Bereitet sich Deutschland auf Stromausfälle vor oder ist das Panikmache?

Das Ergebnis basiert auf 35 Abstimmungen

Das ist Panikmache 74%
Das ist keine Panikmache 26%

9 Antworten

Das ist Panikmache

keiner, selbst die energieversorger, deren aktionäre usw. hat daran intresse, es auf einen blackout hinaus laufen zu lassen. es werden also schon entsprechend maßnahmen getroffen. eine der ersten ist, dass viele energieversorger mitterlweile die anzahl der wallboxen entsprechend begrenzen bzw. deren leistung.

ich gehe davon aus, dass das in den näcshten jahren noch weiter zunehmen wird.

unbestätigten gerüchten zu folge sollen z.B. selbst 16 ampere drehstromsteckdosen im haushalt vom energieversorger genehmigungspflichtig werden. zwangsabschaltungen für wallboxen, auf jeden fall über 11 kW. ggf. auch bald bis 11 kW werden mit sicherheit ebenfalls kommen.

lg, anna

Das ist sicherlich keine Panikmache... und Du wirst hier sehr viele superschlaue Leute haben, die was von Panikmache oder sonstwas schreiben.

Fakt ist, dass das Netz zunehmend instabil wird und auch in öffentlich rechtlichen Sendern ab und an kurze Einspieler kommen, in denen darauf hingewiesen wird, man möge sich doch eine gewisse Bevorratung zulegen. Hinweis: Über diese Einspieler werde ich nicht diskuttieren denn die Typen, die nur Netflix, Sky etc. schauen, kennen die nicht (da nicht öffentlich rechtlich) und gut isses. Die kommen i.d.R. auch um die kalte Jahreszeit herum denn da träfe ein Stromausfall wegen dem Ausfall der Heizungen umso mehr.

Da ich im Bereich des Kraftwerkbaus tätig war kann ich Dir nur so viel sagen: Bei ganz großen Konzernen gibt es nicht die Frage nach dem "ob" sondern "wann". Und die haben alle privat vorgesorgt... still und leise denn die Öffentlichkeit neigt ja dazu, hier groß den Vogel zu zeigen und diese Leute als "Prepps" oder "Endzeitphilosophen" hinzustellen. Daher macht man das und schweigt darüber; nur eines ist klar: Wenn das mal passieren sollte ist man ein Stück weit abgesichert.

Die Bevorratung sollte für mindestens 1 Woche sein... besser 2 Wochen; also durchaus in einem vertretbaren Rahmen. Hierzu werden haltbare trockene Lebensmittel genommen, die entspechend Dicht verpackt werden... fertig.

Es gibt Gruppen, die in einer Notfallkommunikation mit dabei wären und diese Gruppen, wenn sie sich in einer Regierungshauptstadt befinden, wurden bereits 2010 von den Landesregierungen angeschrieben, sie möchten bitte eine PSK31- Funkverbindung dauerhaft betriebsbereit bereitstellen, damit im Falle des Infrastruktur- Ausfalls die Landeshauptstadt mit den Regierungshauptstädten kommunizieruen kann. Weiterhin finden regional immer wieder netzunabhängige Notfunk- Übungen statt, deren Ziel es ist, zeitnah flächendeckend die BOS zu unterstützen... das letzte Mal in Süddeutschland am 10. Oktober, als der Regierungsbezirk Oberfranken ein Netz mit Leitstelle in Bayreuth gespannt hat.

Weiterhin gab es (es müsste ZDFneo gewesen sein) kürzlich einen sehr anschaulichen Beitrag von Harald Lesch, der sich genau damit beschäftigte, weswegen das Netz mit Wechselrichtern nicht betrieben werden kann https://www.youtube.com/watch?v=Az-Fr8DkhMQ).

Soviel dazu... einen Tipp von mir: Mach Dir da Deine eigenen Gedanken dazu und treffe Deine eigenen kleinen Vorkehrungen, wenn Du nach etwas Info zu dieser Thematik zum Entschluß gekommen bist, was zu machen. Lass die Anderen reden denn sollte solch ein Fall eintreten (was wir nicht hoffen wollen), wird es noch sehr viel andere Probleme geben... Du hast dann wenigstens ein paar Lebensmittel, mit der Du die zu erwartende 1 bis schlimmstenfalls 2 Wochen überbrücken kannst. Listen, was man haben sollte bzw. komplett fertig zusammen gestellte Rationen gibt es auch fertig zu kaufen.

