Hund hat keine Beißhemmung und beißt zu

11 Antworten

Was meistens hilft: mehr Kontakt mit gleichaltrigen Hunden. So lernen diese oft am besten, wann zu fest gebissen wurde usw.

Aber ansonsten ist das Ignorieren eigentlich eine bewährte Methode! Macht ihr das auch über Zeit konsequent genug und auch so im Zusammenhang, dass der Hund das versteht?

In der Hundeschule lernt sie gleichaltrige Hunde kennen, doch wenn sie den Hunden auf die "Nerven" geht und die anderen Hunde zuschnappen, macht sie dennoch weiter.

Unser Trainer hat und das mit den Ignorieren genau gezeigt, zuhause ist sie nach 1 Stunde zu uns angekommen und wollte gestreichelt werden. Danach hat sie wieder angefangen.

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Mir klingt das danach, als ob ihr den Hund mit dem ganzen Methodenmix verwirrt habt. Irgendwelche Kommandos zu geben ("Pfui"), die der Hund nicht versteht, macht logischerweise keinen Sinn. Wenn du das Ganze dann noch streng sagst, forderst du damit viele Hunde erst recht dazu auf, noch heftiger zu werden... "Mit Spielzeug/Futter ablenken", damit belohnst du sie doch nur für Verhalten, das du nicht willst. Ich finde es daher erst mal wichtig, dir vorher zu überlegen, wie du vorgehen willst, damit dein Hund auch verstehen kann, was du von ihm willst.

Spielabbruch bei beißen ist eigentlich das Mittel der Wahl, allerdings fürchte ich, ihr habt das falsch verstanden (oder euer Hundetrainer hat es euch falsch erklärt), denn das

zuhause ist sie nach 1 Stunde zu uns angekommen und wollte gestreichelt werden. Danach hat sie wieder angefangen.

hat damit nicht wirklich etwas zu tun. Du musst das Spiel abbrechen und deinen Hund ignorieren, wenn er beißt. Das heißt aber nicht, ihn jetzt eine Stunde links liegen zu lassen. Es ist außerdem nicht gerade hilfreich, wenn ihr dem Hund Aufmerksamkeit dann gebt, wenn er sie einfordert. Satt dessen sollte das Training zur Beißhemmung ganz gezielt angegangen werden. D.h. du animierst deinen Hund zum Spielen und sobald er zwickt, quitschst du kurz und brichst dann das Spiel ab, drehst dich um und gehst. Wenn sich der Hund wieder beruhigt hat (also nicht erst nach 1 Stunde, sondern vielleicht nach 1-2 Minuten) forderst du ihn wieder zum Spiel auf und brichst wieder ab, wenn er zu grob wird.

Wenn du das wirklich konsequent machst, dann wird dein Hund auch bald lernen, seinen Kiefer zu kontrollieren. Dazu muss aber gewährleistet sein, dass du ihm nichts in dieser Richtung "durchgehen" lässt, dass sich auch alle anderen Menschen, die mit ihm spielen, an diese Regeln halten und das nicht zwischendurch plötzlich die Methode änderst. Ich würde dir auch davon abraten, Gewalt anzuwenden und dich körperlich mit deinem Hund anzulegen. Abgesehen davon, dass es nicht gerade von Souveränität zeugt, wenn man so etwas nötig hat, empfinden das viele Hunde eher als Auftakt zu einem ruppigen Spiel und nicht als Maßregelung.

ja ja die "Hundetrainer" da könnt ich mich immer beeimern, da soll man die Tiere mit Wasser anspritzen und weggehen und was nich alles. Ich habe beruflich Hunde geführt und auch wenn viele mich nun als "Tierquäler" hinstellen, wenn sie es auf die sanfte Art nicht lernen muss man eben etwas härter werden. Der Golden meiner Bekannten zeigte das gleiche Verhalten wie deiner sie hat ihn nicht davon abbringen können, bei mir hat er es auch versucht, ein mal, seitdem beisst er nicht mehr, keinen mehr, als er zubeissen wollte hab ich den Daumen genommen und seitlich die Haut des Mauls in das Maul gedrückt er biss zu aber nicht mich sondern sich, dann hab ich Pfui gesagt und ihn wie das die Mutter macht im Genick gepackt, das hat geholfen,

Eine gute Möglichkeit und wenn es funktioniert, dann ist es allemal besser als wochenlang mit dem Hund herumzuzackerieren. Nur das kann auch ganz schön schief gehen - und dann tut der eigene Finger womöglich sehr sehr weh...

