Eltern wollen,dass ich ein Helm trage (bin 16)

33 Antworten

Obwohl ich leidenschaftlicher Fahrradfahrer bin und ich weiss, was passieren kann ohne Helm, war ich früher privat nie mit Helm unterwegs. Bis vor 3 Monaten als ein Kollege von im Training einen Sturz hatte. Ihm kam ein Ast zwischen die Speiche und ist kopfüber in einen Baum geknallt. Seitdem trage ich sowohl beim Training, als auch nur für an die Bushaltestelle immer einen Helm, denn ein Helm hat meinem Kollegen das Leben gerettet.

Also was ich dir sagen will, sei vernünftiger als ich und trag doch den Helm bevor etwas schlimmed passiert und versuch mit deinen Eltern einen Kompromis zu machen. Du sagst, wenn du schon einen Helm anziehen musst, dann möchtest du einen neuen schönen. Es gibt heute sehr schöne Modelle für den Freizeitbereich, welche nicht die Welt kosten. Probieren kannst du es ja mal;)

Und schämen musst du dich überhaupt nicht, denn kluge Köpfe schützen sich und deine Kollegen werden sichs auch anders überlegen.

Viel Spass mit deinem neuen alten Rad;)

Freundliche Grüsse

denn ein Helm hat meinem Kollegen das Leben gerettet.

Das ist eine kühne Behauptung.

Und schämen musst du dich überhaupt nicht, denn kluge Köpfe schützen sich

Du solltest es unterlassen mich und mehr als 85 Prozent aller Radfahrer als unklug zu bezeichnen. Beleidigungen sind hier fehl am Platze.

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Du kannst von allen Antworten hier halten was du willst. Alle Statistiken sind nur so lange interessant wie man nicht selbst betroffen ist.

Gehe mal in die Notaufnahme einer Klinik in deiner Nähe und suche mal das Gespräch mit einem Notarzt. Ich denke nur der kann dir sagen was wirklich für dich richtig ist. Was nützt es dir zu wissen das nur 3 von tausend Radfahrern eine so schweren Unfall habe werden. Wenn du einer von den 3 bist hast du die Arschkarte und wenn von den 3 einer auf Grund seines Helmes überlebt dann bist du der King im Ring. Und ehrlich es gibt richtig geile Helme mittlerweile.

Das heißt du trägst den Helm (und einen gepolsterten Anzug) auch beim Hausputz, beim Gang zum Briefkasten, ... und natürlich, wenn du in einem Auto (mit)fährst?

Die Frage ist nicht, ob es eine denkbare Situation gibt, in der der Helm schützt, sondern welche Situationen sind so gefährlich und so wahrscheinlich, dass man einen Helm tragen sollte.

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Alle Statistiken sind nur so lange interessant wie man nicht selbst betroffen ist.

Krass, und bist wirklich für Gefahrenabschätzungen zuständig?

Klar schön blutrünstig die angeblichen Gefahren ausmalen, anstatt eine vernünftige Risikobewertung zu machen. Und dann auch noch ein unwirksames Mittel empfehlen. Hier schau mal nach:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/110985/2670272/
Und jetzt rechnen 70% der Toten trugen keinen Helm, daraus folgt 30% trugen einen. Bei 12% Helmanteil bedeutet das, dass das Risiko mit einem Helm zu sterben 2,5mal so groß war, wie mit freiem Kopf. Es sieht also eher so aus als würde der dritte wegen seines Helmes sterben

Das passt dann auch, dass in Australien mit Helmpflicht das Radeln wesentlich riskanter ist, als in Holland wo man das Leben mit freiem Kopf genießt!

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Auch wenn viele Menschen keinen Helm tragen, ist es eine Sache der Vernunft. Ich habe zwei Unfälle ohne Helm ohne Hirnschaden überlebt. In beiden Fällen hatte ich unverschämtes Glück. Wenn Du in der Hirnchirurgie oder Neurologie einmal verunglückte Menschen siehst, fälltes Dir bestimmt leichter. Ich gebe zu, dass ich nicht immer einen Helm trage, aber meistens.

Bei dem einen Unfall bin ich aus einem nicht erkennbaren Grund, möglicherweise hatte die Bremse sich verstellt, kopfüber den Lenker geflogen und mit der Stirn auf eine Birdsteinkante gefallen. Im anderen Fall rief mich jemand von hinten, ich habe mich umgedreht und bin aufgrund der kurzen Ablenkung mit dem Kopf an einen LKW-Anhänger gekommen. Ich hatte hinterher eine heftige Gehirnerschütterung.

Vermutlich findest Du Helme uncool, was ich verstehen kann, aber ein kaputter Kopf ist auch nicht gerade sehr cool.

