Gehaltsvorstellung für Uni-Absolvent übertieben?

8 Antworten

Wie hab ich denn "für fast 3 Jahre" zu verstehen? Ich kann dir zwar nicht konkret sagen, was in dieser Branche üblich ist, aber eine ANÜ Stelle ist i.d.R. meist schlechter dotiert als das Festangestellten Gehalt (Die Zeitarbeitsfirma will ja schließlich einen Gewinn für ihren unermüdlichen Einsatz für dich). Leider muß man realistischerweise davon ausgehen, das man als Abgänger ohne Vitamin B diese Angebote nicht ignorieren sollte. Und was das wichtigste ist, nutze die ANÜ als Sprungbrett bzw. suche nach nicht allzu langer Zeit eine Festanstellung, denn nach 10Jahren ANÜ brauchste dich wahrscheinlich gar nicht mehr bewerben.

ja genau, ich hab mich auf Anü beworben, weil ich es als Sprungbrett oder Übergang nutzen wollte. Aber nicht länger als 1 Jahr... -.- war da schon sehr verblüfft...

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@BlauesMeer111

Leider gibt es zwar Equal Pay, aber Recht haben und Recht bekommen sind 2 verschiedene Sachen. Leider ist einigen ZA's kein Trick zu dreckig um den eigenen Gewinn zu steigern. Deswegen sollte man immer bemüht sein, da möglichst schnell rauszukommen. Aber keine Sorge, mit etwas Glück und guter Leistung ist das auch meist kein Problem (je nach Beruf)

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Von den Vorstellungen muss man sich ziemlich schnell verabschieden. Ich weiß nicht, wer diese Statistiken mal gemacht hat. Insgesamt musste ich feststellen, dass es auch extrem unterschiedlich ist, was welcher Arbeitgeber zahlt. Ich hatte seit meinem Studium drei Arbeitgeber und mein jetziger Arbeitgeber zahlt mir im Monat 1.100 Euro brutto mehr als mein Arbeitgeber direkt nach dem Studium. Ich weiß nicht, ob du Männlich oder weiblich bist, aber als Frau hat man eh einen Abschlag der ganz ordentlich ist (sagt natürlich niemand offiziell), wenn es keine Tarifverträge mit geregeltem Gehalt gibt. Mittlerer 30T-Euro-Bereich gilt als realistisch für Uniabsolventen, Bachelor eher ein bisschen weniger. Du kannst immer noch aufsteigen.

"ungeheuer" wenig ist meines Erachtens etwas übertrieben.

Als Master-Absolvent schätze ich 40.000 bis 45.000 für realistisch ein zum Einstieg. Als Bachelor fände ich 35.000 bis 40.000 für angemessen.

Außerdem handelt es sich ja nur um das Einstiegsgehalt. In 3-5 Jahren sieht die Welt schon ganz anders aus. Da interessiert sich kaum noch jemand für dein Studium bzw. deine Praktika. Dann ist in erster Linie die Berufserfahrung relevant.

Fakt ist, im EK zählen Berufserfahrung (Softskills in Verhandlungen) mehr als Kennzahlenkenntnisse.Ich finde das Angebot von 35 garnicht schlecht, wobei die Automobilindustrie eher ein höheres Gehalt anbietet (im Durchschnitt gesprochen)

Ich würde es wie mein Vorschreiber annehmen (wenn nichts besseres da ist) und erstmal Erfahrungen sammeln. Es gibt durchaus Absolventen die deutlich weniger angeboten bekommen, zu Berücksichtigen sind allerdings auch die Benefits!

Ich würde Dir raten: Nimm alle Angebote, die Du hast, und wähle den besten aus. Egal, was der zahlt. Dann, mit diesem Job in der Tasche, kannst Du Dich auf besser dotierte Stellen bewerben. Solange Du nichts besseres bekommst, bist Du in Lohn und Brot und bekommst auch Praxis.

Nur warten auf das extrem tolle Angebot, da brauchst Du ein Wunder. Dein Wert nimmt eher ab als er steigt. Und wie lange willst Du warten?

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