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@Oedelfaenger

durch die jahrelange Arbeit mit Hunden weiss ich wo und wie ich zugreifen muss, um einem Hund das abzutrainieren, da dieser Hund ja nicht um zu verletzen zubeisst sondern aus unbeherrschung bei nem wildgewordenen Hund der auf einen losgeht ist das natürlich nicht mehr möglich den Finger rein zu schieben

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@Mawa2007

Die Erfahrung, die du hast, hat der Fragesteller mit Sicherheit nicht, sonst hätte er dem Hund solchen Unsinn von Beginn an wirksam untersagt - aus diesem Grund auch der Rat zur Vorsicht für den, der keine Erfahrung hat.

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@Oedelfaenger

ja leider erzählen einem ja auch so viele Kasperköppe so viele falsche Sachen, ich sollte mal mit meiner Bekannten zu so ner Welpenstunde gehen, habe ihr dann gesagt das das einzige was diese Stunden taugen das ist den Welpenbesitzern das Geld aus der Tasche zu ziehen und in 90% der Fälle falsche Ratschläge zu bekommen. Klar sollte man nen Familienhund nicht nach Schh3 ausbilden aber dieses getätschel hier und kuschel da da bekomm ich nen Würgereiz. Der Hund soll ein gleichberechtigtes Familienmitglied sein....gehts noch? Der Hund ist im Rudel Familie das schwächste Glied und wer das nicht kapieren will sollte meiner Meinung nach die Finger von nem Hund lassen

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Na das mit der Haut am Maul klappt bei solch kleinen Rassen eher nicht. Auf jeden Fall hast du recht mit der Härte. Die Maus ist noch sehr verspielt. Da hilft auch ein sanfter Klapps auf die Schnute. Und zwar sofort nach einem ernsthaften Biß. Nur ein Klapps, nicht richtig zudreschen! Dann würde ich abbrechen und gehen. Nach 2 Minuten wieder kommen und weiter spielen.

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@BenniXYZ

man muss etwas vorsichtiger sein bei so ner Fusshupe das stimmt

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offenkundig akzeptiert sie dich nicht als herrchen.... und respektiert dich nicht............

Hunde-Umgang für Anfänger

Bitte kaufe dir 2-3 Bücher über das Wesen und die Erziehung von Hunden, sonst werdet ihr beide nur unglücklich. Ganz besonders empfehle ich: 300 Fragen zum Hundeverhalten von Dr. Ronald Lindner. So verstehst du eher deinen Hund und kannst besser damit umgehen.

Dein Hund muss lernen, dass die menschliche Haut anders und schmerzempfindlicher ist, als bei seinen Wurfgeschwistern. Wenn er dich das nächste mal beißt, dann rufst du ganz Theatralisch übertrieben Aua, unterbrichst das Spiel (so machen es andere Welpen auch), wendest dich von ihm ganz ab, für mindestens 5min.

Oder du kneifst zurück, auch das kennt er von seinen Wurfgeschwistern. So lernt er mit dir umzugehen und sei darin sehr konsequent, dass sind seine Geschwister auch gewesen.

Du gibst deinem Hund den Raum und er nimmt ihn sich wie ein Kind, dem keine Grenzen gesetzt worden sind. Sei so ehrlich zu dir selbst, das Problem bist du und noch nicht der Hund, aber wenn du nichts tust, kann er es werden.

Einige grundsätzliche Dinge sind wichtig, damit du für Ihn "sichtbar", also wichtig wirst. Das Vertrauen dieses Hundes wirst du dir erarbeiten müssen.

