Dieselautos günstig kaufen und nach Rußland exportieren - gute Idee?

12 Antworten

Die Idee ist sicher nicht schlecht, aber du stellst es dir doch sehr einfach vor.

Aus automobiler Erfahrung kann ich dir aber sagen, dass funktioniert so nicht.

Es gibt schon genug russische Exporteure in Deutschland die auch etwas von ihrem Geschäft verstehen. Da kommst du nicht gegen an. Schon mal gar nicht, weil du dich mit der Materie und der Ausfuhr aus Deutschland und der Einfuhr nach Russland scheinbar noch nicht wirklich beschäftigt hast.

So schnell verdient man keine 4.000,- Euro am Auto.

Das wird nicht so funktionieren!

1. musst du für die Autos mindestens 48% Einfuhrzölle bezahlen. Die Höhe der Zollgebühren (Akzise) richtet sich nach dem Hubraum und nach der Kraftstoffart. Und da ist Diesel weit teurer, als anderer Kraftstoff. Die Zoll-, Einfuhr- und Steuerabgaben überschreiten oftmals den Einkaufswert des Autos. Wenn du z.B. einen Wagen mit 2l. Hubraum und 150PS f. 3500Euro einführst dann zahlst du pro cm³ Hubraum im besten Fall 2,7Euro, je nach Alter. Bei einem 5 Jährigen Gebrauchtwagen lässt du an der Grenze 9690 Euro. Dazu dann die 3500 Euro Kaufpreis und die Überführungskosten und dein Gewinn -> Also ich würde die Karre nicht kaufen!

2. Ist Diesel nicht billig. In Russland fährt jemand, der Treibstoff sparen will, Gas! Und das bekommst du an jeder Ecke dort, an den normalen Tankstellen und kostet die Hälfte vom Diesel, wenn nicht noch weniger...

3. Ist Diesel für russische Winter, und in den Regionen östlich des Urals ganz besonders, nicht zu gebrauchen, da er "flockig" wird. Um dies zu verhindern, müssen Zusatzstoffe getankt werden, die den Diesel wiederum teurer machen. Sogar Busse, LKW und Panzer fahren dort vorzugsweise ohne Diesel...

Endlich mal jemand, der Ahnung hat, statt nur Vermutungen und Märchen abzulassen.

Panzer fahren meinens Wissens jetzt auch mit Diesel, aber Tanks und Leitungen werden aufwändig beheizt. das ist bei PKW kaum sinnvoll machbar. Beim Militär spielt der Treibstoffpreis keine Rolle

2

Und wie willst du das Auto ohne gültige Zoll-Papiere verkaufen?

Richtig, garnicht.

Und wie kommst du drauf, dass jeder Russe täglich in eine hundert Kilometer entfernte Star fährt? So ein Schwachsinn!

Fakt ist, das Fahrzeuge zurzeit eher von Russland nach Deutschland Reimportiert werden, da z.B. Seine Fahrzeuge in etlichen Ländern viel günstiger verkauft als in Deutschland (z.B. Russland. Schweiz, China, usw.) wenn man da noch die Mehrwertsteuer bei der Ausfuhr rausstechnet, kann man die inkl. Zoll immernoch passabel verkaufen. Deshalb ist meine Schlussfolgerung, dass es anders herum rentabler ist.

Übrigens: Russland ist nicht hinterm Mond, die haben eigene Kfz Hersteller und auch alle anderen Kfz Hersteller (BMW, Mercedes, Ford und etliche mehr) verkaufen ihre Kfz selber in Russland.

Als letztes sei noch gesagt, dass Diesel in Russland relativ unbeliebt ist. Stattdessen gibt es Benziner, aber auch sehr viele Gas Autos.
Diesel ist wie in den USA eher was für Lastfahrzeuge.

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Dann hätten wir wenigstens etwas mehr Agrarfläche, um den Klimawandel zu kompensieren?

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