Was sind die Folgen des BREXIT?

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8 Antworten

Offen gestanden ist das meiste Rätselraten, weil wir nicht wissen, wie dann die Weltwirtschaft aussieht, welche Belastungen in den nächsten Jahren auf die EU und Deutschland zukommen. Wahrscheinlich ist es dann für die EU der Anfang vom Ende - doch Totgesagte leben länger. In Deutschland ist immer noch viel zu holen und die Briten waren nach uns der größte Nettozahler - weshalb sie jetzt wieder Nachlässe rauspressen - zum 2. Mal. Dann haben wir bald als einzige den Spendierrock an. Es gibt noch einen Unterschied zu Deutschland, was die Wirtschaftsbeziehungen angeht: Meines Wissens nehmen keine britischen Banken am TARGET-Verfahren teil. D.h. wenn an brit. Firmen auf Kredit verkauft wird, muss der auch gezahlt werden. Bei Deutschland landen die Kredite im TARGET-Saldo der Deutschen Bundesbank, evtl. als uneinbringbare Forderungen. Und Angst vor Exporteinbruch: Der größte Außenhandelspartner ist Deutschland. Was sollen sie da fürchten. Der nächst größte in Europa sind die Niederlande, dann die Schweiz und dann erst Frankreich. Also gemach, wer nach einem BREXIS am meisten jammert. Man schaue sich die Verhandlungen an: Der schwächere Partner gibt am meisten nach - und - wer ist das? Wer wird von wem erpresst? Hinschauen genügt.

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Die Britten würden wirtschaftliche Einbußen haben, da sie den einfachen Zugang zum europäischen Markt verlieren und da es (zumindest im Moment) danach aussieht, als wenn der Finanzplatz London schrumpfen und rapide an Bedeutung verlieren würde. Geopolitisch verabschiedet sich die UK in die Bedeutungslosigkeit. Innenpolitisch könnte ich mir vorstellen, daß die EU-freundlichen Schotten erneut rebellieren.

Für die EU ist es auch nicht toll. Es würde einen unguten Präzedenzfall schaffen, es würde die EU politisch schwächen, gerade jetzt, wo die EU eh nicht so gut dasteht.

In dieser Situation gibt es keine Gewinner.

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robi187 19.06.2016, 19:35

doch die lobbysten macht könnte brechen? denn TTIP kommt jetzt noch dazu? und wo ist der kleine bürger? selbst die grenzen werden ja auf alle straßen verlagert? wo ist der vorteil des bürgers?

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Dar die Mehrheit der Schotten und Nordiren für einen Verbleib in der EU gestimmt haben führt es unter Umstellen zu mehr Seperatismus in diesen Regionen für viele Schotten War der Verbleibenden in der EU ein Grund gegen die Unabhängigkeit im letzten Referendum zu stimmen

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Liebe(r) Fragenkommissar, gutefrage-Antwortgeber berkersheim hat hier schon recht ausführlich über mögliche und vielleicht nicht mögliche Konsequenzen aus einem irgendwann einmal erfolgendem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union geschrieben. Auch ich denke, dass es tatsächlich jetzt nicht vollkommen überschaubar ist, was für wen nach einem Austritt Großbritanniens aus der EU passieren würde.

Ich denke, dass aber in der Diskussion hier bei uns in Deutschland vieles bezüglich des „Brexit“ vieles durcheinander gewirbelt wird.

Deshalb hier, was sehr viele Menschen in Großbritannien als „Reform“ der bisherigen EU-Mitgliedsverträge wünschen: Der britische Ministerpräsident David Cameron hat vier Wünsche seines Landes am 10. November 2015 dem EU Ratspräsidenten unterbreitet, die er gern in einer „verbesserten“ EU erreichen möchte. Die BBC hat die vier Punkte aus dem Original des Briefes
Camarons an “Dear Donald” [Donald Tusk, EU-Ratspräsident] veröffentlicht.

Dies ist der Punkt Nr 1 , der Cameron am Herzen liegt:

Schutz der Nicht-EU-Staaten
Cameron: “So we do not want to stand in the way of measures
Eurozone countries decide to take to secure the long-term future of their
currency. But we want to make sure that these changes will respect the
integrity of the Single Market, and the legitimate interest of non-Euro
members”.

Wunsch Nr. 2
Konkurrenzfähigkeit

Cameron in seinem Brief an den EU-Ratspräsidenten Donald Tusk: „…the burden from existing regulation is still too high. So the United Kinddom would like to see a target to cut the total burden on business“.

Wunsch Nr. 3
Kein EU-Einheitsstaat

Cameron möchte, dass die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nicht weiterhin auf das Ziel eines „Einheitsstaates“ hinarbeiten müssen. Cameron in seinem Brief an den EU-Ratsvorsitzenden Donald Tusk:
“I want to end Britain’s obligation to work towards an
„ever closer union“ as set out in the Treaty. It is very important to maker
clear that this commitment will no longer appy tot he United Kingdom.“

Wunsch Nr. 4
Sozialleistungen nur dann, wenn jemand vorher im Land gearbeitet hat.Cameron möchte erreichen, dass Einreisende in sein Land
nicht sofort und automatische Anspruch auf alle UK-Sozialleistungen erhalten.
Und dass Kindergeld nicht an nicht in UK lebende Kinder gezahlt wird.
Cameron in seinem Brief an den EU-Ratsvorsitzenden Donald
Tusk: „…we have proposed that people coming to Britain from the EU must live here and contribute for four years before they qualify for in-work benefits or social housing. And that we should end the practice of sending child benefit overseas."

Von einem sog. EU-Beitragsrabatt ist keine Rede. Darum geht es dem britischen Premierminister nicht.

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robi187 19.06.2016, 19:37

ja zu eu von unten aber nicht im name der lobbysten? wie viele § in namen der lobbysten geschah?

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Wenn denen das Geld ausgeht kann Deutschland vielleicht die Flugzeugträger kaufen.

HMS Queen Elizabeth - (Politik, Wirtschaft, England)
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