Im Prinzip ist es ganz einfach, du solltest nur ein paar Regel beachten und dich selbst konsequent daran halten.

Sei immer authentisch, also deine Körpersprache sollte mit dem Befehl, den du gibst, übereinstimmend sein. Kein mit dem Körper vielleicht ausdrücken, wenn du**** Nein**** meinst und auch wirklich willst. Denn deine Körpersprache ist für Hunde klar verständlich und hat Prio 1 in der Verständigung für Hunde.

Wenn das ein Problem sein sollte, dann beobachte dich einmal vor dem Großspiegel, wie du einen Befehl gibst, strahlst du jetzt Autorität aus, würdest du dich jetzt ernst nehmen?

Glaube mir, dass ist nicht lachhaft, gerade dieses haben wir in unserem Verein auf unseren Hundeübungsplätzen so oft festgestellt und es änderte sich mit der entsprechenden, authentischen Körpersprache des Hundehalters sofort.

Die Halter wurden für die Hunde glaubhaft, verständlich. ** Körpersprache ist Hundesprache pur.**

Klare, kurze eindeutige Befehle geben, mit immer den gleichen Worten, fest und bestimmt. Sage Z.B. Sitz und nicht (setz dich, hinsetzen, mach endlich Sitz usw.). Wenn er Sitz oder Platz verwechselt, üben, immer erst einen Befehl, dann den nächsten üben, zwei Wochen später.

Denn er versteht ja die Worte nicht, sondern nur die Klangfolge. Unterstützend kann sein, ein immer gleiches Handzeichen zum Befehl und vor allem immer Blickkontakt mit ihm halten und belohnen.

Wenn er dich anschaut, immer den Blickkontakt bestätigen, mit einem Lächeln oder Ok oder seinem Namen, natürlich ab und an mal mit einem Leckerchen, so ein paarmal am Tag.

Sehr wichtig, du startest und du beendest jede Aktivität (schmusen, spielen, spazieren gehen) , niemals er, wenn er z.B. keine Lust mehr hat.

Lass dich auch nicht von den "treuen" Hundeaugen erweichen oder durch seine Bettelpfote zu irgendetwas verleiten, z.B. Schmusen oder ein Leckerchen.

Dann agiere immer in liebevoller Ruhe, Gelassenenheit und Konsequenz/Strenge, nicht mit Lautstärke. Wenn du einen Befehl sagst und er kann ihn schon, dann setze dich auch durch, I-m-m-e-r, sonst gib ihn erst garnicht, z.B. falls die Entfernung zu groß ist.

Wenn er den Befehl noch nicht immer kann oder will, dann zurück an den Start und an der langen Leine (20m lange Wäscheleine) diesen Befehl wieder mindesten 1-2 Wochen an ruhigen Orten üben, später, wenn er es kann, an Orten mit Ablenkung üben.

Die Schleppleine sollte für 6-8 Wochen Euer ständiger Begleiter sein. Erst wenn es 14 Tag lang gut klappt, auch der Rückruf (das Kommen), erst dann kann er wieder frei laufen, sonst hast du ein lebenslanges Problem.

So hast du in wenigen Wochen, wirklich konsequent eingehalten, einen zufriedenen, aufmerksamem und eng an dich gebundenen Hund.

So wie du über ihn denkst oder ihn respektiert, so bindest er sich an dich, wenn du innerlich über ihn schimpft mit dem Worten, dieser Köter o.ä., so kommt es zu dir zurück, weil du es unbewusst in deiner Körperhaltung ausdrückst und die versteht er zu 100% ;-D), denn Hunde sind Weltmeister im Körpersprachen verstehen, mehr als du dir vorstellen kannst.

http://www.gutefrage.net/nutzer/Portbatus/tipps/neue/1

Weitere Tipps zum Thema Hund findest du in meinem Profil, wenn du auf diesen Link klickst und bei meinen Tipps "rumschnüffelst".