Glauben auch "moderne Christen" an Adam und Eva?

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Es gibt heute noch Christen, ide daran glauben. Stichwort evangelikale Christen, Junge-Erde-Kreationisten.

Aber ich denke, sie nicht als modern zu bezeichnen, da dieser Glaube schon sehr alt ist.

Jene, ide nicht an Adam und Eva glaiben, sind eher modern.

Die Geschichte mit Adam und Eva, bzw. die gesamten beiden Schöpfungsgeschichte der Bibel lassen sich nicht mit dem derzeitigen Stand der Naturwissenschaften vereinbaren. Der Begriff "erschaffen" ist in der Bibel nicht weiter definiert, aber die Reihenfolge stimmt nicht mit der wissenschaftlichen Variante überein und ebenso viele andere Aspekte nicht. Alle unstimmigkeiten aufzulisten, ist etwas schwierig, aber eine dürfte leicht zu erklären sein:

Angenommen wir hätten festgestellt, dass die Erde wirklich zwischen 6000 und 7000 Jahre alt ist (selbst die ältesten lebenden Pflanzen sind älter), so wäre es völlig willkürlich anzunehmen ,dass die ersten Menschen zwei Leute namens Adam und Eva waren und in einem Garten gelebt hätten. Das ist eine mögliche Geschichte. Es gibt auch ndere Überlieferungen, in denen Adam zuerst eine andere Frau namens Lilith gehabt hat. Und dann gibt es noch Möglichkeiten, die nicht als antike Texte bekannt sind. Adam und Eva als historisch zu betrachten wäre also völlig willkürlich und daher unwissenschaftlich.

Natürlich gibt es einige Leute, auch welche, die als Wissenschaftler arbeiten, die versuchen, diese Schöpfungsgeschichte wissenschaftlich zu beweisen, ebenso wie die Sintflut. Einer der bekanntesten ist Werner Gitt.

Aber das bedeutet nicht, dass diese Hypothesen wissenschaftlich relevant wären. Es war bisher immer so, dass einige wenige Wissenschaftler an Hypothesen festhielten und sie für wissenschaftlich hielten, welche völlig unplausibel, doer unmöglich sind. Kalte Fusion, Homöopathie und so weiter.

Der deutsche Autor Thomas Waschke hat eine Internstseite, in der er solche Argumente untersucht: http://www.waschke.de/twaschke/index_o.htm

Die Schöpfungsgeschichte in 1. Mose 1,26-27 und 1. Mose 2,7+18+20-23 befasst sich mit der Schöpfung des Menschen. Das, was da beschrieben wird, kann mit Evolution nicht in Übereinstimmung gebracht werden. Der Name Adam taucht in der Bibel erst nach seiner Erschaffung aus. Von Eva steht in 2.Mose 2,23, dass man sie Männin nennen wird. Eva taucht erst in 1.Mose 3 Vers 20 auf. Dort steht, dass Adam seine Frau Eva nannte. Was sollte mich dahin bringen, Namensgebungen anzuzweifeln? Dann könnte ich ja jeden Namen anzweifeln, auch Deinen! Der Bericht von der Erschaffung der Menschen erscheint mir glaubhafter als jede Evolutionstheorie. Bis heute ist es niemandem gelungen, auch nur ein einziges Wesen zu schaffen, dass von sich aus oder durch Einwirkung der Natur Leben in sich trägt oder trug. Will man mir nun weiß machen, dass das nicht so ist? Ich sehe keinen Anlaß dafür.

Die Frage ist vielmehr, warum hat man diese Selbstentwicklungstheorien überhaupt erfunden? Tatsache ist, dass diese Theorie nicht so neu ist wie man meint. Nicht Darwin und seine Kollegen sind Entdecker dieser Theorien, sondern bereits vor 5.000 Jahren - zur Zeit vor der Sintflut - hat es sie gegeben. Und die Menschen von damals sind für mich wahrhaftig keine Vorbilder. Nach dem biblischen Bericht wurden sie wegen ihrer Bosheit vernichtet. Und das nicht ohne Grund. Jesus hat für unsere heutigen Tage gesagt, dass es vor dem Ende dieser Welt und seiner Wiederkunft sein wird wie in den Tagen vor der Sintflut. Das gilt offenbar auch für die Entwicklungstheorie. Also kann man die Entwicklungstheorie als eine selbstzerstörerische Sache ansehen. Man wird aber diese Perspektive verlästern, weil sie für unsere Generation kaum Hoffnung lässt - außer einer Hinwendung zu Jesus und Gott. Da kann sich jeder nun entschließen, was er glauben will. Mir scheint die Perspektive realistisch.

Die Bibel ist nur eine Sammlung von Schriften, Moralvorstellungen und Gottesvorstellungen aus mehreren Jahrhunderten. An ihr haben viele viele Leute mitgeschrieben und sie hat nichts mit Wissenschaft zu tun, daher sollte man sie als Kulturgut schätzen, aber nicht als Quelle.

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