Ärzte, Biologen und einflußreiche Geldgeber hatten seit Anfang des 20. Jahrhunderts eine weltweite Kampagne am Laufen, mit dem Ziel, genetisch "minderwertige" Menschen an der Fortpflanzung und Weitergabe ihres Erbguts zu hindern.

In vielen Ländern geschah das durch Zwangssterilisation. Erstmals per Gesetz vorgeschrieben wurde das 1907 im US-Bundesstaat Indiana. Entsprechende Gesetze gab es in vielen Industrieländern, z.B. auch in Schweden und der Schweiz. Als die deutschen Nazis 1933 ihr "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" erließen, beriefen sie sich darauf, daß sie damit dem internationalen Trend entsprachen.

https://ke.army.mil/bordeninstitute/published_volumes/ethicsVol2/Ethics-ch-14.pdf (Propagandaplakat "Wir stehen nicht allein", Abb. 14-4, S. 411)

Die deutschen Vorkämpfer dieser Ansichten gingen schließlich einfach skrupelloser vor, als man das sich anderswo traute.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zwangssterilisation

https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Davenport

https://de.wikipedia.org/wiki/Lothrop_Stoddard

https://en.wikipedia.org/wiki/History_of_eugenics

Edwin Black hat hierzu ein faktenreiches Buch geschrieben. Wer weiter recherchieren will, findet darin viele Quellenangaben:

'War Against the Weak: Eugenics and America's Campaign to Create a Master Race' erweiterte Neuausgabe 2012.

https://waragainsttheweak.com/

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Deine Frage beantwortet das Erste Newtonsche Gesetz.

Ein kräftefreier Körper bleibt in Ruhe oder bewegt sich geradlinig mit konstanter Geschwindigkeit.

https://de.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Gesetze

Kräftegleichgewicht bedeutet: Die Kräfte auf den betreffenden Körper ergeben die Summe Null. Der Körper ist kräftefrei.

Wenn man schaukelt, bewegt man sich auf einer gekrümmten Bahn mit dauernd wechselnder Geschwindigkeit.

Schau auch mal hier:

https://www.leifiphysik.de/mechanik/kraft-und-bewegungsaenderung/grundwissen/1-newtonsches-gesetz-traegheitsgesetz

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Irgendwann mal? Nein, seit es Maschinen gibt, kommt es vor, daß sie "den Dienst versagen", also nicht tun, was sie sollen.

Das hat vielerlei Gründe: Qualitätsmängel, Verschleiß, Konstruktionsfehler sind einige davon. Aber z.B. auch: Geplantes Kaputtgehen, Inkompatibilität, Ersatzteilmangel, schlechter Kundendienst, reparaturfeindliche Konstruktion.

Immer, wenn über "den Menschen" geredet wird, lohnt es, zu schauen, ob es nicht doch um bestimmte Menschen geht.

Ich empfehle, gezielter zu fragen: Gegen wen genau rebellieren Maschinen, und in wessen Auftrag tun sie das, d.h.: Wem gehorcht die Maschine, indem sie gegen Dich rebelliert?

Hinweis: Geplante Obsoleszenz, Lock-in-Effekt, fehlende Interoperabilität

https://de.wikipedia.org/wiki/Geplante_Obsoleszenz

https://de.wikipedia.org/wiki/Interoperabilität

https://de.wikipedia.org/wiki/Lock-in-Effekt

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Für den Sold, den die Wehrmacht ihnen bezahlte.

Was für persönliche Motive der Einzelne vielleicht außerdem hatte oder auch nicht hatte, kann man nicht pauschal beantworten. Das war je nach Persönlichkeit und Vorgeschichte ganz verschieden.

https://lexikon-der-wehrmacht.de/Soldat/Besoldung.htm

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Wenn ich einem Kolben Wärme hinzufüge

... (genauer gesagt: dem Gas im Zylinder), dann heißt das: Du änderst seine Temperatur. Es ist immer mehr als eine Temperatur an dem Prozeß beteiligt.

