Duales Studium im IT Bereich aussuchen?

7 Antworten

Ich habe mich dazu entschieden ein Duales Studium im IT Bereich anzufangen, es gibt viele verschiedene Studiengänge und ich blicke da nicht ganz durch weil sich alles gleich anhört bzw fast identisch beschrieben wird auf manche Seiten.

Ein duales Studium ist sicherlich eine gute Möglichkeit, schon im Studium Arbeitserfahrung zu sammeln und in einem Unternehmen Fuss zu fassen. Das kann man aber auch in einem normalen Studium als z.B. Werkstudent und durch Hobbyprojekte bereits.

Die meisten Informatik-Studiengänge sind auch sehr ähnlich, zumindest im Grundstudium (zumeist die ersten vier Semester) wird man fast immer ähnliche Kurse belegen.

Unterschiede gibt es erst, wenn man hybride Studiengänge belegt, z.B. Medieninformatik, Bioinformatik, Wirtschaftsinformatik, etc.. Bei diesen tauscht man Teil der Informatikvorlesungen durch Medien-/Bio-/WW-Vorlesungen. Der Anteil zwischen Informatik und der anderen Domäne schwankt relativ stark von Studiengang zu Studiengang.

Ich weiss dass man in einer Ausbildung als fachinformatiker in der Anwendungsentwicklung das programmieren auch lernt und dass der Mathe Anteil da am geringsten ausfällt aber ich will aufjedenfall ein Duales Studium machen da ich unteranderem viel mehr lernen werde

Ich würde definitiv auch empfehlen es zunächst mit einem Studium zu versuchen. Wenn man innerhalb eines Jahres merkt, dass es nichts für einen ist, kann man noch immer von Uni auf FH runter, oder eine Ausbildung starten. Umgekehrt verschwendest du drei Jahre für eine Ausbildung, die dir im Studium nicht sonderlich weiterhelfen wird.

Außerdem würde ich gern dass Erstellen von Webseiten wie unteranderem Homepages und Onlineshops erlernen und dass in ein etwas höheren Niveau. (E-comerrce würde da doch passen, die Beschreibung zumindest passt Perfekt

Ganz ehrlich - dafür brauchst du keinen besonderen Studiengang, die Besonderheiten von Web oder E-Commerce lernt man im Beruf.

Ein Problem gibt es da noch, ich bin was Mathematik angeht nicht so sehr begabt, man hat mir auch gesagt dass man Mathe entweder kann oder nicht, bei hoher Mathematik kann man sich allein mit lernen nicht durch mogeln

Mathematik ist ein wichtiger Bestandteil der Informatik, nicht nur in den Mathevorlesungen. Aber! Das größte Missverständnis ist immer, was Mathematik eigentlich ist. Das, was man in der Schule macht, ist in erster Linie Rechnen, keine Mathematik. An einer Universität wirst du mehr Zeit mit Beweisen und Theorien verbringen als mit der Anwendung. Deswegen ist es vielleicht zu früh für dich zu sagen, ob es dir liegen wird oder nicht.

Welcher Studiengang lehrt mich das Entwickeln von Programmen?

Theoretisch jeder, praktisch so gut wie keiner. Von den Informatikabsolventen können mindestens die Hälfte nicht ordentlich programmieren oder gar eine Anwendung erstellen. Es liegt immer an dir, deine Fähigkeiten in diesem Punkt auszubauen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Master of Science in Informatik, Universität Paderborn 2014

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Hab mich etwas eingelesen und es folgender maßen verstanden, in vielen solcher Studiengängen lernt man die nötigen Basics und die nötige Theorie um sich dann die eigentliche Praxis selber beizubringen.

Ich weiß immer noch nicht welcher Studiengang zu mir passt.

Ich befürchte dass ich durch die Wahl eines Hybriden Studienganges viel weniger über Informatik lerne als in einem Reinen Studienfach.

Ich will ein richtiger Coder werden und ich bereit hart dafür zu ackern aber wenn ich sehe wie überall Mathe an erster Stelle steht, kriege ich schon Kopfschmerzen.

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@xSolo
Ich befürchte dass ich durch die Wahl eines Hybriden Studienganges viel weniger über Informatik lerne als in einem Reinen Studienfach.

Das hängt - wie gesagt - vom Studiengang selbst ab. Z.B. ist Wirtschaftsinformatik an der Uni Münster hauptsächlich Wirtschaftswissenschaften mit bisschen Informatik, an der Uni Paderborn ist es ein Informatikstudium mit etwas WW und Winfo-spezifischen Vorlesungen.

Oft entfallen bei den hybriden Studiengängen dann auch einige der sehr anspruchsvollen Mathe- und theoretische Informatik-Vorlesungen.

Ich will ein richtiger Coder werden und ich bereit hart dafür zu ackern aber wenn ich sehe wie überall Mathe an erster Stelle steht, kriege ich schon Kopfschmerzen.

Dann steht dir auch jetzt schon nichts im Weg. Es gibt kaum einen Berufszweig, wo man so einfach und günstig hobbymäßig einsteigen kann, wie die Informatik. Alles was du brauchst ist ein Computer - die Entwicklungstools gibt's umsonst, und das Internet ist voll mit Tutorials, Lehrvideos und guten Artikeln.

