Ich will heute mit dem Kiffen aufhören und brauche Gründe warum...

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es besteht die Gefahr, sich so stark von seinem Bauchgefühl zu entfremden, dass man statt zu Handeln in einem Für-und-Wider-Rationalisieren hängen bleibt, dieses sogar auf Mitmenschen überträgt, von denen man Gründe für das eigene Handeln verlangt.

Ich kann dir nur einen Rat geben..... Hör damit auf... Es schadet dir und deinem Körper... Und ich spreche aus Erfahrung ich hatte vor 13 Jahren jeden Tag geraucht hatte sogar mit Zigaretten aufgehört und nur gekifft..... Bis der Tag kahm wo ich in eine Psychose (paranoide schizophreni) gefallen bin 

Das wünsche ich noch nicht mal meinem Feind.... 

Ich musste 3 Monate in einer Psychiatrie bleiben und alles neu lernen, heisst komplett bei null anfangen..... Wie ein 8 jähriges Kind...... Konzentration, Motorik, Vertrauen, Selbstbewusstsein u. S. W. 

Also lass es und bekomme dein leben auf die reihe..... Ohne Kiffen 😉😊 

Mittlerweile 15 Jahre später.... Habe ich 2 wundervolle Kinder einen Mann und ein Haus...  Und mein leben nach diesem Erlebnis durch Hilfe anderer sehr gut auf die reihe bekommen. 

Okay, also ich habe mir hier mal einige Antworten durchgelesen. Ich bin auf die Seite gekommen, weil ich gerade selbst am aufhören bin und mir dachte, dass man doch noch den ein oder anderen nützlichen Tipp findet. Ehrlich gesagt, fällt mir bei dieser Seite immer wieder auf, dass -besonders bei solchen Themen- es immer nur die absolut krasse Pro-Ist mir doch egal-Seite und die knallharten Contra-Deppen die noch weniger Ahnung und noch viiieeel weniger hilfreich sind, als die anderen.

Aber gut, auch wenn es DIR jetzt vielleicht nicht mehr viel bringt, denke ich doch, dass irgendwer sonst mal auf deine Frage trifft und einen Grund zum aufhören sucht.

Du wirst vom Kiffen niemals ein Junkie werden, wie man sie bei Heroin antriffst, du wirst auch nicht mit einem starken Alkoholiker vergleichbar sein. Und die dauerhaften Schäden beschränken sich auch nur auf deine Lunge und möglicherweise eine leichte dauerhafte Einschränkung deiner Denkleistungen. ABER damit will ich keines Falls sagen, dass Cannabis nicht gefährlich ist. Das große Problem bei der Sache ist, dass es viel zu alltagstauglich ist, denn selbst wenn du jeden Abend kiffst, hast du eine lange Zeit nicht das Gefühl, dass du am nächsten nichts mehr auf die Reihe kriegst, dir wird nur irgendwann auffallen, dass du irgendwie träger geworden bist. Das dauert aber Monate wenn nicht schon fast Jahre, bis es dir selbst auffällt. Selbst wenn man NICHT von einer Sucht an sich ausgehen kann, ist es doch eine Gewohnheit geworden und diese ist ebenfalls relativ schwer zu durchbrechen.

Ich habe vor 5 Jahren angefangen zu kiffen und mein Konsum ist von ab und zu mal am Wochenende auf jeden Tag angestiegen, weil ich kein Problem darin sah. Hinzu kommt auch noch, je länger man selbst kifft, desto mehr Leute kennt man auch, die kiffen und desto leichter ist es an Gras zu kommen und somit ist die Verlockung noch größer "einfach mal" Abends einen zu rauchen. Ich kiffe seit 2 Jahren täglich und ab und zu hatte ich mal eine Woche Pause. Und mir ist vor kurzem aufgefallen, dass ich eigentlich ein Jahr völlig verschenkt habe und da war für mich der Punkt gekommen, dass sich etwas ändern muss. Seitdem ich aufgehört habe (jetzt 3Wochen) merke ich wie ich mich immer weniger schlapp fühle und wieder viel motivierter bin etwas zu machen. Dass man wieder träumt und das wichtigste: Dass man wieder Langeweile hat.