Das ist auch so, wenn Du für diese Betrachtung annimmst, daß das Gas anfangs eben kalt und nachher warm und dann schon Schluß ist. Genau genommen benötigt man für diesen Einmal-Vorgang gar keine Reservoirs. Man kann den Zylinder ja auch mit einem elektrischen Heizelement erwärmen.

Warum also die Reservoirs in der Theorie der Kreisprozesse? Weil diese Theorie aufgrund einer Fragestellung aus dem Maschinenbau entstanden ist und die Maschinen, um die es geht, ununterbrochen arbeiten sollen. Darum arbeiten sie zyklisch und werden mit einer ununterbrochenen Zufuhr und Abfuhr von Wärme angetrieben. Und darum ist das theoretische Modell dafür ein Kreisprozeß mit zwei Reservoirs.

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Das müßte nur dann so sein, wenn es nichts anderes gäbe, das die Luftfeuchtigkeit ebenfalls beeinflußt.

Zum Beispiel steht die Luft selten für längere Zeit still. Die meiste Zeit ist sie in Bewegung. Das heißt: Die Luft über Berlin wird ausgetauscht, und möglicherweise, während die Berliner schwitzen, durch noch trockenere Luft.

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Türkisch wurde Jahrhunderte lang mit arabischer Schrift geschrieben und Rumänisch ebenso lang mit kyrillischer Schrift. In beiden Kulturen wurde dann unabhängig voneinander das lateinische Alphabet eingeführt. Wie die Laute in Buchstaben ausgedrückt werden, geht daher auf keine gemeinsame Schreibtradition zurück und wurde nicht miteinander abgestimmt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rumänische_Sprache#Rechtschreibung_und_Aussprache

https://de.wikipedia.org/wiki/Türkische_Sprache#Alphabete

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1,1 × 10^5J

ist einfach das, was herauskommt, wenn man

1/2 * 800 kg * (60/3,6 m/s)^2

ausrechnet und den Betrag auf eine Nachkommastelle rundet.

111111.1 als Ergebnis wäre nicht richtig, weil die Zahl ohne Einheit keine physikalische Information enthält.

In Ordnung wäre: 111111.1 kg*m^2/s^2, oder, was das Gleiche ist: 111111.1 Joule.

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Bin dafür

Warum lernt man an den Schulen etwas über das Ptolemäische (geozentrische) Weltmodell und über das Thomsonsche und Bohrsche Atommodell? Alles längst überholt und faktisch unzutreffend.

Wissenschaftliche Erkenntnis war eben nicht schon immer da und ist auch nicht plötzlich irgendwoher aufgetaucht. Sie entwickelt sich in einem langen historischen Prozeß, der seit der Steinzeit bis heute andauert und niemals abgeschlossen sein wird.

Das zu wissen und einige Stationen der Geschichte der Forschung zu kennen, das gehört zur Bildung dazu. Wem dieser Hintergrund fehlt, der kann vielleicht einiges Faktenwissen aufsagen, aber er versteht nicht, was Wissen und Wissenschaft überhaupt ist.

Für einige Zeit wurde in den Schulen moderner Industrienationen im Biologieunterricht übrigens auch Rassenkunde gelehrt. Das war nicht vor der Entdeckung der Evolution, sondern nachher. Auch von diesem finsteren Kapitel der Wissenschaftsgeschichte sollten gebildete Menschen etwas wissen, und der richtige Ort, um es zu erfahren, ist, wenn er seine Aufgabe ernst nimmt, der Biologieunterricht.

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a)

Was Du dafür wissen mußt, ist das:

Was sich im Kreis bewegt, wird dabei immer beschleunigt. Gemeint ist damit nicht, daß es insgesamt schneller wird, sondern, daß es dauernd die Bewegungsrichtung ändert und sozusagen in der alten Richtung langsamer und in der neuen Richtung schneller wird. Diese Beschleunigung kreisender Körper nennt man Zentripetalbeschleunigung.

Auf einer Kreisbahn mit dem Radius r, mit der Bahngeschwindigkeit v, ist die Zentripetalbeschleunigung:

a_zp = v²/r.

