Gewitter: Blitz aus Steckdose?

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8 Antworten

Das hängt zunächst mal davon ab, ob euer Strom per Freileitung oder Erdkabel kommt. Bei einem so nahen Einschlag kann aber ein Überspringen überall stattfinden, selbst bei Geräten, die nicht mal angesteckt, ja nicht mal elektrisch sind.

Der Blitz verteilt sich nach dem Einschlag halbkugelförmig im Erdboden und es gibt für einen Moment einen Spannungsunterschied zwischen nahezu beliebigen Punkten. Werden diese durch ein leitfähiges Material überbrückt, fließt Strom. Ist die Spannung hoch genug, gibt es auch Funkenstrecken. Eine Frau wurde schon 3x beim Geschirrspülen getroffen.

Außerdem ist in Einschlagnähe die Luft ionisiert und verdampftes Silizium aus der Erde bildet leitfähige Aerosolwolken. Da ist manches möglich.

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Morastwinkel 23.08.2012, 23:44

Wir haben Strom per Erdkabel, gilt deine Antwort auch hierfür?

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HerrDeWorde 24.08.2012, 00:03
@Morastwinkel

Dann hat der Blitz nicht in die Leitung geschlagen, soviel ist klar. Dann hast du nur einen Teil des Blitzes erlebt, der sich irgendwie durchgemogelt hat. Bei so hohen Spannungen ist kaum was vorhersehbar und fast alles möglich. Nur in einen Faradayschen Käfig kommt kein Blitz rein. Ein Blitzableiter ist aber keiner und bietet darum nur zu so und so viel Prozent Schutz - also wird kaum jemand behaupten, dass garantiert keine "Schweinereieffekte" auftreten können.

Es kann sein, es kann aber auch einfach eine Blendung deiner Augen stattgefunden haben und der Blitz war ein Nachleuchten auf der Netzhaut. Ich nehme an, die Sicherungen sind noch intakt und verschmort ist auch nichts. Hmm. Dann war zumindest trotz Hochspannung kein großer Stromfluss vorhanden. Kann sich jeder denken, was er will.

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wollyuno 24.08.2012, 12:44
@Morastwinkel

auch erdkabel schützt nicht vor blitzschlag,hab schon erlebt,blitz schlug in hochspannungsmast über erdleitung in den boden,nach ca.200m im boden verlaufendes erdkabel von dort 500m weiter in kabelverteilerschrank den er in 1000 fetzen zerlegte.danach waren im umkreis alle telefonanlagen diverse haushaltsgeräte alles schrott

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HerrDeWorde 24.08.2012, 13:19
@wollyuno

blitz schlug in hochspannungsmast

Mast ist nicht Erdkabel - und dass Leitungen wie Kabel dafür geeignet sind zu leiten - auch 500 Meter weit - ist inzwischen kein Geheimwissen mehr.

Ein Kabel, das von Erde umhüllt ist, stellt für einen Blitz kein anziehendes Potential dar.

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wollyuno 13.06.2015, 14:42
@HerrDeWorde

und was hat das mit der frage zu tun?tatsache war er hat sich ein erdkabel ausgesucht 200 m weiter völlig mit erde umhüllt in 80cm tiefe und isoliert

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Möglich ist bei so einem nahen Einschlag alles. Aber es ist nicht wahrscheinlich dass so ein riesen Funken aus der Steckdose kommt und kein Gerät defekt ist. Schon einmal über den Tepich geschlurft das man sich selbst aufladet und dann die Antenne eines Sprechfunkgerätes berühren gibt einen unsichtbaren Überschlag, aber das Gerät ist dann tot (Eigenerfahrung). Also vermute ich dass du vom Blitz und Feuerzeug irritiert warst oder eine Entladung nahe der Steckdose stattgefunden hat. Nicht Blitz aus der Steckdose.

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Morastwinkel 26.08.2012, 22:04

Da waren einige Geräte kaputt, aber das war vorher, wir hatten da schon alles ausgesteckt.

