Begabung für Mathematik-Studium?

8 Antworten

Die Mathematik, die man im Studium lernt, hat sehr wenig mit Schulmathematik zu tun. Selbst wenn du in der Schule in Mathe Bestnoten hattest, heisst das nicht, dass dir die reine Mathematik liegt - und umgekehrt muss man nicht wirklich rechnen können, um Mathe zu studieren.

Vielleicht kannst du dir ein Buch besorgen, welches zumindest einen Teil des ersten Semesters abdeckt, und mal sehen, ob dir sowas Freude machen würde. Die Umstellung von angewandter auf theoretische/reine Mathe macht jedenfalls vielen Leuten Probleme. Aber ich will dich nicht entmutigen - wenn du denkst, es macht dir Spass, dann lohnt es sich auf jeden Fall, sich mal damit zu beschäftigen.

schon ein wenig abschreckend, aber andererseits möchte ich nicht studieren gehen, um hinterher zu behaupten, dass es einfach war, was ich gemacht habe^^

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@rickm1988

Wie gesagt, guck dir doch den Stoff mal an... vielleicht hilft das bei der Entscheidung.

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rechnen zu können kann im Mathestudium aber auch nicht schaden - zugegeben oft nur mit kleinen Zahlen^^

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@Ennte

Das stimmt, nützlich ist es schon. :)

Ging mir eher darum, zu betonen, dass man kein Kopfrechenprofi sein muss, um das Studium hinzukriegen. ^^

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Mathe ist der Knochenbrecher Studium schlechthin. Ohne ein Talent in diesem Gebiet nicht zu schaffen, und was da unterrichtet wird ist keine Schulmathematik und selbst wenn man immer eine eins in Mathe heißt das nicht das man das Mathestudium schafft.

Die Rolle der sog. Begabung für den Erfolg – ob auf einem Arbeitsgebiet oder im Leben – wird traditionell gern hoch eingeschätzt. Die Idee ist ideologisch hoch aufgeladen: Persönliche und familiäre Glückserwartungen, gesellschaftsphilosophische und politische Ansichten sowie Interessen von Institutionen und Industriebranchen knüpfen sich an die Vorstellung vom genetisch für bestimmte Leistungen prädisponierten Menschen. Derweil weisen die Resultate der Bildungsforschung und der Neurowissenschaften aber in die andere Richtung: Ausdauerndes Üben führt zu Hochleistungen.

Forscher entschlüsseln das Geheimnis der Begabung: Nicht angeborenes Talent, sondern jahrelange Übung ist die Ursache für außergewöhnliches Können.

http://www.focus.de/wissen/mensch/begabung-reine-uebungssache_aid_387887.html

Ich empfehle Dir: Prüfe vor allen Dingen, ob Deine Freude an der Mathematik so stark ist, daß sie Dir für das Studium als mentale Energiequelle dienen kann. Um das herauszufinden, sind die Vorschläge, Dir (Video-)Vorlesungen, Uni-Skripten und echte mathematische Fachbücher anzuschauen, absolut richtig. Geh an das Fach ran und erlebe, wie es auf Dich wirkt. Und wenn Dich die Begeisterung packt, dann bist Du dort richtig, dann bleib dabei und zieh es durch und laß Dich von "Begabungs"-Zweifeln nicht verunsichern.

Also man braucht beides behaupte ich, sowohl Begabung als auch Fleiß und vor allem Durchhaltevermögen und Interesse.

Gut Interesse sollte ja logisch sein wenn man das studieren will. Bist du denn fertig mit deinem Studium? Also angewandte Mathematik wirst du im Studium vergeblich suchen. Am besten schau dir mal Skripte an von Erstsemester Vorlesung, dann kriegt man ungefähr eine Vorstellung um was es geht. ABER: Lass dich nicht davon abschrecken wenn du wenig davon verstehst, selbst wenn du schon ein abgeschlossenes Studium hast.

Lernen muss man natürlich um mitzukommen, zusätzlich gibt es Hausaufgaben die je nach dem wie "gut" du bist zwischen 5-12 Stunden pro Blatt brauchen, in der Woche sind (bei mir) 2,5 Blätter zu bearbeiten, das ist aber denke ich normal.

Im Studium ist es auch nicht so wie in der Schule, dass du ein bestimmtes Schema durchschaut hast und dann schaffst du die Aufgaben. Normal ist bei jeder Aufgabe wieder eine andere größere oder kleinere Schwierigkeit die in der Form noch nicht da war, die man sich aber (theoretisch) erschließen können sollte.

Wenn mindestens einer von den folgenden Bereichen gefällt und du dir vorstellen kannst, diesen zu beherrschen, und zudem du mit 1–2 der anderen klarkommst, geht das:

  • Ana1ysis (Funktionsanalysis, Topologie, lineare Ana1ysis, Masstheorie, usw.),
  • Algebra (Gruppentheorie, Körper, Ringe, usw.),
  • Geometrie
  • Stochastik (W-keitstheorie, usw.)
  • Numerik
  • Kombinatorik

Es gibt andere Bereiche und Spezialisierungen und darüber hinaus Mischungen daraus, wie geometrische Gruppentheorie, Differentialgeometrie, Differentialtopologie, usw.

Aber zunächst reicht es aus, einen Blick auf fundamentale Sachen zu haben.

Besuche vllt ein paar Seminare, um zu sehen, woran man in Forschung arbeitet. Wenn (1) es für dich wirklich vollziehbar scheint, und (2) dir gefällt + sich anscheinend lohnt, dann lässt sich der Wechsel eventuell empfehlen.

Andererseits gibt es bessere Sicherheit, einen Job als Ingenieur zu finden, und der Weg als Ingenieur ist einfacher: Studium—>Praktikum—>Beruf(+Familie, Haus, Auto, …).

Ich möchte hinzufügen:

Als Mathematiker (zumindest in reiner Mathe) musst du unbedingt selbstständig arbeiten können. Gruppenarbeit ist zwar gut und man lässt sich durch andere Menschen informieren, aber dies sind nicht die Eigenschaft eines wahren Mathematikers. Man muss selber alles begreifen, selber alles herleiten und an der Stelle erzeugen. Dafür sollte man meines Erachtens schon veranlagt sein.

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@kreisfoermig

Vielleicht wäre angewandte Mathematik eher etwas. Ist nicht ganz so theoretisch wie die Universitäts-Mathematik. Etwas abwechslungsreicher, weil dort auch zu ca. 1/3 Programmieren unterrichtet wird.

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