Elektro-Autos v.s. Elektro-Heizung

10 Antworten

Herzlichen Glückwunsch, Du hast den modernen Ökowahnsinn begriffen. Das ist meine Rede seit Jahren. Das moderne Ökogefasel kann man fast nicht mehr anhören!

In den grünen Parkzonen unserer Städte ist die Feinstaubbelastung gestiegen, weil dort jetzt die ökologisch gefeierten Holzpellets (Das ist alles andere als nachhaltig, dafür werden jetzt Wälder abgeholzt!) verheizt werden. Die Heizungen mit Holz und fossilen Brennstoffen erzeugen etwa doppelt so viel Umweltbelastungen wie der Straßenverkehr. Nichts desto trotz wollen die Politiker jetzt mit rußigen Kohlekraftwerken und (ausländischen) Atomkraftwerken aufwändig zusätzlichen Strom erzeugen lassen, den über das Land verteilen lassen mit neuen Stromtrassen und einer neuen Infrastruktur, um damit verlustreich Auto-Batterien aufzuladen, die ständig durch die Gegend gezogen werden mit weiteren Energiekosten. Dabei sollen die Elektroautos als teure rollende Energiespeicher dienen, geradeso, als ob Geschäftsreisende ihre Terminkalender und Fahrten nach dem aktuellen Strommarkt ausrichten könnten. Aber ohne gigantische Energiespeicher sind die geplanten (ohnehin unbezahlbaren) regenerativen Energiequellen gar nicht zu nutzen.

Dabei wären ortsfeste Energiespeicher weitaus billiger, weil schon die Mobilitätskosten entfallen. Sie wären auch viel effizienter, weil im Vergleich zum "Energiespeicher" E-Auto Lade- und Entladekosten sowie Energie-Umwandlungskosten entfallen. Bei der Heizungs-Speicherheizung sind solche Verluste praktisch zu vernachlässigen. Nichts desto trotz ist jetzt die EU-Bürokratie bemüht, ausgerechnet die hocheffiziente Energiespeicherung bei Elektroheizungen zu verbieten, während die elektrische Direktheizung weiterhin erlaubt bleiben soll. Bei der Elektroheizung ließen sich die Betriebszeiten mühelos an das aktuelle Angebot des Stromnetzes (je nach Wind- und Sonnenenergie-Einspeisung) anpassen. Die Wohngebäude sind ideale Wärmespeicher. Da werden Verzögerungen von Ein- und Ausschaltungen der Heizungsanlage bei der Raumluft nicht so schnell temperaturwirksam. Wasser lässt sich voll bei Nacht aufheizen. Da kommen dann die Isolationsverluste im Winter der Raumwärme zugut.

Aber der größte Wahnsinn kommt erst: Während beim Individualverkehr die Luftverschmutzung von den Fahrzeugen zu den Kraftwerksschloten verschoben, mithin in die verqualmten Stadtzentren verschoben werden soll, verschweigt man die technischen Möglichkeiten der Wohnungsheizungen. Hier lassen sich bei ungefähr unveränderten Installationskosten die Betriebskosten und somit der Stromverbrauch samt Umweltbelastung auf etwa ein Viertel senken mit Wärmepumpenanlagen. Dabei wird die Wärme größtenteils der Umgebung entzogen. Die Verbrauchskosten sind dabei etwas günstiger als bei fossilen Brennstoffen, der Schadstoffausstoß vor Ort ist Null. Aber, wer will heute schon saubere Luft statt unbezahlbare Mobilität?

das ist eine ganz einfache Sache....

die Warheit liegt schon in der Richtung, in der du suchst. jedoch gibt es noch ein paar Kleinigkeiten, die es zu beachten gilt.

das elektroauto kann sehr wohl eine effizeinte Alternative zum Verbrenner sein, besonders auf kurzen und kürzesten Strecken, wenn das Auto einfach noch nicht warm genug ist. ist der Elektrowagen im deutlichen Vorteil. außerdem ist die teilweise rückgewinnung der Bremsenergie nicht verkehrt.

das E-Auto kann aber niemals der alleinige allheilbringer sein. aber für viele kurze Fahrten in der Stadt ist es schon eine intresstante Alternative....

