Im Haus seiner Eltern kaum Privatsphäre! Gibt es Lösungen für mein Problem?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Mir geht es genau so wie dir. Mein Freund (24) wohnt noch bei seinen Eltern. Das Haus haben die Eltern selbst gebaut, also wird es später mal seins sein. Es ist ein suuuuuper schönes Haus, ehrlich. Aber das ist so ein Kuhkaff und etwas weiter weg von meiner Familie. Dort gibt es nichts. Nur alte Leute. Und ich will in dieses Haus einfach nicht einziehen. Ich will ein eigenes mit ihm. Und nicht das von den Eltern... Aufjedenfall klopft die Mutter an, bevor sie rein will. Das ist ja auch gut so. Aber der Vater klopft nicht mal, er stürmt einfach rein. Ich mein, wir können ja sonst was machen, wenn du verstehst. Das geht echt garnicht. Ich würde mal mit den Eltern reden. ich traue mich das noch nicht so, kenne die Eltern erst 5 Monate und denke das wäre ein bisschen frech von mir. Keine Ahnung.

So ist das nunmal wenn man jemanden liebt der auf einem Hof lebt (als Grundbeispiel für "Familie hat seit Generationen Grundbesitz und jeder ist für das Weiterbestehen mitverantwortlich").

Das einzige was dein Partner machen kann: Gemeinsam mit seine Eltern auswursteln was sie tun können um ihm (und dir als Partnerin bzw. später seine eigene Familie) ein kleines Reich zu schaffen. Ein Bekannter von mir war früher in einer ähnlichen Situation. Schließlich baute er, gemeinsam mit seinen Eltern, den Dachboden des Wohnhauses aus - zu einer eigenständigen Wohnungsetage.

Das "ständig" die Eltern und sonstige dort lebenden nächsten Verwandten auf der Matte stehen ist bei einem landwirtschaftlichen Betrieb gang und gäbe. Es gibt dort fast immer etwas zu erledigen. Je nach Absprache untereinander ist die Rücksichtnahme auf Besuch durchaus gegeben... Man muss es eben nur ansprechen und mit den Verwandten abklären in welchem Umfang er verfügbar ist sobald du ihn besuchst.

Warum ist es ein Grund für ihn, nicht auszuziehen, dass er das Haus später erben wird? Klingt nicht so als lägen seine Eltern im Sterben.

Warum holst du dir nicht eine Wohnung in der Stadt und da habt ihr eure Privatsphäre? Warum sagst du es sei so paradiesisch wenn du offensichtlich doch nicht da wohnen willst? Für euer Zusammenwohnen muss wohl oder übel einer von euch etwas aufgeben, entweder du deine "Privatsphäre" mit ihm oder er seine Nähe zu seiner Familie, apropos, 20 ist doch ein normales Alter von zu Hause auszuziehen.

Sieht Dein Freund das auch so ?

Ihr solltet mal mit den Eltern reden, schließlich seit ihr keine kleinen Kinder mehr, die "beaufsichtigt" werden müssen. Wäre es wirklich für Deinen Freund schlimm mal einige Zeit, aus diesem "Kinderzimmer" Dasein zu gehen. Gehört das nicht auch ein bisschen zum Erwachsenwerden. Ich selbst lebe auch in einem Mehrgenerationenhaus. Das hat sehr viele Vorteile und genauso viele Nachteile. Ihr müsst beide überlegen was überwiegt. UND das Gespräch suchen, nur so kann man dauerhaft und ohne Streit bzw. Misstöne zusammenleben.

Ihre Lösung heißt: "eigenes Haus oder eigene Wohnung"; ggfs. zur Miete.

Was möchtest Du wissen?