Bolonka zwetna allein zuhause lassen?wie lange?

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4 Antworten

Dafür, dass du als Lehrerin arbeitest, sind Rechtschreibung und Grammatik aber ziemlich dürftig.

Und nein, erstens reichen 6 Wochen nicht aus, um einen Hund - und einen Welpen schon überhaupt nicht - an das neue Heim zu gewöhnen und ihm das Alleinesein sicher beizubringen. Ein Welpe sollte - wenn man die Bedürfnisse des Tieres in den Vordergrund stellt und nicht die eigenen Wünsche - in den ersten 6 Lebensmonaten gar nicht alleine bleiben, denn er braucht unbedingt den Schutz und damit die Sicherheit des "Rudels".

Und später sollte ein Hund längstens 4 - 5 Std. alleine bleiben müssen, alles, was darüber ist, ist viel zu lange. Im Lebensprogramm eines Hundes kommt das Alleinesein gar nicht vor, daher ist das schwierig für ihn zu lernen und zu beherrschen. Bei vielen Hunden klappt es auch überhaupt nicht, dass sie sicher und ruhig alleine bleiben.

Von der Hundehaltung solltest du Abstand nehmen, denn sie wäre nicht im Interesse des Hundes, weil seine Bedürfnisse ins Hintertreffen geraten würden.



EySickMyDuck 10.08.2017, 06:53

Stimmt... Ich bin auch der Meinung das Hunde ausschließlich von Arbeitslosen, Hausfrauen und Rentnern gehalten werden sollten die den gnzen Tag nix anderes zu tun haben als zuhause zu sitzen und sich über die schlimmen Menschen aufzuregen es ernsthaft wagen den Hund auch nur mal 10 min allein zu lassen... Ok, bei der Sache mit den Welpen usw. muß ich dir allerdings recht geben...

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dsupper 10.08.2017, 13:50
@EySickMyDuck

Warum denn so provokativ?? Natürlich können auch durchaus arbeitende Menschen einen Hund halten - aber dann muss man eben gut organisieren und planen können. Das geht, wenn die z.B. die  von dir so "verpönte" Hausfrau/Hausmann da wäre, bei Erwachsenen, die z.B. im Schichtdienst arbeiten, oder einer nur Teilzeit, oder ein Hund auch mitgenommen werden kann oder oder oder - Möglichkeiten gibt es viele.

KEINE Möglichkeit ist es aber - zumindest keine hundefreundliche Lösung - den Hund viele viele Stunden alleine zu lassen - 4 - 5 Std. sind das äußerste, das man einem Hund auf Dauer zumuten sollte.

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EySickMyDuck 15.08.2017, 22:43
@dsupper

Sorry, so provokativ sollte das auch wieder nicht rüber kommen. Im Grunde hast du ja recht aber "4 bis 5 Stunden sind das äußerste" ist leicht mal daher gesagt... Was wäre denn in deinen Augen dann OK, 2 oder vielleicht max. 3 Stunden? Sag mir mal bitte ein einziges Beispiel wie das ein berufstätiger Mensch realisieren soll...

Wer solche Aussagen trifft sollte vorher auch mal etwas überlegen wie z.B. das sich die berufliche Situation o. auch die Lebensverhältnisse evtl. mal ändern können. Ein bis zwei Jahre sind vielleicht überschaubar aber ein Hund wird halt mal durchschnittlich 10 bis 15 Jahre alt.

Was wäre dann deiner Meinung nach die richtige Alternative? Den Hund weggeben den du jahrelang an deiner Seite hattest. Meinst du im Tierheim ist er dann besser aufgehoben? Bedenke bitte das es auch Rassen gibt die man nicht so einfach mal an neue Besitzer geben kann.

Ich möchte dir gerne mal meine Situation als Beispiel vortragen...

Vor 7 Jahren haben sich meine damalige Lebensgefährtin und ich einen Irish Staffordshire Pit Bull Terrier ins Haus geholt der zu diesem Zeitpunkt 8 Wochen alt war. Wir haben ihn von klein auf nach und nach daran gewöhnt für längere Zeit allein zu bleiben, nicht weil es notwendig war sondern "kann ja nie schaden". Auch wenn wir beide berufstätig waren, war der Hund nie mehr als 4 Std. allein. Als der Hund 4 war ging unsere Beziehung nach 7 Jahren in die Brüche und es blieb die Frage wer denn den Hund zu sich nimmt. Ihr neuer Freund war mir bestens bekannt, leider auch dafür seine Hunde als "Eierersatz" zu halten und sie zu brechen anstatt zu erziehen. Also behielt ich ihn bei mir da es eigentlich sowieso mein Hund und ich auch seine Bezugsperson war.

