Hund frisst nicht trotz Freigabe. Wieso?

8 Antworten

Klassischer Fall von Fehlkommunikation, nur nicht vom Hund sondern von den Haltern!

Meine müssen auch warten, allerdings würde das so aufgebaut, das die Hunde es nicht fehlverknüpfen können und erst Recht nicht verunsichert werden.

Während das Futter zubereitet wird, lernen bei mir die Hunde schon sitzen zu bleiben, vorab wird ein klares Markersignal trainiert, welches das richtige Verhalten verstärkt, das warten. Dann wenn ich damit anfange das zu trainieren, wird während der Futterzubereitung immer ein Teil vorher an die Seite gelegt.

Dieser Teil dient als Verstärker fürs warten. Erst wenn der Hund sich bei der Futtergabe anfängt zu entspannen und den Ablauf erlernt hat, wird das ganze mit hinstellen des Napfes erweitert.

Ein Non reward Marker (kein Erfolg Signal) baue ich nebenbei auf. Gehe ich mit dem Napf los und der Hund springt auf, ertönt dieses Signal und der Napf wird wieder auf die Anrichte gestellt.

Dann wird wieder das Sitz signalisiert und das bleiben.

Das wird dann nur mit dem hochheben des Napfes getestet, klappt das kommt das Markersignal und der Hund weiß das sitzen und warten ist gemeint. Je nach Hund und erst Recht je nach Fähigkeiten des Halters kann das sehr schnell gehen, wenn man es richtig macht.

Bin ich soweit gekommen das ich zum Napf hinstellen komme, ohne das der Hund aufgesprungen ust, gibt es wieder das Markersignal und das Freigabesignal in Folge, die Verstärkung ist dann das fressen.

Das es wird von mir ganz klar freigegeben, es wird hingestellt mit einer Handbewegung zum Napf wird ein „Nimm“ gesprochen und dann gehe ich vom Napf weg und der Hund darf in Ruhe fressen.

Das erfordert Zeit und Geduld, gerade ihr solltet nun am besten von vorne anfangen.

Was habt ihr denn gemacht, wenn der Hund trotz „Verbot“ gefressen hat?

ja, so kann man das machen, da spricht nichts dagegen.

Meine sind auch ruhig und entspannt, wenn das Futter kommt. Dann dürfen sie fressen. Ich stelle es allerdings nicht auf den Boden wie bei den Pudeln und jetzt wartet mal.

Ahjee :-) mein ehemaliger Angsthund würde alles nass sabbern :-)

Übrigens fällt mir ein. Auch er fraß nur aus der Hand, auch beim ersten Besitzer schon.

Ich habe lange gebraucht, dass er lernt, dass er auch aus einem Futternapf fressen kann.

Er frisst sehr schön alleine. Nicht hastig, er weiß niemand nimmt es ihm weg. Jeder hat seine Näpfe.

lieben Gruß

Gut erklärt

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@Sternfunzel

Ich würde sowas nie mit Strafe verbinden, auch nicht mit viel Stress, bei uns wird alles frust- und straffrei erlernt und so haben auch alle 8 Hunde gelernt zu warten, aber erst jeder für sich alleine, dann zu zweit, dann zu 3, usw.

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@Elocin2910

Ich würde sowas nie mit Strafe verbinden,

Bloß nicht , ja.

Du hättest meinen sehen sollen, als der aus zweiter Hand zu mir kam, ich glaube auch Du hättest den Kopf geschüttelt, der hat die Angst regelrecht ausgestrahlt, der lebte eigentlich gar nicht vor Angst. Sogar eine 40 cm minimale Steigung traute er sich nicht zu laufen.

Und jetzt ? ein unglaublicher stolzer freier Hund, spielt total gerne ist freudig, er hat richtigen Glanz in den Augen.

er lebt , wieder :-) Für ihn ist es wie ein zweiter Geburtstag .

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@Elocin2910

ja, von das was er war, er war ein nicht lebendiger Hund, die Angst hatte ihn total unter Kontrolle zu Heute . Heute, er schwimmt gerne, er springt mit Anlauf ins Wasser, er freut sich über andere Hunde über Menschen, Neugierig bei Hundemessen :-) er hat seine Nase überall, er spielt so gerne. Draußen , darf er ohne Leine, weil er sich super abrufen lässt . Er kann aber an der Leine auch sehr locker und gut Fuß. Er kann alles. Er hat alles neu gelernt mit mir.