Und noch ein Tipp: Wenn Dir jemand was von "Panikmache", "Blödsinn" usw. erzählt, dann hake doch einmal nach, ob der überhaupt was mit Elektrik gelernt hat und weiß, wie das Netz funktioniert. Die einfachste und sicherste Methode hierbei ist, zu fragen, ob er/sie/es Dir erklären kann, was es mit den 50Hz auf sich hat. Kann er/sie/es das nicht, dann darfst Du getrost jede seiner Äußerungen verwerfen denn diese besagten 50Hz sind genau auf den Punkt im Netz das Maß aller Dinge... und die sorgen auch bei zu großer Abweichung für den Lastabwurf der Kraftwerken und somit den Blackout. Daher: Frage nach den 50Hz und Du weißt, ob Du das glauben kannst oder nicht.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Berufliche Erfahrung
Das ist Panikmache

Das ist Panikmache.

Aber selbstverständlich bereitet sich Deutschland seit etlichen Jahrzehnten auf Blackouts vor. Denn unsere Gesellschaft ist nicht erst seit ein paar Jahren vom Strom abhängig.

Neben der steigenden Empfindlichkeit/Komplexität unseres Stromnetze durch eine zunehmende Anzahl von dezentralen und nicht genau planbaren Erzeugern, gibt es ja noch viele andere Ursachen (Naturkatastrophen, Unfälle, Terror, Krieg) die einen größeren Stromausfall verursachen können.

Um die Folgen abzumildern existieren z. B. Vorgaben, dass kritische Infrastrukturen (z. B. Krankenhäuser) mit Notstromaggregaten ausgerüstet sein müssen und es gibt weiterführende Pläne, die die Grundversorgung der Bevölkerung gewährleisten.

Zugegeben, dass reicht nur um Tage bis wenige Monate zu überbrücken. Aber für nen eher "simplen" Blackout aufgrund von Netzinstabilität sollten auch nicht mehr als Stunden bis wenige Tage nötig sein.

bis wenige Monate zu überbrücken

Das redicht nicht um monate zu überbrücken. Ausserdem ist mit ein paar Notstromaggregaten nichts erreicht.

0
@Artus01

Selbstverständlich ist damit viel erreicht, wenn kritische Infrastruktur sich selbständig für ein paar Tage am Laufen halten kann. Entweder ist die Krise dann schon längst vorbei oder man hat Zeit rausgeholt bis andere Maßnahmen anlaufen konnten.

Es geht auch nicht darum die Krise so zu bewältigen, als ob es keine Krise gäbe. Es geht darum ein Mindestmaß an Struktur aufrecht zu erhalten.

0
@Callidus89

Du hast nicht die geringste Ahnung wie sich ein flächendeckender Stromausfall nur auf das Gebiet der BRD auswirkt, auch wenn er nur einen Monat dauern sollte.

1
@Artus01

Natürlich habe ich keine Ahnung davon. Genauso wie jeder andere auch. Den Fall gab es in einem Land modernen Industrieland ja auch noch nicht.

Mir graut aber davor. Denn sollte es jemals zu einem Stromausfall von der Dauer kommen dann müssen die Leute sich entweder diszipliniert und schwere Zeiten durchstehen oder es bricht Anarchie aus und es müssen noch schwerere Zeiten durchgestanden werden.

0
Das ist Panikmache

Mal abgesehen davon, daß es für Problemsituationen sowas wie gezielten Lastabwurf gibt: Wir haben alleine fossile Erzeuger in der Größenordnung Peakleistung+10%.

Selbst wenn also mehrere Tage die Sonne nicht scheinen sollte (Da hätten wir dann aber wohl ganz andere Probleme) und absolute Flaute herrscht, wäre das mitigierbar.

Dazu gibt es ein Verbundnetz. Bevor wir also eigene Kraftwerke anfeuern, würden wir eher importieren, wenn es sich anbietet.

Das ist Panikmache

Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass die ein oder andere Industrieanlage bei Stromknappheit vom Netz genommen werden muss.

Was möchtest Du wissen?