Soweit so gut... Ich hatte damals einen Job in der Nähe meines Wohnorts angenommen der es mir ermöglichte nach 8 bis 9 Stunden wieder zuhause zu sein und das klappte erstaunlicherweise sehr gut. Das es nicht das optimale ist weiß ich selbst aber es war eine weitaus bessere Alternative als den Hund weg zu geben und würde ich das jetzt tun würde ich ihm das Herz brechen, egal wie gut es ihm bei meinem Nachfolger gehen würde.

Ich habe seitdem 2 Beförderungen und ein Jobangebot, das für mich ein absoluter Traumjob gewesen wäre, abgelehnt weil mir mein Hund einfach wichtiger ist. Den "Job zuhause" den ich annahm bedeute ganz nebenbei bemerkt auch einen kleinen Rückschritt in meiner Karriere.

Also... Kannst du dir jetzt vielleicht etwas besser vorstellen warum ich bei solchen Sprüchen ziemlich allergisch reagiere? Mir kommt der Mock hoch wenn ich sowas immer und immer wieder lesen muß weil ich genau weiß das die Leute die sowas schreiben in ihrer eigenen kleinen Traumwelt leben und vorher nicht für 5 ct nachdenken denn sonst würden die meisten sowas nicht von sich geben...

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dsupper 16.08.2017, 07:10
@EySickMyDuck

Selbstverständlich ändern sich Lebenssituationen im Laufe eines Hundelebens. Das macht die Planung ja so überaus schwierig und unkalkulierbar. Und das Schlimme daran ist, dass trotzdem so wenige Menschen darüber nachdenken, welche Einschränkungen eine Hundehaltung mit sich bringt.

Viel zu schnell und häufig viel zu unüberlegt wird ein Hund in die Familie genommen - ohne groß darüber nachzudenken ...

Und dann wird der Hund so "zurechtgebogen", dass es "passt"!! DAS macht mich allergisch - um bei deinen Worten zu bleiben.

Und dazu gehört vor allen Dingen, dass Hundeb von vornherein zugemutet wird, den gesamten Arbeitsalltag, der mit Pausen- und Wegezeiten ja schnell auch 10 Stunden betragen kann, alleine zu sein. Das ist aber für einen Hund mehr als unerträglich!

Und natürlich ist es mit guter Planung und vielen Abstrichen möglich, auf die besagten 4 - 5 Std. zu kommen. Wenn einer nur halbtags (4 Std.) arbeitet, nicht zu weit von daheim weg. Wenn Eheleute im gegenläufigen Schichtdienst arbeiten, wenn einer daheim arbeitet, wenn einer das Glück hat, den Hund mitnehmen zu können ....

Und wenn dies alles nicht geht - dann geht eben kein Hund! Auch, wenn sich eigener Nachwuchs ankündigt, muss man die eigene Lebensplanung ja entsprechend anpassen ...

Und auf veränderte Lebenssituationen muss man eben in der Lage sein, flexibel und zielorientiert zu reagieren - im schlimmsten Fall eben eine Tagespflege für den Hund suchen - das muss man aber eben auch, wenn man Kinder hat und z.B. auf einmal alleine mit ihnen dasteht ....

Für mich ist es keine Tierliebe, wenn ich den Hund in meinen Alltag "hineinquetsche" - das wäre Hundeegoismus.

Die Bedürfnisse des Hundes müssen an erster Stelle stehen, die gilt es zu berücksichtigen und zu erfüllen - und nicht der eigene Wunsch nach einem Hund (so gut ich diesen verstehen kann).

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EySickMyDuck 20.08.2017, 03:02
@dsupper

Was soll ich sagen... Ja, is ja alles soweit nicht falsch was du schreibst aber du hast meinen Text schon gelesen, oder? Und auch verstanden, hoffe ich... Noch flexibler kann ich nich reagieren, für Harzen bin ich leider nicht flexibel genug.

Das mit "dann eben keinen Hund" erweist sich als recht schwierig wenn der Umstand "schon einer da" in´s Spiel kommt...

Woher weißt du eigentlich das es für alle Hunde "mehr als unerträglich" ist o. überhaupt wie es für einen Hund ist allein zu sein? Warst du früher selbst mal ein Hund o. kannst du vielleicht sogar mit Hunden sprechen und die sagen dir das dann?