Bei jedem beschleunigten Körper ist eine Kraft da, die ihn beschleunigt. Beim kreisenden Körper ist es die Kraft, die ihn zwingt, dauernd die Richtung zu ändern. Beim Satelliten tut das seine Gewichtskraft. Je nach seiner Masse kann sie größer oder kleiner sein, aber, wird brauchen sie gar nicht zu wissen, denn sie bewirkt bei jedem Körper die gleiche Schwerebeschleunigung g. Die soll bei dem niedrig fliegenden Satelliten nun etwa gleich groß sein wie an der Erdoberfläche, das heißt: g = 9,81 m/s².

Nun kommt die Hauptsache:

Die Schwerebeschleunigung ist beim Satelliten die Zentripetalbeschleunigung:

g = a_zp

Also können wir sagen:

g = v²/r

Wir kennen g. Den Erdradius r können wir nachschauen und vielleicht noch ein paar hundert km für die Flughöhe dazu addieren. Damit ist außer v alles bekannt.

Nun löse die Gleichung nach v auf, so daß das hast:

v = ... irgendwas mit g und r (es kommt eine Wurzel vor) ...

Setze die Werte für g und r ein (r in Meter, es sind ein paar Millionen Meter), rechne v fertig aus. Es müssen ein paar Tausend m/s herauskommen.

b)

Überlege, wie weit die Strecke um die Erde herum ist (Umfang des Kreises), und wie lange man mit der Geschwindigkeit v dafür braucht.

----

Noch was:

Sag' nicht, daß Du, in was auch immer, eine "Null" wärst. Gehe respektvoll mit Dir selbst um. Das ist besser für die Lebensfreude und für alles, was Du tust.

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Der Spalt ist die in der Spektroskopie übliche Form der Öffnung. Bei Teleskopen, Mikroskopen und in der Fotografie ist die Öffnung eine kreisförmige Lochblende.

So oder so sind die auftretenden Beugungsmuster um so kleiner, je größer die Öffnung ist.

Um das Licht unbeeinflußt zu lassen, müßte die Öffnung unendlich groß sein.

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Da das Auto eine Anfangsgeschwindigkeit hat, muß sie auch in der Rechnung vorkommen.

Wie Deine Formeln aussehen, weiß ich nicht. Es gibt nicht für jeden Vorgang "die" Formel. Vergleicht man Lehrbücher, dann sehen die Formeln immer wieder anders aus. Das macht aber nichts!

Worauf es ankommt, ist: Man muß verstehen, was die Formel, so wie sie dasteht, bedeutet, und was die Formelzeichen bedeuten.

v = v_0 + a * t

Wenn das die Formel ist, die Du verwenden willst, dann wird bei positiver Beschleunigung die Geschwindigkeit größer. Kleiner wird sie hier nur mit einer negativen Beschleunigung.

Ich würde darum sagen: a = -0,8 m/s^2.

Ich drück' den rechten Weg mal ganz platt aus: Rechne so, daß etwas Vernünftiges herauskommt, und definiere die Größen, mit denen Du rechnest, so, daß etwas Vernünftiges herauskommen kann. In diesem Fall: Rechne so, und definiere a so, daß das Auto stehenbleibt, und daß es erst stehen bleibt, nachdem es losgefahren ist, und nicht vorher.

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Für die physikalischen Aspekte schau unter dem Stichwort Konvektion.

Die Wärme als Ursache thermischer Konvektion wurde schon angesprochen. Andere mögliche Ursachen sind Wind, der durch Gebäudeöffnungen/Undichtigkeiten zieht (Zugluft), oder die Tätigkeit lufttechnischer Anlagen.

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Die einzige Spezialwissen, das Du hier benötigst, ist diese Formel:

E = h c / λ

Mit: Energie des Photons E, Plancksche Konstante h, Lichtgeschwindigkeit c, Wellenlänge λ.

Der Rest ist ganz normale Elektrizitätslehre und etwas Geometrie.

So. Das ist Dir ja auch nicht neu.

Ich habe hier die Energie eines Photons berechnet und aus der Leistung die Zeit ausgerechnet

Was für eine Zeit meinst Du denn?