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Hey Leute ,

ich habe zwei Angebote zu einem dualen Studium erhalten. Einmal bei Atos(führender IT-Dienstleiter in Europa.franz.DAX Unternehmen) und bei der BASF Tochter , BASF buisness services gmbh.

Beide für den Studiengang Wirtschaftsinformatik an der DHBW Mannheim , jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Bei Atos würde ich Wirtschaftsinformatik - Data Science studieren.Bei BASF Buisness Services GmbH würde ich Wirtschaftsinformatik - Sales&Consulting. Zum Gehalt während dem dualen Studiengang.Bei Atos würde ich insgesamt mehr verdienen, jedoch handelt es sich nur um hundert oder zweihundert euro Beträge.

Hat jmd schon Erfahrungen bei den Unternehmen und wie sieht es später aus? Wie gut lernt man bei denen? Bin sehr hin und her gerissen , da ich natürlich das bestmögliche Gehalt danach erzielen will mit der bestmöglichen Ausbildung bzw der Praxis.Auf was sollte ich achten?

Danke im voraus

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Wenn du schon deine Frage hier reinspamst, helfe mir und den Interessenten zuerst bei meiner.

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können uns bei beiden Fragen helfen . Wo ist das Problem?

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Du solltest wissen:

In einem dualen Studium der Informatik wirst du nicht mit allzu schwieriger Mathematik in Kontakt kommen. Das also ist auf jeden Fall zu schaffen.

Das Programmieren lernt man, indem man sich eine Programmiersprache wählt, dann ein gutes Buch dazu kauft und schließlich zu Hause versucht, einige zunehmend schwierigere Programmieraufgaben zu bewältigen. Auch im Studium wird es dir nicht systematisch – von Anfang bis Ende – beigebracht werden. Da werden dir höchstens (nur so zur Einführung) ein paar Grundbegriffe erklärt. Details muss man sich dann schon selbst - in Praktika etwa - aneignen.

Grundsätzlich gilt:

Wirklich nötig ist nur die sichere Beherrschung wenigstens einer Programmiersprache. Dennoch solltest du wissen:

Die immer noch sinnvollste Programmiersprache für einen autodidaktischen Einstieg ins Programmieren ist C.

Begründung: C ist klein und übersichtlich, und wird heute immer noch benötigt (als Subset von C++).

Bester Startpunkt ist das (auch online einsehbare) Handbuch http://www.c-howto.de/tutorial/ .

Als Editor reicht Notepad (kannst aber auch Notepad++ nehmen oder gar MS Visual Studio).

Wer gelernt hat, mit C gut umzugehen, dem wird es leicht fallen, sich auch andere Programmiersprachen anzueignen (z.B. Python, C# oder Java).

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Sei dir aber klar: Die Einstiegshürde hat erst überwunden, wer ein erstes Programm schreiben konnte, das ihm half, etwas zu erledigen, was er ohne Unterstützung des Programms nicht hätte erledigen können (oder nur mit sehr viel größerem Aufwand).

Als Editor reicht Notepad (kannst aber auch Notepad++ nehmen oder gar MS Visual Studio).

Na da würde ich direkt zu MS Visual Studio Community oder via OME Lizenz raten. Oder VS Code.

Aber Notepad als Editor ist schon hart. x)

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Bitte lies auch folgenden Bericht: https://www.spektrum.de/news/gutes-sprachtalent-guter-programmierer/1709630?utm_source=pocket-newtab

Wenn du wissen möchtest, in welchem Ausmaß welche Programmiersprachen heute von Interesse sind, schau nach im TIOBE-Index. Du wirst dort C – derzeit jedenfalls – gleich an zweiter Stelle genannt finden. Es ist Urvater aller heute relevanten Programmiersprachen und wird seine herausragende Bedeutung noch lange nicht verlieren:

https://www.tiobe.com/tiobe-index/

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Ein Duales Studium ist zwar empfehlenswert, aber du musst eine Firma finden, die das mit macht. Und da geht es in erster Linie nach den Anforderungen dieser Firma.

Informatik ist technische Mathematik und genau das lernt man im Studium, dazu noch ein paar Konzepte und Theorie. Es gibt zwar hier und da Inhalte zum Thema Programmieren aber wirklich lernen tut man das im Studium nicht, das bringen sich die Leute i.d.R. nebenbei bei.

Ein Informatikstudium ist auf jeden Fall dem Mathematikstudium wesentlich näher als der Tätigkeit des Programmierens, dem Erstellen von Programmen oder Webseiten.

Was man dann nicht privat lernt, lernt man im Job. Da sich der Bereich aber so schnell wandelt, bedeutet es eh ein Leben lang selbstständig lernen.

Fachhochschulen sind da ein ganzes Stückchen praktischer veranlagt als Universitäten, nix desto trotz wirst du der Mathematik nicht aus dem Weg gehen können in einem Studium im IT-Bereich.

Was Programmierung angeht, da kommt der Großteil des Wissens eh mit der Erfahrung. Sachen umsetzen ist meist der leichteste Teil. Schwieriger ist es Software so zu schreiben, dass andere sie verstehen, dass man sie erweitern kann, mit dem Kunden zu kommunizieren usw. Abgesehen von wenigen Bereichen ist dann in der Praxis auch kaum Mathematik gefordert.

Woher ich das weiß:Beruf – Softwareentwickler/Projektleiter seit 2012

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