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klar kann das sein,da ein blitz unberechenbar ist,würde da sicherheitshalber die anlage überprüfen lassen

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Bei den Erdkabeln kann es durchaus zu einer Induktion kommen. Dies hängt sehr von der Tiefe des Erdkabels und die Größe des Blitzes ab. Wie schon hier genannt, bildet sich bei einem Blitzeinschlag ein Spannungstrichter aus. Solange das Erdkabel auf einer konzentrischen Äquipotentialfläche liegt, hat man keine Potentialdifferenz. Sobald aber das Kabel nicht auf genau auf der Äquipotentialfläche liegt (was der Regelfall ist) hast du eine gewisse Spannung vorliegen. Die Verlegetiefe des Kabels ist hierbei von entscheidener Bedeutung, das das elektrische Feld mit 1/Abstand^2 abnimmt. Dies wird zum Problem, wenn das Erdkabel nah an der Oberfläche verlegt worden ist, da die Isolierung nur eine gewisse Durchschlagsfestigkeit hat. Dies scheidet bei euch aus, da ihr sonst keinen Strom mehr hättet und der Netzbetreiber das betroffene Stück Kabel austauschen muss.

Die normalen Blitzschutzsteckdose sind für einen vernünftigen Blitzschutz unzureichend. Für einen solchen Schutz gehören auch Grob- und Mittelschutz im Verteilerschrank. Als letztes dann der Feinschutz in der Steckdose. Ein bloßer Einsatz solcher Steckdosen ist nur bei kleinen Überspannungen Effektiv.

Bei direkteinschlägen kann ein Blitzableiter nur Brandschäden verhindern. Selbst gezogene elektrische Geräte mit Halbleitern werden durch das starke geschädigt und können im schlimmsten Fall nicht mehr funktionieren. Deswegen sollte man auch unbedingt gegen Überspannungsschäden durch Naturgewalten gut versichert sein.

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wollyuno 24.08.2012, 12:48

normale erdkabel von netzbetreiber wurden bis 2000 auf 80cm tiefe verlegt,danach nur noch 70cm,zumindest bei uns in franken

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Nein, das kann nicht sein. Die Drähte in der Instalation halten keine hohen Spannungen aus, Bei einigen hundert Volt Überspannung wird irgendwo im Kasten, in einer Verteilerdose oder in der Steckdose selber ein Lichtbogen entstehen der den Stromkreis kurzschließt. Viel mehr als ca. 1000V können kaum in der Verkabelung entstehen, das reicht nur für wenige Millimeter Lichtbogen ("Blitz"). Selbst wenn es mangels korrekter Erdung der Anlage die ganze Instalation im Potential anhebt, so hebt das das ganze Haus an, es gibt dann immer noch keine Potentialdifferenz (Spannung) zwischen Kabeln und Rest des Hauses das so lange Funken springen können.

So ein Lichtbogen setzt eine ungeheure Leistung um, der Lichtbogen selber ist heißer als die Oberfläche der Sonne. Hat es das Haus bzw. die Versorgungsleitung direkt erwischt, "sprengt" so ein Lichtbogen Verteilerdosen auf, Steckdosen aus der Wand oder es gibt (z.B. im Sicherungskasten) eine deutliche Rauchentwicklung.

Was Du gesehen hast wird eine Reflektion sein, so ein Blitz ist unglaublich hell. Ein Spalt in den Rolladen reicht um eine extrem helle Linie auf Wand und Boden zu projezieren.

Es ist natürlich nicht ganz ausgeschlossen, dass irgendwo ein Blitz zwischen Instalation (also auch Steckdose) und einem Wasserrohr oder Heizkörper auftritt. Aber dann gibt es sehr deutliche Spuren, Kupfer verdampft an der Strom Ein- bzw. Austrittsstelle, den Deckel der Dose hätte es weggesprengt und es hätte einen deutlichen Fleck gegeben wo der Boden getroffen wurde.

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ja,sowas kann sein. bei mir hat vor 4 jahren der blitz eingeschlagen,und es kamen funken aus der steckdose. seitdem habe ich richtig panik bei gewitter,und jetzt wo ich mich dran erinnere... ich glaub du kannst dir denken wie es mir grad geht.

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Bei einem direkten Blitzeinschlag kann alles passieren. Ich hab schon Steckdosen gesehen die aus der Wand geflogen sind. Und armdicke Kabel mit der Wasserleitung verschweißt.

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ja der blitz kann durch die steckdose kommen wenn er nah genug ist... so einer hat unser telefon geschrottet..... bzw die ganze telefonleitung

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