Man liest ja immer wieder von Leuten die extreme Entzugserscheinungen haben sollen, ich führe das ehrlich gesagt bei den meisten eher auf eine Nikotin-.Sucht, die durchs Kiffen ausgelöst wurde zurück, aber ich will nicht sagen, dass man, wenn man grundsätzlich Abends vorm schlafen gehen kifft, nicht so eine Art "Entzug" hat. Man schläft schlechter ein. Ich denke auch, dass das eher daran liegt, dass es eine Gewohnheit war. Ich meine, wenn jemand jeden Abend vorm schlafen gehen spazieren geht und es einmal nicht macht, würde er vermutlich auch nicht so gut einschlafen.

Aber okay, du wolltest Gründe zum aufhören: Zum einen guck dir die Nachweiszeiten an. Das fängt an bei 1Woche und bei chronischem Konsum bis zu 3 Monaten. Auch wenn kein AKTIVES THC mehr da ist, so ist der Körper immernoch damit beschäftigt die Carbonsäure abzubauen. Übertragen wir das auf einen Rechner, du schaltest einen Prozess ab und alles andere geht schneller. Wenn du deinen Konsum darauf beschränkst, dass du vor dem nächsten Konsum wieder vollkommen clean bist, besser sogar eine Weile clean (damit meine ich THC-COOH = 0) bleibst, wirst du vermutlich nie wirkliche Probleme bekommen. ABER die wenigsten schaffen es dieses Konsummuster zu halten und rutschen sehr schnell in eine Regelmäßigkeit und von der Regelmäßigkeit in ein chronisches Konsummuster. Das ist der Punkt wo es kritisch wird und vor dem sollte man sich in Acht nehmen, denn dann findest du dich mit der Langeweile ab, gibst dich mit viel zu wenig zufrieden und schraubst deine Erwartungen AN DICH SELBST auf ein Minimum ruter und belohnst dich schon, mit einem Joint, für Dinge die keine Leistung an sich sind. (Bsp. Hausaufgaben, Aufräumen, etc).

Viele chronische Konsumenten, werden das belächeln, wenn nicht gar als Blödsinn abstempeln, aber ich denke auch in dem ein oder anderen Punkt werden sie sich selbst wieder erkennen. Und irgendwann kommt der Punkt wo ihnen das kiffen immer weniger gibt. Die meisten hören auf, ich wurde experimentierfreudig mit Drogen, zum Glück fand ich kaum einen anderen Rausch angenehm, aber das geht mir so. (Und nur ganz allgemein, auch wenn das jetzt nach "Einstiegsdroge" klingt, ist es Blödsinn, weil jeder der gekifft hat, hatt vorher mal was getrunken oder eine geraucht oder war als Kind angeschickert vom Hustensaft).

So, aber langsam gehen mir die Zeichen aus, ich hoffe ich konnte einigen die Problematik mit Gras näher bringen, dass sie eben nicht bei der Droge an sich, sondern bei dem Konsummuster liegt.

Die mit Abstand beste und richtigste Antwort ! Ich würde mich leider auch als einen chronischen Kiffer bezeichnen und ich bin erst 16, dennoch kann ich deine Eindrücke vollkommen bestätigen. Vorallem in der Alltagstauglichkeit sehe ich ebenfalls das größte Problem, die Droge verleitet einen einfach sehr schnell zu täglichem Konsum. Auch wenn man dennoch gute schulische Leistungen erbringen kann, bleiben leider sehr viele andere Dinge auf der Strecke, weil man einfach keine Lust mehr darauf hat. Bis man das und das permanente verpeilt sein überhaupt erst bermerkt und realisiert, ist es schon wirklich schwer dauerhaft damit aufzuhören. Deshalb rate ich jedem der das Gefühl hat von der Droge beeinflusst bzw. "kontrolliert" zu werden, am besten Sofort aufzuhören. Denn dauerhaft bringt Kiffen einfach NICHTS , es schadet dir nur !