Spielen ist toll-

Wir können doch nochmal, oder ? Du spielst doch nochmal mit mir. :-) er hatte das alles nicht . Er ist 4 und holt nach und findet das Leben wunderschön. er hat jetzt eine Art Swimming pool .. also das ist schon toll, hat mein Mann für ihn gebaut. Und da mit Spielzeug rein.

Er mag gerne auch von Fremden gestreichelt werden, besonders Kinder. Er liegt oft neben dem wilden Kater und der ist ein wilder hat Jahre draußen verbracht , kommt nur rein, wenn er wirklich will. Und dieser Kater mag ihn, das will was heißen. :-) er liegt oft neben ihm. Und weites Gassi gehen. Abrennen.

vorher hatte er : Kurz Gassi , und dann warten zwischendurch hat man ihn wieder kurz Gassi und hier hast Dein Spielzeug.

Und da kamen die Trennungsängste, da störte er die Nachbarn.

Wir haben einen Hundespielplatz gemacht, aus unserer eingezäunten Wiese.

Wir haben ein großes Grundstück und die Gegend ist optimal zum laufen, dieser Ort hat viel Wald und Bäche.

er ist glücklich:-)

lieben Gruß

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Kann es sein, dass ihr es übertreibt und der Hund verunsichert ist? Gerade wenn du schreibst, dass er Angst vor dem Napf zu haben scheint wenn ihr den hinrückt...

Und/Oder er allgemein sehr sensibel ist und auf jede noch so kleine Zuckung von euch reagiert?

Ich würde dieses Training mal zurück fahren und mich lieber auf Wichtigeres konzentrieren und schauen was dann passiert.

Der Hund ist Irritiert . Gebt ihm sein Futter , da braucht man keine Übungsstücke zu machen-

Stell Dir vor , Du gehst in ein Restaurant , Deine Pizza oder was auch immer wird gerade auf dem Teller serviert.

Und Du willst beginnen zu essen , und Kellner sagt , Nein warte auf die Freigabe vom Koch.

Was soll der Stuss, der Hund darf entweder fressen oder er darf verhungern. Er versteht dieses nicht .

Wenn ein Wolf was in der Natur reißt, dann frisst er so, dass er nicht jeden Tag Futter braucht .

Auf welche Freigabe sollte ein Wolf warten?

Verblödet den Hund nicht, sonst kann es Euch passieren, dass er eines Tages gar nicht mehr selbstständig frisst . Dann habt ihr ein Problem.

freundlichen Gruß

Klingt schwer nach Fehlkommunikation.

Meine beiden Hunde haben es so gelernt:

Wenn es Zeit fürs Futter ist, geht jeder auf seinen Platz und bleibt da sitzen. Das Sitz-Signal wird durch positive Verstärkung unterstützt. Wenn ich die Näpfe aufhebe und sie stehen auf, gehe ich zurück, stelle die Näpfe hin und gebe erneut den Befehl "Auf euren Platz".

Wenn dann wieder Ruhe und Ordnung eintritt, nehme ich wieder den Napf, demonstrativ langsam und gehe langsam Richtung Futterstelle. Ich mache so lange weiter, wie sie sitzenbleiben. Wird rum gezappelt, bleibe ich stehen. Wird aufgestanden, geht es zurück.

Wenn die Näpfe stehen geht es ans eingemachte, das Futter wäre ja in Reichweite... Das hat ein bisschen gedauert, ging aber auch gut mit positiver Verstärkung des Sitz-Befehls.

Danach habe ich sie zu mir gerufen, auf halben Weg Sitz machen lassen, damit sie runter kommen und dann ging es zum Napf.

Sie fressen räumlich weit getrennt und den Futterneid zu reduzieren, so schlingen sie auch nicht und sie fressen auch nicht in der Küche, in der ich selbst esse. So brauchen sie sich nicht einbilden, es fällt was für sie ab. Futter gibt es nur im Napf oder aus meiner Hand.

Ein fünf Monate alter Hund ist ein Baby. Und dieses Baby ist verunsichert. Überdenkt mal eure Art einen Hund zu trainieren. Wichtiger wär es, ihm draußen wenn ihr unterwegs seid beizubringen nichts zu fressen. Aber alles in Maßen. :)

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Seit über 30 Jahren mit Hunden

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