Ausraster Pferd?

4 Antworten

einem pferd immer zeit zum ankommen im neuen stall lassen. minimum 4 wochen echte schonzeit, in dem man das pferd mit dem gelände, der umgebung und den geräuschen vertraut macht und nichts von ihm verlangt, was es nicht leisten kann.

sattelzwang entwickelt ein pferd nur mit unpassendem sattel oder mit sattel drauf und festschnüren und dann mal hinterher die lage des sattels korrigieren.

und wo du schon in der frage das gerenne beschreibst - ihr longiert doch hoffentlich nicht mit gebiss, sondern am (vom sattler angepassten) kappzaum, will ich hoffen.

ihr braucht: 

einen anständigen longierkurs

einen anständigen trainer

einen sattler, der die ausrüstung überprüft und anpasst

einen kappzaum

und vor allem geduld geduld geduld.

ihr seid viel zu ungeduldig mit dem pferd. ihr wollt alles auf einmal. wenn man will, dass etwas funktioniert wie eine maschine, muss man eine maschine kaufen. mit einem trialmotorrad fahren ist auch was schönes... man hat damit weniger ärger als mit einem pferd.

das pferd hat kein vertrauen, hat sich an die neue umgebung noch nicht gewöhnt.

dann wurde dem vor schreck panischen pferd auch noch im maul rumgerissen. und dann wurde es mittels "kraftakt" aus dem roundpen geholt...

bitte lies deinen eigenen fragentext noch mal. BITTE.

dort ist all das beschrieben, was man mit einem pferd, dass man gerade vor ein paar wochen gekauft hat, NICHT machen sollte.

- man wirkt BERUHIGEND auf das pferd ein.

- einer 14 jährigen hätte ich befohlen, die longe loszulassen und sich in sicherheit zu bringen. im roundpen kann einem im kreis rennenden pferd mit schleifender longe eigentlich nichts passieren. und wenn doch - mein kind hat priorität.

- das pferd sich erst mal ohne druck und ohne gezerre und mit lockerer longe sich auslaufen lassen. das rennen, steigen, buckeln war eine sogenennte übersprungsreaktion. das pferd musste sich bei dem schreck abreagieren.

- man erkennt am ohrenspiel und an der mimik und auch an der bewegung, wann der grösste schreck vorbei ist und beginnt dann beruhigend auf das tier einzuwirken, indem man es mit entsprechend tiefer und sanfter stimme "runterregelt". wenn das pferd noch neu ist, kann das ein weilchen dauern. aber es funktioniert. irgendwann fällt das pferd in trab. dann kann man es mit namen rufen, vorsichtig die flache hand ausstrecken, den roundpen betreten und es duch körpersprache zum herkommen einladen.

- ihr habt das pferd, das noch immer panisch war aus dem roundpen gezerrt. es kann wirklich schwer werden, mit diesem pferd jemals wieder in einem roundpen zu arbeiten - oder ihn auch nur mit dem pferd zu betreten. es hat damit ein für alle mal eine wirklich miese erfahrung verknüpft. die ist nur schwer wieder wegzubekommen.

es liegt jedenfalls einiges im argen.

bevor jetzt alles mit diesem tier übern deister geht, besorgt euch einen vernünftigen natural horsemanship trainer und erlernt die grundlagen der kommunikation mit einem pferd. erarbeitet euch das vertrauen des tieres, lernt mit ihm zu kommunizieren.

die ganze bisherige zeit des pferdes bei euch ist eine verkettung von missverständnissen.

die müssen aus dem weg geräumt werden.

das dauert.

falls du die geduld nicht hast und kein geld mehr in dieses tier investieren willst (trainer, natural horsemanship), verkauf das pferd so schnell wie möglich und schenk um himmels willen dem käufer reinen wein ein.

momentan würde das pferd sich sicher sehr gerne von euch trennen...

und du würdest einen immensen wertverlust in kauf nehmen. da kann man vielleicht für einen grundkurs verständigung mit dem pferd noch mal einen tausender in die hand nehmen... (keine sorge, den tausender kostet es nicht aufs mal...)

und noch was - im roundpen benutzt man zum longieren gewöhnlich keine longe...

OK du kennst die komplette Geschichte nicht. Es ist bisher alles ausgeschlossen worden. Tierarzt, Osteopathie. Sattler hat vernünftigen Sattel angepasst. Ausrüstung und Gesundheit sind in Ordnung. Auch im Roundpen haben wir alles getan um das Pferd zu beruhigen. Wir mussten es dann aus dem Roundpen nehmen, da es sich nicht mehr beruhigt hat. Das ganze ging über eine halbe Stunde so. Sorry aber irgendwann ist es gut. Aber habe erfahren, dass dieses Pferd bereits vom Händler zurückgenommen worden ist. Und in dem Moment ist mein Kind wichtiger. Er lässt sich ohne Longe im Moment nicht longieren. Ich könnte derzeit noch einige solcher Dinge aufzählen. Erster Sattler gebockt, ausgeschlagen. Ok zweiten Sattler kommen lassen. Alles für mich kein Problem. Über mehrere Monate Bodenarbeit gemacht. Einfach spazieren gegangen etc. alles was man halt so macht. Aber anscheinend ist das was er erlebt hat sehr viel Negatives. Zumal die Händlerin das total verschwiegen hat. Dann hätte man sich darauf einstellen können. Aber so. Longierkurs habe ich alles. Aber er ist wie verwandelt seit er da ist. Alles was so alltäglich ist und auch nicht hochgepuscht von uns wird, ist für ihn eine Tortur. Irgendwann denkt man halt auch an sein Kind.

