Warum musste Mose seinen Mord an dem Ägypter zugeben?

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15 Antworten

Gott will nicht nur zeigen wie böse Menschen sein können (das wissen wir aus der Gegenwart selbst), sondern wie wir wieder umkehren können um ein leben mit Gott zu gehen.

Und wenn der Mord vertuscht werden solle - was hätte noch aus der Bibel gestrichen werden müssen? Es gab viele Morde in der Bibel, es wird vielerlei Sünde beschrieben.
Dann würde aber der zweite Teil keinen Sinn ergeben. Warum hätte dann Jesus sterben müssen wenn Sünde Kein Thema in der Bibel wäre?

Und was hätte man bei mose noch streichen müssen? Der weitere Verlauf in seinem Leben; die Demut die er lernen musste; das "aufstehen gegen den Pharao" etc. - es hätte etwas gefehlt in der Beschreibung.

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Gott beschönigt nichts. Es ist alles so niedergeschrieben worden, wie es sich zugetragen hat.

Das ist doch gut so. Denn welcher Mensch ist perfekt? (Leider wird in unserer Gesellschaft vieles getüncht, und deswegen fallen die Menschen dann um so tiefer [Depressionen und die ganzen nervlichen Erkrankungen spielen da eine große Rolle], weil sie merken sie schaffen es nicht.)

Außerdem können wir aus den Fehlern anderer lernen. Gott gibt sie uns zur Warnung. 'Wenn du das und das tust, endet dein Weg so und so'.

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Kommentar von earnest
17.03.2016, 09:42

Wenn alles "so niedergeschrieben worden (ist), wie es sich zugetragen hat", dann bist du, netie, ein Abkömmling einer aus einer Rippe geschaffenen Kreatur?

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Aus meiner Sicht hat Mose den Aufseher ganz sicher nicht vorsätzlich umgebracht! Er konnte auch nicht voraussehen, dass er ihn töten würde, als er ihn vor Entrüstung mit aller Kraft nur davon abhalten wollte, den Sklaven - einen Menschen seines eigenen, israelitischen Volkes - weiterhin zu misshandeln.

Auch wenn er dadurch mit dem damaligen äyptischen Gesetz in Konflikt geriet, wissen wir doch heute, dass ein gewaltiger Unterschied besteht zwischen Notwehr (ob für das eigene Leben oder als Verteidigung anderer Menschen in Notsituationen) und der festen Absicht zu töten!


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Kommentar von Netie
17.03.2016, 15:53

"Und er (Mose) wandte sich dahin und dorthin, und als er sah, dass kein Mensch da war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sand." 1. Mose 2,12

Das war eine bewusste Handlung von Mose.

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Moses wird in der Torah insgesamt ziemlich realistisch dargestellt, mit allen nur denkbaren menschlichen Stärken, Schwächen und Fehlern.

In der jüdischen Religion wird weder Moses, noch die grossen und kleinen Propheten als "sündenfrei" betrachtet.

Das ist eine Besonderheit des Islam, hier gilt Mohamed als der für alle Zeiten vorbildlichste Mensch, der je gelebt hat, wobei auch hier die schweren charakterlichen und ethischen Defizite bestens dokumentiert sind, aber in der Sunna als edel, gottwohlgefällig und vorbildlich schöngeredet werden, etwa seine Pädophilie und seine extreme Gewalttätigkeit.

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Nicht Mord, sondern Nothilfe, jedenfalls nach heutigem Gesetz.

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Kommentar von FruitKing97
16.03.2016, 16:49

Ich gehe von der Bibel aus, und dem damaligen Wissensstand, die Hebräer waren Sklaven (keine Rechte etc.), nun erschlug Mose ("indirekter Prinz des Pharao") einen ägyptischen Aufseher. Nun frage ich mich wieso, dieser Teil mit aufgeschrieben wurde und nicht einfach weggelassen. Da ja laut den Geboten Mord eine Sünde ist, oder hatten diese zu diesem Zeitpunkt noch keine Wichtung ?

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Mose hat sich nicht versündigt, deshalb musste das auch nicht gestrichen werden.

