Darf ich aus Ackerland einen Wald machen?

10 Antworten

Sprich darf man einfach aus einem Feld einen Wald machen, bzw grundsätzlich Bäume anpflanzen

Nein

Du benötigst normalerweise eine aufforstungsgenehmigung, zum Teil wird auch die Unterschrift der Nachbarn benötigt, da diese durch den Wald benachteiligt werden, könnte ich es für schwierig halten, dass du von denen die Unterschrift erhältst.

Wenn es gutes Ackeland ist, wäre das ziemlich dumm, da im Grunde Land, dass zur Lebensmittelproduktion geeignet ist, auch dazu verwendet werden sollte. Du kannst es ja an einen ökologisch wirtschaftenden Betrieb verpachten.

Wald braucht in den ersten 15 Jahren viel Pflege.

Klar es wäre eine Art Hobby für mich:)

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Wieso braucht Wald Pflege? Wächst der nicht ganz allein?

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@Luftkutscher

Kleine Bäume werden schnell von Sträuchern überwachsen, Brombeeren Farn, da kommen die nicht hoch, wenn man nicht mäht. Dann muss Wildzaun gebaut und gepflegt werden

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@Quaeror

Komisch. Bei mir im Wald musste ich nach dem extrem trockenen Sommer 2003 auf ca. 3 Hektar fast alle Fichten fällen. Nur ein paar einzelne Exemplare konnte ich als Überhälter stehen lassen. Obwohl ich die Fläche danach weder aufgeforstet habe, noch eingezäunt habe, wachsen dort jetzt Rotbuchen, Hainbuchen, Traubeneichen, Ebereschen, Rotfichten und Waldkiefern. Es hat sich ein gesunder Mischwald entwickelt

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@Luftkutscher

Das kommt wohl auf die Gegend an, ich habe diverse Stunden mit Mähen verbracht, wo man kaum noch die schon krummgezogenen Bäume fand, auch Mischwald.

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@Quaeror

Bei uns macht lediglich der Harttiegel dicht und bildet einen dichten Unterwuchs. Allerdings schützt er die heranwachsenden Bäume vor zuviel Sonneneinstrahlung und Verbiss. Nach spätestens 8 Jahren wird der Hartriegel aber von den meisten Bäumen überwuchert, so dass er infolge Lichtmangel abstirbt. Mit den Brombeeren haben wir hier kein Problem. Lediglich die Verwandte, die Kratzbeere bildet kleine Dickichte, stirbt aner auch ab, wenn sie von den Waldbäumen überwuchert wird.

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wenn du das grundstück erwerben kannst und bekommst kannst antrag auf aufforstung stellen.ob das genehmigt wird ist eine andere frage.versuch das mal im vorfeld zu klären ob überhaupt möglich und dann die kaufentscheidung überdenken

Hallo,

Dein Vorhaben finde ich sehr erfreulich! Aber:

Genauso wie die Beseitigung von Wald, die Rodung, bedarf auch die Erstaufforstung von Grundstücken, die bisher kein Wald sind, der Genehmigung. Du musst dich an die zuständige Forstbehörde wenden. Wenn keine Verhinderngsgründe (zB Landschaftsschutzgebiet, naturschutzfachlich; Vorkommen seltener Arten) bestehen, wird die Erlaubnis erteilt. Die Nachbarn können Einwände erheben, zB wegen Beeinträchtigung ihrer Äcker durch Schattenwurf. Hier kommt es auf die Lage/ Himmelsrichtung an, ggf würdest du zu einem größeren Grenzabstand bei der Bepflanzung verpflichtet (4 statt 2m), verhindern könnten sie dein Vorhaben aber nicht. Wenn sie genehmigt ist, kannst du für die Erstaufforstung auch eine finanzielle Förderung über die Forstbehörde erhalten.

An sich ist das Anlegen neuer Wälder das beste Mittel gegen den Klimawandel, Wald und seine Produkte (Holz!) speichern nun mal mehr CO2 als der schönste Maisacker, leicht gemacht wird es einem aber nicht! Der Gesellschaft ist einfach ein Maisacker mehr wert, wie auch einige Reaktionen hier zeigen!

Wald ist erhaltungsgeschützt, landw. Fläche nicht.

Landw. Fläche wird dringend benötigt und nimmt beängstigend seit Jahrzehnten ständig ab.

Daher ist eine ziemliche "Sünde" aus Sicht der Landwirtschaft, so einem Hobby nachzugehen. Wald gibts übergenug.

Vernünftig wäre, die Fläche einem Landwirt zum Pachten zu geben und dann kommt auch eine Menge Geld raus.

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