----

Nachtrag: "Photodiode" ist hier nicht das richtige Wort. Gemeint ist hier eine Leuchtdiode (LED). Eine Photodiode ist etwas anderes.

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1)

Dafür baut man ein Voltmeter ein. Man braucht nur eines, denn mehr als eine Spannung gibt es hier nicht zu messen. Das Voltmeter liegt parallel zu den Lampen und der Batterie, und nicht so wie die Amperemeter in Reihenschaltung mit ihnen.

https://123mathe.de/strom-und-spannungsmessung

http://www.minicles.de/physik/elektrizitaet/spannung%20parallelschaltung.htm

2)

Den fehlenden Strom findest Du hier mit der Kirchhoffschen Knotenregel. Die sagt einfach nur, daß immer genau so viel Strom in den Knoten hinein- wie herausfließt. Das heißt: Die Summe aller dieser Ströme ist Null.

Hier soll der Strom in den Kabeln 1, 2 und 3 zu dem Knoten hin fließen und der Strom in den Kabeln 4 und 5 von dem Knoten weg. Beim Zusammenzählen drückt man diesen Unterschied mit den Vorzeichen aus.

https://de.universaldenker.org/illustrationen/522

https://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/0608011.htm

https://www.leifiphysik.de/elektrizitaetslehre/komplexere-schaltkreise/grundwissen/kirchhoffsche-gesetze

(In der Aufgabe ist das nicht gut ausgedrückt. Von einem Kabel kann man nicht sagen, ob es irgendwo hin oder weg führt. Man kann nur sagen, was das Kabel mit was verbindet. Von dem Strom in dem Kabel kann man sagen, in welche Richtung er fließt, und er kann in jedem Kabel so oder anders herum fließen, das hat mit dem Kabel nichts zu tun.)

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Nur bei einem bestimmten Reaktortyp, dem Siedewasserreaktor, verdampft man das verstrahlte Wasser. Allerdings passiert das im Reaktor selbst. Der Wärmetauscher dient hier dazu, den Dampf nach dem Austritt aus der Turbine weiter abzukühlen, so daß er wieder zu Flüssigkeit kondensiert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Siedewasserreaktor

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Nur eine Randbemerkung:

Daß das Atom nicht wie ein kleines Planetensystem funktioniert, ist ja schon gesagt worden. Ich möchte außerdem noch anmerken, daß auch ein Planetensystem nicht so funktioniert, wie Dein Blatt (wenn man es so auslegen will) das darstellt.

Es gibt kein Kräftegleichgewicht bei einem Planeten auf seiner Umlaufbahn. Körper im Kräftegleichgewicht kreisen nicht, sondern stehen still oder bewegen sich geradeaus. Das sagt das Erste Newtonsche Gesetz.

https://www.leifiphysik.de/mechanik/kraft-und-bewegungsaenderung/grundwissen/1-newtonsches-gesetz-traegheitsgesetz

Auf einer Umlaufbahn läuft ein Körper nur, wenn eine Kraft ihn dazu zwingt, dauernd seine Bewegungsrichtung zu ändern. Diese Kraft ist die Zentripetalkraft. Bei einem Planeten ist die Anziehungskraft der Sonne diese Zentripetalkraft. Auf eine Zeichnung des Planetensystems gehört also nur der Kraftpfeil, der nach innen zum Zentrum zeigt.

https://www.leifiphysik.de/mechanik/kreisbewegung/grundwissen/wirkung-einer-kraft-als-zentripetalkraft

Eine Zentrifugalkraft gibt es bei Planeten nicht. Es gibt sie in einer Karussellgondel, im Auto in der Kurve, und in der Waschmaschine. Dies sind beschleunigte Behälter. Die Zentrifugalkräfte entstehen durch die Trägheit der darin enthaltenen zwangsweise mitbeschleunigten Körper.

(Manche sagen dazu: Doch, wenn man die Sache aus einem mitrotierenden Bezugssystem beobachtet, gibt es die Zentrifugalkraft und das Kräftegleichgewicht auch beim Planeten. Bei dieser Betrachtungsweise gibt es aber noch mehr, was anders ist.)

