Hund angezahlt und aufgrund einer Verspätung einfach weiter verkauft?

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7 Antworten

Hallo,

so ganz verstehe ich das nicht. Im Kaufvertrag war doch sicher kein Abholungstag und keine Uhrzeit vereinbart? Wie also will die "Züchterin" beweisen, dass der Hund zu spät abgeholt wurde?

Nur, weil es vllt. eine mündliche Abrede über den Zeitpunkt gab?

Und nein, eine solche Vorgehensweise wäre mit Sicherheit sittenwidrig - und ihr sind ja auch durch eure Verspätung keinerlei Kosten entstanden, die sie gegen die Anzahlung aufrechnen könnte. Denn sie hätte euch den Hund ja eben nur 3 Std. später übergeben müssen - in den 3 Std. hätte er vllt. noch einmal für 1 Euro was gefressen und für 1 Cent was getrunken - aber mehr?

NUR diese Kosten könnte sie nämlich in Ansatz bringen - ansonsten muss sie die Anzahlung natürlich erstatten - oder den Welpen gegen die Zahlung des Restbetrages übergeben.

Wieso man für einen Vermehrerhund Hunderte von Kilometern fährt, bleibt mir ein Rätsel, solche Hunde findet man überall, auch in der Nähe. Aber das muss ich ja nicht verstehen.

Gutes Gelingen

Daniela

Ich würde die Frau per Einschreiben auffordern, Dir das Geld mit Fristsetzung zurückzuzahlen und ankündigen, dass Du den Vorgang zum Anwalt gibst, wenn Du bis Datum X keinen Eingang des Geldes auf Deinem Konto verzeichnest.

Zusätzlich würde ich mit einer Anzeige (Betrug) drohen. Die Übergabe/ Annahme hat sich unverschuldet und angekündigt um 3 Stunden und nicht um drei Monate verzögert. Die im Vertrag gewählte Formulierung wird damit rechtlich nicht haltbar sein.

Was heißt hier "wenigstens" ? Das ist ja wohl nur recht und billig, das Geld zurückzubekommen.

Dass die Anzahlung bei nicht pünktlicher Abholung verfällt, ist schlicht sittenwidrig, egal, ob Du das unterschrieben hast - wo gibts denn sowas!

Darüberhinaus ist es nicht mal Dein Verschulden, nicht pünktlich gewesen zu sein.

Ist die Züchterin beim VDH? Müsst sie eigentlich, sonst gibts keine Papiere für die Hunde.

Fordere sie schriftlich auf, Dir Deine Anzahlung zurückzuüberweisen und teile ihr mit, dass Du sonst Anzeige erstatten wirst und dem VDH ebenso wie dem Labrador Zuchverband Deutschland über diesen Vorfall informieren wirst - das hätte unangenehme Konsequenzen für sie.

Leider ist sie, soweit ich weiß in keinem Verein. Unser Welpe hätte auch keine Papiere gehabt. Vielen Dank, das werde ich tun.

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@AquaFan007

Schade, die Drohung mit dem VDH hätte bestimmt gewirkt, dennoch gibt es für den Einbehalt einer Anzahlung keine Rechtsgrundlage, es sei denn, es wären durch die Verzögerung der Abholung neue Kosten entstanden, diese könnten dann in Rechnung gestellt werden,

Das ist in Deiner Sache natürlich nicht der Fall. Diese Züchterin spekuliert wohl darauf, dass man sich wegen 300 Euro nicht auf einen eventuell teuren Rechtsstreit einlässt - Darauf würde ich es an Deiner Stelle aber ankommen lassen, denn Du bekommst auf alle Fälle recht.

Du brauchst Dir auch zunächst nicht einmal einen Anwalt zu nehmen, sondern kannst ihr nach einer schriftlichen Zahlungaufforderung vom Amtgericht einen Mahnbescheid schicken lassen - das wirkt schon mal.

http://www.mahngerichte.de/verfahren/verfahrensablauf/mbantrag.htm

http://www.mahngerichte.de/verfahrenshilfen/kostenrechner.htm

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@dandy100

Vielen Dank du hast uns sehr geholfen. Wir werden auf jeden Fall nie wieder so dumm sein und einen Hund aus dem Internet kaufen. Wir haben unsere Lektion gelernt. 

