Wenn Adam und Eva nur eine Metapher sind warum war dann das Opfer von Jesus überhaupt nötig?

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Hallo Golem999,

Deine Überlegungen sind völlig richtig. Wären Adam und Eva nur erfundene Gestalten in einer Erzählung, dann ergäbe das Opfer Jesu Christi keinen Sinn. Es gibt jedoch überzeugende Gründe daran zu glauben, dass die beiden ersten Menschen tatsächlich gelebt haben.

Da ist zunächst einmal der kurze biblische Bericht der Genesis über die Erschaffung des ersten Menschen (Adam). Die Bibel berichtet folgendes: "Und Jehova Gott ging daran, den Menschen aus Staub vom Erdboden zu bilden und in seine Nase den Odem des Lebens zu blasen, und der Mensch wurde eine lebende Seele."(1. Mose 2:7).

Ist das, was hier ausgesagt wird, wissenschaftlich korrekt? Nun im "Staub", also in der Erde, sind all die 41 grundlegenden chemischen Elemente, aus denen der menschliche Körper besteht, zu finden. Die Formulierung "aus Staub" ist zwar einfach ausgedrückt ist aber dennoch mit den Tatsachen in Übereinstimmung. Da der Mensch aus etwa 100 Billionen Zellen mit Dutzenden Organen und 9 großen Organsystemen besteht, wäre zu fragen: Wie sollte dieses hochkomplexe und genial konstruierte biologische Gebilde ins Dasein gekommen sein? Wäre es wirklich vernünftig zu glauben, das zufällige Entwicklungen so etwas zustande bringen können? Oder ist es nicht weitaus vernünftiger zu glauben, dass ein intelligenter Designer dahinter steht, wie in dem eingangs zitierten Bibeltext zu lesen ist? Da der Mensch nicht nur eine Anhäufung lebloser Materie ist, sondern Lebenskraft besitzt, stellt sich folgende weitere Frage: Woher stammt diese Lebenskraft? Darauf hat die Wissenschaft bis heute keine Antwort gefunden. Auch kann sie noch nicht einmal genau erklären, was das "Leben" eigentlich ist.

Bemerkenswert ist auch, dass eigentlich das gesamte Menschengeschlecht und damit alle Menschenrassen miteinander verwandt sind. Wie anders wäre es sonst zu begründen, als damit, dass die Menschheitsfamilie auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückgeht? Der anatomische und organische Aufbau eines Menschen, egal welcher Rasse er angehört, ist stets identisch. Das wird auch in folgenden Werken gesagt:

„Die Wissenschaft bestätigt jetzt, was die meisten der großen Religionen schon immer gepredigt haben: Alle Menschen, ganz gleich, zu welcher Rasse sie gehören, stammen .  .  . von dem gleichen ersten Menschen ab“ (Amram Scheinfeld, Heredity in Humans, S. 238, Philadelphia und New York, 1972).

„Was in der Bibel schon seit Jahrhunderten über Adam und Eva, Vater und Mutter des ganzen Menschengeschlechts, steht, ist das, was die wissenschaftlichen Forschungen ergeben haben: daß alle Völker der Erde eine einzige Familie bilden und einen gemeinsamen Ursprung haben“ (Ruth Benedict und Gene Weltfish, The Races of Mankind [Die Menschenrassen], S. 3, New York, 1978).

Dass Adam nicht lediglich ein Sinnbild der gesamten frühen Menschheit ist, zeigt auch die Bibel selbst. So reiht sie z. B. Adam in verschiedene Geschlechtsregister ein, die eine Aufzählung historischer Personen darstellt. Ein Beispiel dafür ist der Stammbaum Jesu Christi gemäß Lukas, Kapitel 3, Verse 23 - 38. U. a heißt es dort: „Jesus selbst [war], als er sein Werk anfing, ungefähr dreißig Jahre alt und war .  .  . der Sohn .  .  . des David, .  .  . Sohn des Abraham, .  .  . Sohn des Adam.“ (David und Abraham sind bekannte geschichtliche Gestalten. Ist es daher nicht vernünftig, zu schlussfolgern, dass Adam eine wirkliche Person war? In einem anderen Bibelbuch, Judas 14, heißt es:"„Der siebte in der Linie von Adam her, Henoch, hat .  .  . prophezeit.“ (Henoch war nicht der siebte in der Linie von der gesamten frühen Menschheit her.)

Auch Jesus Christus sprach von Adam und Eva nicht lediglich als allegorische Personen. Das zeigt der Bericht in Matthäus 19:4,5:"[Jesus] sagte  .  .  .: ‚Habt ihr nicht [in 1.  Mose 1:27; 2:24] gelesen, dass der, welcher sie [Adam und Eva] schuf, sie von Anfang an männlich und weiblich gemacht hat und sprach: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e  i  n Fleisch sein“ .  .  .?‘  “ Diese Aussage Jesu belegt eindeutig, dass er den Bericht in der Genesis als Tatsachenbericht ansah.