Das 5. Gebot lautet im Original "Du sollst nicht morden."
Luther ersetzte in seiner Übersetzung allerdings das "morden" durch "töten". Mose erläutert auch in einem seiner Bücher, was unter Mord zu verstehen ist. Demnach ist Mord nur dann gegeben, wenn es um einen Juden geht, der an JHWH glaubt. Das Töten von Nicht-Juden oder Juden, die von JHWH abgefallen sind, ist erlaubtes Töten laut Mose.
Da Mose mit dem Mord am ägyptischen Aufseher einen Fremden zugunsten eines Juden umbrachte, ist das kein Mord.
Auch als Mose 3000 Juden umbringen ließ, weil sie sich seinem Glaubensdiktat betreffs JHWH nicht unterwerfen wollten (Tanz um das Goldene Kalb), war auch das kein Mord sondern gottgefällig.

Die monotheistischen Religionen sind Religionen der Macht. Das AT wurde während der babylonischen Gefangenschaft von einer kleinen fundamentalistischen und machtgierigen Gruppe innerhalb der Israeliten geschrieben. Da war das Beispiel Mose sehr wichtig, denn es legitimiert, dass der Führer Abweichler töten darf, ohne dass das Sünde ist. Diese Legitimation hat mit zu dem ungeheuren Blutvergießen geführt, dass die 3 monotheistischen Religionen während ihrer gesamten Geschichte ausgezeichnet hat und heute noch auszeichnet.
Dieses Recht galt während der gesamten Antike bis in die Neuzeit der absoluten Herrscher, dass der Kaiser/König/Oberpriester das Recht hatte, Abweichler töten zu dürfen, ohne dass er sich dafür rechtfertigen musste. Dieses Recht wurde offiziell erst durch die Demokratie gelöscht, obwohl sich auch viele Demokraten nicht daran halten. So ist es z.B. amerikanische und russische Politik, nach wie vor "Feinde" per Staatsmord zu beseitigen.

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Kommentar von waldfrosch64
16.03.2016, 17:20

Mose hat sich  sehr wohl nach biblischem Zeugnis versündigt und deshalb konnte  er selbst nicht mal ins gelobte Land selber einziehen....

Ansonsten wieder mal eine  gefundene Möglichkeit mit  sinnloser Polemik  gegen Religion ,einen  Thread  zu zu müllen ... ...

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Kommentar von Garfield0001
16.03.2016, 17:39

Mose konnte gar nicht gegen das 5. Gebot verstoßen. zu dem Zeitpunkt existierte es gar nicht :-) Auch gibt es ägyptische Gesetze. und in denen wird sowas bestimmt auch behandelt

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Das zeigt m. E. deutlich, dass die Bibel nicht von Menschen aufgeschrieben wurde, sondern das ist, was sie von sich selbst behauptet, zu sein: Gottes wahres Wort und Offenbarung für die Menschheit (2. Timotheus 3,16; 2. Petrus 1,21).

Menschen, die eine Religion oder einen König verherrlichen wollten, hätten solche Fehler und sündige Details wahrscheinlich aus der Biografie herausgelassen. Die Bibel berichtet aber ehrlich und schonungslos über die Fehler, die Menschen begingen, die Gott erwählte und beauftragte. Ihr falsches Verhalten wird dabei nicht beschönigt. Es gibt allein den Ausweg, Gnade, Barmherzigkeit und Vergebung bei Gott zu bekommen.

Abraham verleugnete z. B. zweimal seine eigene Frau, weil er Angst hatte, wegen ihrer Schönheit umgebracht zu werden. Mose tötete einen ägyptischen Aufseher und war später noch einmal Gott ungehorsam, weshalb er nicht ins verheißene Land Kanaan ziehen durfte. König David beging Ehebruch und stellte den Mann der Frau an die vorderste Front und ließ ihn dort allein (dies war quasi ein Mord). Der Apostel Paulus verfolgte vor seiner Bekehrung Christen und ließ sie einsperren und umbringen.

