Hund jagt unsere Hühner - was tun?

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6 Antworten

Bei unserem Großen hatte ich anfangs das gleiche Problem. Meinen Vorschlag kannst du ja eventuell auf deine Verhältnissen umsetzen. Hier ein früherer Tipp von mir.


Wie bekomme ich die Jagdleidenschaft eines Hundes in den Griff?

Da gibt es viele Ansätze oder auch eine Kombination daraus, je nachdem, wie dein Hund wesensmäßig geartet ist oder wie intelligent er ist. Das Problem liegt hauptsächlich darin, dass es ein selbstbelohnender Lustgewinn ist. Durch das Spurensuchen, Laufen, Hetzen, Fangen, Reißen und Fressen. Jeder dieser Anteile ist schon eine Lustbelohnung für sich und kann unterschiedlich aktivierbar sein.

Auch wie stark die Jagdleidenschaft ist, wie stark es in den Genen verankert ist. Ob er mehr ein Nasenjäger oder Augen-Jäger ist. Mit Augen-Jägern, also auf Sicht jagen, ist es am leichtesten korrigierbar, weil es mehr eine Lauf-Hetzbegeisterung ist.

Ich habe schon bei vielen Hunden die Jagdleidenschaft wie folgt gebremst. Bei dem Einen, wirkt es sehr schnell, beim Anderen dauert es länger und im schlimmsten Falle wird es zur Dauerlösung. Das habe ich aber noch nicht erlebt, es wurde mir aber so berichtet.

Manche haben mit der langwierigen Schleppleine Erfolg.

Bei meinem jetzigen Hunden habe ich ihm das Hühner-jagen wie folgt abgewöhnt. Ich habe ihm eine ganz dicke, sehr schwere geflochtene Leine angehängt, Halsband oder Geschirr, ca. 3-4m lang und am Ende, je nach Gewicht des Hundes, einen starken Zweig befestigt. Er konnte frei laufen, war aber stark gebremst bzw. behindert und eine "Lustbelohnung" aussichtslos.

So hatte er sozusagen einen Schleppanker und er konnte nicht mehr mit 20-40 km/h durch die Gegend düsen, sondern mit dem "Klotz am Hals" nur noch 3-10km/h, damit wurde das Hühner-Flug-Training unmöglich. Im kusseligen Gelände mit vielen Büschen und Dornen verharkte er sich anfangs andauernd.

Dann habe ich ihm beigebracht, wie er sich selbst wieder befreit, durch rückwärtslaufen, durch andere Wege suchen und wie er laufen/steuern muss, um solche Verharkungen zu vermeiden. Ein gutes Intelligenz-Training für Hunde ;-D), vorausplanend zu laufen, dass lenkt vom Spurensuchen ab.

Immer wenn wir in den "Hühner-Bereich" kamen, bekam er den Klotz ans Bein. Dann nach einer Woche habe ich es mal wieder ohne Klotz am Bein versucht und die Hühner konnten wieder ruhig scharren. Dann 14 Tage später war es doch zu verlockend und er ist mit „Durchzugsohren“ wieder durchgestartet. Auch dieses mal kam er dann ohne jeglichen Kommentar sofort an die Leine, mit dem Ast dran, bis nach Hause.

Er hat den Wirk-Zusammenhang, Hühnerjagen da kommt sofort ein Klotz ans Bein, sofort verstanden. Bis heute hatten wir für ca. 8 Monate Ruhe. Bei anderen Hunden dauerte es länger.

Als Kind und Jungjäger hatte ich oft das Problem, dass passionierte Jagdhunde eben nicht in der Jagd-Schonzeit jagen dürfen und nur dort, wo ich es zulasse.

Da war dieses eine gute Methode, den Unterschied zu vermitteln, wann/wo es gewollt war oder auch nicht.

Von viel Herumbrüllen und Druck ausüben halte ich nichts, weil viel zu schnell Durchzugsohren antrainiert werden und auch Vertrauen verloren geht. Außerdem für die Jagd absolut ungeeignet.

So weiß er genau, der Boss toleriert jagen nicht und wenn ich Mist mache, komme ich an den Schlepp-Anker, aber das Vertrauen ist nicht gestört. Jeder Hund versteht es, je zeitnaher/direkter ich es vermittle und je intelligenter, je schneller. So ist meine Erfahrung.

http://www.gutefrage.net/nutzer/Portbatus/tipps/neue/1

Weitere Tipps zum Thema Hund findest du in meinem Profil, wenn du auf diesen Link klickst und bei meinen Tipps "rumschnüffelst".

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Gewöhne Welpe und Huhn aneinander. Eine Person hält beispielsweise ein Huhn und eine andere Person reagiert sofort mit einem Geräusch oder Nein oder was auch immer Du sagst und gehst einen Schritt auf den Hund zu mit erhobenem Finger, wenn er Anstalten macht, sich zu schnell auf das Huhn zuzubewegen. Er soll Sitz oder Platz (also sich hinlegen) und darf sich dem Huhn nicht nähern. Bei jedem Versuch gleich Dein Wort oder Geräusch und den Hund mit den Fingern anstupsen, das lenkt ihn vom eigentlichen Vorhaben ab. Übe dies täglich 2-3 mal und er wird es sehr schnell gelernt haben.

Habe ich auch so gemacht - halt nicht mit Hühnern aber mit Hund und Katz(en)

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Kommentar von Landshood
11.07.2013, 17:29

Das hört sich sehr gut an :)

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Sperrt die Hühner und den Hund gemeinsam ein, damit sie sich aneinander gewöhnen. Die Hühner haben dann keine Angst mehr vor dem Hund und dem Hund ist es mit der Zeit dann langweilig die Hühner zu jagen. So lange sie sich jagen lassen, macht es dem Hund Spaß.

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Macht meiner auch. Das komische ist nur: die Hühner vom Nachbarn interessieren ihn überhaupt nicht. Da legt er sich neben den zaun und pennt.

Aber laufe ich an einem von unseren bauernhöfen vorbei, schwups wird das Huhn gejagt. Zum Glück, verkriechen die sich immer schnell unter einer Hecke. Der bauer hat schon gelacht, er meinte, den hahn könnte er ruhig fangen, aber nicht die Hühner, die geben ja Eier. Nun schön das der bauer das so lustig findet, aber warum ist das so unterschiedlich? nachbarhuhn gut- Fremdhuhn schlecht. Denkt er vielleicht, die nachbarshühner gehören ja zum Rudel? Wenn ihr ein patentrezept dafür erhalten habt, wie man ihm davon abbringt, gebt mir bitte bescheid

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Kommentar von Portbatus
11.07.2013, 20:37

;-D), Diana, anscheinend zählt er die Nachbarstiere zu seinem Territorium.

Unsere Hunde fühlen sich auch für das Grundstück unseres Nachbarn "zuständig".

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Ihr habt ja schon andere Hunde. Ein Hund kann auch auf "nein" hören. Dies könnt ihr ihm ja jetzt schon beibringen. Wenn nicht jetzt, dann wirdst später extrem schwierig.

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dann fehlt euch ein Hahn? Oder habt ihr einen und der ist "feige". Dann laßt doch den Labrador die Erziehung in dem Fall übernehmen.

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Kommentar von Landshood
11.07.2013, 17:27

Hahn haben wir aber nur einen und dazu ca. 40 Hühner

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