Findet ihr Shotokan Karate ist effektiv auf der Straße und generell effektiv?

11 Antworten

Jetzt bin ich persönlich seit rund 25 Jahren im Shotokan-Karate zuhause, auch u.a. als Übungsleiter. Daher weiß ich aus der langen Trainingszeit, dass es nun einmal Grundschultechniken gibt - aber auch vielfältige wirksame Anwendungsformen im Freikampf und darüber hinaus zum Zwecke der Selbstverteidigung, dies sind dann Techniken, die aufgrund ihrer Gefährlichkeit im sportlichen Freikampf nicht erlaubt sind. Doch um diese Anwendungsformen vernünftig und wirksam beherrschen zu können, muss man sich erst einmal mit den Grundtechniken befassen. Zum Vergleich: Wenn du die englische Sprache lernst, dann musst du schließlich auch zunächst verstehen, dass es eigentlich "it is not" (Grundschule) heißt, bevor man "it isn't" (Anwendungsform) sagt. Das hat folgende logische Konsequenz: In der Freikampf- und Selbstverteidigungsanwendung sind Karatetechniken nicht zu unterschätzen, aber das gilt auch für das "vermeintlich" harmlose Judo, das bei einem jahrzehntelang trainierten Judomeister eine effektive Waffe sein kann. Entscheidend sind vielmehr die Zeit der Trainingspraxis, die Erfahrung im Zweikampf und der Wissensstand des Aktiven.

Ein guter Karate-Unterricht sollte auch immer "gerecht" gedrittelt werden:

Grundtechniken (Kihon) - damit lernst du das Rüstzeug: Die Grundschule kann man mit dem Schleifen eines Messers vergleichen.

Kumite: Kampftraining in verschiedenen Formen, spielerisch (Randori), formell festgelegt und auch halbfrei, bis zu freien Kampf.

Kata: Formen - keinesfalls zu unterschätzen, denn sie sind das "Wörterbuch" des Karate. Werden Kata im Training vernachlässigt, werden die Schüler zu oft zu "Schmalspur"-Kämpfern.

Ich persönlich kann dir das Karate nur wärmstens empfehlen, auch wenn ich evtl. ein bisschen parteiisch bin. Außerdem lernst du dabei einerseits, dich erst gar nicht in Situationen zu begeben, in denen man sich prügeln muss und andererseits (fast noch wichtiger), seine Umgebung immer mit wachen Augen - aber nicht unbedingt mit Absicht - im Blick zu halten.

Und zuletzt: In jedem Kampfsportsystem braucht es rund 2 bis 3 Jahre, bis du in Sachen "Selbstverteidigung" etwas Brauchbares in den Händen hältst.

Good luck!

Bla bla bla, und kurzen gefasst, nicht nur Theorie hilft dir auf der straße. Du benötigst auch Praxis und kampferfahrung

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@Hayabusa661

Das ist relativ egal, ob du öfters einen "kurzen fasst", aber Fakt ist nun mal Fakt. (((-:

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MMA ist effektiver oder Muay Thai wäre noch was. Wenn man bedenkt das die meisten Straßenkämpfe auf dem Boden landen wäre MMA zu empfehlen.

Im Karate werden viele Tritte eingesetzt was im Straßenkampf nicht sehr sinnvoll ist , zumindest nicht wenn sie über 90 grad ausgeführt werden. Außer man trifft einmal perfekt zum Kopf aber wenn der Gegner eine einigermaßen gute Deckung hat ist das unrealistisch. Ich denke mal das der Gegner auch sehr schnell nah an einem dran ist daher finde ich Karate im Straßenkampf nicht so effektiv.

Sorry, aber von Karate hast du keine Ahnung.

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Die meisten scheinen zu vergessen das auf der Straße nicht der MMA-Profi gegenüber steht, sondern der "normale" Schläger.
Fast jede Kampfsportart ist für das Normale völlig ausreichend.