Auch wenn viele Menschen keinen Helm tragen, ist es eine Sache der Vernunft. Ich habe zwei Unfälle ohne Helm ohne Hirnschaden überlebt. In beiden Fällen hatte ich unverschämtes Glück. Wenn Du in der Hirnchirurgie oder Neurologie einmal verunglückte Menschen siehst, fälltes Dir bestimmt leichter. Ich gebe zu, dass ich nicht immer einen Helm trage, aber meistens.

Bei dem einen Unfall bin ich aus einem nicht erkennbaren Grund, möglicherweise hatte die Bremse sich verstellt, kopfüber den Lenker geflogen und mit der Stirn auf eine Birdsteinkante gefallen. Im anderen Fall rief mich jemand von hinten, ich habe mich umgedreht und bin aufgrund der kurzen Ablenkung mit dem Kopf an einen LKW-Anhänger gekommen.

Man kann natürlich versuchen, Fahrfehler durch Schutzkleidung zu kompensieren. Ob der Helm Deine Verletzungen vermindert hat, lässt sich nicht nachvollziehen. Du behauptest es nur.

Ich hatte hinterher eine heftige Gehirnerschütterung.

Eine Gehirnerschütterung ist ein Schädel-Hirn-Trauma. Hier von "ohne Hirnschaden" zu reden, ist schlicht falsch.

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Ich Fahre auch auf dem Radweg und habe auch eine Warnweste an, damit man mich besser sieht. Auch fahre ich immer vorsichtig und vorausschauend. Trotzdem bin ich schon mehrmals fast überfahren worden. Zum Glück nur fast, aber für den Fall, dass mich doch mal einer erwischt, trage ich einen Helm. Lieber "uncool" als tot.

Gegen die typischen Radwegunfälle durch Abbieger hilft keine Warnweste; die Leute gucken überhaupt nicht hin. Ist mir mindestens 3mal passiert (einmal davon als Autofahrer! - zum Glück jedesmal Beinaheunfälle) - daher fahre ich zu 99% auf der Fahrbahn; zum Glück kann ich meine Wege so planen. Auf der Fahrbahn hatte ich in die letzten Jahre keine (i.W. garkeine) gefährlichen Situationen dieser Art.

Fahre auf Radwegen immer extrem aufmerksam und langsam (unter 20 km/h); alles andere ist lebensgefährlich (Du hast es ja schon geschrieben).

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Ich Fahre auch auf dem Radweg und habe auch eine Warnweste an, damit man mich besser sieht. Auch fahre ich immer vorsichtig und vorausschauend. Trotzdem bin ich schon mehrmals fast überfahren worden.

Nicht trotzdem, sondern weil. Radwege sind nicht sicher, sondern im Regelfall unsicher. Das Risiko, auf dem Radweg zu verunfallen, ist rund dreimal höher als auf der Fahrbahn.

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Ein Helmthema und schon kommen alle Helmpropheten wieder aus ihren Löchern gekrochen, die man sonst nie bei Radthemen sieht. Diese Gruppe sitzt wohl sonst auch nur in ihrer Blechkiste.

Mein Motto: Lieber gar keinen Unfall und gar keine Verletzungen, als irgendeinen Unfall mit irgendwelchen Verletzungen, die dann evtl. durch einen Helm verringert werden hätten können (sollen müssen blablabla).

  • Helmträger werden mit weniger Sicherheitsabstand überholt, als nicht Helmträger. Weil es sieht ja sicher aus, der muss ja sicher sein.
  • Helme können Verletzungen genauso verschlimmern, da man mit dem Helm beim Sturz irgendwo hängen bleiben könnte und somit der Hebel auf die Wirbelsäule vergrößert wird
  • Fahrradhelme werden laut Norm nur mit zusätzlichen 250g getestet, nur wiegt ein Kopf plus dem dazugehörigen Körper um einiges mehr.
  • Die Hälfte der Helmträger trägt einen Helm nicht richtig/falsch. Ergo, weniger/keine Schutzwirkung und höhere Verletzungsgefahr
  • Lieber umsichtiger und vorausschauender Radfahren. Ich bewege mich mit dem Rad (ohne e-Antrieb) teilweise mit 45 km/h durch die Stadt, rechne aber jederzeit mit dem Fehlverhalten Anderer und agiere entsprechend.

Eine Warnweste in der Stadt ist übrigens doppelter Bullshit. Damit trifft der Fahrer hinter dir dann auf eine leuchtende und reflektierende Fläche auf einem beleuchteten Hintergrund, ergo fehlender Kontrast -> höhere Unfallgefahr. Außerorts und an unbelichteten Strecken aber sinnvoll.

Bullshit!

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@eule65

Und was genau welchen Sinn hat nun dieser nichts aussagende Kommentar?

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Eule ist halt Bestattungs-Experte und wollte auch mal was sagen. ;)

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@Skeletor
und schon kommen alle Helmpropheten wieder aus ihren Löchern gekrochen

Ja, mir drängt sich hier der Eindruck auf, dass die sich beim Überholen der nervenden Fahrradfahrer sicherer fühlen wollen.

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