Darf ein lehrer die fehltage laut sagen?

6 Antworten

Die Frage ist - allerdings streng genommen - gar nicht so unberechtigt. Wenn eine bestimmte Information mit einer bestimmten Person verbunden wird ("Erne Müller hatte 10 Fehltage !"), dann ist das ganz klar ein personenbezogenes Datum (= Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person).

Diese Information an andere weiterzugeben, indem man sie beispoielsweise laut vor der Klasse oder vor anderen sagt, ist die Übermittlung personenbezogener Daten und gehört zur Verarbeitung derselben.

Dafür muss der Lehrer entweder eine rechtskräftige Einwilligung der betroffenen Person haben oder er braucht für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten eine Rechtsgrundlage. Die Verordnung

über die zur Verarbeitung zugelassenen Daten von Schülerinnen, Schülern und Eltern (VO-DV I) ist hier allerdings nicht einschlägig.

Soweit zur Theorie.

Was die Praxis angeht, möchte ich auf Deine frage antworten :

Lass ma die Kirche im Dorf und halt den Ball flach. Erst mit dem Lehrer sprechen, sagen, dass man das nicht will und abwarten, ob er es danach nochmal macht. Ihn dann nach den gründen fragen, warum er entgegen des deutlich artikulerten Willens es trotzdem tut. Danach mit Vertrauenslehrer oder Eltern sprechen.

Bitte immer angemessen und mit Augenmaß (re)agieren.

So ziemlich machen das alle Lehrer...wieso sollte das nicht erlaubt sein? Also wenn er durch die ganze Klasse ruft, dass du an diesen und anderen Tagen nicht da warst, dann kann man das ja vielleicht verstehen, aber wenn er dich persönlich fragt und noch andere in der Klasse mithören können, dann lässt es sich halt nicht vermeiden

Na klar. Die Mitschüler könnten ja auch mitgezählt haben und im Klassenbuch sind die Fehltage für jeden zugänglich.

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