Intelligente Menschen trinken Alkohol, weniger intelligente nicht?

22 Antworten

Ich denke da muss man differenzieren.

Dass intelligente Menschen Alkohol trinken, kann ich Dir gleich versuchen zu erklären.

Ich will nur noch vorher klarstellen, dass das nicht heißt, dass Menschen die alkoholfrei leben, weniger intelligent sind.

Wie Du gleich sehen wirst, schließt sich beides nicht aus.

Soweit belegt ist es, dass Menschen, die intelligenter sind, sich natürlich mehr Gedanken über ihr Leben und das Leben generell machen.

Da so viel Reflexion nicht selten zu psychischen Problemen führt, bedeutet das für mich dass deswegen mehr Intelligente zur Flasche greifen.

Muss nicht auf Alkoholmissbrauch oder sogar Abhängigkeit hinauslaufen, aber ich denke man versucht damit Probleme zu verdrängen.

Das heißt dann aber nicht, dass Nicht-Intelligente niemals Alkohol trinken. Ebenso heißt es nicht, dass alkoholfreie Menschen unintelligent sind.

Ich denke Intelligenz und damit verbundene Probleme machen Alkoholtrinken nur wahrscheinlicher.

Alkohol an sich sagt aber nichts über die jeweilige Intelligenz aus.

Du kannst also durchaus sehr intelligent sein, nur gehst Du damit dann einfach besser um.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – B.SC- und M.SC-Studium Psychologie

Nein. Es mag Statistiken geben (, deren Seriösität ich nicht beurteilen kann), nach denen intelligente Menschen tendentiell mehr Alkohol trinken. Das bedeutet: Man hat die Intelligenz von Menschen gemessen, sie außerdem gefragt, wie viel sie trinken. Dann hat man zb die Leute in IQ-Cluster eingeteilt (85-90, 90-95, 95-100, 100-105,...) und für jeden Cluster den Durchschnittskonsum ausgerechnet. Dabei kam dann heraus, dass der Durchschnittskonsum in den intelligenteren Gruppen größer war als in den weniger intelligenten.*

Das heißt aber nicht, dass jeder, der viel trinkt, intelligent ist, genausowenig wie es bedeutet, dass jeder, der intelligent ist, viel trinkt.

Männer sind auch tendentiell größer als Frauen. Das heißt aber nicht, dass jeder Mann größer ist als jede Frau. Es gibt sehr kleine Männer und es gibt sehr große Frauen. Nur ist die Durchschnittsgröße bei Männern halt etwas größer als die bei Frauen.

*so oder so ähnlich könnte man so etwas messen. Da ich die Studie nicht kenne, kann ich das natürlich nicht genau sagen.

Hmpf...

Es geht eigentlich ums Thema Depressionen.

Der Begriff bezeichnet zuerst mal nur ein Symptom: ""Niedergeschlagenheit".

Ich vergleiche Intelligenz jetzt mal mit Körpergröße.

Optimal ist es wohl, knapp über dem Durschnitt zu liegen.

Extrem drüber zu liegen, ist echt nicht gut.

Menschen mit 2,50 Körpergröße fallen aus jedem Schema. Sie sind unangepasst! Wie extrem kleine Menschen. Wie du abweichst, ist da eigentlich erstmal egal. Du kannst auch zu klein sein. Tatsache: Du bist anders. Voll schräg. Exotisch. Du wirkst befremdlich. Du passt nicht in die üblichen voll beschränkten Schubladen, auf die wir dressiert wurden.

Menschen mit extrem hohen IQ sind solche Kuriositäten. Da rede ich jetzt nicht von "überdurchschnittlich" intelligenten Menschen. Genausowenig wie von Männern, die 1,90 Meter groß sind. Sondern eben von den deutlich selteneren Extremen. Die es aber auch gibt. (Falls man Extreme nicht nur an einem bestimmten Phänomen fest macht, sind sogar echt viele Menschen irgendwie "völlig daneben". Einige können das aber noch recht gut verstecken. Andere halt nicht.)

Jo. Kuriositäten. Früher gab es Kuriositäten-Kabinette. Da wurden solche "aus der Art geschlagenen" Extreme ausgestellt.

Damit man gegen nen Eintrittspreis über die Lachen konnte. Und sich selbst voll "normal" fühlen.

Deine Facebook-Studie kenne ich nicht. Schon weil ich Facebook bewusst ablehne.

Alkohol kenne ich. Die Ouzu-Flasche auf meinem Schreibtisch gehört irgendwie zu meiner Welt.

Bei mir passt es ganz gut mit der Körpergröße. Auch sonst mit der Optik.

Trotzdem peilen sehr viele Menschen sehr schnell, dass ich völlig daneben bin. Nicht, weil ich wen verletze. Eher im Gegenteil.

(Obwohl es viele Menschen gibt, die sich durch meine bloße Existenz verletzt fühlen. Das betrifft die Sorte, die sich selbst für extrem schlau hält. Und es hasst, dass sie nicht schlau genug ist, mich zu verarschen. Überdurchschnittliche Intelligenz. Aber halt nicht der Gipfel des Universums.

Ich könnte gerne auf diesen Schwachsinn verzichten. Zurück zum Beispiel: 2,30 Meter Körpergröße für ne Frau... 1,75 Meter kämen echt besser für meine beruflichen und balztechnischen Chancen)

Ich bin "völlig daneben"!

Und spüre das jeden Tag. Ich bin so eine Kuriosität, die angestaunt wird. Punktuell sogar irgendwie bewundert (Ich lebe von Nachhilfe und peile da voll viel - quer durch alle Schubladen bzw. Fächer). Aber auch irgendwie gefürchtet. Vielleicht ne Art Monster. Jedenfalls ein völlig befremdliches Teil. Wohl harmlos und ohne jede böse Absicht. Aber definitiv "andersartig".

Deshalb trinke ich.

Hm... das ohne jede böse Absicht... doch, mein Hirn schlägt auch beim Thema Ethik extrem durch.

Und erzeugt zunächst mal große Angst. Könnte ich wen anderes verletzen? Weil ich einfach bin, wie ich echt bin?

Ich reduziere mich gerne auf Kindergarten-Niveau. Und tue, als ob ich nicht echt voll Ahnung habe. Um mich selbst zu entschärfen. Und um weniger als extrem aufzufallen. Ich verstelle mich also. Jeden Tag.

Fazit:

Hmpf...

Nein, du musst nicht trinken, um intelligent rüber zu kommen. Eher im Gegenteil...

Aber wundere dich nicht, falls einige Hirnis Probleme mit einem zuviel an Hirn haben.

Auch extrem große, extrem kleine, extrem dumme, extrem schöne, extrem hässliche oder sonst wie extrem undurchschnittliche Menschen spüren, dass sie nicht in die extrem beschränkten Schubladen dieser Welt passen.

Und fühlen sich oft extrem einsam.

Und trinken, um diese extrem ätzende Erkenntnis zu vernebeln.

Damit sie weiterleben können. In einer extrem ätzenden Welt.

Liebe Grüße,

Tanja

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