Ich kann die Tochter meiner Freundin nicht ausstehen. Was kann ich tun?

13 Antworten

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hallo Nalifant,

an Deiner Stelle würde ich an bestimmten Stellen fehlendes "angenehmes soziale Verhalten" erkennen bzw. empfinden. Ein Beispiel (von Dir) ist: Ich unterhalte mich mit der Mutter - und die Tochter spricht oft/immer dazwischen.

Ich weiß nicht, ob Du ganz ruhig und freundlich und verständlich Deine Freundin informiert hast, dass eine bestimmte Erziehungsqualität dazu beiträgt, dass das Kind von der Gesellschaft nicht abgelehnt wird - sich alle gemeinsam wohl fühlen.

Entscheidend ist: Wir alle fühlen uns wohl, wenn Einigkeit im Umgang miteinander gelebt wird.

Wird Einigkeit nicht gelebt ==> wir fühlen uns gemeinsam nicht wohl, dann kommt es zur Trennung. Das hat auf keinen Fall den Grund "weil ich Dir böse bin oder Du mir", sondern weil wir uns gemeinsam nicht wohl fühlen.

Stellen wir fest, dass Einigkeit "wir fühlen uns gemeinsam wohl" nicht gelebt wird, stellt sich die Frage: Das ist leicht zu ändern - oder auch nicht. Dieser Änderungspart liegt bei Deiner Freundin. Ich würde erfragen, ob Deine Freundin überhaupt einen Änderungswunsch hat - oder ist für sie alles in Ordnung?

Ich meine, was soll sie tun, wenn sie vielleicht auch Änderungswunsch hat - diesen aber nicht realisieren kann? ==> sie ist mit der Erziehung überfordert ! Dann ist es an ihr, sich Erziehungshilfe zu holen.

Für Dich - in der Funktion als Freundin - ist es schwierig, Erziehungsberaterin zu sein. Vor allem ungefragt solltest Du das nicht tun, wenn Du merkst, dass Deine Tipps, so gut sie auch sein mögen, nicht wirklich angenommen werden. Denn dann wirst Du zur lästigen Freundin, die immer was zu meckern hat.

Ich würde mich vorsichtig bewegen und deutlich durchblicken lassen, wann und wie ich mich wohlfühle - und wie nicht. Und wenn es in Situationen (mit der Tochter) grundsätzlich nicht möglich ist, unerträglich - nun, dann werden diese Situationen eben gemieden. Ganz einfach.

Es liegt an Dir, wieviel Tochter Du ertragen willst und kannst. Ich halte das offene, in sehr freundlicher Atmosphäre und ruhige Gespräch mit Deiner Freundin für unerlässlich, in dem OHNE VORWÜRFE eigentlich nur der Frage nachgegangen wird: Wie und wann fühlen wir uns als Freundinnen wohl … was dazu führen kann, dass wir uns längere Zeit nicht mehr sehen, nur noch telefonieren, falls das möglich ist...

Aber ich wäre auch zu Kompromissen bereit und würde perfekte Erziehung nicht voraussetzen. So ein bißchen Unerzogenheit, Unperfektheit, kindlicher Trotz..., Frechheiten, ja, das würde ich als Freundin in Kauf nehmen aber dann auch meine Erziehungsmethoden anwenden, denn dann geht es um die Beziehung des Kindes zu mir und umgekehrt.

Ein spannendes Thema ….

Danke

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Sollten die beiden bei dir zu Besuch sein, kannst du deine Regeln durchsetzen weil es deine Wohnung ist. Wenn das von der Mutter nicht unterstützt wird oder das Kind schreit rum dann solltest du wirklich durchgreifen und die beiden verabschieden - da sich die Kleine eh nicht wohlfühlt bei dir.

Auch wenn ihr schon 30 Jahre befreundet seit und deine Freundin gern mit dir ausgeht usw. aber das Kind immer dabei ist und immer stört solltst du dir überlegen ob du das noch häufiger mit machen willst.

Du könntest vorschlagen, dass ihr euch z.Bsp. über skype oder so unterhaltet und sobald sich das Kind einmischt einfach schnell verabschieden und abschalten.

Oh ja, das kenne ich und hatte ich auch schon mal. Ich habe dann tatsächlich irgendwann weniger bis fast nichts mehr mit dieser Freundin gemacht, weil es mir einfach keinen Spaß mehr gemacht hat. Nicht das Freundschaften nur Spaß machen müssen, ich bin gerne auch in schwierigen Zeiten für meine Freunde da. Aber so ein Fall ist da aus meiner Sicht anders gelagert

Du kannst weder die Mutter noch die Tochter erziehen.

Aber so schwierig und unangenehm das auch in der Praxis umzusetzen ist; sage deiner Freundin, dass du ihre Tochter nicht magst, ihr Verhalten dich mehr als stört und du sie bei euren Treffen nicht dabeihaben möchtest.

Ich habe aus diesem Grund den Umgang zu einer Freundin und zu einem gut bekannten Paar einschlafen lassen. Heute denke ich, es wäre besser gewesen, Tacheles zu reden.

Alles Gute für dich!

Woher ich das weiß:Beruf – Ich bin seit über 30 Jahren Hebamme

Puh, zu sagen, dass ich sie nicht leiden kann, ist echt hart und so ganz überzeugt bin ich davon nicht... hmmm

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Wenn eine Mutter von klein auf verpasst hat, dem Kind eine Ordnung beizubringen, mit der jeder gut leben kann, ist es schwer aus dem Drama wieder heraus zu kommen.

Die Eltern sind die Großen, die Tochter ist die Kleine.

Das ist bei deiner "besten Freundin" leider verdreht. Die Kleine fühlt sich wie die Große und leider spielt deine Freundin da mit. Deiner Freundin könnte die Teilnaahme an "Familienstellen" helfen oder auch eine gute Erziehungsberatung.

Zum Glück hat das Kind einen Stiefvater. So kannst du froh sein, dass du nicht in diese Frau verliebt bist, denn dir bleibt viel Ärger erspart.

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