Im Lebenslauf abgebrochen schreiben oder nicht?

3 Antworten

Du schreibst den Zeitraum und die Ausbildung hin. Daran, dass die Zeit wahrscheinlich weniger als 3 Jahre betrug und zudem keine Rede von einem Abschluss ist, kann die lesende Person dann selbst schlussfolgern, dass die Ausbildung nicht abgeschlossen wurde. Und auf Nachfrage musst du dann natürlich ehrlich zugeben, dass du die Ausbildung nicht erfolgreich beendet hast. Du musst aber auch nicht explizit "Abgebrochen" oder so hinschreiben! Und genau deshalb würde ich das an deiner Stelle auch einfach nicht tun :). Das sind so die kleinen, harmlosen "Tricks", wie man anwenden kann, um den Lebenslauf ein bisschen zu "schönen", ohne rechtlich fragwürdig ins Lügen abzrutschen.


Inkognito-Nutzer   26.08.2025, 19:32

Vielen Dank für deine Antwort.

Wie sieht es beim FSJ aus?

Mein FSJ wäre ursprünglich 1 Jahr lang gegangen, aber ich habe es nach 6 Monaten abgebrochen.

HappyMe1984  26.08.2025, 19:33
@Inkognito-Beitragsersteller

Kannst du genau so machen. Da ist es eigentlich sogar noch weniger ein Problem, dass du das nicht voll durchgezogen hast, ist ja schließlich ein freiwilliger Dienst :).

Inkognito-Nutzer   26.08.2025, 19:35
@HappyMe1984

Also einfach nicht erwähnen, dass ich die Ausbildung und das FSJ abgebrochen habe.

HappyMe1984  26.08.2025, 19:39
@Inkognito-Beitragsersteller

Wie geschrieben - Zeiträume und Inhalt schon hinschreiben, aber nicht explizit "abgebrochen" dazu. Allerdings wirst du dir wahrscheinlich dennoch Fragen gefallen lassen müssen, was da los war. Und wenn du dann ehrlich zugeben musst, gleich beides abgebrochen zu haben, wirft das definitiv kein gutes Licht auf dich. Das ist die Konsequenz, mit der du leben musst, dadurch, dass du gleich zwei mal Dinge nicht durchgezogen, sondern stattdessen den Rückzug angetreten hast...

Ich würde den Zeitraum erwähnen von wann bis wann du da warst und fertig. Ich würde keinen extra Zusatz hinzufügen das du abgebrochen hast.

So gibst du die Erfahrung an, die du in der Zeit gemacht hast, hebst aber den Abbruch nicht hervor.

Wenn du im Vorstellungsgespräch danach gefragt wirst, solltest du deine Entscheidung begründen können und hervorheben, das du dich entschieden hast einen neuen Weg einzuschlagen.

Kann man nicht pauschal sagen, da es auf den Lebenslauf jedes Einzelnen ankommt. Wenn die Lücke zu groß ist, entstehen ebenfalls Fragen - wenn man den Abbruch (gut) begründen kann, dann ist das keine Schande. Es gibt keinen perfekten Lebenslauf. Manchmal benötigt man eben einige Umwege

Woher ich das weiß:Berufserfahrung – tägliche Arbeit im Beruf