Viele weitere Beispiele könnten aufgeführt werden. Die Bibel beschreibt nur einen einzigen Menschen, der völlig sündlos gelebt hat - Jesus Christus. Deshalb konnte er am Kreuz zur Vergebung unserer Sünden sterben,  weil er ein reines Opferlamm war. Die Opferpraxis des Alten Testaments, bei der reine Tiere geopfert werden mussten, deutete genau auf Jesus hin: Nur einer, der ein völlig sündloses Leben geführt hat, kann als Sühnopfer für die sterben, die Vergebung haben möchten (1. Johannes 1,9; 1. Johannes 2,2).

Die Bibel bezeugt, dass nur Jesus Christus ein völlig sündloses Leben führte und alle anderen Menschen in Worten, Taten und Gedanken Sünder sind. Deshalb brauchen wir alle die Vergebung Gottes.

Der andere Grund, warum Jesus zur Vergebung unserer Sünden sterben konnte, ist, dass er selbst Gott ist (Dreieinigkeit, Trinität). In Jesus wurde Gott Mensch, damit wir Vergebung unserer Sünden und das ewige leben haben dürfen (Johannes 3,16; Johannes 14,6; Römer 6,23 usw.). In Apostelgeschichte 16,31 steht: "Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du gerettet werden."

Petrus beginnt seinen zweiten Brief mit den Worten: "Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, an die, welche den gleichen kostbaren Glauben wie wir empfangen haben an die Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jesus Christus" (2. Petrus 1,1).

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Kommentar von earnest
17.03.2016, 09:38

Das ist eine merkwürdige Logik. 

Es gibt auch ehrlich Menschen, chrisbyrd. Solche, die anderen nicht die Hucke vollkohlen.

Warum sollte ein Mensch nicht von Menschen wie ein Mensch beschrieben werden, einschließlich seiner Fehler?

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Die Redakteure der Bibel waren keine Moralapostel und Spießer, sondern Menschen, die zutiefst von der Größe und Barmherzigkeit Gottes überzeugt waren.

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na weil die Geschichtsschreibung in diesem Fall eben ehrlich war und auch die Schattenseiten berichtete, ebenso wie bei David oder Jakob oder ruben.

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Moses war kein Christ, sondern Jude, und in der Tora/ im Alten Testament galten eben andere Regeln!

Da durfte nicht nur "im Namen des Herrn" getötet werden, damals  hat Gott/ Jahwe auch noch leidenschaftlich gerne selbst "gemetzelt". Z.B. die Ägypter, auf jede nur erdenkliche Art: die 10 Plagen, die Tötung der Erstgeborenen, der miese Hinterhalt im geteilten Meer...

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Kommentar von waldfrosch64
16.03.2016, 17:23

=Kopfschüttel =

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Um zu zeigen das Mord okay ist, solange du auf der "richtigen" Seite stehst.

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In der Bibel (Thora) steht nicht nur Glorreiches, sondern alles was  der Mensch gemacht hat, es ist kein Heldenepos, sondern es sind Geschichten aus dem Leben der damaligen  Zeit, Gutes und schlechtes wird dort unverblümt erzählt, Und die daraus entstehenden Konsequenzen, werden auch gezeigt. Das sollen Lehrgeschichten sein, wie man es richtig macht, oder wie man es besser nicht machen sollte.Weil es dann solche schrecklichen Konsequenzen hat.

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Hallo FruitKing97,

Du stellst hier eine sehr wichtige Frage, besonders deshalb so bedeutungsvoll, weil der Bericht zeigt, dass Mose eigentlich die Sache vertuschen wollte:

11 Als Mose erwachsen war, ging er einmal zu seinen Brüdern3 hinaus und schaute ihnen bei ihren Lastarbeiten zu. Da wurde er Zeuge, wie ein ägyptischer Mann einen von seinen Stammesbrüdern misshandelte4.
12 Mose schaute sich nach allen Seiten um, und als er sah, dass niemand in der Nähe war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sand.

13 Am nächsten Tag ging er wieder hinaus. Da sah er zwei Hebräer miteinander streiten. Er sagte zu dem, der im Unrecht war: "Warum schlägst du einen Mann aus deinem eigenen Volk?" 14 "Wer hat dich denn zum Aufseher und Richter über uns eingesetzt?", erwiderte dieser. "Willst du mich auch umbringen wie den Ägypter?" Da erschrak Mose. "Also ist es doch herausgekommen", dachte er.