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@Chiller995

Erstmal, vielen Dank =)

Aber ich hab da noch, zumindest von meiner Seite aus, ich will keines Falls, dass ihr mich hier als Vorbild nehmt (ich glaub das ist ne blöde Idee), ein paar Anmerkungen.

Du sagst, dass dauerhaftes Aufhören schwierig ist, ich sage mal, das ist teils richtig. Ich glaube, dass daran zum größten Teil Nichtraucher scheitern, weil sich durch das rauchen von Joints eine Nikotinabhängigkeit entwickelt, das selbe gilt natürlich auch für Köpfchen/Eimer oder Apfelpfeiffen (nebenbei ne ganz nette Sache), solange Tabak im Spiel ist. Da ist auch jedem zu raten, dass wenn er Nichtraucher, lieber irgendeinen Tabak-Ersatz nimmt (Knaster z.B. aber ich find das eklig) oder noch besser pur raucht. Bei Bongs/Eimern/Pfeifen kein Problem, bei Joints ist es Verschwendung. Vaporisieren ist da vermutlich, neben Brownies, die gesündeste Alternative, aber leider ziemlich teuer.

Hinzu ist denke ich zum Aufhören, also wenn es erstmal NUR ums kiffen geht, es auch gar nicht verkehrt sich dann eher eine Zigarette anzumachen oder diese komischen Kräuterkippen, die es wohl in Apotheken geben soll, einfach um das Gefühl zu haben, dass man geraucht hat. (Gewohnheit)

Aber nochmal zurück zum Anfang, ich hatte mir überlegt, dass ich eigentlich nicht unbedingt ganz aufhören will zu kiffen, aber es wieder auf einen vernünftigen Umgang mit der Droge herunter schraube. -kleiner Exkurs- Ich halte Drogen an sich für nicht unbedingt eine schlimme Sache, ich glaube dass Rausch irgendwo in der Natur des Menschen liegt, da kann man ja schon bei den Naturvölkern anfangen, die ihre Pilze/Ayahuasca/etc zu sich nahmen um mit Göttern in Kontakt zu treten, oder Traumreisen machten um eine wichtige Entscheidung zu treffen. Aber ich denke auch, dass sich jeder darüber im klaren sein muss, dass er da mit seinem Körper kein gutes Spiel treibt -Exkurs ende-. Es ist kein Problem, sich MAL einen Joint zu rauchen, sich MAL eine Nase zu ziehen oder sich MAL ein Teil zu werfen, solange es beim MAL bleibt. Genauso wie es auch okay ist sich MAL die Kante zu geben. Da kommt man wieder zur Alltagstauglichkeit.

Also wieder zu meiner Überlegung, mit dem nicht ganz aufhören, weil ich halte Cannabis nach wie vor für unbedenklicher als Alkohol, dass beides nicht unbedenklich ist sollte jedem klar sein. Ich hatte mir Überlegt, sobald ich einen Drogentest negativ bestehe (interessant wie positiv doch negativ sein kann) warte ich noch 1-2 Wochen und dann schaue ich ob ich überhaupt noch Lust habe, im Moment geht es mir so, dass ich nichtmal mehr Lust habe zu kiffen. Außer halt wenn ich pennen sollte und nicht müde bin, aber das ist ja auch mehr so ein lapida-Gedanke.

Und ich bin wieder viel zu müde und schweife ab, aber es kommt noch eine Sache hinzu, wo ich noch eine ganz große Schwierigkeit beim aufhören sehe: Das Umfeld, wenn man selbst kifft - und man muss dazu sagen, dass kiffen mittlerweile echt voll normal ist - macht man auch viel mehr mit Leuten die auch kiffen, wenn nicht sogar ausschließlich. Eine Woche kann JEDER nicht kiffen, das ist kein Problem, da sagt man auch, dass es einem nichts ausmacht, wenn alle anderen kiffen, aber irgendwann erträgt man es nicht mehr, dass alle um einen herum breit sind und man selbst nicht und schon raucht man wieder mit.

Ach ich könnt noch Stunden weitertippen, aber ich merk selbst, dass das alles ziemlich durcheinander ist mittlerweile, also geh ich lieber mal ins Bett.

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