Ich bin kein DAN-Träger und sehr lange raus. Trotzdem würde ich behaupten, dass ich den meisten Gefahren auf der Straße durchaus gewachsen wäre. Aber das ist ja nicht der Sinn den Karate, auch nicht das Zerschlagen der Bretter....

Wer nur prügeln will, der wird in einem Dojo falsch sein und das sehr schnell merken.

Woher ich das weiß:Hobby – Braungurt in 2 Stilrichtungen

da sieht man das ihr noch echte Kämpfe hattet, wiedo antwortet ihr dann, die Straße ist keine Theorie

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@basiswissen

Nach der ersten schlägdrei wird einem klar, das man einstecken muss wenn man auf der straße sich verteidigen möchte, da gegen gibt es keinen aus weg. Ein sehr schmerzhafter Pfad jedoch word einem die Materie in einen realen Kampf vertrauter nach mehreren ernsten situationen die man schon hintersich hat, dabei geht einem auch das Licht auf wie du dich verhält und wenn du sxhon ahnung hast wie du jemanden ko haust aus erfahrung und dann noch kampf kunst trainierst, glück wunsch dann hast du aus dir selbst ne Waffe gemacht

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@basiswissen

Das kommt drauf an wie ich schon sagte, kämpfen ist keine besondere gabe, sondern etwas was du nur schwer erlernen kannst durch Selbsterfahrung die nicht sehr ratsam ist, hol dir ein Freund besorgt euch paar ordentliche boxhandschuhe und fragt an irgednwo auf einem Parkplatz ernste Angriffe zu inszenieren, indem einer von euch hin schlägt und der andere blockt die schläge, schaut das die Angriffe wirklich in sher kurzer Zeit sehr explosiv sind so wie im realen Kampf, so wirst du etwas vertrauter was die schläge in einem Kampf angehen, kampf kunst kannst du neben bei machen das ist auch jeden Fall keine schlechte Idee, wie gesagt wenn du mal Ahnung hast von der Materie wirst du zu einer Maschine glaub mir bro

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Ok aber kann ich die Shōtōkan Karate Techniken auch auf der Straße anwenden?

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@Junge732

Ja, definitiv. Man muss das Lehr-Karate als das sehen, was es ist: Eine Übung zur Vervollkommenheit des Bewegungsablaufs. Das habe nichts mit einem realen Figth zu tun. Ein Geri oder Tsuki wäre vollig daneben wenn man ihm im Kihon ausführen würde.
Ich musste, Gott sei Dank, "mein" Karate nur 3x nutzen. Ich bin gut damit gefahren. Aber es war gleichzeitig 3x zu oft.

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@basiswissen

Krass 3x... und lief es gut, ich mein hast du gut abgewehrt und hast du gut gekontert?

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@Junge732

Wenn es unbedingt sein muss: 1x Patt (die Polizei trennte uns), 2x K.O.
Ich war jung und dumm, es hätte nicht sein müssen.....

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@basiswissen

Du hast die K.O gemacht sauber, naja... welche Gürtelfarbe hattest du da? Und machst du Shotokan Karate?

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@Junge732

Zu der Zeit Orange, aber nach dem alten Gürtelsystem. Ich habe Shorin Ryu gemacht, was eine Art vom Shotokan ist, später Wado und viel Später Kenpo (nur 6 Monate)

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nein, das Resultat zählt, nicht wie der Kampfsport heisst.

Mir hat es damals nichts gebracht, hab aber beim grünen Gürtel auch aufgehört weil das Training keinen Spaß mehr gemacht hatte.
In den wenigen körperlichen Auseinandersetzungen habe ich eher Knie, Ellenbogen und Fingernägel eingesetzt. Nicht schön aber wirkungsvoll. Im Allgemeinen habe ich aber nie Streit gesucht und entsprechend selten welchen gefunden.

Ellbogen und Knie sind sehr effektiv.

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