Hartz IV Empfänger gewinnt 1.000.000 €?

16 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es käme nicht darauf an wann etwas gewonnen wird, sondern wann man es nach dem Zuflussprinzip auf dem Konto hat, wäre das dann noch im Monat des Gewinns der Fall, dann müsste die Leistung inkl. des KK - Beitrags für diesen Monat zurückgezahlt werden und der Bewilligungsbescheid würde aufgehoben.

Dann muss man sich ggf. selber freiwillig bei seiner KK - versichern.

Und wenn man in dem Schreiben nichts von dem Lottogewinn erwähnt, sondern nur den Bezug von Hartz IV kündigt ohne Angabe von Gründen, werden die nicht stutzig?

0
@ThomasM1982X

Man muss nichts kündigen, jeder der z.B. ALG - 2 oder andere Sozialleistungen bekommt, ist verpflichtet seiner Mitwirkungspflicht nachzukommen, also Änderungen in den wirtschaftlichen wie finanziellen Verhältnissen unaufgefordert zeitnah zu melden und nachzuweisen.

Also z.B. einen Kontoauszug in Kopie mit einer ALG - 2 Veränderungsmitteilung beim Jobcenter abgeben, was anderes muss man da nicht machen, dann bekommt man einen Aufhebungs und Erstattungsbescheid.

3

Danke dir für deinen Stern !

1

Kündigen kann man den Bezug von ALG 2 nicht, sondern nur einen Vertrag. Man hat halt eine Mitwirkungs- und Informationspflicht gegenüber dem Jobcenter.

Ich selbst würde in so einem Fall das Jobcenter erst dann informieren, wenn das Geld auf meinem Konto wäre. Denn, der reine Anspruch auf den Gewinn nutzt Dir nichts, solange Du nicht über das Geld verfügen kannst. Aus meiner Sicht bist Du bis dahin bedürftig und infolgedessen noch leistungsberechtigt.

Ihm droht natürlich nichts, er bekommt dann ab den nächsten Monat kein Harz 4 mehr.

Steuern muss er auch noch bezahlen. Macht bei 1.000.000 € 500.000€ der Rest ist seins.

Bei Lotto ganz klar nein, beim "Wer wird Millionär ?" wird derzeit wohl auch keine Steuer erhoben, es liegt aber an der Grenze. Daher empfielt es sich für die "Wer wir Millionär ?"-Gewinner eine Steuererklärung mit Offenlegung des Sachverhalts zu machen. Dann bekommt er nämlich einen Steuerbescheid, der bestandskräftig wird.

Entscheidend ist für die Steuer bei Shows ist, ob das Geld aufgrund von Leistungen gezahlt wird.

Wieso gehst Du von einer "Bedrohung" aus ?

In dem Monat, in welchem er den Gewinn erhält / erhalten hat, wird sein Anspruch auf ALG II entfallen.

Wenn das eine (Be)drohung ist, dann bekommst Du von mir noch eine Portion Mitleid.

Die Frage war, ob ihm ein Nachteil "droht". Deshalb wird er noch lange nicht bedroht. Das ist ein gewaltiger Unterschied.

0
@ThomasM1982X
 Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Eben nicht, weil es keine (körperliche) Gewalt ist.

z.B.

Droht mir ein Unheil, werde ich von dem Unheil bedroht. :o)

1
@KHSchindelar

Bedrohen kann man nur mit einem empfindlichen Übel, welches allgemein als verwerflich angesehen wird. Andernfalls drohen einem Nachteile. Wenn der Hartz IV Empfänger durch seinen Lottogewinn kein Anspruch mehr auf Hartz IV, dann droht ihm also kein empfindliches Übel und auch kein Nachteil, denn er hat ja 1.000.000€ Lottogewinn.

0
@ThomasM1982X

Die (Be)drohung hast Du ins Spiel gebracht.

... und zwar im Zusammenhang mit Hartz IV.

Du erinnerst Dich ?

0
@KHSchindelar

Die Bedrohung habe ich gewiss nicht ins Spiel gebracht, das hast du, erinnerst du dich? In meiner Frage ging es darum, ob dem Hartz-IV Empfänger "Nachteile" drohen. "Mit Nachteilen bedrohen" ist etwas anderes. Damit würde sich das Jobcenter aber strafbar machen.

0
@KHSchindelar

Ganz deiner Meinung. Darum brauchst du deinen Kommentar aber nicht gleich wieder löschen :P

0

Das Amt fordert die Leistung des laufenden Monats zurück. Bei besonders bescheuerten Sachbearbeitern kann durchaus die Idee keimen, die Kohle des laufenden Bewilligungszeitraumes zurückzufordern. Also ca 6 Monate sind das ja immer soweit ich weiß...

Das Finanzamt erklärt dem Gewinner dann, daß er keine Million gewonnen hat sondern einen nicht geringen Teil davon als Steuer abtreten soll...

Was schwierig werden kann wenn der Gewinner keinen kühlen Kopf behalten hat und den Gewinn schon verbraten hat.

Dann hat er 2 Millionen Schulden und ne 6monatige Sperre beim Amt weil er vorsätzlich wieder bedürftig wurde.

So in etwa ist das dunkelschwarzeste Szenario das möglich ist. ;)

warehouse14

Man bekommt die Million bereits komplett versteuert. Man kann sie also nicht davor verbraten.

2

Lottogewinne sind Steuerfrei. Vom Einsatz wird die Steuer schon abgezogen. Der Gewinn ist Netto.

Erst der Anlagegewinn wird wieder versteuert. Zb bei 1 000 000 angelegt, 20 000 Gewinn gemacht wird von den 20 000 Steuer abgezogen.

5

Er hat nicht 2 Millionen Schulden, sondern nichts. Das lag wahrscheinlich daran, dass er nicht wußte, was er mit dem Geld anfangen soll. So gesehen ist das Schlimmste, was ihm passieren konnte, nicht zu wissen was er mit dem Geld überhaupt macht.

1

Was möchtest Du wissen?