Klar, Hunde sind Rudeltiere und es gibt bestimmt schöneres für einen Hund als das Alleinsein aber nur mal so zur Info... Du weißt schon das Hunde eigentlich nicht wirklich ´n Zeitgefühl haben so wie wir es kennen!? Warum denkst du das sich dein Hund manchmal wie n´ Schnitzel den Arsch abfreut wenn du von irgendwo zurück kommst obwohl du gerade mal 15min weg warst...

Im Moment ist es eigentlich sowieso egal weil es eine weitere Veränderung in meinem Leben gab die allerdings nicht unvorhergesehen eintrat sondern von mir so entschieden wurde. Bis Ende Januar besuche ich eine weiterführende Berufsschule direkt in meinem Wohnort und bin daher nie länger als 4 Stunden außer Haus... Was danach kommt wird man sehen...

Ich seh schon, das wird zu keinem Ergebnis führen zwischen uns zwei aber schön das es ein paar Leute gibt mit denen man, was dieses Thema betrifft, relativ vernünftig kommunizieren kann... Danke dafür...

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dsupper 20.08.2017, 08:10
@EySickMyDuck

Nur zwei Dinge noch:

- die Sache mit dem Alleinesein ist ja nicht meiner eigenen "Erfahrung" entsprungen. Aber ich maße mir auch nicht an, klüger und erfahrener zu sein als z.B. Kynologen und Verhaltensforscher - wenn du das bist ...

- ja, kommuniziere dieses Thema tatsächlich lieber mit Menschen, die deine Meinung teilen, weil es ja den eigenen egoistischen? Wünschen entspricht und man auf die Bedürfnisse des Hundes gar nicht so viel Rücksicht nehmen muss. Sich kritisch mit Dingen auseinanderzusetzen, bei denen man sich u.U. eingestehen müsste, dass man etwas nicht richtig macht oder den eigenen Bedürfnissen doch zu viel Bedeutung zumisst, fällt manchen halt schwer

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vmnth 10.08.2017, 11:51


" . . .  in den ersten 6 Lebensmonaten gar nicht alleine bleiben . . . "

Lass die Kirche einfach mal im Dorf, ja?

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dsupper 10.08.2017, 13:47
@vmnth

Wenn du dich mal mit den tatsächlichen Bedürfnissen eines Hundekindes auseinandersetzt, dann wirst du sehen, dass diese Aussage genau den Kern der Sache trifft. Alleinesein kommt im Lebensprogramm von Hunden eigentlich gar nicht vor - und schon gar nicht, so lange sie noch Welpe und junger Junghund sind!! Und das trifft auf die ersten Monate zu.

Das hat nichts damit zu tun, dass man nicht in diesem Alter den Hund schon daran gewöhnen kann, einige Minuten mal alleine zu sein, wenn man z.B. den Müll rausbringt - aber länger ist nicht!

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Hallo,

Hunde sind extrem anpassungsfähig. Zudem bestimmst Du als Rudelchef, wann es rausgeht und wann Ruhephasen sind.

Wenn Du also am frühen Morgen bereits raus gehst, dann kann sich Dein Hund lösen, die Spuren der Nacht abschnüffeln und ein bisschen mit Dir spielen. Danach wird gefrühstückt und nach dem Essen soll sowieso eine Ruhephase sein.

Nachmittags könnt Ihr dann einen größeren Spaziergang machen und Abends nochmal eine kleine Runde drehen.

6 Stunden sind gar ein Problem. Du solltest allerdings den Hund daran gewöhnen, alleine zu sein. Wir haben unseren Hund bereits als Welpe daran gewöhnt. Erst für eine Minute, dann zurück in die Wohnung und ihn mächtig dafür gelobt. Dann langsam das Intervall vergrößern.

Ist es Dein Hund gewohnt, auch mal für 15 Minuten alleine zu sein, wird er nicht mehr vor der Türe sitzen, sondern sich in sein Körbchen begeben und in aller Ruhe schlafen, bis Du wieder kommst.

Ja das geht. Nur kein Welpe, sondern ca ab 1 Jahr, wenn der Hund alleine Sein gewöhnt ist

Hallo,

6 Wochen könnten knapp werden, einen Welpen an sein neues Zuhause und neue Menschen zu gewöhnen,

außerdem sollte er stubenrein sein, bevor Du ihn ans Alleinsein gewöhnst.

Hast Du denn Niemanden, der sich morgens um ihn kümmern könnte, bis Du nach Hause kommst ?

So ein süßes kleines Hundchen, ich würde ihn sofort in Pflege nehmen ......

Liebe Grüße

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