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@Aniles01

das wird fürs pferd alles nicht besser, wenn es weiter rumgeschubst wird, ohne dass jemand die notwendige geduld hat.

auf das ding mit dem kappzaum, den longenkurs und den horsemanship trainer bist du ja leider nicht eingegangen.

schade.

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Der Roundpen war schon da jedoch musste der Boden erneuert werden.

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@Aniles01

es ist relativ egal, ob der roundpen schon da war. das pferd hat dort eine eklatant schlechte erfahrung gemacht. es hat sich dort zu tode erschreckt und niemand hat es beruhigt - im gegenteil.

pferd und roundpen werden in diesem leben jedenfalls keine freunde mehr.

mit einem guten horsemanshiptrainer kann man es dazu kriegen, dass es mitarbeitet.

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Da würde ich ehrlich gesagt mal einen Profitrainer dazu nehmen, der das ganze beurteilen kann. Das kann ja zig Gründe geben. Irgendetwas vielleicht, was ihm in der Vergangenheit Angst oder Schmerzen verursacht hat und durch ein Geräusch, ein Gegenstand, einen Geruch oder sonstwas ausgelöst wird. So ist das jedenfalls für eine 14 jährige Brand gefährlich.

Ich sehe das mittlerweile auch so.

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Wenns öfter vorkommt, würde ich mir eher einen Trainer suchen als es zu verkaufen.

Nein das tue ich mir nicht auch noch an. Ich hatte das Pferd als reitbar gekauft. Zuerst Sattelzwang. Dann noch totale Verspannungen dadurch im Hals. Läuft wie eine Giraffe. Bei Probereiten lief er total entspannt und war auch nicht so wie er jetzt ist. Trotzdem danke.

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@Aniles01

mein Gott, es ist ja ein Graus zu lesen, wie Tiere von Menschen als Sportgerät degradiert werden und wenn es Probleme gibt, wird entsorgt. Vielleicht seid ihr aber für dieses Tier ungeeignet und eine vernünftige und geduldige Basis mit dem Tier zu arbeiten ( mit fachmännischer Hilfe) scheint hier nicht gegeben.

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Man kauft sich kein Pferd um es gleich wieder loszuwerden nur weil es nicht so ist wie man dachte und es gern hätte. “Das tue ich mir nicht auch noch an” - genau diese Verantwortung hast du mit dem Kauf übernommen. Dieser Vorfall hätte auch in einem Jahr passieren können und danach nie wieder. Ich verkauf mein Pferd doch auch nicht gleich nur weil sie mal durchdreht oder mich abbuckelt ?? Dann hättest du es garnicht es kaufen dürfen - du wolltest ein Pferd, perfekt reitbar fürs Kind ohne richtige Arbeit dahinter. Jetzt ist es anders und du verkaufst es wieder.

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@Channel2000Anna

Ähm... wenn ich da mal kurz einhaken darf:

Ganz ehrlich, wenn ich ein Pferd als reitbar, für Kinder geeignet etc. kaufe, dann möchte ich das auch so haben bzw. gehe zumindest davon aus, dass das stimmt, was der Vorbesitzer erzählt.

Manchmal geht es nunmal nicht anders. Du kannst doch nicht für dein Kind ein Pferd kaufen und wenn sich dann nach kurzer Zeit herausstellt, dass das Pferd beispielsweise ein totaler Steiger, Buckler, Durchgänger etc. ist, es trotzdem behalten, weil man es ja nicht einfach wieder abgibt...

Nicht umsonst hat man ja meist ein 3 monatiges Rückgaberecht. Und ehrlich gesagt würde ich das auch in Anspruch nehmen, wenn es denn notwenig ist.

Außerdem hat sie nicht gesagt, dass sie es verkaufen möchte. Sie zweifelt nur daran, ob sie das Pferd behalten soll - das ist schon ein Unterschied ;-)

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Vielleicht fühlt sich das Pferd unwohl im Stall, Futter oder vertraut euch nicht. Ist ja logisch dass er in seinem alten richtigen Zuhause besser und vertrauter ist

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@Channel2000Anna

Ich habe kurz erläutert bei Kommentar Ponyfliege. Vielleicht kann man mich dann auch ein bisschen verstehen. Ich will weiß Gott keine Maschine.

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@Aniles01

Wie gesagt habe Bedenken das Pferd zu behalten.

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