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-> hobbyzüchter....glaubst du wirklich, die war im VDH? ein seriöser züchter verkauft nicht einfach weiter, wenn man anruft, das man im stau steht....

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einen welpen der innerhalb des VDHs gezuechtet wird ist deutlich teuerer!

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@inicio

und außerdem sind "Papiere", also Ahnentafeln, nicht geschützt. Jeder Vermehrer kann sich eine solche Fantasie-Ahnentafel am Computer gestalten und ausdrucken. Das kann man sogar für Mischlinge machen:

Vater: Bello von nebenan

Mutter: Hexe

Mutter vom Vater: Holla die Waldfee

Vater vom Vater: Runter vom Sofa

usw.

Man darf eben nur einen Stammbau erstellen, und diesen mit dem VDH-Logo o.ä. versehen - das wäre dann Betrug. Eine Ahnentafel zeigt ja nur auf, aus welchen Tieren der Hund entstanden ist ...

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@dsupper

Oh oh, böser Fehlerteufel!! Ich meinte natürlich, man darf eben KEINEN Stammbaum erstellen ....

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Naja kommt davon wenn man zu irgendwelchen vermehrer geht..

Wahrscheinlich ist der Vertrag nicht mal rechtens, das kann euch ein Anwalt sagen. Auch weiteres Vorgehen wird euch der Anwalt sagen.

sei froh das du da keinen hund gekauft hast, das wird hundemafis sein...kranke, nicht geimpfte hunde von vermehrer,sehr unseriös...aber vielleicht ist dir das jetzt eine lehre,das hundewelpen nicht im internet gekauft werden, wie ware,ein stück brot od.ein liter milch...alleine schon die anzahlung ist unseriös,kein züchter der seine welpen liebt,zwingt irgendwelche bewerber zu einem kauf...wens nicht passt,wir weiter gesucht u.nicht an ein plätzchen vermittelt bei dems von anfang an nicht passt...wegen den 300€würd ich einen anwalt kontaktieren

auch serioes zuechter nehmen ofteine anzahlung fuer ihre welpen, die geht aber natuerlic hzurueck, wenn sich einer der parteien anders entscheidet!

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@inicio

warum nimmt man dann überhaupt eine anzahlung?das setzt nur die käufer unter druck...ich persönlich würde nirgends einen welpen holen mit anzahlung...find ich unseriös...der züchter sucht sich ja die käufer aus

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das ist das problem bei sogenannten "hoobyzuechtern" oft faellt man da auf unsieroese hundevermehrer rein. es gilt nur der vertrag , den du unterschrieben hast.

im notfall musst du klagen, ob das im verhaeltnis  steht solltest du deine anwalt fragen

Bei einer Klage würde er auf alle Fälle Recht bekommen, denn für das Einbehalten einer Anzahlung gibt es keine Rechtsgrundlage, diese Vertragsklausel ist ungültig, egal ob der Fragesteller sie unterschrieben hat oder nicht - die Kosten eines Verfahrens müsste dann die Züchterin tragen.

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du hast keine möglichkeit dein geld wiederzubekommen.
genau aus dem grund kauft man nicht bei "hobbyzüchtern" sondern bei eingetragenen züchtern vom VDH.
nimms als lehrgeld und such weiter ...

Natürlich kann er sein Geld zurückfordern - es gibt keine Rechtgrundlage für das Einbehalten einer Anzahlung, es sei denn man hätte schuldhaft weitere Zusatzkosten verursacht.

Diese Vertragsklausel, die der Fragesteller unterschrieben hat, ist ungültig bzw sittenwidrig, er kann sofort einen Mahnbescheid vom Amtsgericht schicken lassen und würde bei einem Verfahren recht bekommen - die Kosten hierfür würde dann die beklagte Züchterin tragen müssen

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so kenne ich das auch... habe früher im Tierheim gearbeitet, da kam das öfter vor dass die Leute veräppelt werden und dann lieber zu uns in TH kamen.

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dandy100: die erfolgsquote, bei solchen "züchtern" seine kohle wiederzubekommen , ist gleich null.

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