Diakon und Pfarrer, wo liegt da der Unterschied?

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Es gibt drei Weihestufen: Diakon - Priester - Bischof. Der Pfarrer ist ein Priester.

Es stimmt nicht, dass er alle Aufgaben macht, die ein Priester macht. Allerdings fast. Die Ausnahme ist, dass er nicht einer Eucharistiefeier vorstehen kann, sondern nur einem Wortgottesdienst. Nebenbei leitet der Pfarrer eine Pfarrei, das heißt, er ist der Chef und somit verantwortlich für die Pfarrei.

Es gibt zwei Sorten von Diakonen:

1.) Wenn man Pfarrer werden will, muss man erst Theologie studieren, dann wird man Diakon (meist ein Jahr), und dann wird man Priester. Hierbei ist man zunächst Kaplan und wird dann Pfarrer, das heißt, man leitet eine Pfarrei.

2.) Ständige Diakone. Diese wären wohl oft Priester, wollten aber das Zölibat nicht leben und sind deshalb Diakon. Diakone dürfen nämlich heiraten, können dann aber nicht mehr zum Priester geweiht werden.

Vielleicht war er auch schon verheiratet und konnte deshalb nur Diakon werden.

Das ist eine sehr gute Antwort, bis auf kleinen Fehler:

Diakone dürfen nicht heiraten.

Wenn ein Diakon verheiratet ist, was oft vorkommt, hat er vor der Weihe geheiratet. Das sind die ständigen Diakone. Nach der Weihe darf er nicht mehr heiraten.

D.h. ein Mann ist verheiratet, macht die Ausbildung zum Diakon, wird geweiht.

Wenn jemand zum Diakon geweiht wurde, darf er nicht mehr heiraten.

Wenn ein verheiratete Diakon Witwer wird, darf er unter Umständen den Weg weiter zum Priester gehen.

Pfarrer und Bischöfe sind Priester, die Sakramente spenden dürfen. Diakone dürfen keine Eucharistie feiern, dürfen aber Taufen, Beerdigung, Trauen ect. machen. Pfarrer ist ein Priester der eine Pfarrei leitet. Kapläne und Pfarrvikare sind Priester, die einen Pfarrer bei der Arbeit in einer Pfarrei unterstützen. Bischöfe ist eine höhere Verwaltunsgposition und haben die Erlaubnis, die Firmung zu spenden, was ein Pfarrer nicht darf.

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Ergänzend zum Eintrag von aimbot:

In der kath. Kirche dürfen Diakone, sowohl ständige Diakone als auch jene, die sich auf dem Wg zur Priesterweihe befinden, während der Messe das Evangleium vortragen und auch predigen. Ferner dürfen Sie taufen (darf im Notfall jeder Mensch), Paare trauen und beerdigen (sofern dies alles nicht im Rahmen einer Eucharistiefeier stattfindet). In der Antike war der Diakon (diakonos = Helfer) der Assistent des Bischofs und hatte somit eine durchaus wichtigere Rolle inne als der Presbyter (Priester). Im Laufe der Geschichte ist das Diakonenamt jedoch zu einer Durchgangsstufe auf dem Weg zum Priestertum verkümmert. Ständige Diakone (sowohl hauptberuflich als auch solche mit Zivileruf) gibt es erst wieder seit dem 2. Vatikanischen Konzil (1962-1965). Wer als unverheirateter Mann zum Diakon geweiht wird (auch ohne das Ziel, später Priester zu werden), muss ebenso wie ein Priester zölibatär leben. Bei verheirateten Weihekandidaten muss die Ehefrau der Diakonenweihe zustimmen. Stirbt sie, so darf der nunmehr geweihte Diakon nicht wieder heiraten.

Diakon ist fast ein Pfarrer, nur das er heiraten darf und keine Beichte annehmen darf und keine Eucharistie ausführen darf...

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