Interessant ist auch die Aussage der Bibel in Apostelgeschichte, wo es heißt: "Und er hat aus  e  i  n  e  m [Menschen] jede Nation der Menschen gemacht, damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen, und er verordnete die bestimmten Zeiten und die festgesetzten Wohngrenzen der [Menschen]" (Apostelgeschichte 17:26. Auch hier wird wiederum bestätigt, dass die gesamte Menschheit von einem gemeinsamen Vorfahren abstammt.

Zum Schluss möchte ich noch einen entscheidenden Punkt herausstellen, warum der Glaube an den Genesisbericht über Adam und Eva so bedeutungsvoll ist. Durch diesen Bericht erhalten wir nämlich befriedigende Antworten auf die wichtigsten Lebensfragen, wie z. B.: Woher kommen wir? Welchen Sinn hat das Leben? Warum gibt es so viel Leid und Böses in der Welt und wird das Böse jemals beseitigt?

Das sind nur einige wesentliche Gründe, warum es einen Sinn macht, die biblische Erzählung von Adam und Eva für glaubwürdig zu halten.

LG Philipp

also mal von Adam und Eva abgesehen.....-- an die natürlich (!) praktizierende Christen glauben...--..... 

(....ok, es gibt sicher welche, die aus irgendeinem Grunde in einer Kirche Mitglied sind, sich daher Christen nennen, aber eigentlich mit Christ sein nicht viel am Hut haben......)

.....wurde mir mal das Thema Erbsünde sinngemäß so erklärt:


Adam und Eva waren unsterblich erschaffen, und sollten für immer in paradiesischen Zuständen leben, ebenso ihre Nachkommen....

....dadurch, dass sie sich in Versuchung führen liessen, und die verbotene Frucht nahmen und den Aussagen Satans glaubten.... 


entschied Gott, dass "der Lohn" für diese Sünde der irdische Tod sein wird.


dieser "Tod" wurde dann entsprechend an das gesamte Menschengeschlecht weiter "vererbt"....


Es kamen keine Nachkommen, die dann "unsterblich" gewesen wären...


Das wäre so gesehen die Erbsünde... der Tod....


Das Opfer Jesu zielte nun darauf ab, diesen "Tod" wegzunehmen, und den Menschen später wieder ein Leben in paradiesischen Zuständen zu ermöglichen..... und wieder mit "eweigem Leben" ausgestattet....



OK, genau kriege ich das auch nicht mehr so zusammen, aber im Groben erinnere ich mich so daran.....


Wenn es natürlich Adam und Eva nie gab, wäre auch ein Opfer Jesu unnötig gewesen, das stimmt logisch betrachtet....


Allerdings:


WENN manche sog. "Christen" es anders sehen... oder nicht mehr so daran glauben, stellen sie sich vermutlich auch die Frage nach dem Opfer Jesu nicht.....


Für praktizierende Christen dürfte diese "Problematik" aber nicht existieren....

Ich glaube auch an Christus, an das Sühnopfer, in gewisser Hinsicht auch an Adam und Eva, aber woran ich nicht glaube ist die so genannte Erbsünde. Letztere hat mit der Bibel nichts zu tun, und hat in der Bibel auch keine nachvollziehbare Grundlage. Durch den Fall Adams und Evas ist es überhaupt, zumindest der Bibel nach, möglich, dass wir existieren können. Durch diesen Fall von Adam und Eva sind wir aber auch sterblich. 

Das Sühnopfer brachte zuwege, dass wir, sofern wir von diesen umkehren, von unseren eigenen Verfehlungen in Bezug auf die Ewigkeit reingewaschen werden können, aber wir sind nicht verantwortlich für das, was andere getan haben, selbst bis zurück zu Adam und Eva. Durch die Auferstehung Jesu können auch wir irgendwann in der Zeit zwischen der Rückkehr Jesu und dem Weltgericht wiederauferstehen.

Das mit der Erbsünde sehe ich ähnlich wie Perrierle. Nicht dass ich deshalb einen Tisch umwerfe, denn der Tisch kann nichts dafür, aber ich kann es nicht leiden, wenn jemand mit etwas droht, dass nicht einmal entsprechend belegt bzw. entsprechend begründet ist, nur damit Menschen, die möglichst noch nicht einmal eigene Entscheidungen fällen können, durch ein Ritual in eine Religion aufgenommen werden, nur weil die Eltern meinen, dadurch etwas für das Seelenheil ihres Kindes zu tun, obwohl sie demnach offenkundig nicht verstanden haben, was die Jesus laut der Bibel meinte, dass Menschen wie den Kindern das Himmelreich gehört - und zu der Zeit Jesu wurden nicht Kinder, sondern erst Erwachsene getauft, ebenso wie er selbst bei seiner Taufe bereits erwachsen war - und auch in seinem Fall ging es nicht um irgendeine dubiose Erbsünde.

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