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Du kombinierst hier zwei ganz verschiedene Konzepte. Im Vordergrund Deiner Beschreibung steht das perpetuum-mobile-Konzept des gegenseitigen Antriebs zweier Maschinen, das bekanntlich aus prinzipiellen Gründen scheitern muß. Nebenbei erwähnst Du aber noch die zusätzliche Wärmesenke, die dieses Konzept umschifft.

Könnte man so eine Kiste bauen?

Die zusätzliche Wärmesenke muß noch kälter sein als die Umgebung der Kiste, dann funktioniert es.

Wo ist da mein Denkfehler?

Die Energiequelle, die Deinen Apparat antreibt, ist letztlich nicht das Temperaturgefälle zwischen Innenraum und Umgebung der Kiste. Die Energiequelle ist das Temperaturgefälle zwischen der Umgebung und der noch kälteren Wärmesenke.

Du brauchst den Stirlingmotor deshalb auch gar nicht in die Kiste mit hinein zu tun. Für das Ziel, das Kisteninnere zu erwärmen, ist damit nämlich nichts gewonnen. Es hat nur zur Folge daß beide Maschinen dann mit einem Teil ihrer Leistung gegeneinander arbeiten.

Was wäre eigentlich, wenn die Wärmepumpe auch an der Wärmesenke des Stirlingmotors saugt?

Dann hast Du wieder ein reines perpetuum mobile und es läuft nicht.

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Handwerk, würde ich, wenn überhaupt, nicht in *eine* Wissenschaft klassifizieren, ganz egal, ob ich "müßte". Monohierarchische Klassifikationssysteme haben wenig mit der Wirklichkeit zu tun. Sie sind Kopfkonstruktionen der Klassifizierer. Deren Beweggründe kann man nachvollziehen: Wer das Weltbild militärischer Organisation verinnerlicht hat, wird die Dinge gewohnheitsmäßig in Ränge, Regimenter, Kompanien, usw. einteilen wollen. Und ein Bibliothekar muß sich entscheiden, welches Signaturschildchen er auf ein Buch draufpappt, und in welches Regal er es stellt. Intelligent gemachte Schlagwortkataloge haben diese notgedrungene Monohierarchie immer unterlaufen und die Sachgebiete kreuz und quer untereinander vernetzt.

So funktioniert das reale Leben und nicht anders funktioniert auch Wissenschaft: Die Archäologen brauchen sich doch nicht darum zu scheren, ob C14-Datierung, Bodenradar und Luftbildvermessung Teil der Altertumswissenschaften sind, und die beteiligten Laboranten, Techniker und Piloten brauchen das auch nicht.

Mit Handwerk befassen die Erforscher der Vergangenheit sich auch, wenn sie die Machart ausgegrabener Artefakte untersuchen. Auch dadurch werden Tischler-, Töpfer-, Maurer-, Seiler-, Weber-, Steinmetz-, Goldschmiede-, und Metallverhüttungshandwerk nicht zu Teilgebieten der Geschichtswissenschaft oder der Paläoanthropologie.

Aus einigen der alten Handwerkszweige haben sich Ingenieurwissenschaften entwickelt. Ob das für alle gilt, auch für Friseure, Hutmacher, Schuhmacher, Korbflechter? Entwickelt hat sich noch viel mehr als nur die Verwissenschaftlichung der materiellen Produktion: Auch die Distributionssphäre hat sich entwickelt: Handel, Logistik, Seefahrt, Geld, Buchhaltung. Auch aus ihnen sind Wissenschaften entstanden, die nicht alle Ingenieurfächer sind. Mit alledem wurden zudem hochorganisierte Formen von Abhängigkeit, Kontrolle, Beeinflussung und Machtausübung entwickelt, die sich ebenfalls wissenschaftlicher Methoden bedienen, aber nicht nur aus der Technik, sondern z.B. aus der Psychologie. Daß hier von Social Engineering gesprochen wird, wirft allerdings ein Licht auf das dahinter stehende Menschenbild.

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