklicherweise auch genug echt gute Leute. Ich hab mal jemand sagen hören: "Die A Loch-Quote ist höchstens bei 10%- die sieht man nur eher" Das fand ich ermutigend. Und du zB beweist ja, dass Gläubige da genauso unterteilt werden müssen wie der Rest, die 10% sind überall(ausser vielleicht in der Politik, da schätze ich die Quote etwas höher😉). Vielen Dank auch für die nette Unterhaltung, ich hab schon erlebt, dass ich als Atheist quasi als 'unwürdig' eingestuft werde und gar nicht dazu komme, 'meinen Senf dazu zu geben'. Grüße!

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@IwieAnders

Ich danke dir auch für die sehr nette Unterhaltung!

Liebe Grüße, ein schönes Wochenende und Gottes Segen (falls ich das wünschen darf...)!

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Rassismus ist nicht nur auf „Rassen“ abzustellen. Es geht darum, dass ganze Menschengruppen, z.B. Minderheiten, wegen ihres Äußerlichen, wegen ihres kulturellen, religiösen oder ethnischen Hintergrunds pauschal Eigenschaften zugesprochen wird, die zu einer gewissen Diskriminierung, Stigmatisierung, Dämonisierung bis hin zur Entmenschlichung führen oder führen können. Und wenn Christen als Menschen pauschal wegen ihrer Religion etwa als dumm, rückständig oder sonstwie negativ diffamiert werden, gehört auch das dazu. Allerdings ist es nicht dasselbe, wenn einer die Religionen pauschal als rückschrittlich oder böse darstellt. Es kann aber sehr schnell dazu führen, ganze Menschengruppen wegen ihrer Religionszugehörigkeit pauschal Wesensmerkmale zuzusprechen, die dann als Wertung dient, im diese Menschen zu beurteilen. Dann hat das nichts mehr mit der Religion zu tun, sondern es wird dann Menschen pauschal etwas zugesprochen, was dann im Grunde deren Wesen sei. Und da gibt es deutliche Unterschiede etwa im Vergleich zwischen dem, was Christen zugesprochen wird und dem, was Juden und Muslimen zugesprochen wird. Bei Christen habe ich noch nicht feststellen können, dass sie z.B. pauschal als integrationsunwillig und -unfähig bezeichnet werden, wie es immer wieder vorkommt. Oder wenn ein arabischer Christ für integrationsunwillig usw. gesehen wird, bis zu dem Moment, wo man hört, dass er Christ ist. Arabische Muslime und Christen kann man vom Aussehen kaum oder gar nicht unterscheiden. Auch hier wäre die Religion am Ende unwichtig. Solcherlei führt wieder zur Beurteilung des Wesens von Menschen. Am Ende werden immer Menschen diskriminiert und schlimmstenfalls vernichtet.
Wenn man von der jüdischen Rasse mal redete, dann ist dies eine vollkommen irreführende Angelegenheit, denn die Juden in Deutschland waren - Deutsche. Die Nazis haben also auch Deutsche vergast. Deutsche jüdischen Glaubens. Rasse ist ohnehin eine von weißen erfundene Begrifflichkeit, die die Grundlage für all das bildet, was bis heute auch bei uns in vielen Köpfen steckt. Er ist wieder salonfähig geworden, war nie weg. … Es muss aber eines klar sein, dass der absolute Großteil von Rassismus sich gegen schwarze Menschen richtet und auch gegen Muslime und Juden. Rassismus gegen weiße ist dagegen eigentlich nicht möglich, da er von weißen erfunden worden ist.

Findest du das die trinität shirk ist?

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@mulan2255

Das so nebenbei wenn trinität shirk ist warum zählt dann das Christentum zu den mono Religionen

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@Ronaldowater

Weil sie im Ansatz auch von einem einzigen Schöpfer-Gott ausgeht. Ist nicht leicht zu erklären. Ich bin da zurückhaltend. Ein evangelischer Theologe hatte mir mal gesagt, dass er mit der Trinität so seine Probleme hätte. Msn sollte vorsichtig sein im beurteilen.

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@mulan2255

wie sollten wir muslime die trinität beurteilen manchmal sagen wir christen glauben an 1 gott und dann sagen wir 3 götter je nach dem xD

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@Ronaldowater

Das ist in der Tat nicht so einfach. Als ich mich mal mit aramäischen Quellen (Peshitta und weitere syrische Bibelversionen) befasst hatte, bin ich beim literaturstudium auf ein syrisches Gebet nach byzantinischem Ritus gestoßen, dass etwa so anfing: „Unser Herr Jesus, unser Gott, den der Vater gesandt hat …“ usw. Ohne es nun zu bewerten, aber es hört sich an, als wenn man von zwei Göttern spricht, indem Jesus Gott genannt wird und der Vater natürlich auch (nach der Formulierung ein anderer) Gott ist. … und man vergesse nicht das Schisma Arianer vs. Athanasier und deren jeweilige Christologie. Diejenigen, welche den Menschensohn eher herausgestellt hatten (barnasha) gegenüber der göttlichen Natur Jesu seitens Athanasius, also die Arianer, waren am Ende die Verlierer und Ketzer. Bischof Athanasius und seine „Gottessicht“ Jesu hatte sich am Ende durchgesetzt.

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@mulan2255

Mal schauen was der Quran dazu sagt

in Sure 5, Vers 17:

„Ungläubig sind diejenigen ( la-qad kafara ʾllaḏīna…), die sagen: Gott ist Christus ( al-masīḥ), der Sohn der Maria […]“

Und in Sure 5, Vers 73:

„Ungläubig sind diejenigen, die sagen: Gott ist einer von dreien […]“
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Ich weiß nicht ob du die Zeit verschlafen hast, aber wenn ich mich recht erinnere, gibt es keine Rassen unter Menschen. Wir sind ja keine Hunde, mit paar Ausnahmen natürlich.

Biologisch stimmt das. Zumindest sind andere Menschenrassen wie die Neanderthaler ausgestorben. Es gibt aber leider Ideologien, die Menschen in Rassen einteilen, um bestimmte Menschengruppen auf- oder abzuwerten.

Und es wird in letzter Zeit ständig von "Rassismus" gesprochen, obwohl es kein Rassismus ist.

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@Kelvin1994

Ja genau, aber Rassismus ist ein Begriff, den jeder kennt und wo jeder weiß, was damit gemeint ist. Wir bräuchten eigentlich ein neues Schlagwort für sowas, aber gibt es anscheinend nicht oder das Wort Rassismus ist einfach am aggressivsten.

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Mit Rasse wird auch heutzutage Ethien gemeint, wo durchaus Unterschiede vorzufinden sind.

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Heutzutage gilt alles als Rassismus oder Phobie, also ja. :D

Liebe Grüsse

Weder die Eine noch die Andere sind Rassismus. Ich denke, das Wort wird oft nur benutzt, weil einem auf die Schnelle die richtige Bezeichnung nicht einfällt. Die Leute wissen aber in der Regel, dass Rassismus nicht wirklich passend ist.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich bin selbst Familienmutter

Ist Christentum shirk ?

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„Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Ich bin selbst Familienmutter“ Wow. Das macht dich ja zu einer Expertin auf dem Gebiet.

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