Nun, völlig sündenlos wäre Mose trotzdem nicht gewesen, es wird ja noch von zwei weiteren Sünden berichtet, wobei eine dazu führte, dass er das verheißene Land nur aus der Ferne sehen, aber nicht hineingehen durfte.

Aber, warum wurden die Sünden, die Mose oder auch andere prominente Vertreter des Volkes Gottes begingen, nicht einfach bei der Geschichtsschreibung ausgelassen?
Was für einen Sinn hätten die folgenden Verse, wenn Gott als Autor der Bibel mit der Wahrheit so selektiv umgehen würde?

2Sam 7,28 Und nun, Jahwe, mein Herr, du allein bist wirklich Gott, und deine Worte sind Wahrheit.

Spr 12,19 Wahrheit besteht in Ewigkeit, / Lüge vergeht in kürzester Zeit!
Spr 30,5 Was Gott sagt, ist die reine Wahrheit.

Joh 8,32 Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen."

Joh 14,6 "Ich bin der Weg!", antwortete Jesus. "Ich bin die Wahrheit und das Leben!

Joh 17,17 Führe sie durch die Wahrheit ganz auf deine Seite! Dein Wort ist Wahrheit.

Nun, da aber in der Bibel die ganze Wahrheit, auch die "unangenehmen" Wahrheiten offengelegt werden, liefert die heilige Schrift durch ihre Liebe zur Wahrheit einen der zahlreichen Beweise dafür, dass sie wirklich Gottes Wort ist.

Grüße, kdd

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Kommentar von kdd1945
17.03.2016, 14:55

Mord, nach 1 Mo 9,

5 Niemand darf einen anderen Menschen ermorden! Wer dies tut - ob Mensch oder Tier -, muss mit dem Tod dafür büßen. Ich selbst werde ihn zur Rechenschaft ziehen. 6 Wer einen Menschen tötet, darf selbst nicht am Leben bleiben; er soll hingerichtet werden. Denn ich habe den Menschen als mein Ebenbild geschaffen.

Die 10 Gebote gab es 40 Jahre später.                

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Der Christliche und auch der Jüdische Glaube geht nicht davon aus wie  Gegenteilig der Islam ,dass ein Mensch Sündenlos sein Leben leben könnte  könnte .

Daher braucht er Gott und insbesondere Jesus Christus der ihm steige und immerwährend   aufhilft von stetigen Falle .Und ihm Gnade und Barmherzigkeit schenkt .

Daraus ergibt sich dann die Empfehlung oder Pflicht auch den Mitmenschen gegenüber Gnädig  und Barmherzig zu sein .

Die Muslime sagen die Propheten wären Sündenlos Menschen gewesen und dürfe auch selbst nicht in die Sünde fallen ...Während nach Biblischem Zeugniss nur ein einziger Mensch (und Gott ) Jemals Sündenlos war ,nämlich  Jesus Christus .

Hebr 4,15:

Er wurde uns in allem  gleich außer der Sünde

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Kommentar von 666Phoenix
16.03.2016, 17:33

Urrrgggsss!

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Kommentar von Hamburger02
16.03.2016, 17:46

Die Erbsündenlehre ist auch so ein hahnebücherner Unsinn, den Augustinus sich ausgedacht hat und das auch noch aufgrund eines Übersetzungsfehlers sowie der völlig bescheuerten  Prädestinationslehre. 

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"Gottes Wort" dient dazu, die Wahrheit (Joh.17,17) zu vermitteln und die "Gute Nachricht vom Reich Gottes" zu verkünden (Mk.1,15)..

Auf dieser Erde gibt es auch sonst nirgenwo eine "sündefreie Person" (Röm.3,23).

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Kommentar von earnest
17.03.2016, 09:43

Mal wieder der "Biblomat"? 

Welcher Sünde hat sich ein neugeborenen Säugling schuldig gemacht?

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