Genauso bezieht es sich auf das elektrische Heizen. unter ganz speziellen vorraussetzungen lohnt sich eine elektirsche beheizung. z.b. für kleinere Schaltanlagen im Außenbereich. hier wäre alles andere schlicht unwirtschaftlich. oder Warmwasserbereitung: wenn nur wenig und vor allem unsteter Warmwasserbedarf herscht, ist ein elektrischer durchlauferhitzer, der das Wasser nur nach Bedarf erwärmt immernoch wirtschaftlicher, als einen Warmwasservorrat zu halten....

es wird auch langsam mal zeit, dass die Leute kapieren, vernünftigen Umweltschutz zu betreiben! wir hatten neulich einen Kunden (einen Lehrer übrigens) der darauf bestanden hat, dass wir ihm ein Angebot schreiben für eine PV Analge in Verbindung mit einer Akkubank, ausreichend um mit 3 in worten DREI Durchlauferhitzern á 28 KW warmes Wasser zu produziren....

mein Chef hat mir die Aufgabe übertragen, weil er einfach keine Lust mehr hatte. zumal er diesem Mann vergeblich versucht hat zu erklären, dass eine Solarthermische Anlage deutlich wirtschaftlicher wäre.

so ganz kriege ich es nicht mehr zusammen. aber grob gesagt waren das:

48 Akkuzellen - 1000 Ah - etwa 24.000 € 6 Inselwechselrichter im Verbund - etwa 10.000 € 2 Stomschienensysteme mit Lasttrennschaltern - etwa 1000 €

mit Aufstellrahmen, be und Entlüftungsanlage für den Akkuraum, Kabeln, Klemmen etc. kamen wir auf irgendwas um die 50.000 € die Durchlauferhitzer waren da noch nicht mals drin. die hat der gute Mann nämlich in weiser vorraussicht schon mal vom Klemptner einbauen lassen :-D

hat ganzschön blöd geguckt, als ich dem dann schritt für schritt erklärt habe, waurm der ganze Aufwand von nöten sein soll... in dem Gespräch hat sich dann auch herausgestellt, was hinter der ganzen Sch... steckt... er wollte die etwa 300 € jährlich anfallenden Kosten für das überprüfen lassen des Zentralwammwasserspeichers auf legionellen sparen...

lg, Anna

da kenn ich auch ein paar,das sind wirklich komplizierte menschen,die denken um soviel ecken wo ein normaler mensch gar nicht drauf kommt.das einfachste wäre doch den pv strom ins netz und wenn d.l.erhitzer gebraucht wird einfach benutzen

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@wollyuno

und was bitteschön spräche gegen eine Solarthermische Anlage?

Wasserspeicher, Pumpe, Solarkolektoren....

lg, anna

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elektroautos sind keine heilsbringer. sie sind nur dann ökologisch sinnvoll, wenn der strom aus sonne, wind oder wasser produziert wird. in emden z.b. ist es ökologisch und energietechnisch günstig solch ein auto zu fahren. im erftrkreis, wo fast der gesamte strom in braunkohlekraftwerken produziertv wird, ist die CO2-bilanz schlechter als beim fahrzeug mit ottomotor. das CO2 wird eben nur zentral im kraftwerk produziert und nicht im fahrzeug. aber durch die umwandlung von fossiler energie zu elektrischer energie, hat das ganze einen schlechteren wirkungsgrad. als physikerin weiß unsere kanzlerin das eigentlich auch, mit der entwicklung und massenerprobung von elektrofahrzeugen investiert man aber in die zukunft, sofern der anteil erneuerbarer enrgien so stark ansteigt, dass er den anteil fossiler enrgien weit übersteigt. und dann werden auch die elektroheizungen wieder sinvoll.

Das gilt aber für das Auto wie für Heizungen gleichermaßen.

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@kosy3

Dann versucht uns wohl die Politik wiedermal für dumm zu verkaufen.

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Habe ich mich auch schon gefragt, ob heutzutage mit Ökostrom, wo die Windmühlen, nachts teilweise abgestellt werden, damit die Atomkraftwerke weiter laufen können, Nachtheizungen nicht wieder interessant sind? Früher hat man die Nachtspeicherheizungen ja genau deshalb eingeführt, damit die Atom- und Kohlekraftwerke, nachts nicht abgeschaltet werden brauchten.

egal ob kohle oder akw kraftwerk,die lassen sich nicht mal so abschalten,denn um die benötigte menge dampf zu produzieren sind 24std vorlauf zeit erforderlich

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@wollyuno

Eben, deshalb werden ja auch die Windmühlen abgeschaltet und nicht die Dreckschleudern!

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Das Problem der ganzen Erneuerbaren Energien ist doch mittlerweile so, das es zu bestimmten Zeiten zu einem Überangebot an Elektroenergie kommt. Für dieses Problem wird seit Jahren eine Möglichkeit gesucht den Strom zu speichern. Nun endlich hat man erkannt das diese "Stromspeicher" doch längst schon da sind. Die gute alte Nachtspeicherheizung lebt wieder auf. Deshalb wird es 2019 auch kein Verbot von Nachtspeicherheizungen geben. Die entsprechende Meldung dazu findet ihr unter http://elektroheizung24.de. Die entsprechenden Steuerungen damit die Speicher bei Bedarf mit überschüssiger Energie geladen werden können gibt es schon seit Jahren.

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