Ich hab meine Zukunft verbaut?

19 Antworten

Erstmal ist die Frage was, wie viel und wie häufig du es nimmst.

Allgemein ist ein ordentlicher Entzug in einer guten Klinik der richtige Weg. Erkundige dich am besten im Internet nach Entzugskliniken in deiner Umgebung. Dabei ist aber ganz wichtig, dass du dir Erfahrungsberichte durchließt! Es gibt leider sehr wenig Kliniken, wo die Mitarbeiter wirklich Spaß an ihrem Beruf haben, in diesem Engagement zeigen und den Abhängigen auch wirklich helfen will und ihn unterstützt. Lass dich am besten von Suchtberatern oder Ärzten in deiner Umgebung beraten eventuell können diese dir eine Klinik empfehlen.
Da du schreibst, dass du außerhalb der Drogenszene keine Freunde hast wird es für dich sehr schwer sein allein bzw. mit Hilfe von Freunden/Familie von deiner Sucht wegzukommen. Deshalb auf jeden Fall eine Klinik.

Wovon ich dir auf jeden Fall abraten würde ist kalter Entzug! Keine Frage diese Methode funktioniert, ist aber nicht sehr angenehm und löst meist auch nicht die eigentlichen Probleme.

Warum hast du mit Drogen angefangen? Neugier? Gruppenzwang? Probleme?
Falls es nur Neugier war sollte ein "normaler" Entzug ausreichend sein. Falls du aber familiäre, psychische oder sonst irgendwelche Probleme hast kann ich dir nur raten zu einem Therapeuten zu gehen. Davor brauchst du auch überhaupt keine Angst zu haben. Dieser unterliegt genau wie Ärzte der Schweigepflicht, darf also absolut nichts was er über dich erfährt weitergeben! (auch nicht das du bei ihm Patient bist)

Über dein Problem mit den Freunden brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Ich kenne deine jetzigen Freunde nicht, da du aber explizit erwähnt hast, dass du ausschließlich Freunde in der Drogenszene hast, gehe ich davon aus, dass du sie selbst nicht für die besten Freunde hältst.
Falls sie allerdings doch gute Freunde sein sollten werden sie auch nach deinem Entzug und ohne Drogen deine Freunde bleiben, falls nicht ist es auch besser, dass du sie aufgibst.
Natürlich kann es sein, dass du nach deiner Therapie dann erstmal keine "Freunde" mehr hast, aber in deinem Alter findet man sehr schnell neue Freunde.
Nach der Therapie wirst du deine derzeitige Klassenstufe wiederholen & landest somit in einer neuen Klasse, mit neuen Leuten unter denen du neue Freundschaften knüpfen kannst.

Wenn du wegen deinen Freunden Drogen konsumieren und deine Zukunft ruinieren musst, sind es keine Freunde.

Lass dich beraten, mach eine Therapie um von den Drogen wegzukommen, nimm die Erfahrung mit und nimm dein Leben selbst in die Hand - neue Freunde findest du leicht. Nur wenn du dich nicht verdrehen musst, werden es wahre Freunde sein.

Ein Bekannter von mir hatte, bevor ich ihn kennenlernte genau dieses Problem: Erst als sprichwörtlich sein Leben in Gefahr war, zog er den Schlussstrich, holte sich Hilfe, machte den Entzug und letztendlich zog er sogar um für einen Neuanfang. Er wiederholte die Klasse an einer anderen Schule, schaffte das Abitur mit 2,1 (lernte ihn während seines letzten Jahrgangs kennen) und was ich letztens von ihm hörte: ist nun glücklich in seinem dualen Studium mit Freundin und trifft sich jedes Wochenende mit seinem neuen Freundeskreis.

Die Schule schwänzen ist ein Problem, wenn dein Abschluss stark gefährdet ist - aber nicht das Ende. Wenn du Einsatz zeigst, kannst du mit 15 einen Ausbildungsbetrieb finden, dort einsteigen und, falls du es dann noch möchtest, das Geld für höhere Abschlüsse (zB durch Fernstudium bis Abitur/Techniker, evtl. anschließendes Studium) zusammensparen. Wichtig sind der Einsatz, der Wille und der Mut dein Leben selbst in die Hand zu nehmen, das sehen auch potenzielle Arbeitgeber sehr gerne und geben dann auch zweite Chancen.

Du hast selbst Dein Leben in der Hand und kannst selbst bestimmen, wie es verlaufen soll. Ich würde mal sagen, dass Leute aus der Drogen Szene keine richtigen Freunde sind. Wenn Du wirklich mal einen Freund brauchen solltest, kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Menschen in der Lage sind, Dir beizustehen oder Dir zu helfen.

Wenn Du mit den Drogen aufhörst, wieder zur Schule gehst und ein geregeltes Leben führst, wirst Du auch in Deinem Alltag wieder Freunde finden. Du musst es nur wollen.

Kannst Du mit Deinen Eltern über Deine Probleme reden? Sonst würde ich Dir empfehlen das Jugendamt aufzusuchen. Vielleicht können sie Dir raten, wie Du am besten vorgehst, um wieder ins richtige Leben zu finden. Musst Du unter Umständen einen Entzug machen? Auch da wird Dir sicher geraten.

Der Mensch hat immer eine Wahl. Die Wahl, die Du getroffen hast - warum auch immer - ist eine schlechte, da sie Dein Leben kaputt macht und Du keine schöne Zukunft haben wirst.

Du bist erst 15 - hast Dein ganzes Leben noch vor Dir - Du könntest das Ruder jetzt nocheinmal herumreißen. Verabschiede Dich von der Szene und den sogenannten Freunden und fange neu an. Viel Glück.

das gebe ich ihnen recht ,das ist gut geschrieben ihre meinung..

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