Engagierst Du Dich politisch oder ehrenamtlich (in einer Partei, bei der freiwilligen Feuerwehr, in der Jugendhilfe, bei Fridays for Future...) und wenn ja, wo?

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Die Frage wurde im Rahmen der Aktion „Wahl-Special“ von einem ausgewählten Politiker an die gutefrage-Community gerichtet. Ab Montag, den 13. September 2021, bis Freitag, den 17. September, stellen Spitzenpolitiker und angehende Parlamentarier Fragen an ihre potentiellen Wähler auf gutefrage.

Weitere Informationen zur Aktion findest Du hier: https://www.gutefrage.net/aktionen/wahlspecial/

24 Antworten

Hallo,

ich ich bin nicht direkt in Organisationen, mein Ziel ist es jetzt vor allem, die Schule positiv zu schaffen (bis zur Matura sind es noch 3 Jahre).

Nebenher bin ich nur hier auf gutefrage, aber ich denke, dass man auch hier etwas bewirken kann. Man hilft hier anderen bei Problemen, diskutiert, versucht zu überzeugen. Ich denke, das darf man nicht unterbewerten.

FFF halte ich durchaus für eine sehr sinnvolle Bewegung, ich respektiere jeden, der zu diesen Demonstrationen geht. Jedoch sind mir schulische Leistungen auch sehr wichtig, mein Zeugnis sollte keine schlechte Betragsnote aufweisen, die man bei unentschuldigten Fehlstunden bekommen kann. Und während der Corona-Pandemie schon gar nicht, ich bin da sehr vorsichtig.

Ich kann mir schon vorstellen, dass ich mich nach der Schule irgendwo engagiere, ich bin ja politisch sehr interessiert, aber momentan liegt mein Fokus auf der Bildung, jetzt in der Oberstufe habe ich sowieso recht lange Schule, etwas Freizeit will ich schon haben...

LG

Woher ich das weiß:Hobby – Habe mich viel mit Corona befasst und bin vollimmunisiert

Ich arbeite ehrenamtlich beim Sozialreferat der Stadt München und bei dem Sozialdienst der Katholischen Frauen. Ich bin aber weder katholisch noch Frau.

Von der Partei "Die Grünen würde ich mehr Aufrichtigkeit im Bezug auf die Maßnahmen zum Klimawandel erwarten. Im letzte Jahr wurden Kernkraftwerke abgeschaltet aber dafür hat der Anteil der Braunkohle zugenommen. Beim Abschalten der Kernkraftwerke im nächsten Jahr wird Ähnliches passieren. Nach Ansicht der Vertreter der Klimaforscher sind die Klimaziele der BRD mit den augenblicklichlichen Maßnahmen nicht erreichbar. Die Elektromobilität als klimafreundlich zu abstrophieren, ist aus der jetzigen Situation heraus nicht begründbar. Alle mir bekannten Klimamodelle rechnen mit einer Zunahme der Anzahl der Menschen weltweit. Die Resourcen der Erde sind aber begrenzt. Als einziger Ausweg bietet sich nach meinem Dafürhalten eine Reduzierung der Zahl der Menschen an. Natürlich nicht mit Gewalt. Sondern mit Geburtenbeschränkung und ähnlichen Maßnahmen. Dafür ist allerdings die BRD der falsche Ansprechpartner. Auch die herrschende Pandemie kann als Ergebnis einer Überbevölkerung gesehen werden. Die Menschheit wirkt unbeeindruckt und die Parteien und die Staaten kämpfen um die Macht. Das kann nicht gut gehen.

Bei dieser Frage habe ich mich etwas gewundert. 5 Fragen zur Auswahl und ein eher nicht ganz so drängendes Thema?

Aber zur Einstufung: ich bin aktiv in der Parteiarbeit und realisiere kommunale Themen bis auf Landtagsebene.

Ich bin zwar gegen eine Wahlberechtigung ab 16 im Bund, befürworte aber die Einbindung der Jugend in politische Verantwortung. In etlichen Bundesländern und insbesondere Kommunen ist nach wie vor z.B. ein Jugendgemeinderat nahezu unbekannt. Die Jugend ist aber unser Kapital für morgen/übermorgen - gerade politisch und gesellschaftlich. Hier würde ich mir mehr Motivation/Kommunikation der Parteien aber auch der Verwaltung in Richtung der 15-jährigen - auch in der Schule/Ausbildung wünschen.

Ansonsten mag es zwar nicht zum politisch und medial richtigen Umgangston zählen, aber ich würde Ihnen und auch den anderen Politikern mit Vorbildfunktion empfehlen, auch einmal eigene Fehler klar zu benennen und gleichzeitig Lösungen dazu aufzuzeigen. Die Glaubwürdigkeit würde sich m.E. erheblich steigern und damit auch die Akzeptanz der Politik in der Bevölkerung.

Woher ich das weiß:Hobby – Kommunalpolitik und Themen bis auf Landtagsebene

Ich engagiere mich hier zum Beispiel bei GuteFrage und beantworte sehr viele Fragen fachlich versiert. Ich finde es gut, so etwas zu Bildung und Wissen beizutragen.

Außerdem bin ich in einem Tanzsportverein engagiert dabei. Das pausiert aber leider aufgrund von Corona.

Ich finde, ausgerechnet bezüglich Ehrenamt und dergleichen sollte die Politik sich eher raushalten: Freiheit und Eigengestaltung sind doch wünschenswert, möglichst wenige Vorgaben und Regularien-- und Geld muss das dem Staat auch nicht kosten, schließlich soll es doch gerade ehrenamtlich sein, oder? Es soll doch so sein, dass man mehr gibt, dass man sich beteiligt. Dafür muss und sollte man nicht entlohnt werden. Einfach raushalten!

Politisch engagiere ich mich nicht, weil es so schon frustrierend und demotiverend genug ist. All das Tit-for-tat würde ich nicht aushalten, all die Shitstorms, die elendige politische Korrektheit, die Sprachpolizei. Wenn, dann würde ich gerne Tacheles reden, Fakten darlegen, Vernunft walten lassen -- alles nichts, was mir mit der derzeitigen Politik kompatibel scheint.

Ich wollte mich vor vielen Jahren ehrenamtlich bei einem Wohlfahrtsverband engagieren, musste aber feststellen das selbst solche Organisation sehr hohe Anforderungen stellen, die einer bezahlten Arbeit in nichts nachstehen. Hier war die Qualifikation statt Engagement gefragt.

Ehrenamtliche Arbeit wird in der Wirtschaft nicht anerkannt. Und manchmal ist das Engagement bei einer bestimmten Organisation sogar unvereinbar mit den Zielen des Unternehmens und kann im schlimmsten Fall zum Verlust des Arbeitsplatzes führen.

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