Feuchte Wand?

Ist es eine Aussenwand oder laufen Wasserrohre durch die Wand?

Nur aussenwand der Rest ist noch nie feucht gewesen und oder schimmel

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hi 69zqux

die Tips von Dea2019 sind allesamt sehr gut. Aus deiner Frage meine ich aber zu erkennen, dass du nicht verstehst, was da eigentlich passiert. Bisschen Background (kannst du ja wegklicken, wenn zu kompliziert).

  • du hast ein Feuchtemessgerät gekauft für das Material (!) und misst da 3%. Das ist die absolute (!) Feuchte - die brauchst du erstmal nicht.
  • was dir helfen würde: a) ein Infrarot-Thermometer und b) so ein kleines Gerätchen, das die Temperatur und die relative (!) Feuchte anzeigt. Beides keine teuren Top-Teile - ich würde sagen mit nem zwanziger kommst du durch.
  • besorg dir ein hx-Diagramm (oder Taupunktdiagramm) von Google.

Was passiert:

  • die Schimmelsporen sind überall in der Luft und stören erstmal nicht. Wenn die aber die passende Feuchte (an der Wand (!) ) und die entsprechende Temperatur finden, nisten die sich ein und fangen an, zu wachsen. Das ist das Übel.
  • die relative Feuchte ist temperaturabhängig: je wärmer die Luft, umso geringer scheint die zu werden. Das hängt aber davon ab, dass warme Luft einfach mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann.
  • Aha - das ist der Punkt: wenn die Luft abgekühlt wird, kann sie nicht mehr so viel Wasser aufnehmen und gibt es an die kälteste Stelle (Wand) ab - schon wird die feucht. Der Punkt / Temperatur, an dem das Wasser abgegeben wird, heißt Taupunkt und ist aus dem Diagramm ablesbar (dazu brauchst du die Lufttemperatur mitten aus dem Raum und die relative Feuchte).

Was machst du jetzt?

  • du misst die Temperatur der Wand mit dem Infrarot-Thermometer und suchst die kältesten Stellen. Dort wird am ehesten der Taupunkt erreicht. Schuldiger gefunden.
  • Jetzt die Nacharbeit: warum ist die Wand gerade dort kalt? - Ursachenforschung. Wenn das Zimmer permanent nicht beheizt wird, dann sind die kalt. Solltest du jetzt einheizen, dann schlägt sich das Wasser aus der Luft an den kalten Wänden nieder - auch, wenn du lange auf Kipp lüftest - immer kurz und knackig, wie Dea beschreibt.
  • Du brauchst eine Wand-Temperatur, die so hoch ist, dass der Taupunkt nicht erreicht wird. Das funktioniert bei gleichmäßiger Beheizung.
  • Warum immer wieder die Türen auf? Gleicher Grund: wenn die warme Luft aus dem Wohnzimmer auf kalte Luft aus einem Zimmer trifft = Kondensation möglich.

Kann auch sein:

  • schlecht / ungenügend isolierte Wand oder Fenster (das würdest du an feuchten Scheiben erkennen): wird kalt, weil sie die Wärme von innen nach draussen durchlässt.

Rücke die Möbel etwas weiter von der Wand ab, die Luft muss dort zirkulieren können! Die Couch...schliesst die nah am Boden ab der steht die auf (kurzen) Beinen? Umstellen wäre eine (ggf vorübergehende) Option.

So heizen, dass die Wand nicht unter 16°C auskühlt. Also tagsüber um die 18-19°C dürfen es schon sein. Nachtabsenkung nicht unter 16°C.

Täglich 2-3mal stoßlüften: Alle Zimmertüren offen, Heizung vorübergehend runter drehen, an gegenüberliegenden Seiten der Wohnung Fenster für 5 Minuten GANZ öffnen, so tauscht die komplette Luft aus. Fenster wieder zu, Heizung wieder auf normale Einstellung.

Wenn die feuchte Stelle nicht zurück geht, dann über regelrechte Trocknung nachdenken und Ursachenforschung betreiben.

Die steht auf Beinen abgesehen des bettkastens

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Mit korrektem Heizen und Lüften.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Sachverständiger für Schimmelpilz im Wohnungsbau

Wie Heize ich aber nun KORREKT?

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@69zqux

20°C Raumtemperatur und 3x täglich für 5-10 Minuten lüften mit Fenster GANZ auf (NICHT auf Kipp).

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Wenn kein Wasser von außen oder aus Rohren die Ursache ist, dann muss besser geheizt und gelüftet werden.

Heizung ist jetzt seid 13:10 auf knapp 2 gestellt und an manchen Stellen ist es schon von ERROR (3 oder mehr) auf 2,5-2,6 gesunken

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@69zqux

Es scheint offensichtlich am zu wenig Heizen gelegen zu haben.

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@habakuk63

Ich habe vorhin von einem Bekannten erfahren das die Außenwände schlecht isoliert sind und so die gipsplatten und dadurch auch boden feucht werden und aufgrund dessen viel geheizt werden muss um schimmel zu vermeiden

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Ich habe soeben von einem Bekannten erfahren das die Außenwände schlecht isoliert sind und so die gipsplatten feucht werden und aufgrund dessen viel geheizt werden muss um schimmel zu vermeiden

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